Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

Michaela, Saturday, 12.05.2012, 11:48 (vor 5257 Tagen)

hallo,

Ich lese immer wieder keine Anfälle beim neuen Arbeitgeber angeben.
Ich würde meine Epilepsie bzw Anfalle beim arbeitgeber angeben. Wenn in der Firma irgendetwas passieren sollte (wollen wir es nicht hoffen) und der Arbeitetgeber weiß nichts von den gesundheitlichen Problemen das könnte evtl. auch daneben gehen. Vor allem wenn man Hilfe von anderen benötigt.

z.B. Wir haben einen Malerbetrieb. Ein Schüler wollte bei uns ein Praktikum machen. Er hat es gemacht. Nach wenigen Tagen kommen unsere Mitarbeiter und sagen meinem Mann dass er oft nach draußen muss und ein Fläschchen benötigt. Irgendetwas stimmt doch da nicht.:-( Und so war es auch. Weder LEHRER NOCH ELTERN haben uns von seinen ASTHMA - PROBLEMEN :-( :-| erzählt. In einem Malerbetrieb wo mit Farben und anderen Materialien gearbeitet wird kann das ganz schön in die Hose gehen. Wir haben nachher unsere Probleme und er erst recht.

Versteht Ihr nun warum ich so etwas angeben würde.

Ich selbst habe früher in versch. Firmen (Spielwarenbereich)gearbeitet und wurde trotzdem eingestellt. Keiner hat mir Vorwürfe gemacht. Weder Chef noch Kollegen. Sie haben mir geholfen!!!!:-) :-)

Überlegt nun was Ihr am Besten macht.

Alles Liebe und Gute
Michaela

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

podi, Saturday, 12.05.2012, 11:59 (vor 5257 Tagen) @ Michaela

Ich würde sagen, das kommt auf die Art der Betätigung an der Arbeisstelle an. Wenn ich zB. an schweren Maschienen arbeite, muss ich es unbedingt sagen. Arbeite ich in einem Büro oder Boutique, braucht man es wahrscheinlich nicht zu sagen. Am Ende kommts dann halt immer auf den Chef an.

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

teilchenschubse, Sunday, 13.05.2012, 13:23 (vor 5256 Tagen) @ Michaela

Ich muß gestehen, mich stört Deine Bestimmtheit, mit der Du zur Offenheit aufforderst.
Ich denke, Du hast Glück gehabt mit Deinen Arbeitgebern, es gibt aber keinen Grund, deshalb zu verallgemeinern, daß Offenheit immer der richtige Weg ist. Meines Wissens ist es gesetzlich abgedeckt, daß man den Arbeitgeber nicht über alles informieren muß.

Ich hab grad einen Job verloren mit der Begründung, ich hätte vorher sagen müssen, daß ich aufgrund gesundheitlicher Probleme der Einführungsschulung nicht folgen kann, das Vertrauensverhältnis sei jetzt dahin. Ich bin relativ sicher, es wäre gar nicht erst zum Arbeitsantritt gekommen, wenn ich das angekündigt hätte, denn Selbststudium ist auch nicht vorgesehen und funktioniert daher nur bedingt.

Ich schätze, wenn man selbst das Gefühl hat, nicht mit dem Gegenüber darüber reden zu können, sollte man auf eine Vertragsunterzeichnung verzichten. :-|

--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

Tom vom Berg ⌂, Sunday, 13.05.2012, 22:22 (vor 5255 Tagen) @ Michaela

Hallo Michaela

Im Grunde hast du Recht es ist besser es gleich zusagen.

Stand letztens ja selber vor dem Problem, sag ich es dem Meister mit der Epilepsie?
Oder warte ich bis er es von anderen erfährt. Natürlich war es besser wenn es von mir kommt. Manch mal ist der Angriff der beste Mittel zur Verteidigung.
Habe hoch gepockert raus wurf oder bleiben. Gott sei dank hab ich gewonnen.

Ein Kollege meinte letztens, bei einem Gespräch über einen anderem Kollegen.
Welcher sehr warscheinlich auch ein Epilepsiebetroffener ist.
"Ich bin ja kein Arzt, aber es ist doch zu gefährlich wenn Kollege X auf eine Leiter steigt und dort von dieser Fällt und dabei verunglückt." Bei diesen Leitern geht es um kleine Leitern auf die man im höchst Fall nur vier Sprassen hoch muß. Und Kollege X wurde schon von mir geimpft wenn er sich nicht wohl fühlt nicht auf diese zusteigen und mir bescheid sagt, gemeinsam werden wir das Kind schon schaukeln.
In diesem Fall siehst du es es ist nicht immer besser es allen zusagen.

Auf die Aussage "Ich bin ja kein Arzt aber ....", kam von mir "Dann informier dich mal im Internet über Epilepsie.

MfG
Tom

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Michaela, Monday, 14.05.2012, 10:51 (vor 5255 Tagen) @ Tom vom Berg

Hallo,

so hat jeder seine eigene Meinung. Ich hatte die Offenheit auch darauf bezogen in welchem Beruf mann arbeitet. Wie z.B. Leiter rauf oder runter, Maschinen betätigen u.s.w. Dafür ist mir die Offenheit dem Chef gegenüber wichtig.

V:G:
Michaela

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Musica, Monday, 14.05.2012, 18:19 (vor 5255 Tagen) @ Michaela

Ich hatte nach ca. 10 Jahren ohne Anfälle in der Arbeit plötzlich das Gefühl, ehrlich seinzu müssen.. Seitdem bin ich etwas Besonderes unter denpaar Behinderten im Haus. Ich werde beobachtet. Gelingt mir etwas nicht, so deshalb, weil ich ja was im Kopf habe. Es hat sich niemals jemand über die Krankheit informieren wollen. Nie wieder würde ich etwas sagen. Liebe Grüße,Musica

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

Tom vom Berg ⌂, Monday, 14.05.2012, 23:04 (vor 5254 Tagen) @ Musica

Hallo Musica

Manchmal meint man das man von anderen beobachtet wird, mir ging es nach dem outen genauso.
Später habe ich mich dabei erwischt wie ich öfters nach einem gesunden Kollegen schaute da er alleine arbeitete und man ihn längere Zeit nicht sah. Hat auch etwas von verantwortung gegenüber der oder dem Kollegen zutun es kann ja sein das Er in der Zeit verunfallte.

MfG
Tom

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Tom vom Berg ⌂, Monday, 14.05.2012, 22:57 (vor 5254 Tagen) @ Michaela

Hallo Michaela

Bin deiner Meinung, und deshalb hab ich mit meinen Kollegen gesprochen.
1te. Bevor Sie es von anderen erfahren.
2te Wenn mal ein 2ter Anfall kommt, auch wenn ich nicht daran Glaube, Sie wissen was Sie machen müßen

MfG
Tom

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

Da_Obamann, Moosburg, Tuesday, 15.05.2012, 22:27 (vor 5253 Tagen) @ Michaela

Hallo Michaela,

ich hab da mal ne frage. Ich bin jetz 14 und muss praktikas absolvieren. Dass ist ja kein problem.
Aber wie sieht es dann bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus

wäre auf eine antwort sehr froh

LG

Max

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

Mondenkind, Wednesday, 16.05.2012, 11:39 (vor 5253 Tagen) @ Da_Obamann

Hallo Max,

ich bin zwar nicht Michaela, antworte dir aber trotzdem. ;-)

In einer Bewerbung oder im Lebenslauf auf keinen Fall reinschreiben, dass du eine Krankheit oder Behinderung hast und schon gar nicht welche. Wenn du einen Schwerbehindertenausweis hast, dann kann man den ggf. angeben, muss dies aber auch nicht. Ich habe es (wenn nicht ausdrücklich in der Anzeige danach verlangt wurde) immer erst im Bewerbungsgespräch gesagt und bin, denke ich, bisher gut damit gefahren.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Neuer Arbeitgeber - Anfälle angeben oder nicht.

baerli, Wednesday, 16.05.2012, 15:17 (vor 5253 Tagen) @ Da_Obamann

Hallo
meine perönlicher Standpunkt :
Die Welt besteht nicht nur aus schwarz oder weiss
dazwischen liegt immer auch, wenn auch hier nur ein kleines, grau
schreibst du von anfang an epilepsie mit in die bewerbung mit rein, muss du damit rechnen dass die tür zum büro des chefs erst gar nicht aufgeht (welcher chef weiss schon was epilepsie ist, nur vorurteile, die haben ganz andere probleme)
schreibst du in deiner Bewerbung nichts rein hast du immerhin die chance einen job zu bekommen und darum gehts hier doch in erster linie
alles weitere wird sich dann geben,
aber erst mal einen adäquaten job zu haben ist wichtiger
google auch mal beim integrationsamt nach, so groß wie noch vor kurzem sind die einschränkungen heute gar nicht mehr.