alles einfach besch....!!!

dannie89 ⌂, Bayern, Sunday, 12.08.2012, 14:58 (vor 5118 Tagen) @ Estephania

Hallo Estephania,
Psychogene Anfälle sind anfallsartige Ereignisse, bei denen Bewegungen, Empfindungen oder Zustände auftreten, die epileptischen Anfällen ähneln, jedoch durch psychische Prozesse und nicht durch epileptische neuronale Störungen verursacht werden. Es ist wichtig, die Diagnose möglichst früh exakt zu stellen und insbesondere gegenüber eines echten epileptischen Anfallsleidens abzugrenzen, damit eine wirksame Behandlung eingeleitet werden kann und nicht etwa fälschlicherweise mit Medikamenten gegen Epilepsie behandelt wird (etwa ¾ aller Patienten mit PNEA wurden zunächst mit antiepileptischen Medikamenten behandelt.

Psychogene Anfälle repräsentieren eine mit erheblichen gesundheitlichen sowie sozialen Konsequenzen und gesellschaftlichen Kosten verbundenen Erkrankung. Eine korrekte Diagnose muss von neurologischen Fachärzten/Fachkliniken u. a. durch EEG (Hirnstrommessung), Beobachtung oder Videoaufzeichnung der Anfälle sowie andere Spezialverfahren gestellt werden. Dabei deuten verschiedene Eigenschaften eines Anfalls darauf hin, dass es sich um einen psychogenen nicht epileptischen Anfall handeln könnte (z. B. geschlossene Augen, Dauer von mehr als 10 min. Länge, Veränderbarkeit durch Ansprache, Kopfschütteln oder asynchrone Arm- und Beinbewegungen etc.).

Immerhin besteht die Erkrankung an psychogenen Anfällen - nicht epileptischen - bei 2 bis 33 von 100.000 Menschen, jährlich erkranken in der Bevölkerung ungefähr 3 von 100.000 Menschen an psychogenen Anfällen. Das Manifestationsalter der Anfallserkrankung liegt zumeist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, ¾ aller Patienten sind Frauen.

Es wird davon ausgegangen, dass psychogene Anfälle zumeist unwillkürlicher äußerer Ausdruck einer seelischen Störung sind. Häufig können sie daher auch durch Suggestion provoziert oder durch gute Zusprache beendet werden. Die psychogenen Anfälle werden zu den dissoziativen Erkrankungen (Erkrankungen mit veränderten Bewusstseinszuständen) oder zu den somatoformen oder Konversionsstörungen gerechnet (= Erkrankungen mit einer psychogenen Körperstörung als Ausdruck eines seelischen Konfliktes).
Bei mir sehen die immer unterschiedlich aus, mal kippe ich um, mal starre ich bei mir ist es total unterschiedlich.
lg
Daniela

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