Fragen Beruf, sonstiger Austausch.

Sanego, Saturday, 19.11.2011, 17:23 (vor 5386 Tagen)

Ich habe seit 16 Jahren mit Ausnahme der letzten eineinhalb Jahre Epilepsie mit Grand Mall Anfällen. Die Ursache sind vermutlich Vernarbungen im Gehirn, die jedoch nicht veränderbar sind, da sie wohl im Bereich des Sehzentrums liegen. Der Unfall hatte ich mit 18. Seitdem bin ich hochgradig sehbehindert.

Ich habe mit 24 Abitur gemacht und dann studiert. In den letzten 14 Jahren habe ich eine Halbtagssetelle. Die Firma will ihre Niederlassung aufgeben und ich könnte am neuen Standort arbeiten.

Als meinem Neurologen cor einigen Wochen bewußt wurde, dass ich halbtags arbeite, sagte er, ob es nicht besser sei, mich berenten zu lassen, da er meinte, dass mein Allgemeinzustand schlechter geworden ist. Irgendwie merke ich das auch.

Mich würde interessieren, ob ihr Arbeit habt, wie lange ihre arbeitet. Ich denke, dass Arbeit immer anstrengend ist, wobei bei mir hinzukommt, dss die Arbeit durch den Zustand meiner Augen zusätzliche Herausforderungen stellt.

Gibt es im Raum Hamm, Dortmund eine Gruppe von Leuten in meinem Alter mit Epilepsie, die sich ab und zu mal treffen?

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sandytimmy, Saturday, 19.11.2011, 20:04 (vor 5386 Tagen) @ Sanego

hallo sanego
ich bin, wenn ich es nicht falsch verstanden habe- ungefähr dein alter- bin 33 jahre alt.
ichsuche momentan noch arbeit als augenoptikerin da ich zum 30.09. dieses jahr gekündigt wurde. deine eingeschränkte elistungsfähigkeit liegt doch bestimmt nicht allein an der epilepsie da ich 2-3 anfälle pro monat bekomme aber vollzeit arbeiten werde.
bewerbungen laufen.
ich komm auch aus dem raum dortmund wüßte aber nichts von einer art selbsthilfegruppe hier in der nähe.
prüfe wie hoch die berentung wäre wenn du jetzt in rente gehen würdest.
lass dich am besten bei einer verbraucherzentrale beraten denn selber anwälte und makler denken doch alle bloß an ihr honorar

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Mondenkind, Sunday, 20.11.2011, 11:26 (vor 5385 Tagen) @ sandytimmy

Hallo sandytimmy, hallo Sanego,

in Dortmund gibt es eine Zweigstelle der Deutschen Epilepsievereinigung (DE NRW). Vielleicht einfach mal dort melden, ich bin mir sicher, dass sie dir Tipps und Rat geben können.

Ich habe gesehen, dass sie nächstes Wochenende eine Veranstaltung zum Thema Epilepsie und Arbeit haben. Ist zwar etwas kurzfristig, aber vielleicht hast du da ja Zeit und sie haben noch Plätze frei.

Liebe Grüße
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

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kucka, Saturday, 19.11.2011, 20:32 (vor 5386 Tagen) @ Sanego

Hallo Sanego
Ich habe Grand Mal,und arbeite ganztags .Das habe ich mir erkämpft,ich bin Flackerlicht ausgesetzt und verstehe es immer geschickt auszuweichen .Da ich ,wenn ich mal fiel,nur rückwärts falle,so nutze ich das für mich aus. Auf meiner Arbeit weiß es nur die Sani-Station,sonst wäre ich weg vom Fenster.Zu gefährlich,und keine Ausweichgelegenheit. Seit 15 Jahren anfallsfrei.
Was sagt denn dein Bauchgefühl ,würdest du dich mit Arbeit wohler fühlen,oder nicht? Das du dich nicht so gut Fühlst,liegt das vielleicht am Medikament ? Oder ist dir die Arbeit zu anstrengend,wegen deinen Augen. Für mich zb. ist Arbeit ein Stück Selbstwertgefühl.
grüsse kucka

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Sanego, Monday, 21.11.2011, 10:41 (vor 5384 Tagen) @ Sanego

Hallo,
ich habe auch zwei bis drei Anfälle im Monat. Ist aber nicht da tragisch, da ich es immer genau vorher merke.
Irgendwie bin ich den ganzen Kampf müde geworden. Was ich nach einer Berentung noch hätte, würde gerade mal so reichen. Ich wohne in einer Behinderten-WG und im gleichen Haus wohnt mein Bruder. In eine neue Stadt zu ziehen ist sehr umständlich, da ich wieder Mobilitätstraining brauichen würde, um mich alleine zurecht zu finden. Na ja. Eure Hinweise sind erst einmal sehr gut und hilfreich. Vielen Dank.