Lebensangst...
Hi,
zuerst möchte ich mich kurz vorstellen, mein name ist Andy ich bin 21 Jahre alt und leide seit ich 17 bin an der Epilepsie. Und hatte in der zeit 6 Anfälle, 1 mit einem schweren Unfall.
Und mich macht das echt fertig, ich hab mir jetzt von meinem Neurologen befunde - die er aushändigen durfte, geben lassen da ich das vorhaben hatte mich operieren zu lassen.
In beiden Befunden (leider bekam ich nicht mehr, werde aber im krankenhaus und bei meinem Hausarzt nochmal anfragen) steht das ich eine idiopathische mit generalisierte Epilepsie habe. Und in einem Bericht steht noch etwas von einem Grand-Mal Anfall.
Darauf hin habe ich mal im Internet rumgeschaut um mich richtig zu Informieren. Und bin auch auf dieses Forum gestoßen, hab es ein bisschen durchsucht, und hab mich daraufhin gleich angemeldet.
Ich verstehe das nicht ganz mit der Generalisierten Epilepsie und den Grand-mal Anfällen, was habe ich nun? oder kommen die Grand-Mal Anfälle nur ab und zu dazu?
Und bei meinem 1. Anfall sagte der notarzt, auf die beschreibung von Arbeitskollegen das ich alle 3 Sympthome einer Epilepsie hatte, schaum vo dem mund, spasstische zuckungen und verkrampfungen (?) das macht mir schonmal sorgen...
Was ich aber noch dazu sagen muss, ich hab mich den ganzen Tag schon komisch gefühlt, war sehr verplant und ein bisschen orientierungslos, ich dachte es käme davon weil ich zu viel Kaffee getrunken hatte, und es kam noch dazu das ich dann komplett orientierungslos war, ich wollte etwas holen, war dann an dem ort an dem ich es holen wollte, und fragte mich nur: "was mache ich hier?" das ist mir 2x passiert dann wurde mir noch schwindelig...später, keine ahnung wie lang, ich habe auf jedenfall noch ein bisschen gearbeitet, wachte ich wieder auf und ein notarzt war da...und meine Kollegen haben mich angeschaut als wäre ich der Teufel...worauf ich hinaus wollte das ich spüre wenn ich einen anfall bekomme...
Nur bei meinem 2. Anfall, wo dabei steht das es ein Grand-Mal Anfall war, habe ich mich davor eigentlich ganz normal gefühlt, und bin zumal aufgewacht und es war wieder ein Notarzt da...
Bei meinem 3. und 4. Anfall die glaube ich 2 tage aufeinander folgten, war schon ein bisschen unwohlsein dabei aber ich dachte es war übermüdung oder so, bei dem 4. dachte ich das ich noch von dem 3. K.O. gewesen wäre...
Bei meinem 5. Anfall waren es wieder die ähnlichen sympthome wie beim 1., komisches gefühl, verplantheit/abwesenheit...
und jetzt kommt der Schlimmste der mir wirklich mein Leben versaut hat...
Bei meinem 6. Anfall kam ich von der Arbeit nachhause, und schon vor Feierabend hab ich mich etwas komisch gefühlt, da dachte ich das ich halt etwas müde bin und war auch ein harter Tag auf Arbeit, als ich dann zu hause war hatten sich die sympthome wieder ein bisschen bemerkbar gemacht und ich hab mich ins bett gelegt und hab mich versucht zu beruhigen, als ich aufgewacht bin habe ich mich wie vom Panzer überfahren gefühlt und hatte starke schmerzen in den schultern, und auch vom gefühl her wusste ich das ich einen Anfall hatte.
Ich rief den Notarzt an und er hatt mich erstmal ganz komisch angeschaut und gesagt: "sowas habe ich ja noch nie gesehen, sie haben sie beide Schultern ausgekugelt!".
Seit dem ist meine Angst um einiges gestiegen, da sie nicht nur ausgekugelt waren, sondern abgerissen, das heißt ausgekugelt und alle bänder die für die stabilisation sorgen abgerissen, zum glück waren meine Muskeln noch intakt.
Mit diesem Anfall wurde mir bewusst wie Stark und Schrecklich diese Krankheit ist...
deswegen habe ich meinen Job verloren, konnte mir den führerschein abschminken und sitze seit 2 Jahren zu Hause und darf so gut wie nix machen, da bei einer falschen bewegung meine Schultern rausspringen können. Ich hatte schon auf jeder seite eine OP die beide fehlgeschlagen sind. und in der zeit bis zu der nexten operation ca. 1 jahr habe ich mir beide seiten noch sehr oft ca. 14x ausgekugelt und musste danach jedesmal ins krankenhaus... Vor ein paar monaten wurde ich dann nochmal Operiert an der Rechten schulter, und da ist laut arzt jetzt alles ok und die kann nicht mehr rauspringen. Jetzt fehlt nur noch die Linke. wo ich auch darauf warte endlich einen Termin zu bekommen.
Und es vergeht kein Tag an dem ich nicht sehr oft daran denke das ich jetzt einen anfall bekommen könnte, wenn mich die sonne blendet oder das sonnenlicht von etwas reflektiert wird, oder wenn ein foto gemacht wird oder einfach nur so...
Ich habe das auch oft abends wenn ich noch TV schaue, dann fange ich an mich unwohl zu fühlen, wenn ich meine augen schließe um mich zu beruhigen, sehe ich ein feuerwerk, mein herz schlägt deutlich schneller und unregelmäßig..
Aufgrund dessen hab ich auch Angst so einen Anfall rauszuprovozieren weil ich den ganzen tag daran denken muss.
Lebensangst...
In diesen 2 Jahren war ich auch so selten weg, also am wochenende mal Party machen oder so, aus Angst nen Anfall zu bekommen oder mir wieder eine schulter auszukugeln...
So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter wie ich damit umgehen soll...
Ich nehme am Tag 300mg Lamotrigin ein und habe bisher nur Positives davon gehört und vertrage diese auch gut.
Würde mich freuen wenn ihr mir weiter helfen könntet, was es für möglichkeiten gäbe die epielepsie oder zumindest meine Riesen Ansgt zu besiegen und ob sich eurer meinung nach eine operation lohnen würde bzw möglich ist, ich werde selbstverständlich auch noch mit ärzten reden aber mir wäre es lieb davor mit "leidensgenossen" darüber gesprochen zu haben und erfahrungen auszu tauschen...
Liebe Grüße
Andy
p.s: sorry für den Langen Text aber sonst wüsste ich nich wie ich es hätte beschreiben sollen...
Lebensangst...
Hi!
21 Jahre alt und leide seit ich 17 bin an der Epilepsie. Und hatte in der zeit 6 Anfälle, 1 mit einem schweren Unfall. Und mich macht das echt fertig, ich hab mir jetzt von meinem Neurologen befunde - die er aushändigen durfte, geben lassen da ich das vorhaben hatte mich operieren zu lassen.
Warst Du denn in der Zeit schon einmal in der Epileptologie zur Untersuchung? Grundsätzlich kannst Du übrigens auf zumindest eine Kopie aller Befunde bestehen. Der Arzt hat lediglich in einigen Fällen das Recht, persönliche Randnotizen zu schwärzen, zum Bsp. wenn er für sich selbst unausgesprochen die Vermutung notieren würde, dass er denken würde, dass Du z.B. trotz verbotes Autofahren würdest.
Was nimmst Du eigentlich für ein Antiepileptika und in welcher Dosierung?
Ich verstehe das nicht ganz mit der Generalisierten Epilepsie und den Grand-mal Anfällen, was habe ich nun? oder kommen die Grand-Mal Anfälle nur ab und zu dazu?
Grand-Mal-Anfälle sind eine Form der generalisierten Epilepsien. Generalisiert bedeutet, dass - im Gegensatz zu den fokalen Anfällen - nicht nur ein Hirnareal mit einer eingeschränkten Einwirkung vom Anfall betroffen ist, sondern der Anfall quasi das gesamte Hirn lahmlegt. Grand-Mal beschreibt einen Anfall, der sich vor allem durch tonische Phasen(Muskelversteifung im ganzen Körper) und klonische Phasen(die Zuckungen) kennzeichnet. Dabei kann es auch zu atonischen Phasen(Muskelerschlaffung, möglicherweise einhergehend mit z.B. ausfließen des Mageninhalts) kommen. Eine Reihe von Betroffenen dieser Anfallsart verspüren auch vor einem Anfall eine Aura.
Und bei meinem 1. Anfall sagte der notarzt, auf die beschreibung von Arbeitskollegen das ich alle 3 Sympthome einer Epilepsie hatte, schaum vo dem mund, spasstische zuckungen und verkrampfungen
Das sind eher die drei Anzeichen eines Krampfanfalles, was noch keine Epilepsie macht. Jemand, der vergiftet wird und deshalb einen Anfall bekommt hat auch keine Epilepsie und weist beim Anfall die gleichen Merkmale auf.
als ich dann zu hause war hatten sich die sympthome wieder ein bisschen bemerkbar gemacht und ich hab mich ins bett gelegt
Hast Du denn, wenn Du schon anscheinend eine Aura hast, ein Notfallmedikament? Das ändert zwar nix daran, dass Du Dich dann ausruhen und erst Mal zur Ruhe kommen musst, kann aber immerhin kannst Du so möglichweise einen Anfallaufbruch und eventuelle Folgeverletzungen verhindern.
Was die Angst angeht, ich denk auch da findest Du in einer Epilepsieambulanz/zentrum einen geeigneten Ansprechpartner, der Dir ggf. auch durch Vermittlung einer Therapie, weiterhelfen kann.
Und mich macht das echt fertig, ich hab mir jetzt von meinem Neurologen befunde - die er aushändigen durfte, geben lassen da ich das vorhaben hatte mich operieren zu lassen
Meinst Du eine OP wegen der Epilepsie? Ich weiß ja nicht, wie weit Du Dich dahingehend schon schlau gemacht hast, aber das geht nicht bei jedem. Erst einmal müssen die Ärzte in einem entsprechenden Fachzentrum bei Dir eine Ursache im Hirn finden, die sie in Zusammenhang mit Deinen Anfällen bringen können.
Und dann ist das auch immer noch eine Nutzen-Risiko-Abwägung. Ich hab z.B. meine ersten zwei Anfälle auch mit 17 gehabt, bin nicht viel älter als Du und hatte etwas mehr als 6 Anfälle, zeitweise auch regelmäßig. Ich kann gut verstehen, dass Deine schwere Verletzung Dein Leben natürlich extrem geprägt hat, nur ich denke, bei Fällen wie uns ist das OP-Risiko zu groß, solange man nicht zumindest entsprechend viele andere, wirksame Angebote durchprobiert hat.
Lass Dich also einfach einmal vom Neuro in ein Epilepsiezentrum überweisen - in so eins würdest Du ja vermutlich eh, wenn Du eine Epilepsie-OP machen wollen würdest. Ich bin z.B. seit der letzten Einstellung in so einem Zentrum anfallsfrei(hoffe, dass es so bleibt; noch ein Monat, dann stoß ich hoffentlich mit einem alkoholfreien Radler auf ein anfallsfreies Jahr an). Außerdem kann ich wie andere studieren und hab gleichzeitig einen Nebenjob.
Also lass Dich nicht unterkriegen. Selbst mit Epi kann man sein Leben in die Hand nehmen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Lebensangst...
Hallo Andy,
es ist schwierig, Dir Lösungen für alle Deiner Probleme vorzuschlagen. Oder besser gesagt: ummöglich. Da muss wirklich der Fachmann her.
Aber kleine Informationen haben wir uns inzwischen gesucht. Nachstehend was ich für mich verstanden habe (behaupte definitiv nicht alles zu wissen oder verstanden zu haben!)
- Grand-Mal und generalisierter Anfall. Das ganze Gehirn wird durch internen "Stromschlag" gewühlt, führen kann es zum Zungenbiss, Schaum im Mund, Zuckungen, Verkrampfungen, Sturz und davon Verletzungen. Alle Elemente kommen nicht unbedingt jedesmal. Und dann Bewußtlosigkeit.
Meine nächtlichen Grand-Mal Anfälle vor der OP konnten lange nicht identifiziert werden, weil sie im Schlaf erfolgten. Und meine zwei Bettpartnern konnten keine nützliche Auskunft geben... Miaou!
Bei den drei Anfälle tagsüber nach der OP bekam ich plötzlich eine Welle im Gehirn von rechts nach links, versuchte den Gedanken "scharf zu stellen" und wachte im Bett wieder auf. Kleine blaue Flecken, weil ich doch gekrampft hatte, zweimal leichter Zungenbiss
- Petit-Mal oder Absence. Das Gehirn schaltet sich sehr kurz aus und nimmt den Betrieb wieder auf. Man bleibt stehen oder im Satz, manchmal merken es nur informierte Anwesenden. Mir ist es zweimal passiert, wohl wegen einer Aufdosierung, ich war kurz verwirrt und stand wahrscheinlich kurz aber mein "Notaggregat" handelte richtig und vollkommen ruhig.
Allerdings passiert mir desöfteren, dass ich in die Wohnung irgendwo gehe und nicht mehr weiß, wofür. Dann gehe ich den Weg zurück und kann micht erinnern: "Ach, ja, wo ist wieder die Brille?" Oder "Ich wollte doch die Waschmaschine einschalten!" Dies würde ich definitiv als Alterserscheinung bewerten.
- Anomische Aphasie oder Speech arrest: Man bleibt im Satz stecken oder findet die Worte nicht, die man eben denkt. Also stammeln, stottern, verzweifelt suchen, überhaupt einen Ton rauszubringen. Bei mir mehrfach, nie sehr lange aber psychologisch belastend.
- Auras oder Vorzeichen. Davon gibt es eine ganze Menge. Bei mir oft Übelkeit, weil ich an temporale Epilepsie leide (O-Ton Neuro-Chirurg). Kann auch Unruhe, unerklärliche Angst, "verschwommene Erinnerung" sein. Kann, muss aber nicht zu einem Grand-Mal führen. Meine drei Grand-Mal Anfälle meldeten sich mit verschwommenen Erinnerungen unter Strom, aber zu kurzfristig, um etwas dagegen zu unternehmen. Das erste Mal war ich nicht gewarnt und versuchte den Gedanken scharf zu stellen ("Ist es ein Lied von Ricchi & Poveri"?), das zweite Mal spürte ich nur eine starke Übelkeit und setzte mich auf die Kante der Badewanne (bei einem Sturz nach hinten hätten sich alle meine Probleme auf einen Schlag erledigt
), das 3. Mal spürte ich wieder die Strom-Welle von rechts nach links und für mich war es aus. Meine Tochter war anwesend und sagte, ich hatte ihre Bemerkung über Kartoffeln mit "Hartz IV" beantwortet, ihre Spielkarten gewühlt, welche am Boden geworfen, dann Krämpfe und Zungenbiss.
In jedem Fall brauche ich danach Ruhe, nach Grand-Mal immer Schlaf, laut Tochter mit ausdruckslosen weit-geöffnenten Augen.
Vielleicht möglichst präzis notieren, was Du erlebst hast? Und auch überlegen, welche Ursachen sie haben könnten? Stress, Ärger, schwüles Wetter, Unterzucker, depressive Stimmung usw.
Viel Mut auf jedem Fall!
mezeg
Lebensangst...
hey Andy,
ich kann dich sehr gut verstehen, bei mir ist die Epi auch erst mit knapp 19 festgestellt worden. Resultat daraus war Job verloren, Auto fahren kann ich nicht mehr und bis jetzt keine richtige Zukunfstperspektive. Ich würde dir auch raten mal zu einem Epileptologen zu gehen die können dir beser helfen. Es mag sich zwar komisch anhören, aber ich habe die gleichen Ängste wie du und gehe deshalb zu einem Psychologen.
Das würde ich dir auch raten,du musst es natürlich selber wissen. Mir hat er schon ein bisschen geholfen
lg Daniela
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
Lebensangst...
Erstma vielen Dank für die Antwort :)
Das mit dem Epilepsiezentrum hört sich gar nicht schlecht an.
Ich nehme Lamotrigin 300/0/0
Der arzt meinte es wäre egal wann ich die nehme ob verteilt 100 oder gleich 300, ich nehm gleich 300 damit ich sie nich vergesse...
Und ein Notfall mediakament habe ich nicht, welche wären denn das?
Das einzige was ich noch habe wäre Lorazepam, das habe ich mir von meinem arzt geben lassen, das ich besser einschlafen kann weil ich ab un zu sehr unruhige und schlaflose nächte habe grad aus angst wegen der epilepsie, weil mich unwohl oder so fühle, und ich bin am nexten tag auch ziemlich depressiv..
Und bei Lorazepam wusste ich dass das auch nach epileptische anfällen zu entspannung gegeben wird, da ich das im krankenhaus schonmal bekommen hatte.
Nein bei einem epitologen war ich noch nicht...hatte davon noch gar nich gehört...^^
Lebensangst...
Nein bei einem epitologen war ich noch nicht...hatte davon noch gar nich gehört...^^
Un ja zu nem Psychologen würde vll au nich schaden...
Vielen Danke!
lg
Lebensangst...
WoW, Krass.
Und kann ein/e Epileptiker/in mehrere Arten von einer Epilepsie haben und nicht nur eine? das hat mich jetzt etwas verwirrt..
Ich hab das so verstanden das du mal so einen hattes und mal so einen etc.
vielen dank noch für deine antwort :)
Lebensangst...
Hi,
also, bei mir gab es Grand-Mal Anfälle nachts nur vor der OP (Ablatio eines Meningeoms), dann 6 Monate später nach versuchtem Absetzen von Keppra 1 x Aphasie, die ich nicht zu deuten wußte. Später 1. Grand-Mal tagsüber, wohl weil ich am Vortag den ganzen Tag zwischen TV (Fukoshima!) und PC hin- und herpendelte. Daraufhin Neurologe und langsames Einstellen auf Lamotrigin.
Bin eine Weile auf halber Dosis (2 x 50 mgr Lamotrigin) geblieben, in der Zeit mehrere Auras, also sozusagen "Nicht-zu-Ende durchgeführte Anfälle". Dann 2. Grand-Mal durch heftigen Psychostress, die Aufdosierung zur verschriebenen Menge ging schief und es war Ferienzeit, also habe ich es gelassen. In der Zeit mehrere Auras, Übelkeit, leichte Aphasie, etc. Dann 3. (und bis jetzt letzten!!) Grand-Mal, Aufdosierung zur vollen Menge (2 x 100 mgr Lamotrigin).
Ende Dezember wieder emotionale Erpressung, mehrere Auras, auch kurze Unfähigkeit (ca. 5 mn) Wörter zu begreifen, sie erscheinten nur wie unformiges Etwas. Ich wollte eigentlich dabei bleiben, solange sie nicht zu einem Grand-Mal entarten, der Neurologe ließ mich aber aufdosieren (2 x 125 mgr). Dabei und wohl dadurch habe ich kurz hintereinander 2 x Absences bekommen, schwere Schlafprobleme wegen quälender Durst und dachte wohl, ich werde auf ein anderes Medikament umgestellt und fing eigenständig mit der erstne Stufe der Entwöhnung (125 - 0 - 100 mgr). Der Neurologe meinte, ich sollte einen anderen Fachmann konsultieren, aber bis ich den Termin bekam, konnte ich wieder normal schlafen und abgesehen von leichten Aphasien und kleinen Auras geht es gut, ohne Absences und Grand-Mal. Ich hoffe, auf dieser Stufe bleiben zu können.
Habe oben gelesen, dass Du 300 mgr Lamotrigin (was das Ziel meines Neurologen war) nimmst und zwar alles auf einmal??? Bei mir hat er immer sehr betont, wie unerläßlich eine regelmässige, verteilte Einnahme ist. Ich bin sehr vorsichtig. Hatte etwa dreimal eine Einnahme vergessen und fühlte eine verstärkte Unruhe. Und zuviel von dem Medikament einmal: Ich hätte jeden Feuerdrachen zur Asche pusten können! Wäre es nicht für Dich besser, die Tabletten regelmässig verteilt zu nehmen?
mezeg
Lebensangst...
Ja ich hatte meinen Neurologen gefragt ob das was macht wenn ich alles auf einmal nehme, da ich ein biscchen vergesslicher mensch bin, und er meinte nur hauptsache ich habe am tag die dosis von 300mg.
Aber vll sollte ich es doch mal mit 100/100/100 probieren, da die Lamotrigin ja auch antidepressiv und angsthemmend wirken sollen, wenn ich das richtig in errinerung hab..
Sollte ich das dann langsam angehen lassen? oder kann ich das mit 100/100/100 gleich ab morgen machen?
Lebensangst...
Mir würde geraten alles immer nur sehr langsam umzustellen. Das würde ich jetzt auch bei der Verteilung machen. Sicher ist Sicher.
Lebensangst...
Hallo Andy,
ich würde es auf jedes Fall langsam regelmässig umstellen. Zur Aufdosierung wurde mir immer 25 mgr täglich zwei Wochen lang vorgesetzt. Also, wenn Du z.B. Deine 300 mgr in der Früh nimmst, würde ich die ersten zwei Wochen 275 mgr - 0 - 25 mgr. Dann 250 mgr - 0 - 50 mgr. Ob Du auf zwei- oder dreimal täglich nehmen soll, kann ich natürlich nicht wissen. Mir wurden letztes Mal 250 auf 125 - 0 - 125 verschrieben. Da ich Schwierigkeiten bekam und dachte, es wird umgestellt, hatte ich 125 - 0 - 100 reduziert. Und weil es seitdem gut läuft, bleib ich bis auf weiteres dabei. Beim nächsten Rezept wird der Neurologe sowieso fragen, wie es steht.
mezeg
Lebensangst...
Hallo Andy, ich schließe mich Dannie an. Du solltest neben all den andren Behandlungen die auf Dich zukommen undbedingt eine Psychotherapie beginnen.Sie wird Dir helfen, mit Deinen Ängsten anders umzugehen und Dich im Verhalten stärken. (z.B., daß Du Dich nicht mehr ausschliessen bzw. ausgrenzen musst.)Viel Glück, Liebe Grüße,Musica
Lebensangst...
Hallo Andy
Wenn du das Gefühl hast einen Anfall zu bekommen,lass dich(soweit es geht) zum Arzt fahren und dir etwas zur Beruhigung injektieren(Valium ect.),so kannst du einem Anfall entgegen wirken,bis du richtig eingestellt bist.Viel Erfolg und alles Gute
Reli
Lebensangst...
Hallo
wer oder wie bist Du auf die Idee mit der Op gekommen?
Was helfen könnte wäre noch
Epilepsie Selbsthilfegruppen Adressen vorne auf den Seiten
Epilepsie Beratungsstellen auch vorne im Netz
ansonsten
www.moses-schulung.de
für die Angehörigen
www.famoses.de
ansonsten wie hier schon mehrfach empfohlen einen Facharzt der auch Epileptolge ist.
In Epilepsiezentren gibt es Wartezeiten von bis zu 6 Monaten...daher
eher einen Facharzt auf suchen.
Gruss Green
Lebensangst...
Hallo Reli
Wenn du das Gefühl hast einen Anfall zu bekommen,lass dich(soweit es geht) zum Arzt fahren und dir etwas zur Beruhigung injektieren(Valium ect.),so kannst du einem Anfall entgegen wirken,bis du richtig eingestellt bist.
Das wäre bei mir nie möglich gewesen... ich hatte eine Aura, die war ca. 10 Sekunden lang, also so, dass ich wusste, ich komme auf jeden Fall noch auf die andere Straßenseite, mehr wäre aber nicht drin gewesen. Bis ich dann beim Arzt gewesen wäre, wäre mein Anfall längst vorbei gewesen.
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Lebensangst...
Dann schau mal hier unter Adressen und Links nach:
http://www.dgfe.info/home/index,id,38.html
Was die schlaflosen Naechte angeht: Das kann auch eine Nebenwirkung von Lamotrigin sein. Ging mir unter dem selbst so und hatte dann deshalb auf eine Umstellung bestanden. Genauso kann Lamotrigin(siehe Beipackzettel) auch die Folgen einer Depression oder aehnlichem Verstaerken, auch wenn es bei anderen genau dort in der Therapie verwendet werden kann. Das sind Punkte, die ich an Deiner Stelle einmal deutlich bei Deinem Neurologen ansprechen und mir ggf. eine Zweitmeinung dazu einholen wuerde.
Was die Mediverteilung angeht, bin ich mir gerade nicht sicher, was es da fuer offizielle Statements von den Epileptologen gibt, aber zumindest bei manchen ist es aus Gruenden der Vertraeglichkeit besser, die Dosis aufzuteilen(nicht wundern, wenn ich ohne Umlaute schreibe; dann hock ich in der Uni an einem PC mit amerikanischer Tastatur und bin zu faul, das Tastaturprofil umzustellen).
Lorazepam ist meines Wissens nach ein Mittel, das zur Akutbehandlung von Anfaellen verwendet wird. Als Notfallmedikament aus persoenlicher Erfahrung kenn ich Tavor.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Lebensangst...
Das einzige was ich noch habe wäre Lorazepam, das habe ich mir von meinem arzt geben lassen, das ich besser einschlafen kann weil ich ab un zu sehr unruhige und schlaflose nächte habe grad aus angst wegen der epilepsie, weil mich unwohl oder so fühle, und ich bin am nexten tag auch ziemlich depressiv..
falls ich es noch nicht erwähnt habe
, mit Lamotrigin habe ich große Schlafschwierigkeiten und hatte beim Neurologe um einen Schlafmittel gebeten, um ab und zu eine Nacht durchzuschlafen. Mogadan kannte ich von viel früher, er lehnt es aber kategorisch ab, weil die Wirkung 36 Stunden dauert. Verschrieben hat er Zoplicon, maximal 2 x die Woche. Morgens bin ich dann ausgeruht und gut gelaunt, ich nehme es aber äußerst selten, seit ich weiß, darüber nach Bedarf verfügen zu können / dürfen, wirken sie vom Medizinkiste aus bereits wie Placebos.
mezeg
Lebensangst...
Ok danke, ich werde mal mit meinem neuro reden und mir den link anschauen.
Lorazepam ist Tavor :)
Lebensangst...
ok danke =)
Lebensangst...
Ja wird wohl am besten sein, werde mal am We schauen wo es hier in der gegend gute Psychologen gibt, danke
lg
Lebensangst...
Ja da hast du recht
Lebensangst...
hm ich hab nur 100mg tabletten da würde es schwer werden 25mg abzumachen, aber ich werden einfach mal probieren und meinen neuro fragen ob das so passt.
Lebensangst...
Ich habe halt mal gegoogelt ob das möglich is ne Epilepsie zu Operieren, un wollte da halt ma mit Ärzten drüber reden..
Von diesem Moses hab ich gestern auch schon wo was gelesen und fand es auch sehr interessant ich denke das ich da hingehen werde!
Und einem Epitologen bzw ein Epilepsiezentrum werde ich auch aufsuchen.
Lebensangst...
hey Andy1991,
welches Epizentrum ich dir sehr empfehlen kann ist Bielefeld-Bethel, da war ich in Behandlung und war sehr zufrieden damit. Es dauert allerdingst einigezeit bis du dort einen Thermin bekommst. Bei mir hat es 6 Monate gedauert bis zu einem abulanten und dann noch mal 5 bis ich stadtionär hin konnte. Es soll dich aber auf keinen fall abschrecken.
lg Daniela
schönes anfallsfreies Wochenende
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
Lebensangst...
lass Dir doch 25 mgr Tabletten verschreiben. Es gibt auch 150 mgr.
mezeg
Lebensangst...
ja die 25er hatte ich am anfang und hab dann nach 100er gefragt das ich nur 3 tabletten am tage nehmen muss un nich so viele, ich hab bald nen termin dann klär ich das mal ab :)
Lebensangst...
Ouh das isn bissl weit weg :) ich wohn in der nähe von stuttgart^^ wobei wenn ich da dann eh ne weile bin wärs schon ok.
danke für die info :)
dir auch ein schönes anfallfreies wochenende^^
Lebensangst...
Was hast du für ein Notfall Medikament? und wie Wendest du das an? weil das hat ja auch eine gwisse wirkdauer und so ein anfall geht ja recht schnell..
Lebensangst...
Ich hatte nur unter Lamotrigin zeitweise als Notfallmedi Tavor zu Hause. Ob das damals Auren oder einfach nur Kreislaufprobleme waren, was ich damals hatte und weshalb ich mich auch mit hab umstellen lassen, weiß man bis heute nicht so genau.
Eins ständig bei mir zu tragen bringt mir aber nix, weil ich keine Auren hab - zumindest keine, an die ich mich im Nachhinein erinnern könnte oder die länger andauern, als um in die Knie zu gehen und mich auf den Boden zu legen. Mein Anfälle hören dann ja auch schon nach Kurzen von selbst wieder auf.
Die Notfallmedis sind in ihrer Darreichungsform z.B. kleine Plättchen, die man sich unter die Zunge schieben kann. Aber da gibt's hier andere, die mehr praktische Erfahrung damit haben.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Lebensangst...
ok danke