Lamotrigin

mezeg, München, Wednesday, 06.06.2012, 17:03 (vor 5185 Tagen) @ Hape

Hallo Hape,

kurz vor der OP (Meningeom) und 6 Monate danach wurde mir Keppra verschieben. Ich war besonders am Anfang vollkommen schlapp.
Nach misslungener Absetzversuch (es kam zu einem GM tagsüber) wurde ich auf Lamotrigin (täglich 200 mgr) gesetzt. Allerdings ganz anders als bei Dir, Einstieg nur 25 mgr-weise jede zweite Woche, schön gleichmässig um 8:00 und 20:00 verteilt. Bei Dir 100 / 25 mgr???
Ende Dezember bekam ich wegen akutes Psycho-Stress Auras, die ich akzeptieren könnte, der Neurologe aber nicht. Wollte auf 300 mgr erhöhen, mit einer Zwischenphase auf 250, natürlich nur 25 mgr jede zweite Woche erhöhen. Die Aufdosierung ging aber schief, 10 Tagen nach Erhöhung auf 225 mgr bekam ich eine bis dann unbekannte Absence, am Tag von 250 wieder. Habe versucht durchzuhalten, aber nach einer Weile selber auf 225 mgr reduziert, weil ich durch quälenden Durst kaum schlafen konnte und die Entwöhnung ebenfalls schleichend erfolgen soll, bevor ein anderes Medikament ausprobiert werden kann. Der Neurologe schickt mich zu einem anderen Spezialisten, Termin habe ich erst Ende Juni aber mit 225 mgr 125 - 0 - 100 läuft es nun problemlos: (fast) normaler Schlaf, der Durst läßt langsam nach, keine Anfälle, keine Absences, nicht einmal mehr Auras. Nur hier und da kurze Aphasien aber vor der OP hatte der Chirurg gesagt, das Sprachzentrum könnte Schäden nehmen. Ich werde nächste Woche den Neurologe fragen, ob ich wirklich seinen Kollegen konsultieren soll. Von Medikamentwechsel will ich bis auf weiteres nichts hören.

Also mit regelmässiger, gut verteilter Einnahme Lamotrigin komme ich nach Antasten an die richtige Dosierung gut zurecht.
Und wie immer: Deinen Neurologe fragen!

mezeg


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