Ich habe angst ....:-(((((((((((

melek67, Wednesday, 27.06.2012, 14:13 (vor 5164 Tagen)

meine 13 jährige tochter hat es zum ersten mal gestern mit bekommen , ich hatet 3 hinter einander und der dritte dauerte 27 minuten an ....was ist wnen ich mal nicht mehr erwache oder nicht mehr es chaffe luft zu bekommen ??? ich ahbe angst ...bin 44 jahre ...mutter von 4 kindern ... :-((( ....hab edas gefühl aussenstehende können nicht nach voll ziehen wie viel todes angst in einem herscht in dem moment ...wie nahe man den tod ist ...wie sehr der tod einen versuct das leben in uns zu entreisen ...helft mir ...bitte :-(

Ich habe angst ....:-(((((((((((

melek67, Wednesday, 27.06.2012, 14:20 (vor 5164 Tagen) @ melek67

oh man ....gramatik lässt grüssen .....und ich habe studiert ...lach ...nur gut das ich meinen humor nicht verloren habe ....aber trotz dem besteht die angst ...heute mehr als zuvor ...meine anfälle häufen sich ...bis zu 3 x die woche .....ich bin so müde vom leben udn vom zurück stecken ,....ich bin ein lebe mensch ....ich will leben ...lachen ...tanzen und lieben ......mir tut alles weh .....mein kopf ...meine knochen ...mein herz ...meine seele... :-(((((((((((((

Ich habe angst ....:-(((((((((((

Mondenkind, Wednesday, 27.06.2012, 15:51 (vor 5164 Tagen) @ melek67

Hallo Melek,

hast du deine Epilepsie mal vernünftig untersuchen lassen?? Mit vernünftig meine ich, ob du mal in einem Epilepsiezentrum warst, z.B. Bethel oder Kehl-Kork??

Hast du ansonsten mal daran gedacht, eine Gesprächstherapie zu machen?? Ich kann nur sagen, dass mir das vor einigen Jahren (als meine Anfälle wieder schlimmer wurden) sehr geholfen hat.

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Ich habe angst ....:-(((((((((((

reli, Wednesday, 27.06.2012, 21:52 (vor 5163 Tagen) @ melek67

Hallo melek67
Wann wir gehen müssen,das weiss nur einer!Aber ich habe auch Kinder,welche Anfälle von mir mitbekommen haben.Ich denke,dass mein Umfeld(Mutter,Vater,Mann) sehr viel Angst um mich und vor der Krankheit hatten!Keiner, auch ich nicht, nahm sich die Zeit es in Ruhe den Kindern zu erklären.Jeder war froh,wenn es vorbei war und der Alltag wieder einkehrte.Erst Jahre später wurde mir bewust unter welchen Ängsten sie gelitten haben.Meine Tochter ist heute 40 und mein Sohn 37 Jahre alt,und sie haben immernoch Probleme damit.Rede ohne Angst mit deinen Kindern darüber.Vielleicht hilft dir auch das Buch,das im Forum angepriesen wird.
Ich wünsche dir viel Kraft und mach es besser als ich
Gruß reli

Ich habe angst ....:-(((((((((((

Musica, Wednesday, 27.06.2012, 22:23 (vor 5163 Tagen) @ melek67

Hallo melek67, es ist wichtig, dass Du Deinen Kindern erklärst, was Du hast. Ich habe damals den Fehler begangen und es verschwiegen. Dann hatte ich einen Anfall, die 8-jährige wußte von nichts und hatte furchtbar Angst, weinte und schrie nach mir.( Es geschah ausgerechnet bei einer Veranstaltung). So war ich gezwungen, über die Krankheit zu sprechen und zu erklären, was mit mir ist. Sofort gab es keine Ängste mehr. mit meiner Krankheit wird seither ganz offen umgegangen. Nimmst überhaupt Medikamente? Alles Gute, Musica

Ich habe angst ....:-(((((((((((

Tanni, Varel, Friday, 29.06.2012, 08:31 (vor 5162 Tagen) @ melek67

Hllo melek67,

Reden, reden, reden..... das hilft wirklich und das mit den Kindern und evtl. eine Psychotherapie. Mir hat das alles geholfen. Du wirst sehen wie viel auch die Kleinen schon verstehen. Auch meinen habe ich es erklären müssen als sie in diesem Alter waren.
Auch meine zwei mussten mit 6 und 7 Jahren das erstemal einen Anfall von mir mit ansehen als ich mit dem Rad gestürtzt bin auf dem Weg mit den beiden zur Schule.
Das Buch "Das Geheimnis der Stehaufmännchen-Mama" für Mütter mit Kleinen Kids...
Ich kann es nur empfehlen.

Meine 13 Jährige Tochter sagt, das dieses Buch, wenn man es einem jüngeren Kind vorliest das noch nicht so mit der Krankheit vertraut ist, es allen ein wenig leichter macht. Den Eltern um es den Kleinen zu erklären - und dem Kind es zu verstehen.

Zu bestellen gib es das Buch leider nur per Internet unter folgender Adresse zu einem Preis von 18,85€ incl. Versand:
bestellung@beta-institut.de

Liebe Grüße,
Tanni

Ich lebe jetzt und heute!

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Ich lebe jetzt und heute!

Ich habe angst ....:-(((((((((((

kerry80, Monday, 02.07.2012, 23:18 (vor 5158 Tagen) @ melek67

Hallo melek67,
also ich weiß von früher, dass meine Mutter und auch alle die nicht so genau über die Krankheit Bescheid wussten Panik hatten wenn sie einen Anfall gesehen haben.
Ich selbst habe die Anfälle ja nicht mitbekommen, aber wenn mir dia Anderen später davon erzählt haben dann waren die immer völlig durch den Wind und wussten nicht was sie tun sollten. Ich konnte Ihnen auch nicht helfen, denn ich hatte lange auch keine ahnung.
Aber ich hab mich gut darüber informiert und ich gehe mittlerweile sehr offen mit meiner Krankheit um. Ich unterrichte an einer Schule und sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder wissen über die Krankheit Bescheid und wüssten auch was zu tun ist, was ihnen Sicherheit gibt, weil ich ihnen gesagt hab, dass nicht wirklich was passieren kann. Ich hab keine Angst und sie brauchen es auch nicht und das geb ich an sie weiter. Ich denke auch dass du eine Gesprächstherapie bräuchtest, die dir die Angst nimmt, so dass du sie anderen nehmen kannst. Liebe Grüße:-)

Ich habe angst ....:-(((((((((((

mezeg, München, Tuesday, 03.07.2012, 13:02 (vor 5158 Tagen) @ melek67

Hallo melek,

meine zwei ersten GM-Anfälle erfolgten, als ich alleine in der Wohnung war. Der dritte aber, als ich mit meiner 39-jährigen zweiten Tochter auf dem Balkon fröhlich Karten spielte. Sie sah ihn kommen, weil ich auf ihre Bemerkung über Kartoffeln-Typen mit "Hartz IV" antwortete (!), Hand auf ihre Karten legten, andere zum Boden warf. Nicht weil ich sie am Gewinnen hindern wollte, wir sind ziemlich gleich.
Sie wußte natürlich, dass ich Epilepsie hatte, war aber plötzlich und alleine damit konfrontiert. Offene, glasige, ausdrucksleere Augen, ihre Finger gebissen, als sie mich am Zungenbiss hindern wollte. Sie wußte nicht, dass sie mich einfach unter Kontrolle in Ruhe lassen sollte, dass ich eigentlich unbewußt aber richtig reagiere. Sie hatte den Sanka angerufen, der für sie ewig nicht kam, dann eine ältere (und uneffiziente Nachbarin) um Hilfe geboten, ihre ältere Schwester angerufen, sie ist im Rettungsdienst aber die beiden sind seit Jahren verfeindet. Sie merkten, dass ich auf einzelne Reize (Stab im Mund, störendes Sonnenlicht) wohl "in irgendeiner Weise" reagierte aber immer diese leer, gläserne Augen. Und als ich schlagartig das "Bewußtsein" wieder errang und vollkommen logisch dachte, stammelte ein paar Sätze noch, weil ich die klaren Gedanken nicht ausdrücken konnte. Sie dachte, ich sei nun geistesgestört und war entsprechend entsetzt!

Seit ich mit mir ausführlich über die Anfälle, meine Reaktionen und Empfindungen gesprochen habe, benimm sie sich wieder vollkommen normal. Nur am Anfang beobachte sie mich noch schärfer, wenn ich auf eine Frage nicht sofort antwortete, weil ich gerade an was anderes dachte. Nun scheint sie ganz beruhigt zu sein.

Und auch der 14-jähriger, der ab und zu bei mir übernachtet. Als ich ihn endlich "aufklärte", war er sofort sachlich "Was muss er machen, wenn er einen Anfall erlebt? Wenn ich einen habe? Wie lange dauert es? Wann soll er mich wecken?"
Habe ihm gesagt, mich dabei bloß nicht stören, nur vielleicht aus der Weite beobachten. Sein Verhalten mir gegenüber hat er nicht geändert und ich weiß, dass er im Fall eines Anfalls richtig reagieren würde. Es ist mir eine unheimliche Erleichterung.

Wenn Deine Kinder alterspassend informiert werden und sogar verstehen, dass sie Dir bei richtigen Reaktionen helfen können, könnten sie sogar darauf warten, dass Du einen Anfall bekommst, um zu zeigen, wie "cool" sie reagieren. :-D

Ja, ich bin krass. War aber nicht böse gemeint!

mezeg

Ich habe angst ....:-(((((((((((

Mondenkind, Tuesday, 03.07.2012, 20:05 (vor 5158 Tagen) @ mezeg

Hallo mezeg,

...ihre Finger gebissen, als sie mich am Zungenbiss hindern wollte. Sie wußte nicht, dass sie mich einfach unter Kontrolle in Ruhe lassen sollte, dass ich eigentlich unbewußt aber richtig reagiere.

Jetzt weiß sie es hoffentlich besser?? ;-)

Sie merkten, dass ich auf einzelne Reize (Stab im Mund, störendes Sonnenlicht) wohl "in irgendeiner Weise" reagierte aber immer diese leer, gläserne Augen.

Und eine vom Rettungsdienst hat ihnen empfohlen, einen Stab in deinen Mund zu stecken?? *Angst hab*...
Oder hat dies deine Tochter gemacht, weil sie es nicht besser wusste (ähnlich wie mit dem Finger??)

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Ich habe angst ....:-(((((((((((

mezeg, München, Wednesday, 04.07.2012, 19:01 (vor 5157 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind

Jetzt weiß sie es hoffentlich besser?? ;-)

Ja, sie weißt es nun!

Ihr Kommentar dazu:
"Um einen Epileptiker mitzuschleppen, ihm zwei Finger in den Mund stecken und... festziehen!" :-D

Den Stab hat sie mir in den Mund geschoben, nachdem sie - endlich! - ihre Finger frei bekommen hatte. Letztere haben gut zwei Wochen noch geschmerzt:-(
Das war wohl sofort, bevor sie überhaupt zum Telefon kam, sie rief auch zuerst 110, wurde dann auf 112 umgeleitet, was natürlich Zeit kostete.

Dass ich Epilepsie habe, ist eine neue Situation. Ich hatte beide Töchter erst informiert, als es sich sechs Monate nach der OP durch den ersten Grand-Mal tagsüber rausgestellt hat, dass die Narbe nun die Rolle des Meningeoms übernommen hat. Wenn auch nur tagsüber. Im Prinzip durch das Anti-Epileptikum beherrschbar, die Dosis war dann wohl noch zu schwach. Die zwei ersten Grand-Mal erfolgten, als ich alleine in der Wohnung war, ich dachte nicht, dass es "im Publikum" erfolgen würde und kam nicht auf die Idee, ihr ein paar Richtlinien zu erklären.

Ich hatte persönlich vor etlichen Jahren einen Grand-Mal miterlebt, es war bei einer RK-Feier und so konnte ich zusehen, wie die Sanitäter um den am Boden gestürzten krampfenden Mann rumknieten aber ihn nicht anfaßten. Erst als er wieder das Bewußtsein erlangte, sprachen sie ihn beruhigend an. Vielleicht habe ich einfach vermutet, dass dieses Elementarwissen allgemein bekannt ist.

Die Sanitäter hatten mich ins Wohnzimmer auf einen bequemen Sessel "wie einen naßen Kartoffelsack" (O-Ton) getragen, gewartet, dass ich wieder an die Oberfläche kam. Dann hat mich der eine ganz sanft angesprochen, er kniete auch neben mir, wohl um zu deuten, dass er keine Gefahr darstellt. Mein erste Gedanke, als ich ihn wahrnahm, war: "Mann in rot = Rettungssanitäter" und gleich auf seiner "Marke" geschaut, um zu sehen aus welchem Verein.

Ich wollte nicht ins Krankenhaus, nur am gleichen Abend die Dosis vorschriftsmässig erhöhen und eventuell bereits am nächsten Tag den Neurologe konsultieren aber es war zu schwierig gegen die zwei Sanitäter und die zwei Töchter durchzusetzen, dass ich nur in Ruhe gelassen werden soll.

Die jüngere Tochter hatte zwar nicht das notwendige "medizinische" Wissen, war bestimmt "überspannt" vor der Situation, blieb aber beherrscht und vollkonzentriert auf der Suche nach einer Lösung. Es war auch noch der Tag, wo der Junge bei mir übernachten sollte. Ich wäre "wach" genug gewesen, um ihn am Abend zu empfangen, da sie mich aber ins Krankenhaus "zwangseingewiesen" hatten, blieb sie bei mir, um ihn zu empfangen, zum Italiener einzuladen und wäre nachts geblieben, wenn ich doch nicht zurückgekommen wäre. Die Beiden fanden sich auch auf Anhieb super-sympathisch, altersmässig wäre es ein Mutter-Sohn-Verhältnis, in dem Fall aber kumpelhaft.

Liebe Grüße
mezeg