Welche Hobbys?
Alex_Triumph, Tuesday, 12.06.2012, 22:06 (vor 5178 Tagen)
Hi,
ich bin neu hier und habe mein Anliegen bereits versehentlicherweise auf der Hauptseite beschrieben, wobei ich es doch eigentlich im Forum bereden wollte.
Jedenfalls: Ich bin 21 Jahre alt und hatte im September letzten Jahres zum zweiten Mal eine Grand-Mal Attacke. Ich saß dabei mit einem Date - mittlerweile meine Freundin - in einem Café; nicht von Alkohol, Schlafentzug oder Stress getriggert.
Der erste Vorfall war auf der Abitur-Abschlussfahrt und eindeutig von Alkohol & Schlafentzug getriggert. Zwischen den Attacken sind 16 Monate vergangen.
Seit dem zweiten Vorfall nehme ich morgens 50 & abends 75 mg Lamotrigin und bewege mich damit wohl im unter(st)en Bereich der Medikation.
Um zum Punkt zu kommen: Vor der zweiten Attacke war ich begeisterter Motorradfahrer und begeisterte mich im Grunde genommen für all die "gefährlichen" bzw. adrenalin-reichen Sportarten / Hobbys. Ich wollte fliegen & tauchen lernen, ging gern klettern, Windsurfen & schwimmen gefielen mir, fuhr wie erwähnt leidenschaftlich gern (und wild
) Motorrad usw.
Mit der Diagnose der idiopathischen Epilepsie wusste bzw weiß ich bisher noch nicht so recht umzugehen und habe mich von so ziemlich all meinen Hobbys schmerzlichst verabschieden müssen. Meine Neurologin meinte, sogar Radfahren wäre eigentlich zu gefährlich; man solle aber die Kirche im Dorf lassen ...
Darum möchte ich gern fragen, was "bleibt" letztlich noch bzw welchen Hobbys & Sportarten geht ihr nach?
Ich würde mich über viele Antworten freuen!
Grüße
Alex
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 13.06.2012, 08:13 (vor 5178 Tagen) @ Alex_Triumph
Hi!
Also erst einmal Glueckwunsch zur Freundin
Erst einmal eine Frage: Was wurde denn bei Dir nach dem ersten Anfall untersuchungstechnisch gemacht?
Also die gefaehrlichen Sportarten, bei denen Du auch noch direkt oder indirekt jemand anderes leicht und gleichzeitig schwer verletzen kannst, wuerde ich erst einmal eine ganze Zeit lang ruhen lassen(gegen Windsurfen z.B. spricht aber meiner Erfahrung nach z.B. auf Seen ja gar nix, wenn Du eine Schwimmweste dabei traegst und Dich jemand vom Ufer aus im Auge behaelt; zumindest bringst Du da hoechstens Dich mehr als normal in Gefahr, wenn Du beim Fallen das Segel mitreist und Dir der Mast auf den Kopf schlaegt; ist mir einmal ohne Anfall passiert, als es wirklich windig war und abrupt der Wind in einer Wende die Richtung gewechselt hat).
Auf's Radfahren verzichte ich auch nicht. Das erhaelt wunderbar die eigene Mobilitaet.
Ansonsten kannst Du ja z.B. typische Feldsportarten durchprobieren, wie Badminton, Fussball, Basketball, oder - und ja, das ist ein Sport, der auch ein gutes Mass an koerperlicher Fitness erfordert - Schach.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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jess87, NRW, Wednesday, 13.06.2012, 08:36 (vor 5178 Tagen) @ Alex_Triumph
hallo und willkommen erstmal

also ich gehe schwimmen, wobei ich sagen kann, dass ich auch da noch nie einen anfall hatte. meine eigentliche zeit war immer so, dass ich am Abend so das gefühl hatte ich bekomme was, von daher bin ich halt sehr viel schwimmen gegangen.
ich hatte auch mal fussball gespielt, allerdings NUR 2 jahre. da habe ich schon gemerkt, dass es auf meine epilepsie ein wenig eingeht.
aber mein einstellung im allgemeinen ist so, dass ich das machen möchte, wozu ich lust habe und halt eben selbst denke, es passiert eh nichts.
klar ich bin jetzt operiert worden, sodass ich natürlich, wenn ich zu hause bin nicht schwimmen gehen würde die erste zeit. ich bin ja jetzt in der REHA und hier habe ich sport, aber ich werde das nicht so machen, wie es hier viele machen. ich werd mir die ruhe antun. und vorallem auch langsam machen.
lg jess87
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Mondenkind, Wednesday, 13.06.2012, 12:14 (vor 5178 Tagen) @ jess87
klar ich bin jetzt operiert worden, sodass ich natürlich, wenn ich zu hause bin nicht schwimmen gehen würde die erste zeit. ich bin ja jetzt in der REHA und hier habe ich sport, aber ich werde das nicht so machen, wie es hier viele machen. ich werd mir die ruhe antun. und vorallem auch langsam machen.
Hallo Jess,
ich hoffe, dass es so bleibt, wenn du auch wieder im Alltag bist. Aber mit Kind und Kegel wird das wahrscheinlich nicht so einfach sein. Aber ich habe gemerkt, dass ich nach der OP meine Ruhe brauchte. Erst nach etwa einem viertel Jahr fühlte ich mich z.B. fit genug wieder auf die Arbeit zu gehen.
Also geh alles langsam an - und wenn du später zu Hause Ruhe brauchst, nimm sie dir!
Liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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jess87, NRW, Wednesday, 13.06.2012, 19:18 (vor 5178 Tagen) @ Mondenkind
hey;)
ich merke schon, dass ich viel langsamer in vielen situationen sein muss. teilweise muss ich sogar manche termine absagen, bzw. verkürzen, weil ich einfach müde werde/bin. nur nervt es mich manchesmal, weil es gibt tage an denen gehts gut und dann gibts welche an denen gehts mir schlechter, was ich nicht so ganz nachvollziehe o.O
wenn ich zb an die zeit denke, als sie mit mir diese aufnahmer (video-fernseh) gemacht habe, da ging es mir sau gut. aber ab montag hatte ich so komische gefühle "aber nicht epilepsie-sonderbrechgefühl und müdigkeit" was mich aufgeregt hat, weil ich nicht so sein konnte, wie man es vielleicht wollte.... aber naja, ich geb halt mein bestes
LG jess87
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Mondenkind, Wednesday, 13.06.2012, 20:05 (vor 5178 Tagen) @ jess87
Hallo Jess,
ja das mit der Müdigkeit kenne ich, das war bei mir genauso, nach 4 Wochen ging das dann aber auch vorbei...
Lieben Gruß
Mondenkind
--
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jess87, NRW, Thursday, 14.06.2012, 19:01 (vor 5177 Tagen) @ Mondenkind
hoffe ich ja mal, dass ich nicht ewig so bleibe
gehe eh vom besten aus ^^ danke dir aber für die antwort, dann sollte es bei mir ja auch bald so sein. heute hatte ich wieder sport gemacht und danach war ich schon wieder kaputt, hatte mich sofort dann hingelegt aber auch nicht wirklich geschlafen, einfach nur die ruhe genossen und entspannt.
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mezeg, München, Wednesday, 13.06.2012, 08:43 (vor 5178 Tagen) @ Alex_Triumph
Hallo Alex,
bin erst seit etwa 3-4 Jahren mit Epilepsie konfrontiert. Die verursachende Tumor wurde entfernt, allerdings bleibt Epilepsie in einer anderen Form, eben nur tagsüber anstatt nachts wie früher. 3 GMs, unter Lamotrigin bis 200 noch Auras, jetzt mit 125 - 0 - 100 scheint es gut zu funktionieren.
Radfahren ist für mich eigentlich eine Droge. Verboten wurde es mir vom Neurologe nicht einmal von der OP, allerdings nur mit Helm (fuhr ich immer mit) und nicht am Rand stark befahrener Straßen, was ich sowieso vermied.
Der Neuro-Chirurg sagte mir nach der OP: Das Risiko ist minimal, bei meinem Typ (temporal) meldet sich der Anfall über den Magen herauf, die Rolle der Lebensqualität darf nicht unterschätzt werden, Radfahren ist gesund, den Wald soll ich von ihm grüßen. Er radelt auch, weißt also, worum es geht. Ich fahre also wie früher (letztes Jahr 9.180 km), allerdings nie aus Leistungsdrang und um mir etwas zu beweisen - bei Männern auf Rennrad gefährlich! Ich fahre, weil ich es mag und kann mich in frischer Luft und schöner Landschaft herrlich entspannen und Glücksgefühle gründlich tanken. Lieber nicht mit fixem Blick auf die Durchsschnittsgeschwindigkeit radeln! Das könnte gegenproduktiv werden.
Schwimmen darf ich auch nicht, ich mache es trotzdem aber des Risikos voll bewußt. Nicht in einem Hallenbad, weil eng, kurz und ohne Frischluft (bin klaustrophob)ist aber in einem weiten See oder im Meer. Da gibt es Luft, Licht und Platz. Am liebsten alleine, weil ich nicht riskieren will, "halb reanimiert" zu werden: körperlich noch da aber beschädigtes Gehirn. Aber schwimmen, wenn ich richtig Lust dazu habe, ist für mich entspannend.
Weitere Sportarten sind natürlich Jogging, Langlauf, Nordic Walking.
In jedem Fall fröhlich-sportlich, ohne Leistungszwang. Ein starker Adrenalin-Schub dürfte recht gefährlich werden. Dass Du den GM in einer angenenmen Situation erlebt hast, ist kein Argument, um die Adrenalin-Dusche von Schuld zu reinigen. Bei mir erfolgten die GMs immer erst eine Weile nach der Stresssituation, lt. Neurologe eben in der Relax-Phase.
An Deiner Stelle würde ich mich langsam und vorsichtig an die gewünschten Sportarten rantasten, immer überlegend, was passieren könnte, wenn Du dabei einen Anfall erleidest. Vom Fahhrrad könntest Du fallen, aber wenn Du nicht rast und einen Helm trägst, dürfte es sowieso bei Abschürfungen und blauen Flecken bleiben.
Aber immer Genuß und Lebensfreude anstatt Leistungszwang.
mezeg
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podi, Wednesday, 13.06.2012, 09:23 (vor 5178 Tagen) @ mezeg
Vor 25 Jahren hab ich den Tauchschein gemacht, das muss ich jetzt leider bleiben lassen. Aber ich hab mich auch immer für seltenere Sportarten begeistert. So habe ich, trotz epi, 5Jahre American Football gespielt. Mit sehr vielen harten Kopfkontakten. Danach 2Jahre Lacrosse. (auch recht körperbetont). Ich gehe gerne bouldern, gesichert, aber auch 20-30m hoch. Und natürlich Radfahren, etc. Beim Kartfahren hatte ich einmal eine Absence und hab während dem Rennen, plötzlich auf der Bahn umgedreht( hätte sehr böse ausgehen können) das mach ich jetzt nur mehr seltener. Alsso trotz , seltener GM, und häufigeren Absencen, bin ich kein Kind von traurigkeit. 
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mascha, Wednesday, 13.06.2012, 11:02 (vor 5178 Tagen) @ Alex_Triumph
Hi Alex_Triumph,
fährst du eine Triumph
seeehr cool!
also, ich reite. Seit ich 13 bin. Damals war ich noch gesund. Dann begann die Epilepsie mit 18 und habe alles sein lassen, denn schon der Alltag war eine große Last. Dann kaufte ich mir mit 30 mein erstes eigenes Pferd. Seit dem reite ich regelmäßig, allerdings ohne Leistungsdruck. Um alleine zu sein, um die Natur zu genießen. Ich habe es im Gefühl, wie weit ich gehen kann. Nun habe ich allerdings auch das Glück Auren zu haben.Hast du gemerkt, dass du dich " anders " fühlst vor dem GM? Insofern weiss ich was ich mir zumuten kann. Aber mit Pferd spazieren gehen, longieren geht immer und tut mir eindeutig gut. Hatte in keiner Lebensphase so wenig Anfälle , wie wenn ich mit den Pferden umgehe.Und wenn der Tag gut ist, lassen wir es auch mal krachen. Alle Unfälle die ich hatte, hatten nix mit der Epilepsie zu tun!
P.S. ein erstes Date ist Stress pur
Es wäre falsch alles sein zu lassen. Freude am Leben ist so wichtig!
Gruß Mascha
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Mondenkind, Wednesday, 13.06.2012, 12:01 (vor 5178 Tagen) @
Alex_Triumph
bearbeitet von Mondenkind, Wednesday, 13.06.2012, 12:07
Hallo Alex,
ich mache das, wozu ich Lust habe, z.B. Fahrrad fahren oder Inliner - beides immer mit Helm und die Inliner mit Vollmontur(also Arm-, Hand- und Knieschienen) uns seit einiger Zeit auch Nordic Walking.
Leider viel zu wenig mache ich Live Action Role Playing.
Oder was man immer machen kann ist spazieren gehen - sei es einfach in die Stadt gehen oder im Wald.
Ich bin jetzt seit 2 3/4 Jahren (dank OP) anfallsfrei, aber auch davor, habe ich dies alles gemacht (einzig das Nordic Walking ist erst nach der OP dazugekommen).
Lieben Gruß
Mondenkind
PS: Hier eine Vorschlag-Liste:
Prinzipiell erlaubte Sportarten bei Epilepsie:
- Mannschaftssportarten
Fußball, Handball, Hockey, Basketball, etc.
- Leichtathletik
Ausnahme: Stabhochsprung
- Breitensport
- Fitness-Training / Turnen
an Geräten nur unter Aufsicht und gesichert durch Matten sowie Hilfestellung, Geräteturnen nicht über Brusthöhe
- Wandern
Bergwandern nicht auf Hochgraten
- Inline-Skating
Protektoren & Helm tragen!
- Kegeln, Tanzen, Jogging, etc.
- Tennis, Squash
problemlos bei Anfällen ohne Bewusstseinsverlust, sonst unter Aufsicht
Problematische Sportarten bei Epilepsie:
- Skisport
- Abfahrtslauf/Snowboard
Protektoren & Helm tragen!
nur bei im Anfall erhaltener Körperbeherrschung und nicht bei Anfällen mit Bewusstseinsverlust; nicht außerhalb markierter Pisten; nur in Begleitung
- Langlauf
in Begleitung und bei Vermeiden rascher Abfahrten problemlos
- Fahrrad fahren
Helm tragen!
nicht zu schnell; nicht in Gelände, in dem bei einem Sturz eine erhöhte Gefährdung besteht; kein Mountainbiking bei Anfällen mit Bewusstseinsverlust
- Wassersport
- Schwimmen, Segeln, Rudern
in Begleitung und mit Sicherheitsmaßnahmen (Schwimmweste/Schwimmkragen)
- Surfen, Tauchen
nicht zu empfehlen
- Reitsport
Helm tragen!
bei Stürzen Verletzungsgefahr, bei Anfällen ohne Bewusstseinsverlust und Körperbeherrschung im Anfall möglich
Nicht erlaubte Sportarten bei Epilepsie:
- Motorsport,
- Fallschirmspringen, Drachenfliegen u.ä.,
- Boxen,
- Diskus-, Speer- und Hammerwerfen,
- Schießsport
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Epilepsiehund, Thursday, 14.06.2012, 19:53 (vor 5177 Tagen) @ Alex_Triumph
Hi Alex ich habe seit meiner geburt epilepsie ich reite fahre einrad mache kampfsport usw ob wohl ich tags und nachts über anfälle bekomme ich habe die stärkste form von epi wenn du mal rat haben möchtest holl dir am besten eine zweite meinung bonn ist gut die straße lautet wehnussberg geh da doch mal hin alles gite Michaela
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 15.06.2012, 07:38 (vor 5176 Tagen) @ Epilepsiehund
Hi!
Was fuer eine Art von Epilepsie hast Du eigentlich? Darueber hab ich noch gar nix - vielleicht hab ich's auch grad beim ueberfliegen Deiner anderen Beitraege ueberlesen - von Dir gefunden.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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schnettchen, Dresden, Friday, 15.06.2012, 11:25 (vor 5176 Tagen) @ Alex_Triumph
Hey Alex,
also ich lasse mich von meiner epilepsie eigentlich nicht so stark einschränken. ich bekomme meist vormittags aller 1-2 wochen mal eine absence. einen Anfall hatte ich als letztes ende april, durch die nachfolgende dosis-erhöhung (lamotrigin 100-0-100) ist die gefahr von nem neuen anfall aber wieder gesunken und es geht mir auch gut damit.
Ich mache eigentlich alle Sachen die ich auch ohne Epilepsie machen würde (ausser Autofahren): Mountainbiken, Downhill, Schwimmen, Weggehen auch bis früh um 4,... halt alles mit Freunden und nie allein, es wissen auch alle Bescheid, deswegen hab ich da auch keine Angst.
Ich denke auch nich so viel über meine Epilepsie nach, ich mache das was mir Spass macht. ich bin auch der Meinung das, wenn mir Sachen Spass machen ich da sicher keinen anfall haben werde weil ich mich da entspannen kann und mich sehr gut fühle dabei.
Aber das muss jeder selbst ausprobieren, wahrscheinlich seh ich das auch etwas entspannter weil mir noh nix gross passiert is wenn ich einen anfall hatte :)
viel glück weiterhin
LG schnettchen
--
"Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenns so richtig scheisse ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment."
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Alex_Triumph, Saturday, 16.06.2012, 20:25 (vor 5175 Tagen) @ schnettchen
Vielen Dank für eure schnellen und zahlreichen Antworten!
Um ein paar Fragen zu beantworten:
huge88:
Ein paar Tage nach dem ersten Vorfall wurden einige EEGs & MRTs gemacht. Alles unauffällig.
Ehrlich gesagt weiß ich keine Antwort darauf, welche Form der Epilepsie ich habe. Sie ist wohl idiopathisch und hat sich immer in nahezu ankündigungslosen GM Anfällen gezeigt.
mezeg schrieb "Ein starker Adrenalin-Schub dürfte recht gefährlich werden. "
Ohne dein Wissen in Frage zu stellen, aber sehen Andere das auch so? An und für sich wird doch bei jeglicher sportlichen Aktivität Adrenalin ausgeschüttet ... ? Scheiden damit Sachen wie Bungee Jumping und Fallschirmspringen aus?
podi sagt, er/sie habe beim Kartfahren mal eine Absence gehabt und sei umgedreht; jetzt passiert das "nur mehr seltener" - Ist Kartfahren oder auf der Bahn umdrehen gemeint?
mascha:
Hast du gemerkt, dass du dich " anders " fühlst vor dem GM?
Ich saß beim Eisessen und hab plötzlich gemerkt, dass ich keine bequeme Sitzposition mehr finde, weil mein Bauch Faxen macht. Sonst nichts, keine Aura.
Mondenkind:
"Nicht erlaubte Sportarten bei Epilepsie:
- Motorsport,
- Fallschirmspringen, Drachenfliegen u.ä.,
- Boxen,
- Diskus-, Speer- und Hammerwerfen,
- Schießsport"
Ausnahmslos? "Nicht erlaubt" von rechtlicher / versicherungstechnischer Seite oder von Vernunft & Verstand?
Auf so eine Antwort wie die von schnettchen habe ich schon gehofft! Dankeschön
Sehen Andere das auch so, dass man den Gedanken an die Epilepsie zwar immer im Hinterkopf behalten, sich dadurch aber nicht wirklich einschränken lassen sollte? Zugegeben, ich bin erst seit vergleichsweise kurzer Zeit mit dem Thema konfrontiert und kann bisher erst kaum auf Erfahrungswerte irgendeiner Art zurückblicken. Die erste Zeit nach dem zweiten Vorfall habe ich mich aber wohl sehr stark eingeschränkt; so habe ich mich z.B. kaum vor die Tür getraut, als ich eine Nacht mal recht schlecht geschlafen habe u.ä.
Wie "sensibel" seid ihr da?
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mezeg, München, Saturday, 16.06.2012, 21:44 (vor 5175 Tagen) @ Alex_Triumph
mezeg schrieb "Ein starker Adrenalin-Schub dürfte recht gefährlich werden. "
Ohne dein Wissen in Frage zu stellen, aber sehen Andere das auch so? An und für sich wird doch bei jeglicher sportlichen Aktivität Adrenalin ausgeschüttet ... ? Scheiden damit Sachen wie Bungee Jumping und Fallschirmspringen aus?
Hallo,
habe vom "starken" Adrenalin-Schub gesprochen, wohl besser gesagt heftigen. Ich fahre gerne Rad, heute 78 km, kreuze aber öfters Männer auf Rennrad, die mit verkrampften Gesicht nur darauf versessen sind, noch schneller, noch schneller zu fahren. Und mir kommt dabei immer wieder ein Erlebnis von zig-Jahren. Ich fuhr fir gemütliche Familienstrecke im Wald, es kommt eine Unterführung unter der Bahn, die einen Bogen nach rechts zuerst macht. Komme in die Steigung und sehe einen Hubschrauber (im Wald???), dann weiter in der Kurve zwei Sanitäter, die einen leeren Bierkasten trugen. Das Unheimliche dabei: Sie gingen so langsam! Dann habe ich ihn gesehen: Er lag am Boden mit knallrotem Gesicht und war offensichtlich tot, die Sanitäter hatten ihn wohl gerade aufgegeben! Ja, es war ein Rennradler, nicht mehr so jung, das Wetter war schwül. Mit Epilepsie hatte es nichts zu tun, viel mehr mit zu hohem Blutdruck und Übertreibung des Sports.
Dieses Bild kann ich nicht vergessen. Deswegen meine ich, ja, Freude am Sport haben, aber zuerst jetzt Dich vorsichtig rantasten. Und auf keinem Fall nur wegen des Adrenalin-Kicks. Einfach, weil es einem gut tut.
Die Antwort von Frettschen stimme ich außerdem vollkommen zu!
mezeg
P.S. Meine ältere Tochter (im paramedizinischen Bereich...) will mir das Radfahren kategorisch verbieten, heute habe ich die 2.800 km (dieses Jahr) überschritten.
Was dem Schwimmen angeht, schwimme ich weiter (und alleine) trotz möglichen Konsequenzen aber bei meinem Alter hat man sowieso bereits so viel erlebt. Mit Vorliebe im Atlantik: Schließlich gönne ich mich eher den Langustinen!
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Lerche, Saturday, 16.06.2012, 22:20 (vor 5174 Tagen) @ mezeg
Männer auf Rennrad, die mit verkrampften Gesicht nur darauf versessen sind, noch schneller, noch schneller zu fahren.
Ja mezeg, die kenn ich, gibt's hier auch. Wir nennen sie "Stahlwaden".
Fahr auch gern Rad (Auto nur, wenn's nicht anders geht). Nicht soviel wie du, sind erst 2000 dies Jahr, hatte '11 Hüft-OP, muss mich ganz langsam steigern. War hier auch schwül heute, da mussten 48 km reichen.
VG Uwe
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mezeg, München, Sunday, 17.06.2012, 18:26 (vor 5174 Tagen) @ Lerche
Hallo Uwe,
2.000 km dieses Jahr nach einer Hüft-OP letztes Jahr? Aller Achtung! Im Jahr von meiner Schädel-OP kam ich "nur" auf 6.000 km. Der Chef-Chirurg wollte übrigens damals wissen, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit ich fahre würde und konnte nicht begreifen, dass ich es nicht weiß und nicht wissen will! Es zählt für mich nur die Freude am Radeln und die Schönheit der Landschaft.
mezeg
Welche Hobbys?
Lerche, Sunday, 17.06.2012, 19:17 (vor 5174 Tagen) @ mezeg
Hallo mezeg, hast du eine website oder so was? Meine mich an einen link erinnern zu können, find ihn aber nicht mehr. Würd ganz gern noch mal was zu unserm Hobby schreiben, aber dazu nicht das Epi-Forum missbrauchen.
VG Uwe
(oder du klickst auf mein Briefsymbol neben "Lerche")
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Mondenkind, Sunday, 17.06.2012, 11:16 (vor 5174 Tagen) @ Alex_Triumph
Hallo Alex,
Mondenkind:
"Nicht erlaubte Sportarten bei Epilepsie:- Motorsport,
- Fallschirmspringen, Drachenfliegen u.ä.,
- Boxen,
- Diskus-, Speer- und Hammerwerfen,
- Schießsport"Ausnahmslos? "Nicht erlaubt" von rechtlicher / versicherungstechnischer Seite oder von Vernunft & Verstand?
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Meines Wissens sind das Angaben wie das Autofahren, das solltest du ja auch im ersten Jahr nach den Anfällen nicht. Aber ich denke, wenn du wieder Auto fahren darfst, steht auch den oben genannten Sportarten nichts im Wege.
Und beim Autofahren kann die Versicherung zahlen "wir zahlen jetzt nicht", wenn du dich nicht an die Anweisungen deines Arztes hältst.
Lieben Gruß
Mondenkind
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(George Bernard Shaw)
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beatmeup, Monday, 18.06.2012, 00:54 (vor 5173 Tagen) @ Alex_Triumph
...dass man den Gedanken an die Epilepsie zwar immer im Hinterkopf behalten, sich dadurch aber nicht wirklich einschränken lassen sollte?
JAAAAA ^^
*explizit* gilt in meinem falle
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mascha, Wednesday, 20.06.2012, 12:13 (vor 5171 Tagen) @ Alex_Triumph
Hi Alex_Trumph,
ok, dann hast du ja auch etwas gemerkt.
Ich leide hauptsächlich am Janz- Syndrom. vor den GM hatte ich einfach sehr viele Zuckungen. Seit ich das weiss und meine Notfalltabletten habe, hatte ich keinen GM mehr. Wenn die " kleinen " Anfälle kommen, habe ich aber auch da eine Aura. Ich fühle mich innerlich zittrig, unsicher, kann mich schlecht konzentrieren. Ich glaube , genau wie Schnettchen, dass man bei den Dingen die Spaß machen sich ja entspannt also weniger gefährdet ist.
Viel Glück mascha