Absetzen der Medikamente

Lerche, Monday, 23.04.2012, 21:03 (vor 5229 Tagen) @ Flower21

Hallo Flower,

ich brauch immer etwas länger zum schreiben und eigentlich hat Huge ja schon alles gesagt.
Soweit ich weiß, ist Epilepsie (medikamentös) nicht heilbar, - die Antiepileptika unterdrücken nur die Anfälle. Tun die Medikamente, die man z.Zt. einnimmt, das nicht, sollten (in Absprache mit einem Neurologen, dem man vertraut) andere ausprobiert werden. Das würde ich auch in dem Fall tun, dass die Nebenwirkungen mich mehr beeinträchtigen, als die Anfälle es getan hatten. Vorsicht: der Mensch vergisst schnell.
Hat man irgendwann die ganze Angebotspalette erfolglos durchgetestet und es ist um keinen Deut besser geworden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zu den 30(?)% gehört, die therapieresistent sind. Diese Diagnose würde ich aber nicht meinem Wald-und Wiesen-Neurologen überlassen, sondern den Ärzten eines Epilepsiezentrums.
Wenn daraufhin feststeht, dass es das Medikament, das mir helfen würde, wirklich noch nicht gibt, sähe ich auch keinen zwingenden Grund mehr, die Pharmaindustrie weiterhin glücklich zu machen. Dann, und wirklich erst dann, würde ich die Nebenwirkungen nicht weiter in Kauf nehmen und bräuchte auch Leber oder Nieren nicht weiter zu belasten.

Ich hatte nach 12 Jahren Anfallsfreiheit mal ein Medikament abgesetzt / ausgeschlichen, das hatte 2 Grand Mal zur Folge, der 2. inkl. Fußgelenkfraktur. Kehrte zur alten Dosierung zurück und bin seitdem wieder 14 Jahre nicht umgekippt.

VG Uwe


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