plötzlich krank
Liebe mutige Forumteilnehmer und Teilnehmerinnen,
ich leide nicht an Epilepsie, bin aber interessiert an diesem Thema als Journalistin. Ich arbeite freiberuflich und habe von BRIGITTEwoman/Gesundheit den Auftrag, ein Porträt über eine Frau 40+ zu schreiben, die plötzlich an einer chronischen Krankheit erkrankt ist und sich nun damit auseinandersetzen muss. Da relativ selten über Epilepsie berichtet wird, würde ich dafür gerne eine Epilepsiepatientin finden, die offen von ihrer Krankheit, deren Ausbruch noch nicht allzuweit zurück liegt, erzählen kann und möchte. Eine Frau, die noch viel vorhatte, dachte ihre Kräfte und Gesundheit seien grenzenlos, die aktiv im Leben stand - und dann die Diagnose für diese chronische Krankheit bekam, zuerst damit gehadert hat, aber sich dann darauf eingestellt hat. Auf diese Krankheit, die Veränderungen im beruflichen und familiären Alltag nach sich zieht, eine sorgfältige medikamentöse Einstellung braucht, aber mit der man leben kann oder leben lernen kann.
Ich würde mich sehr über Antworten freuen und grüße recht herzlich, Marianna
plötzlich krank
Hallo Marianna,
ich falle zwar aus dem Rahmen (33, mit 18 die Epilepsie bekommen), aber ich wollte dir sagen, dass ich es ganz toll finde, dass eine Zeitung wie die Brigitte sich vornimmt über jemanden mit Epilepsie zu schreiben! Vielen Dank dafür!!
Und bitte auch hier mitteilen, wann es in welcher Ausgabe erscheint! Danke!!
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
plötzlich krank
Hallo mariann,
also ich bin vor sechs Jahren an Epilepsie erkrankt. Ich hatte einen Führerschein einen guten Job und dann... die Krankheit.
Meine Kinder mussten/müssen Täglich mit meiner Krankheit zurechtkommen so wie mein Lebenspartner und zu guter letzt ich.
Das er noch zu mir hält und meine Kinder da sind gibt mir Kraft. Denn auch die Schulkameraden meiner Kids und deren Eltern (wenn Elternabende anliegen) bekommen in der Regel diese Aussetzer mit. Ich denke alle die mich kennen sind darauf Vorbereitet und gehen mit der Situation -Normal- um. Die Aussetzer dauern in der Regel 3-4 Minuten. Dann bin ich wieder ansprechbar. Aber wenn ich tatsächlich mal mitten auf der Straße zum Beispiel stehen bleiben würde, wäre es zu Spät. Auch bin ich schon mal bei einem Aussetzer in unseren Gartenteich gefahren mit dem Traktor und hatte Glück daß mein Freund und meine Tochter da waren.
Steuern lassen sich meine Aussetzer nicht. Leider.
Ich habe dank meiner Tabletten Einnahme die Pflicht ist morgens und abends Gott sei Dank keine Grandmals mehr was auch hoffentlich so bleiben wird.
Aber die Täglichen Aussetzer sind da und werden bleiben. Mit der Situation wenn ich mich z.B. in einem Wartezimmer beim Arzt befinde und dort diese "Aussetzer" bekomme bei denen ich mich mit offenen Augen teilweise laufend und lachend Fremden/Freunden gegenüber verhalte kann ich zwar nichts ändern ist mir aber trotzdem peinlich.
Ich bin gerade 39 geworden.
Ich finde es toll das dieses Thema angesprochen werden soll.
Liebe Güße,
Tanni
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Ich lebe jetzt und heute!
plötzlich krank
Ich denke, ich habe das alles und mehr zu berichten.Ich lebe seit nunmehr 29 Jahren mit Epilepsie.In dieser Zeit ist alles geschehen was das Leben einer Frau ausmacht. Es ist gut, wenn in den Medien über unsere Krankheit gesprochen wird. Es fehlt überall an Aufklärung, es gibt unendlich viel Voreingenommenheit und Stigmen. Wie sollte ein solches Porträt zustande kommen? LG, Musica
plötzlich krank
Hallo,
ich falle zwar auch aus dem Muster raus, aber falls doch Interesse besteht bin ich für Öffentlichkeitsarbeit zu haben. Ist ein super wichtiges Thema!!!
Ich bin 30 Jahre alt. Hatte mit 14-20 Jahren Epilepsie und war dann 10 Jahre anfallsfrei. Es hieß, dass es eine pupartäre Epilesie war und es sich jetzt ausgewachsen hat. Habe Familie, zwei Kinder, Haus auf dem absolut platten Land gebaut usw. DAnn nach genau 10 Jahren der Schock, die epilepsie ist wieder da. Das heißt kein Führerschein mehr, die Kinder kann man nicht mehr überall hinbringen, sei es Sport oder normal Verabredungen. Der Kindergarten ist allein 1,5 km entfernt. die Arbeitsstelle ist 25 km entfernt und das muss man auf einmal alles zuFuß oder mit Bus und Bahn bewältigen.
Dazu der tratsch auf dem Lande...
Naja, aber die Meißten hier kennen das ja...
Einfach ist es nie, aber durchhalten muss man ja trotzdem...
Falls Interesse besteht einfach mal anschreiben.
Lieben Gruß
Christiane