Lamotrigin

mezeg, München, Saturday, 21.07.2012, 19:30 (vor 5140 Tagen) @ sonnyboy

Hallo Sonnyboy,

hatte nach der Operation 6 Monate Keppra, keine nennenswerte Nebenwirkungen bis auf Müdigkeit und Schlappheit.

Nach dem gescheiterten Versuch vollkommen ohne Medikamente auszukommen (GM-Anfall im März), wurde mir Lamotrigin verschrieben. Ich blieb eine Weile auf halbe Dosis (50 - 0 - 50), hatte den Neurologe darüber informiert. Dann kamen doch wieder 2 GM-Anfälle und Lamotrigin wurde auf 100 - 0 - 100 mgr erhöht. Weil ich etliche Auras bekommen hatte, erhöhte der Neurologe zuerst auf 125 - 0 - 125 auf den Weg zum 150 - 0 - 150. Mußte aufgrund starke Schlafstörungen aufgeben. Einschlafen ist nicht das größte Problem, bei jeder Aufdosierung von Lamotrigin bekam ich nachts einen trockenen Mund, der mich diesmal fast jede zweite Stunde weckte und dann nur schwer einschlafen ließ. In der Erwartung umgestellt zu werden, habe ich auf 125 - 0 - 100 reduziert, weil Dosisänderungen nur sehr langsam (25 mgr / 2 Wochen) erfolgen dürfen.

Durch diese kleine Runterdosierung hat sich das Schlafen um etliches gebessert. Ich habe immer eine Wasserflasche neben dem Bett parat. Ich habe zwar Durst, wenn ich aufwache, wache aber nicht auf, weil ich Durst habe. Und das Problem flaut langsam ab.

Einmal hatte ich mich vertan und statt wie ich meinte 2 x 50 mgr hatte ich 2 x 100 mgr an einem Abend genommen. In der Nacht und am nachfolgenden Tag hätte ich jeden Feuerdrachen zur Asche pusten können.

Mein Flüssigkeitsbedarf ist deutlich erhöht, ich habe mich einfach daran gewöhnt eine Wasserflasche mitzunehmen.

Andere Nebenwirkungen kann ich eigentlich nicht nennen, Stimmungsschwankungen dürften einfach nur aus der Situation kommen. Ich fange aber damit an, die Lage zu akzeptieren und mich darin einzurichten.

Fazit: eigentlich ist Lamotrigin gar nicht so schlecht, möchte momentan daran bleiben.


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