Anfälle - Begleiterscheinungen
Michaela, Sunday, 06.05.2012, 11:22 (vor 5216 Tagen)
Hallo, guten Morgen an Alle
hatte in den letzten Tagen wieder mehrere Anfälle am Tag. Dann habe ich vermehrt Durst, muss natürlich auch öfter zur Toilette. Aber nachts, das ist das Übel. Am Abend trinke ich nicht viel beim TV-sehen, muss trotzdem in der Nacht ca. alle 2 Stunden zur Toilette, liege oft wach und wenn ich schlafe träume ich. Zudem fühlt sich mein Mund dann an, als hätte ich ihn mit Wärme behandelt, so trocken ist er.
Habt Ihr auch solche Übel? Wenn ja, was hilft Euch dann? Was kann ich nur dagegen tun. Mein Neuro. weiß es, kann mir aber nichts empfehlen.
Viele Grüße und noch einen schönen Tag
Michaela
Anfälle - Begleiterscheinungen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 06.05.2012, 11:55 (vor 5216 Tagen) @ Michaela
Hattest Du diesen vermehrten Durst etc. schon vor dem ersten Anfall aus der Serie oder erst danach?
Wenn das schon davor einsetzt, könnte das ja ein Indiz sein, dass sich - weshalb auch immer - der Stoffwechsel kurzzeitig verändert und dadurch irgendwie die Anfälle ausgelöst werden. Hast Du das schon einmal in einem Epilepsiezentrum angesprochen?
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle - Begleiterscheinungen
Mondenkind, Sunday, 06.05.2012, 11:56 (vor 5216 Tagen) @ Michaela
Hallo Michaela,
hast du den Durst nur wenn du Anfälle hattest oder ist der generell da?? Ich habe generell großen Durst. Jetzt während der Schwangerschaft ist es besonders schlimm (da schieb ich das schlecht schlafen und noch-mehr-auf-die-Toilette-müssen z.Z. auch drauf).
Und der Durst ist auch Nachts da. Und da ich jetzt zurzeit viel wach liege, kommt es schon mal vor, dass ich fast einen Liter pro Nacht trinke.
Aber das mit dem Durstgefühl hatte ich auch vor der Schwangerschaft. Ich hab es auf meine Medikamente geschoben (Keppra und Oxcarbazepin, bzw. jetzt seit ziemlich genau einem Jahr nur noch Carbamazepin).
Ich bin auch jemand, der viel trinkt, 2 Liter am Tag (also mind. eine Flasche [1,5 l] Mineralwasser, dazu noch 1 - 2 Tassen Tee und 1 - 2 Gläser O-Saft, und die letzten Monate auch ein bis zwei Gläser Milch - wobei sich bei letztere ja die Geister streiten, ob man es zum "Trinken" dazu zählen kann) und mehr, also eigentlich genug (hier ist das Nacht-Trinken jetzt nicht zugezählt). Wie ist das bei dir? Trinkst du genug??
Aber wenn ich jetzt nachdenke, war der Durst während den Anfällen (bzw. mit Beginn der Aura) besonders stark. Mein Mann konnte sehen, wenn ich mir statt dem Glas gleich die Flasche zum trinken nahm, konnte er davon ausgehen, dass ich einen Anfall bekam. Das war dann so Routine. Ich wollte den blöden Durst wegtrinken... Vielleicht auch ein bisschen in der Hoffnung, den Anfall wegzutrinken, ich weiß es nicht...
Was man dagegen machen kann, keine Ahnung... Ich trinke, wenn ich Durst habe, denn wenn ich nicht trinke, habe ich das Gefühl es wird nur schlimmer (gerade auch was das nachts einschlafen angeht...).
Liebe Grüße
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Anfälle - Begleiterscheinungen
web, Sunday, 06.05.2012, 12:32 (vor 5216 Tagen) @ Mondenkind
Hallo,
ich würde bei extremen Durst mal den Blutzucker messen,entweder selbst wenn du ein Gerät hast oder in der Apo oder beim Doc. Vielleicht stimmt der Zuckerstoffwechsel nicht und zu höher Blutzucker kann epil. Anfälle auslösen. Es gibt Diabetiker die keine Epi haben und bei zu hohen Zuckerspiegel epil. Anfälle bekommen. Ich hatte nach einem Zuckerbelastungstest(wo der Zuckerspiegel extrem hoch ist) auch einen Anfall bekommen obwohl ich vorher Jahre anfallsfrei war. Mein Neuro sagte das war durch den Test.
Alles Gute
Anfälle - Begleiterscheinungen
beatmeup, Tuesday, 08.05.2012, 04:42 (vor 5214 Tagen) @ web
muss man zu jeglicher blutuntersuchung nüchtern sein ? denn selbst wenn ich 12-18 std vorher nichts gegessen und danach nur noch wasser getrunken hab, lag der bz meist zwischen 90 und 110 und keiner hat sich je gewundert.
Anfälle - Begleiterscheinungen
Michaela, Tuesday, 08.05.2012, 14:40 (vor 5214 Tagen) @ Michaela
Hallo an alle, die mir Ratschläge gaben.
ich muss mich erst mal entschuldigen, dass ich mich nun erst melde. Die letzten Tage war ich nicht dazu in der Lage. Danke für den Hinweis mit dem Blutspiegel. Werde meinen Hausarzt aufsuchen für Blutbilder.
Der extreme Durst ist nur immer nach den Anfällen.
Habe vergessen dazuzuschreiben, dass sich vor den Anfällen am Morgen ein Würgen (muss mich aber nicht übergeben) einstellt. Man kann sagen das ist schon eine Vorwarnung.
Zur Blutabnahme muss man nicht nüchtern erscheinen, nur keine Medis. nehmen.
Alles Liebe und gute
Michaela
Anfälle - Begleiterscheinungen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 08.05.2012, 16:11 (vor 5214 Tagen) @ Michaela
Kommt drauf an, was bei Dir alles gemacht wird. Wenn z.B. auch die Leberwerte und Elektrolyte mitgemessen werden, dann ist der nüchterne Zustand aussagekräftiger.
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle - Begleiterscheinungen
mezeg, München, Sunday, 13.05.2012, 20:16 (vor 5209 Tagen) @ Michaela
Hallo Michaela,
den quälenden nächtlichen Durst kenne ich auch, bei mir gleich am Anfang, beruhigte sich langsam, kam wieder bei jeder Aufdosierung um 25 mgr. Braucht mehrere Wochen bis es abklingt. Beim Aufdosierung auf 200 mgr habe ich einmal in der Früh anstatt zwei 50 mgr (die ich verbrauchen wollte) doch zwei 100 mgr genommen. Erst abends gemerkt und vollkommen verunsichert, was ich machen sollte, doch die reguläre 100 mgr genommen, anstatt an den Abend nichts zu nehmen. In der schlaflosen nachfolgenden Nacht hätte ich jeden Feuerdrache zur Asche pusten können. Das Brennen ging erst nach einem Tag langsam zurück, viel Wasser getrunken und Bonbons auch gelutscht.
Mit Aufdosierung zu 250 mgr kam das Brennen im Mund wieder. Tagsüber merke ich es weniger (ich hänge an den Tee-Tropf), kann aber neuerdings nicht mehr aus dem Haus ohne eine Wasserflasche mitzunehmen. Nachts wurde ich jede zweite Stunde wach, mußte etwas trinken und dann entsprechend zur Toilette.
Nebenbei habe ich mit dieser Aufdosierung zwei Absences bekommen, bis jetzt unbekannt. Aus diesem Grund wieder auf 225 mgr runter und um ab und zu eine Nacht durchzuschlafen um ein entsprechendes Schlafmittel gebeten. Ich hoffe, dass das Brennen wie bei früheren Aufdosierungen langsam abklingt, mit dem Schlafmittel kann ich es überbrücken. Maximal zweimal in der Woche, letzten Donnerstag zum ersten Mal und erfolgreich. Letzte zwei Nächte (ohne) nicht perfekt aber ganz anständig. Und weil das Schlafmittel nun bereit steht, hat es eine Placebo-Wirkung: heute nehme ich es doch nicht, frühestens morgen, wenn es anders nicht geht...
Wünsche Dir, dass das Mundbrennen auch bei Dir langsam (aber noch besser rasch) abklingt.
Mezeg
Anfälle - Begleiterscheinungen
anonym, Wednesday, 16.05.2012, 16:21 (vor 5206 Tagen) @
mezeg
bearbeitet von anonym, Wednesday, 16.05.2012, 16:28
Hallo Zusammen,
den quälenden Durst kenne auch, meistens in der Zeit des Absetzen von AE oder bei den AE die von vornherein den Körper austrocken wie das Zonegran. Falls im Beipackzettel steht der Köper neigt zum Dehydrieren bei Einahme, dann kann man schon davon Ausgehen das das AE einen ziemlich durstig machen wird.
Hallo Mondenkind ich gehöre auch zu denen die gerne Milch trinken und das jeden Tag. Allerdings habe ich das bisher immer für Flüssigkeit gehalten.
Milch ist ja nicht nur gut für die Kochen, sondern auch für den Kopf, weiß man inzwischen.
Gruß
Corinna