Nachteilsausgleich
flöckchen69, Wednesday, 01.02.2012, 17:11 (vor 5312 Tagen)
Bei meinem Sohn 12 Jahre wurde vor 2 Jahren nach einem nächtlichen Anfall Rolando-Epilepsie festgestellt. Ausserdem leidet er unter Absencen, welche sich durch starren Blick äussern. Für Aussenstehende fast nicht bemerkbar.
Mein Sohn nimmt Ospolot50mg 2-0-2
Mein Problem. Hat er Absencen wirkt er abwesend. Sein Klassleiter interpretiert dies aber als "Desinteresse am Unterricht". Dementsprechend bekommt er in "Mündlicher Mitarbeit" eine schlechte Note. Er steht in Deutsch und Mathe auf 2,5 und bekommt aufgrund seiner mangelnden Mitarbeit eine 3 ins Zeugnis. Unser Sohn möchte aber gerne den M-Zug besuchen, wofür er einen Notendurchschnitt in Deutsch, Mathe und Englisch von 2,33 benötigt.
Meine Frage: Kann man einen Nachteilsausgleich erwirken?
Nachteilsausgleich
Green, Wednesday, 01.02.2012, 17:55 (vor 5312 Tagen) @ flöckchen69
Hallo
kennst du die Seite www.epilepsie-lehrerpaket.de ?
GRuss Green
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Thursday, 02.02.2012, 12:30 (vor 5311 Tagen) @ Green
Vielen Dank für den link.
Nachteilsausgleich
Harry, Wednesday, 01.02.2012, 18:05 (vor 5312 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen69,
wir haben jetzt für meinen Sohn (13) einen Nachteilsausgleich beantragt. Der Arzt hat ihm bescheinigt, daß er von Kleingruppenarbeit befreit werden soll und mehr Zeit bei Klasenarbeiten bekommt. Allerdings haben wir auch das Problem mit der mündlichen Mitarbeit. Da mein Sohn keine Absencen hat, gilt sein veträumtsein nicht. Aber wenn Dir der Arzt die Absencen bescheinigt, kann ich mir gut vorstellen, daß die mündlichen Noten anders bewertet werden. Es ist schon nicht einfach mit der Schule!
Viel Glück!
Mama von Harry
Nachteilsausgleich
Harry, Wednesday, 01.02.2012, 18:07 (vor 5312 Tagen) @ Harry
Ergänzung: Der Nachteilsausgleich ist auch bewilligt worden.
--
Harry
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Thursday, 02.02.2012, 12:27 (vor 5311 Tagen) @ Harry
Hallo Mama von Harry,
danke für die Antwort. Meine Frage: Ist die passive Mitarbeit (auch ohne Absencen) eine typische Eigenheit bei Schülern mit Epilepsie?
Gruß flöckchen
Nachteilsausgleich
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 02.02.2012, 14:02 (vor 5311 Tagen) @ flöckchen69
Ich würde passive Mitarbeit in der Schule keinesfalls als typisch für Epileptiker bezeichnen und gewollt in diese Richtung zu steuern wäre - zumindest langfristig - in meinen Augen auch der komplett falsche Weg. Damit würde man meiner Meinung nach eine aktive Ausgrenzung einer Person betreiben und das hilft dieser sicherlich nicht.
Zum Beispiel hab ich mir meine mündlichen Noten am Gymnasium in Bayern aktiv im Unterricht erarbeitet - hab aber auch keine Absencen, muss ich dazu sagen. Damit wäre das sicherlich deutlich schwerer geworden.
Ich halte es vor allem für wichtig, dass man alle Lehrkräfte persönlich über die Erkrankung an und für sich informiert. Bei Abscencen können die sich dann z.B. darauf einstellen, ihre mündlichen Noten bei betroffenen Personen eher durch z.B. eine Abfrage über den Stoff der letzten Stunde zu Stundenbeginn zu gewinnen, als durch die Beurteilung von Fragen mitten im Unterrichtsgeschehen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Thursday, 02.02.2012, 17:09 (vor 5311 Tagen) @ huge88
Lieber hugo88,
Lehrkräfte wurden von uns benachrichtigt und informiert. Nur scheint dies keiner richtig Ernst zu nehmen. Auch über Nebenwirkungen von Ospolot. Gerade in der Einstellungsphase hatte Julian seine Probleme.
Aber es wird ihm immer als Charakterschwäche ausgelegt.
Lieben Gruß
flöckchen
Nachteilsausgleich
Harry, Thursday, 02.02.2012, 15:16 (vor 5311 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen,
mein Sohn beteiligt sich schon im Unterricht, aber wohl nicht besonders häufig und wenn, dann hat er Schwierigkeiten, die Dinge auf den Punkt zu bringen.
Gruß, Haary´s Mama
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Thursday, 02.02.2012, 17:06 (vor 5311 Tagen) @ Harry
Habe gerade eine mail vom Lehrer bekommen, nachdem ich ihm einige Absencen-Videos schickte. Er meint er hätte dies noch nie bei unserem Sohn beobachtet. Gut nur, dass unser Sohn eine längere Absence bei unserem Neurologen hatte.
Situation:
Ich sitze zusammen mit meinem Sohn im Sprechzimmer, Arzt und ich unterhalten uns. Julian neben mir , Arzt möchte ihn ins Gespräch einbeziehen,Julian reagiert nicht sieht irgendwie ins Leere. Ich tippe ihn am Arm, keine Reaktion, weiterhin dieser starre Blick. Nach etwa einer Minute sagt er "Hmm, was ist los" und ist wieder ganz normal. Julian kann sich aber an nichts erinnern.
Ich bin ebenfalls der Meinung Julian soll so normal wie möglich behandelt werden. Er fährt Ski, Fahrrad nur Schwimmen ist ohne Aufsicht absolut tabu (Anweisung vom Arzt). Nur bin ich der Meinung sollte er nicht benachteiligt werden beziehungsweise aufgrund seiner Erkrankung falsch beurteilt werden.
Seine schriftlichen Noten sind ja absolut in Ordnung, nur ist er in der mündlichen Mitarbeit eben eingeschränkt.
Eigentlich haben wir nie Probleme mit seiner Epilepsie gehabt, nur in der Schule und das ist bitter.
Nachteilsausgleich
Harry, Thursday, 02.02.2012, 22:43 (vor 5311 Tagen) @ flöckchen69
Hallo Flöckchen,
in welcher Jahrgangsstufe ist Julian denn?
Harry ist, gerade schriftlich(wenn man von einigen Ausrutschern absieht), auch gut in der Schule, aber er hat immer wieder Schwierigkeiten, weil er langsam und unkonzentriert ist... und die Lehrer meinen, sie müßten ganz besonders auf ihn eingehen, ihn dadurch aber immer mehr in eine Sonderstellung hineinmanövrieren, die er zwar durch sein Verhalten teilweise selbst ausgelöst hat, die sich durch die Behandlung der Lehrer aber immer mehr zu manifestieren scheint.
Mich würde interessieren, welche Probleme Julian konkret mit den Lehrern hat. Vielleicht sind sie ja ähnlich wie unsere.
LG,
Mama von Harry
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Friday, 03.02.2012, 07:00 (vor 5310 Tagen) @ Harry
Hallo Harry´s Mama,
Ich trau es mir ja gar nicht zu schreiben. Ich bin absolut keine überempfindliche Mutter. Aber bei Julian ist so viel schief gelaufen.
Muss mal ganz von vorne anfangen. Vielleicht hilft dir das bei deinem Sohn auch ein bisschen.
Julian hat nicht nur Rolando-Epilepsie, sondern auch AVWS = Auditive Verarbeitungs und Wahrnehmungsstörung. AVWS Kinder hören normal, können jedoch Hintergrundgeräusche nicht filtern , d.h. das Gehirn nimmt alle Umgebungsgeräusche gleich wichtig. Beispiel: Bei einer Unterhaltung brummt die Heizung, oder mehrere Leute in einem Raum unterhalten sich. In der Schule kramt ein Kind im Federmäpchen und der Lehrer spricht.
Hausaufgaben machen und die Waschmaschine läuft. Kinder mit AVWS müssen sich mehr konzentrieren um den Unterrichtsgeschehen zu folgen. Wird es zu viel, werden sie entweder zappelig und unkonzentriert oder sie klinken sich aus. AVWS und Rolando-Epilepsie stehen oft in Zusammenhang. AVWS Kinder haben ausserdem Probleme mit dem Richtungshören. Sie können nicht erkennen aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Beispiel: Kilian ruft mich, ich in der Küche,Julian flitzt durchs ganze Haus und sucht mich.Oder auf der Straße ein Auto kommt von rechts, Motorgeräusch wird aber links wahrgenommen. Ausserdem ist die Hör-Gedächtnisspanne verkürzt. d.H Kinder können beispielsweise bei einem Diktat sich nur maximal 4 Wörter hintereinander merken. Wir hatten in der Grundschule das Problem, Grammatik 1 Diktat 6.Wär vielleicht interessant, wenn du bei deinem Sohn auch mal in diese Richtung forscht.Telefonieren ist für Julian schwierig.Staubsaugergeräusch unerträglich. Da jeder Hörtest unauffällig ist, wird AVWS oft nicht erkannt. Und die Kinder leiden vor sich hin.
Julian ist aufgrund seiner AVWS in einer Schule für Kinder mit Hörbehinderung, normaler Schulstoff, wie an einer Regelschule. Nur kleinere Klassen. 1. und 2. Klasse waren super, tolle Lehrerin, wusste 100% über AVWS Bescheid. Julian wurde gefärdert und auch gefordert. Julian hat zu dem noch einen überdurchschnittlichen IQ.
3. und 4. Klasse waren die Hölle. Lehrerin hatte überhaupt keine Ahnung von AVWS. Da es eine Integrativklasse war, d.h. die Hälfte der Schüler waren Kinder ohne Hörbehinderung wurden nur die Kinder ohne Förderbedarf gefordert, um sie ins Gymnasium zu bringen. Julian wurden AVWS typische Eigenheiten als Charakterschwäche ausgelegt. Diktate gnadenlos durchgezogen. Für AVWS Kinder ist es superwichtig frontal zum Lehrer zu sitzen, weil sie teilweise von den Lippen ablesen. Nein,Julian saß seitlich zum Lehrerpult. Blickrichtung zum Fenster. Die Lehrerin aus der 1.Klasse hat uns darauf aufmerksam gemacht. Da gibt es 1000 solcher Geschichten.
5. und 6. Klasse liefen einigermaßen gut, aber Lehrer ging auch nicht so recht auf AVWS ein. In der 5. Klasse kam dann der erste Rolando-Anfall. Anfang 6. Klasse kam Ospolot dazu.
Jetzt ist Julian in der 7. Klasse Hauptschule. Lehrer geht gut mit AVWS um, Noten verbesserten sich drastisch. Ende der Weihnachtsferien hatte er Brechdurchfall, fehlte ersten und zweiten Schultag. Medikamentenspiegel wackelte. In dieser Woche zwei wichtige Proben, da er in den M-Zug möchte. Lehrer zog im 2 Punkte in der Matheprobe ab, weil er unsauber schrieb. Statt ner 2 gabs ne 3. M-Zug versaut. Tja und jetzt fängt die oben geschriebene Geschichte an.
Liebe Harry´s Mama vielleicht findest du irgendwie deinen Sohn hier wieder. Google dich mal bisschen durch AVWS.
Liebe Grüße
flöckchen
Nachteilsausgleich
Harry, Friday, 03.02.2012, 10:21 (vor 5310 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen,
das ist ja interessant mit der AVWS. Ich weiß nicht, ob mein Sohn Nebengeräusche filtern kann, aber ich kann es jedenfalls nicht. Habe immer große Probleme in Kneipen o.a. Veranstaltungen,wo viele Leute sind, irgendein Wort zu verstehen. Werde der Sache mal nachgehen.
Ich nehme an, Du hast es schon mit ärztlicher Bescheinigung wg. der versauten Arbeit probiert? Vieleicht mal mit Anwalt versuchen? An der Schrift läßt sich doch nachweisen, daß Julian einen Anfall hatte.
Es ist schon schwer, in der Schule für seine Kinder Recht zu bekommen.
Viel Glück!
Harry´s Mama
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Friday, 03.02.2012, 13:12 (vor 5310 Tagen) @ Harry
Hallo Harry´s Mama,
jetzt hab ich dir nen ellenlangen Bericht geschrieben und irgenwie aufm falschen Knopf gedruckt----alles weg---super!
Hier ein ganz guter link zum Thema AVWS
http://www.avws.info/tipps.html
Gruß flöckchen
Nachteilsausgleich
Mondenkind, Friday, 03.02.2012, 13:30 (vor 5310 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen,
jetzt hab ich dir nen ellenlangen Bericht geschrieben und irgenwie aufm falschen Knopf gedruckt----alles weg---super!
du hast wahrscheinlich nichts falsch gemacht... das kommt auch schon mal vor, wenn man zu lange (zeitmäßig) antwortet... ist mir auch schon des öfteren passiert... Ich habe mir angewöhnt, den Text - gerade wenn er länger ist - zu kopieren, dann kann ich ihn im Zweifel beim nochmaligen Antworten einfügen...
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Saturday, 04.02.2012, 08:43 (vor 5309 Tagen) @ Harry
Hallo Harry´s Mama,
Die Situation in Kneipen und Veranstaltungen wie du sie beschreibst ist typisch für AVWS. Und AVWS ist vererbar. Hat dein Sohn auch Rolando-Epilepsie? Rolando-Epilepsie und AVWS stehen oft im Zusammenhang. Versteck mal ein klingelndes Handy, schließe alle Zimmertüren und lass deinen Sohn suchen. Oder anders herum, kannst du selbst feststellen aus welcher Richtung ein Geräusch kommt? Bei AVWS Kindern muss irre viel Energie im Unterricht fürs Hören aufgewendet werden. Wie verhält sich dein Sohn, wenn er von der Schule nach Hause kommt?
Liebe Grüße
flöckchen
Nachteilsausgleich
teilchenschubse, Thursday, 02.02.2012, 22:56 (vor 5311 Tagen) @ flöckchen69
Meine Frage: Ist die passive Mitarbeit (auch ohne Absencen) eine typische Eigenheit bei Schülern mit Epilepsie?
Nein.
--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)
Nachteilsausgleich
Green, Saturday, 04.02.2012, 21:44 (vor 5309 Tagen) @ Harry
Hallo
kennt Ihr die Seite www.epilepsieschulung.de.
Gruss Green
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Sunday, 05.02.2012, 09:28 (vor 5308 Tagen) @ Green
uten Morgen,
wieder einmal eine schlaflose Nacht hinter mir. Unser Problem sind ignorante Lehrer bzw. eine ignorante Schule, die zwar theoretisch ihre Kompetenz wunderbar darstellen, aber in der Praxis nichts davon umsetzen.
Unser Julian geht in die 7. Klasse Hauptschule und wurde aufgrund seiner AVWS in eine Schule für Kinder mit Hörbehinderungen eingeschult. Zuerst ging er in einen Regelkindergarten. Dort vermuteten die Erzieherinnen Julian weigert sich oder er hört schlecht. Ab zum HNO, aber Hörtest war völlig normal. Aber im Kindergarten hatte er weiterhin Probleme d.h er reagierte auf Aufforderungen nicht. Worauf er ziemlich Ärger bekam, da er ja gut hört, muss er einfach nicht wollen. Erzieherin rief zum Stuhlkreis, alle Kinder da, nur Julian spielte weiter. Julian wollte auch nicht mehr in den Kindergarten. Dann eine Projektwoche mit Ergotherapeutin. Julian wurde ausgewählt. Die Ergotherapeutin beschäftigte sich eine Woche lang im KG nur mit ihm. One / One Situation. Julian blühte auf konnte den nächsten Kindergartentag gar nicht erwarten. Ergebnis: Sprachentwicklung überdurchschnittlich ansonsten alles super. Dann Termin in Beratungsstelle eben an dieser Schule in der er jetzt geht.
Diagnose AVWS: Julian hat Probleme beim Richtungshören, seine Hör-Gedächtnisspanne ist verkürzt und mit Hintergrundgeräuschen hat er eine Hörleistung von 30%. Bedeutet, wenns laut wird (Klassenzimmer, Kindergarten) filtert sein Gehirn Nebengeräusche nicht, sondern er nimmt alles gleich laut war.
Darauf folgt Eintritt in die schulvorbereitende Einrichtung (SVE). Julian gings dort sehr gut.
Wurde nach psychologischer Testung bereits mit knapp 6 Jahren (Ende August geb. Anfang September Schulstart) eingeschult. Integrativklasse (Hälfte der Schüler ohne Hörbehinderung) normaler Regelschulstoff. Nur kleinere Klassen. 1. und 2. Schuljahr super Lehrerin mit AVWS Fachwissen. 3. und 4. Klasse furchtbar. Lehrerin keine Ahnung von AVWS. AVWS wurde als Charakterschwäche abgetan. Kommentar der L. Julian hört nicht richtig zu. GRRRRRR!!!! Beispiel Deutsch: Grammatikprobe 1 --Diktat 6, ganze Textblöcke ausgelassen. Kinder mit AVWS können keine Diktate, da die Hör-Gedächtnis-Spanne verkürzt ist. Nochmal----geht deswegen in eine spezielle Einrichtung. Darauf folgt ein "Gefälligkeitsattest einer Psychologin um Julian vor Diktaten zu schützen. Typisch für AVWS Julian konnte nicht unterscheiden, ob L ihn lobt oder schimpft. Wir bei einem Gespräch die L darauf hingewiesen, die fällt aus allen Wolken, da sie Julian doch nie schimpft.Am nächsten Tag L stellt Julian vor der ganzen Klasse bloß, da sie den anderen Kindern sagt :Stellt euch vor der Julian hat seinen Eltern gesagt ich schimpfe ihn immer.Julian war fix und fertig. Sie ist "Sonderpädagogin für Kinder mit Hörbehinderung" und dies ist unter anderem ein "AVWS Problem". Und----Julian ist ein Lügner GRRRRR!!!! Julian ist darauf angewiesen frontal zum Lehrer zu sitzen, wichtig für AVWS Kinder um zusätzlich von den Lippen ablesen zu können. Julian saß aber seitlich zum Lehrerpult. Wir wieder zur L,ob sie ihn nicht anders setzen könnte. Julian hatte damals lange Haare. Sein ganzer Stolz. Darauf die L, sie bietet uns einen "DEAL" an setzt ihn nur um, wenn er sich die Haare schneiden lässt. GRRRRR!!!
O.K wir gingen darauf ein, Haare ab. GRRRRR!!!! Vielleicht ist sein Blickfeld doch dadurch eingeschränkt. Passiert ist nichts, nur Julian wurde weiter gequält. Beispiel Sport: Für AVWS-Kinder ist es schwierig einen Purzelbaum zu machen.Julian wurde ständig dazu gezwungen, Julian ein sehr sportliches Kind wurde von ihr als "PLUMPSSACK" bezeichnet. Und dem Spott der Klasse ausgesetzt. Julian entwickelte eine Schulphobie, war ständig krank. Sagt er kann nicht mehr.
4.Klasse überstanden.
5.Klasse besserer Lehrer dann kam Rolando-Anfall.6.Klasse Einstellung auf Ospolot. Nebenwirkung: Konzentrationsstörungen. Lehrer wieder nicht drauf eingegangen, aber zumindest wurde Julian nicht psychisch gequält.Aber Übertritt in den M-Zug klappte nicht, da wir erst die richtige Dosis für Ospolot finden mussten.
Jetzt ist Julian in der 7.Klasse Hauptschule hat einen überdurchschnittlichen IQ. Zu unserem AVWS-Problem (das der Schule egal ist) kommen noch Absencen hinzu. Gespräch mit Lehrer brachte nichts. Er erkennt keine Absencen bei ihm, nur gut, dass er eine länger Absence beim Neurologen hatte. So jetzt habe ich euch unsere Leidensgeschichte berichtet. Bin fix und alle
Gruß
flöckchen
Nachteilsausgleich
Green, Sunday, 05.02.2012, 12:55 (vor 5308 Tagen) @
flöckchen69
bearbeitet von Green, Sunday, 05.02.2012, 13:01
Hallo flöckchen
tja wenn ich das so lese ...werd ich ganz Sprachlos.Wie das mit dem Hören ist kann ich gut nach voll ziehen es ist so anstrengend...ich bin langsam links ertaubt...auch da hilft kein Hörgerät mehr.Ich habe schon gelesen das er gut erhöhrt ...aber eben das mit der Richtung oder wenn es zulaut ist die Nebengeräusche vergiss es.
In diesem AVWSbereich gibt es doch bestimmt auch Selbsthilfegruppen Seiten im Netz usw. findet Ihr da Unterstützung?
Liebe Grüsse
Green
Nachteilsausgleich
Harry, Monday, 06.02.2012, 09:26 (vor 5307 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen,
es gibt vieles, was mir bekannt vorkommt. Müssen also unbedingt checken, ob Harry AVWS hat, aber wer diagnostiziert sowas?
Wir sind, nachdem uns im Kindergarten schon von der Erzieherin gesagt worden war, Harry würde mal auf einer Sonderschule landen (wg. seines Sozialverhaltens) bei der Frühförderstelle gewesen - alles in Ordnung. Entwicklungstest beim Psychiater - alles in Ordnung. Inzwischen sind wir beim 5. Psychiater - zwischendurch hieß es ADS oder auch ADHS - Klinikaufenthalt gabs zwischendurch auch noch mit einem ganz anderen Erklärungsmodell für Harrys Verhalten, das hier zu beschreiben zu weit führen würde. Nur auf die Idee, daß es was mit seiner Epilepsie zu tun haben könnte, ist keiner gekommen. Und wir, nachdem Harry ja schon seit vielen Jahren anfallsfrei ist und auch schon seit ein paar Jahren keine Medis mehr nimmt, auch nicht.
Ich schrieb ja schon, daß sein EEG trotzdem total schlecht ist und beim letzten Arztbesuch hat dieser uns auch bestätigt, daß die Probleme eng mit der Epilepsie zu tun haben (nachdem wir nach all den Jahren Odyssee von Psychiater zu Psychiater, Ergo... endlich selbst daraufgekommen waren). Daher nun auch mein Versuch, über dieses Forum mal rauszukriegen, was man woanders nicht erfährt.
Also, was mir bekannt vorkommt, ist, daß man Harry schon immer 100x ansprechen mußte, bis er mal reagiert. Dann hat er aber, was man von ihm wollte, auch immer schnell wieder vergessen. Das hat uns wahnsinnig gemacht, weil wir dachten, er will nicht hören. Bei der ADS Diagnose wurde uns dann erklärt, daß er dafür nichts kann. Allerdings wissen wir inzwischen, daß er gar kein ADS hat.
Die Probleme mit der Schule kenne ich auch. Er kommt ständig nach Hause und erzählt, daß er wieder Ärger von seiner Lehrerin bekommen hat. Wenn man mit ihr spricht, berichtet sie, Harry würde ständig lügen...
Alle Versuche, in der Schule klar zu machen, daß Druck nur noch alles verschlimmert, haben bisher auch nicht gefruchtet. Die Ignoranz der sog. Pädagogen ist eben überall die gleiche.
Gruß, Harry´s Mama
Nachteilsausgleich
Harry, Monday, 06.02.2012, 21:14 (vor 5307 Tagen) @ flöckchen69
Hallo flöckchen,
ich bins´s nochmal Harry´s Mama. Ich habe jetzt bei mir einen Briefumschlag neben dem Namen eingerichtet. Also wenn Du magst, kannst Du mich auch direkt kontaktieren. Einfach draufklicken und mir mailen. Vielleicht muß man ja nicht alles öffentlich besprechen.
Gruß, Harry´s Mama
--
Harry
Nachteilsausgleich
flöckchen69, Thursday, 09.02.2012, 14:17 (vor 5304 Tagen) @ Harry
Hallo Harry´s Mama,
hatte seit Wochenbeginn Internetprobleme. Neuer Splitter, Router... oder so was. Jetzt geht´s wieder.Schreib dir auf alle Fälle. Vielleicht haben wir bei deinem Sohnemann was gefunden.
Grüße
flöckchen
Nachteilsausgleich
Lara1975, Sunday, 12.02.2012, 00:03 (vor 5302 Tagen) @ Harry
Hallo Flöckchen, Hallo Harrys Mama....
darf ich euch mal was fragen?
Mein Sohn (10) hat auch Absencen Epilepsie und nimmt seitdem es vor vier Monaten festgestellt wurde Suxilep. Ich habe am Montag einen Termin in der Kinderklinik und im Juni einen weiteren Termin in einer Spezialklinik in Kehlkork.
Seit mein Sohn seine Medizin nimmt ist er auch viel schlechter geworden in der Schule. Bezüglich dem Nachteilsausgleich lese ich schon eine ganze Weile mit... Doch wie genau läuft das nun ab? Wenn doch das Kind keine Anfälle mehr hat weil es Medikamente nimmt, dann kann man ihn doch nicht für seine Abwesendheit entschuldigen ?!
Mein Sohn hatte mit Absencen Epilepsie und seiner damit verbundenen Abwesendheit durchschnittlich 2-3. Nun mit dem Medikament liegt er bei einer 4. Das ist für ihn total schlimm....
Kann ein Arzt denn irgendwie bescheinigen dass das Kind weil es Antiepileptika nimmt sich schlechter konzentrieren kann?
Was genau muss denn da drin stehen. Ich habe schon einen Termin bei der Schulleiterin gemacht. Ich hoffe es klappt. Mein Sohn kommt nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule und ich hätte ihn so gerne in der Realschule bei seinem großen Bruder...
Liebe Grüße, Lara
Nachteilsausgleich
Harry, Sunday, 12.02.2012, 00:48 (vor 5302 Tagen) @ Lara1975
Hallo Lara,
mein Sohn hat auch schon seit vielen Jahren keine Anfälle mehr. Deshalb sind wir auch nie auf die Idee gekommen, daß seine Probleme (er ist sehr langsam und unkonzentriert...) mit der Epilepsie zusammenhängen.
Nun haben wir aber von seinem Epileptologen bestätigt bekommen, daß das so ist. Wenn Du möchtest, kann ich Dir mal das "Gutachten" (nennt sich anders, komme aber im Moment nicht auf den Namen) des Arztes für den Nachteilsausgleich rübermailen. Du müßtest mich dann mal ammailen, indem Du auf den Brief neben meinem Namen klickst, damit ich weiß, wo ich hinschreiben muß.
Normalerweise wird der Nachteilsausgleich von der Schule, nachdem sie was schriftliches vom Arzt hat, bei der Bezirksregierung beantragt. Unserem Schulleiter hat allerdings die Stellungnahme des Arztes gereicht.
Suxilep hatte Harry übrigens auch.
LG, Harry´s Mama