Verträglichkeit von Antiepileptika
Sheldor, Friday, 01.06.2012, 08:58 (vor 5190 Tagen)
Ich habe große Probleme meine Medikamente für Epilepsie zu vertragen. Seit ca. 3 Jahren habe ich Hustenreiz. Der Grund ist bis heute nicht gefunden worden. Dadurch ist es für mich schwer die Medis runterzuschlucken. Inzwischen habe ich durch den ganzen Stress eine Magenschleimhautentzündung bekommen, was das Problem nicht gerade leichter macht.Daduch sind meine Anfälle natürlich wieder präsent.Am meisten habe ich Angst vor den großen Anfällen.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen? Bin für jede nachricht dankbar.
Verträglichkeit von Antiepileptika
Lind84, Friday, 01.06.2012, 12:38 (vor 5190 Tagen) @ Sheldor
Hallo,
Ich habe auch die ersten beiden Medikamente nicht vertragen. War ein schlimmes halbes Jahr bis jetzt. Bin seit März auf Keppra eingestellt und jetzt nach der letzten Aufdosierung vor ca. Drei Woche. Ist soweit alles okay. Das einzige was mir von diesen ersten drei Monaten geblieben ist, sind Einschlafstörungen und so eine bekloppte Angst. Die bekämpfe ich zurzeit ganz gut. Mit Therapie und hin und wieder Schlaftabletten ( nicht regelmäßig ) !!! Das dauert seine Zeit, die Erfahrung habe ich im letzten halben Jahr machen dürfen.
Lg
Verträglichkeit von Antiepileptika
Sheldor, Saturday, 02.06.2012, 08:15 (vor 5189 Tagen) @ Lind84
Danke, daß du dich so schnell gemeldet hast. So ein Austausch tut richtig gut, weil nur die, die die gleiche Krankheit haben einen verstehen können. Keppra bekomme ich seit ca. 2 Jahren zusätzlich Vimpat. Ist mir die Ganze Zeit gut bekommen, bis der dämliche Hustenreiz aufgetreten ist. Mein Neurologe kann leider nichts anderes tun, sagt er. Könnte es auch psychisch sein? Würde mich freuen,von dir zu hören!
Was ist deine Meinung zu meiner Vermutung?

Verträglichkeit von Antiepileptika
Lind84, Saturday, 02.06.2012, 13:38 (vor 5189 Tagen) @ Sheldor
Hey,
Hab gerade mal die Packungsbeilage des Keppras studiert. Mögliche NW kann auch Husten sein. Die Sache ist nur die, kannst du damit leben oder nicht? Sonst musst du dich beim Neurologen umstellen lassen. Für mich ist das Keppra das erste Medikament, was mich wieder annähernd am Leben teilnehmen lässt! Wollte es nicht mehr missen. Lamotrigin und Topiramat ging gar nicht.
Wichtig ist auch, dass man einen Neurologen findet, der nicht nur die Epi sieht, sondern auch den Menschen dahinter. Meiner gibt mir Zuversicht und das finde ich sehr angenehm. Das letzte Mal als ich da war hat er gesagt: " In meinen Augen sind sie eine gesunde junge Frau! Und den kleinen Rest kriegen wir auch wieder weg! " Na... Das war ein angenehmer Freitag. Vorher hatte ich Spikes im EEG und alles lief ohne großen Anfall ab. Die Angst davor steckt einem im Nacken, das ist klar. Aber alles kann und nichts muss... !!! Denk positiv. Ist manchmal sau schwer aber nur du selber kannst etwas tun! Dann ist die Psyche bald wieder kein Thema mehr.
Lg
Verträglichkeit von Antiepileptika
mezeg, München, Saturday, 02.06.2012, 21:25 (vor 5189 Tagen) @ Lind84
Hallo,
Einschlaf- und Durchschlafstörung habe ich seit ich Lamotrin von 100 mgr täglich auf - zuerst - 250 mgr aufdosieren mußte. Einen quälenden Durst nachts, der mich jede zwei Stunden weckte, das Einschlafen danach war es sehr schwierig.
Dann dazu zwei Absences, was ich bis dann nicht kannte, habe ich eigenhändig auf 225 mgr zurückgesetzt und den Neurologe informiert. Er schickt mich zum einem anderen Neurologen, um das Medikament zu ändern. Um einen Schlafmittel habe ich auch gebeten, um ab und zu eine Nacht durchzuschlafen. Verschrieben wurde Zoplicon, max. 2 x die Woche (Mogadan sei definitiv ungeeignet). In vier Wochen habe ich es aber nur 3 x genommen. Am nächsten Tag war ich frisch und munter. Am nächsten Tag schlief ich auch gut, wohl weil ich von der einen Nacht entspannt war.
Der quälende nächtliche Durst läßt langsam nach. Vielleicht klappt es doch jetzt ohne Umstellung.
Keppra hatte ich kurz vor der OP und sechs Monate danach bekommen. Nebenwirkungen hatte ich nicht, war aber sehr müde. Es hat aber wahrscheinlich zwei aufgrund starken plötzlichen Stress drohenden "echten" Anfälle verhindert.
mezeg
Verträglichkeit von Antiepileptika
beatmeup, Saturday, 02.06.2012, 00:14 (vor 5189 Tagen) @ Sheldor
dann wechsel das medikament. wenn der hustenreiz dann verschwindet wars ne nebenwirkung, besteht er weiterhin liegt es wahrscheinlich nicht an den medikamenten.
leider dauern diese umstellungen immer recht lange.
gm ist wie das monster unterm bett, wenn man merkt, dass sie wenig bedrohlich zu sein scheinen, legt sich auch die angst davor. beim ersten mal hab ich noch geweint und beim zweiten dem sani nur gesagt "boah ey nicht schon wieder". danach war es nur noch "shit happens"
*explizit* das gilt nur für mich, falls sich jemand wieder angegriffen fühlen sollte.
Verträglichkeit von Antiepileptika
Sheldor, Saturday, 02.06.2012, 08:21 (vor 5189 Tagen) @ beatmeup
Du scheinst es ja von der heiteren Seite aus zu betrachten, das gefällt mir, oder irre ich mich? Das ist eine gute Einstellung.Da ich noch andere Medikamente nehmen muß, ist ncht auszuschließen, daß teilweise die Wirkung von Keppra aufgehoben wird und ich dann von Zeit zu Zeit Anfälle bekommen. Kaum ein Arzt versteht mich im Augenblick, so kommt es mir vor. Was ist deine Meinung, alles nur die Psyche?
Melde dich mal wieder.
Verträglichkeit von Antiepileptika
Sheldor, Monday, 04.06.2012, 07:00 (vor 5187 Tagen) @ beatmeup
Danke für deine Nachricht, habe sie heute noch einmal gelesen. Ich habe noch einmal ganz intensiv mit meinem Neurologen über mein Problem (Husten) und Keppra gesprochen. Er hat mir das Medikament dann als Suspension verordnet. Und ob du es glaubst oder nicht, mein Hustenreiz ist um ca. 60% zurück gegangen. Für mich ist ein Wunder geschehen. Was sagst du dazu?
Sheldor
Verträglichkeit von Antiepileptika
beatmeup, Tuesday, 05.06.2012, 17:09 (vor 5186 Tagen) @
Sheldor
bearbeitet von beatmeup, Tuesday, 05.06.2012, 17:55
zur psyche
ich denke, dass man eine besondere sensibilität gegenüber komischen gefühlen entwickelt. das sollte man imho am besten aber immer relativ nüchtern sehen.
man muss bei wikipedia nur nach völlegefühl suchen und schwupps landet man bei krebs.
ausserdem gibts ja noch den placebo bzw den bösen bruder antiplacebo effekt. die sind rein psychischer natur
zu dir
freut mich. also scheints nicht an nw zu liegen.
ich nehm immer 1,5 tabletten und die halbe kann manchmal sehr unangenehm sein, weil sie so scharfkantig ist. vielleicht hat eine bei dir mal die schleimhaut bisschen rasiert und durch das husten und anderen reizen konnte sie nicht heilen. wer weiss ?!
*edit*
...Kaum ein Arzt versteht mich im Augenblick, so kommt es mir vor...
ich glaube das ist ein normal zustand. ^^ mir gehts genauso. es fängt bei den symptomen an, wählt man nicht den "literarisch richtigen" begriff, sondern die eigene empfindung, die ein synonym ist, wird das symptom nicht mehr für voll genommen.
ich informier mich deswegen vorher beim "bösen" wiki und such die typischen begriffe für meinen empfindungen raus, natürlich mit der objektiven nüchternheit, versteht sich.
Verträglichkeit von Antiepileptika
Sheldor, Wednesday, 06.06.2012, 00:37 (vor 5185 Tagen) @ beatmeup
Hallo beatmeup, schön daß du dich noch einmal gemeldet hast.Mit deiner Meinung stehst du nicht alleine da. Gerade mit den eigenen Gefühlen Sinnvoll umzugehen ist nicht immer leicht. Ich denke dann viel zu viel nach, und schwupps bin ich in eine negative Welt geraten. Eigentlich blödsinn. Wie heißt so schön: Erst der Gedanke, dann die Tat.
Mit der 1/2 tabl. könntest du recht haben. Mein Hustenanfälle waren gerade nach dieser halben Tbl. am größten. Aber das ist ja jetzt geklärt.
Ich hoffe mal, daß es dir im Augenblick gut geht,oder nicht? Laß mal wieder von dir hören,damit ich weiß was dich am meisten quält. Einen schönen Tag.
Verträglichkeit von Antiepileptika
beatmeup, Wednesday, 06.06.2012, 12:26 (vor 5185 Tagen) @ Sheldor
mich quälen am meisten die ärzte ^^ ... und die symptome, die nur auf die tabletten geschoben werden, obwohl ich ausdrücklich sagte, dass sie auch schon vor der tabletteneinahme da waren.
negativ denken tue ich ansonsten fast nie, jedenfalls zerbrech ich mir nicht weniger den kopf als alle, die ich kenne. keiner denkt durchweg positiv. ansonsten gehts mir gut :P sehr gut nicht, da die symptome immernoch da sind.
wenn ich mal in so eine negative gedankenspirale gerate, was selten vorkommt, hilft mir entgegen der ärzte, die immer wollen, dass man dann entspannt tief und langsam in den bauch atmet, dass ich die bauchmuskeln/brustmuskeln anspanne und nur minimal in den bauch atme. dann klaren die gedanken direkt auf. komischer zusammenhang, aber es hilft auch bisschen bei den anderen symptomen, wie müdigkeit, konzentrationsmangel, kribbeln in den extremitäten , rauschen in den ohren etc.
*explizit* nicht verallgemeinern