Verzweifelt , Angst und keine Ahnung
Hallo,
ich möchte mich bei euch vorstellen. Ich heiße Saskia und bin die Mutti zweier ganz tollen Mädchen. Colien ist 8 Jahre und Melissa 1 Jahr alt.
Unsere kleine Melissa wurde sieben Wochen zu zeitig geboren nach einer etwas komplizierteren Schwangerschaft. Sie entwickelte sich ganz normal.
Im August 2011, da war sie 7 Monate alt, bekam sie ihren ersten Krampfanfall aber in Verbindung mit Fieber. Sie krampfte am ganzen Körper und hörte auf zu atmen, ich musste sie wiederbeleben. Nach dem ersten Krampf, krampfe sie ca. 30 Minuten später noch einmal aber diesmal ohne Atemstillstand.
Im Oktober, November und Januar folgten weitere Anfälle, immer kompliziert und auch ohne Fieber. Es viel uns auch immer häufiger auf, dass sie einfach aufhörte zu spielen, zu essen, zu lachen und kurz bis lang einfach so verträumt durch die Gegend schaute.
Im November hatte sie mehrere Anfälle und einer Dauerte fast eine Stunde. Erst fing der Mundwinkel an, das breitete sich dann schnell über die gesamte rechte Seite aus. Nach Diazepan krampfte sie das seitengleich und als der Notarzt eintraf, musste er noch einmal ein entkrampfendes Medikament spritzen.
Erst im November begann die weiterführende Diagnostik, Liquorpunktion, EEG, Schlaf-EEG und MRT.
Bei der Liquorpunktion zeigte sich eine Blut-Schrankenstörung.
Das MRT war gut.
EEG war gemischt, es gab Anhalte aber nix kongretes. Eine Funktionseinschränkung des hinteren rechten Hirnbereichs. Es zeigten sich rasche Aktivitäten.
Entlassung ohne Medikation!
Im Januar krampfte sie erneut. Ein EEG bei einer niedergelassenen Spezialisten ergab "Spikes" und rasche Folgen. Wie bekamen Orfiril. Seit dem bricht Meli jeden Morgen und jeden Abend über mehrere Stunden. Jetzt muss es abgesetzte werden. Sie wiegt nur 8,5 kg und ist recht klein aber super entwickelt. Sie isst allerdings nicht, sondern trinkt nur Milch.
Wir sind fix und fertig, erst im April sind wir zum 24h EEG Monitoring bestellt, bis dahin müssen wir uns durchwurschteln. Aber das Medikament will und werde ich nicht weitergeben. Sie hat schon eine entzündete Speiseröhre und eine Magenentzündung. Wenn man am Tag 8 mal bricht und zum Schluss nur noch Galle, dann ist das keine Leben. Aber es gibt keine richtigen Medis für so kleine Kinder.
Ich bin in einem absoluten Tief angekommen und an machen Tagen, denke ich, dass ich dem nicht gewachsen bin. Wie soll ihr Leben weitergehen? Wird sie behindert? Kann sie unbeschwert leben? Alles dreht sich und ich kann ihr nicht helfen, sie ist doch erst ein Jahr alt!!! Warum sie?
Noch nicht mal einen Namen für ihr Leiden haben wir! Epilespie ja aber welche Form!
Entschuldigt, dass es so lang geworden ist aber ich hoffe hier sehr auf nette, aufbauende Worte.
