Allgemeine Fragen
Hallo,
Facharbeiten schreiben,... an erster Stelle: Infos sammeln,.. :D
Also aus meiner Sicht, wobei ich sagen muss: ich habe zwar Epilepsie, aber bin extrem gut medikamentös eingestellt und hatte auch in der Vergangenheit "selten" Anfälle. Ich denke, einige in diesem Forum sind wesentlich schlimmer betroffen.
Zu mir:
- 21 Jahre alt
- Epilepsie ist mit der Jugend angefangen, als ich 13 1/2 war
- Mittlerweile: 13 Jahre Schule hinter mir gelassen, Abi gemacht und nun Azubine (in 2 Wochen endlich im 3. Ausbildungsjahr :D ) beim weltbesten Arbeitgeber: AOK - Niedersachsen!
7 Alltagsbewältigung mit Epilepsie (Fallbeispiele)
Ich hab erst bei meinem Arbeitgeber verschwiegen, dass ich Epilepsie habe. Aus Angst vor Konsequenzen. Dann ein Einfall in der BBS,...
Dann ein Gespräch mit meiner Ausbildungsleiterin: "Warum haben Sie denn nichts gesagt??
Wenn WIR Ihnen hier bei der Gesundheitskasse nicht helfen, wer denn dann??"
Dann ein Anfall bei meiner Zwischenprüfung,..
Es wurde mir soooo gut geholfen und man hat so viel Verständnis und versucht mir, allen Stress zu nehmen und für die anstehende Abschlussprüfung alles perfekt für mich herzurichten, dass alles gut geht.
Und eine Übernahmegarantie habe ich auch.
Im beruflichen Alltag habe ich also keine Probleme.
2.7.1 Umgang /Gedanken
Man denkt oft über vergangene Anfälle nach.
Wie hab ich ausgesehen? Was genau habe ich getan? Wie habt ihr mir geholfen?
Warum ist es schon wieder passiert?
Was habe ich die letzten Tage anders gemacht? Was hat es so weit kommen lassen?
Und im Endeffekt konnte ich bis jetzt (toi toi toi) immer froh sein, dass alles gut gegangen ist.
2.7.2 Problematiken/Fragen
Tabletten!
Nach etlichen Höherstufungen,.. im Moment werde ich umgestellt,..
Angst vor Nebenwirkungen (als Mädchen mit 21 Jahren: Hoffentlich nehm ich nicht zu!), hoffentlich wird meine Konzentration nicht eingeschränkt, hoffentlich bekomm ich keinen Anfall, hoffentlich bin ich nicht schon wieder so müde, hoffentlich bin ich bald nicht mehr so gereizt und schnell nervös.
2.7.3 Wünsche an Mitmenschen und Gesellschaft
keine
2.7.4 Erfahrungen zum offenen Umgang mit Epilepsie
Beruflich: sehr gut angenommen worden, wie oben beschrieben.
Kollegen: "Ach du Schreck. Kommt das oft vor? Seit wann? Wie kann man dir helfen?"
Freunde: "Was sollen wir tun, wenn was passiert?"
Noch nie bin ich "negativ aufgefallen" oder habe übermäßig viel Mitleid erhalten.
Ich freue mich, wenn ich das Thema erwähne und man Interesse an mir und meiner "Krankheit" zeigt.
2.7.5 Größte Einschränkungen
Auto fahren, wobei einem zum Glück der Führerschein nicht entzogen wird!
Einschränkende Wirkung der Pille bei einigen Tabletten.
Müdigkeit, Gereiztheit,.. aber ich denke, das gehört alles in den Bereich der Nebenwirkungen.
So, das wars von mir.
Hoffentlich wars nicht langweilig zu lesen :D
Sagst du Bescheid, wenn die Facharbeit fertig ist?
ich interessiere mich dafür :)
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Ninicora,
19.07.2012, 13:28
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