Stimmungsschwankungen... nach oben!

mezeg, München, Wednesday, 06.06.2012, 17:49 (vor 5185 Tagen)

Hallo,

ich betreue ehrenamtlich seit ein paar Monate eine Vorschülerin, sagen wir L., im Rahmen eines Bildungsprojekts. Mit ihr lief es sofort gut, mit der Mutter nicht. Sie benütze sogar L., um mich zu nötigen L. jede Woche ins Hallenbad zu bringen und ihr das Schwimmen beizubringen. Ich klärte sie auf, um sie abzuschrecken, gab aber L. wegen nach. Für sie das erste Mal, sie jaulte regelrecht vor Freude. Ich wäre schon irgendwann wieder mit ihr gegangen aber nicht unter Druck, sogar telefonisch.
Dann ging's wieder los mit Auras, die ich beendet glaubte. Also Aufdosierung, die schief gegangen ist, dann halbe Aufdosierung, momentan keine Auras.
Ich weigerte mich unwiderruflich mit ihr ins Hallenbad zu gehen, und bekam resolute Unterstützung von der Projektleiterin (Sozialarbeiterin) und den Erzieherinnen, die sich die Mutter zu Brust nahmen und L. die Problematik ziemlich deutlich erklärten. Sie verstand: "Ich KANN anstatt ich DARF nicht mehr schwimmen", akzeptierte es aber. Ich hatte sowieso einen Trumpf im Ärmel: Schlittschuhlaufen. Jeder Erwachsener muss nicht schwimmen können, um ein Kind im Nichtschwimmerbecken zu betreuen, auf dem Eis aber muss man die Kufen einsetzen Können. Sie war begeistert, nun auch selber Schlittschuh laufen zu können.
Wir habe seitdem auch anderes unternommen, gestern holte ich sie wieder zu mir, Katzen begrüßen, mit mir einen Teig machen, den ich in der Pfanne verarbeiten mußte, weil das Waffeneisen streikte. Zwei hat sie verputzt, dann habe ich ihr die Spielzeugkiste geholt, um die Pfannkuchen fertig zu machen. Sie hat mir die Zeit gelassen, obwohl sie mich ins Spiel miteinbinden wollte: Ich hatte im Keller noch Schlümpfis und deren Häuser gefunden, sie hatte sich mit allerlei Zubehör ein Dorf aufgebaut. Dann lag ich am Boden und spielte die Rolle der mir überlassenen Schlümpfis, z.B. der Kosmonauten-Schlumpf, der sich mit Barbabella anfreundet und doch zu seinem Stern zurück muss.
Dann sagte sie plötzlich: "Wie kann ich ohne Dich leben?"
Ich war sprachlos-glücklich.
Dann bringe ich sie zurück, sie auf meinem Tretroller, ich auf dem Rad begleitend, und als ich mich an der Haustür verabschiedete, sagt sie noch "Ich werde Dich vermissen!" und gibt mir einen Bussi, was sie bis jetzt nie gemacht hatte!
Und heute morgen die "Konsolidierung": Unten gibt es zwei Jungs, die ich bei Bedarf übernehme. Momentan sind die sehr netten Großeltern da. Er sah mich kommen und hielt mir die Tür, der Jüngere eilte seinem Großvater entgegen, sah mir und gab mir spontan einen Bussi.
Danach konnte ich noch im Wald radeln, bevor der Regen kam.

Es gibt doch so schöne Momente! Heute Nacht werde ich bestimmt gut schlafen!

mezeg

P.S. ich hoffe, jetzt niemandem auf dem Keks gegangen zu sein, ich mußte es aber loswerden...

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Michaela, Wednesday, 06.06.2012, 18:03 (vor 5185 Tagen) @ mezeg

hallo mezeg,

hat die Mutter keine Zeit für ihr Kind, dass sie L. "vorraus schickt", damit Du mit ihr schwimmen gehst? Es scheint dass sie Dich sehr lieb gewonnen hat. Sonst würde sie sich ja nicht so verhalten.(Bussi) Ich hätte mich über das Verhalten von L. auch sehr gefreut:

Weiterhin viel Spaß mit L.

Michaela

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Green, Wednesday, 06.06.2012, 18:21 (vor 5185 Tagen) @ mezeg

Hallo

ich finde es schön auch positive Dinge zu hören also nur zu.
Du kannst auch mal in die Badeordnung des Schwimmbades schauen in manchen alten steht nämlich noch das Epileptiker nicht rein dürfen.

Hey guten schlaf dann heute NAcht:-) :-)

Gruss Green

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Michaela, Wednesday, 06.06.2012, 18:27 (vor 5185 Tagen) @ Green

Hallo,

mir hat man auch gesagt dass Epilep. nicht schwimmen gehen dürfen. Ich mach es in Begleitung, oder eben im Nichtschwimmerbecken beim Aqua - Jogging, da ist meine Schwester dabei und alle anderen wissen es auch.


Schlaf gut mezeg und freu Dich darüber

Michaela

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Green, Wednesday, 06.06.2012, 18:34 (vor 5185 Tagen) @ Michaela

Hallo Michaela

hast du den noch oft Anfälle?

ich geh auch schwimmen trotz Anfälle ......wir wissen ich schwimme im Anfall immer weiter.....also was solls.
Die Bademeister wissen Bescheid.

Gruss Green

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Michaela, Wednesday, 06.06.2012, 18:38 (vor 5185 Tagen) @ Green

Hallo Green,

ich habe in untersch. Abständen ( 4 - 6 Wochen)tagsüber Anfälle. Wenn es mir vorab nicht gut geht (Aqua - Jogging ist jede Woche) bleibe ich sowieso Zuhause. Es ist aber auch schon währenddessen passiert.

Michaela

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Green, Wednesday, 06.06.2012, 18:48 (vor 5185 Tagen) @ Michaela

Hallo Michaela

hast du schonmal dieses Aquacyling... Fahrrad fahren im Wasser mit gemacht das macht auch saumässig Laune und gibt Ihre Oberschenkel
und vorallem Kraft in den Oberschenkel.

Gruss Green

Stimmungsschwankungen... nach oben!

Michaela, Wednesday, 06.06.2012, 19:14 (vor 5185 Tagen) @ Green

hallo Green,

das konnte ich noch nicht machen, da das Hallenbad überaltet ist. Es ist auch nicht allzu groß. Man kann nur mit "Nuden", Bretter, Handschuhe u.d.g. arbeiten. Was wohl auch toll ist, ist das Zirkeltraining.

LG
Michaela

Stimmungsschwankungen... nach oben!

mezeg, München, Wednesday, 06.06.2012, 19:19 (vor 5185 Tagen) @ mezeg

Hallo Ihr zwei,

die Mutter von L. überhäuft sie mit Kitsch-Geschenken aber Zeit für sie findet sie nie. Ich könnte sie manchmal links und rechts fotzen!

Vom Neurologe wurde ich ausdrücklich vom Schwimmen und sogar "Badewannen" gewarnt, sogar in einer Wasserlacke könnte ich ertrinken.

Schwimmen tue ich weiterhin, weil ich "nur" an überhöhte Stressanfälligkeit leide und leidenschaftlich schwimme, also Soass. Aber nicht im Hallenbad, zu eng, zu kurz, ohne Tageslicht (bin klaustrophobe), sondern in einem See oder noch besser im Atlantik. Sollte dann etwas passieren (womit ich nicht rechne), kann ich von Langustinen "edel-recyclet" werden, dazu ein Leuchtturm als "ewiges Licht", das hätte wenigstens Stil! ;-) ;-) ;-)

Aber der Gedanken, das Kind doch hilflos im Schwimmbad zu hinterlassen, ist purer Stress.

Meine jüngere Tochter schlägt aber vor, mit L. in einem Freibad zu gehen, wenn sie frei machen kann. So bin ich alleiniger Verantwortung und damit Stressfaktor los, L. kann auf der Wiese oder im lustigen Babybecken spielen und ich kann sogar schwimmen und springen.

Aber unter Druck der Mutter, niemals!

mezeg