Morgen

Musica, Monday, 03.09.2012, 13:31 (vor 5096 Tagen)

...habe ich das Erstgespräch zur OP. Natürlich habe ich die ganze Nacht wieder nicht geschlafen und zum Glück heute frei. Aber vor morgen richtig Angst. Erst wollte ich meinem Mann gar nichts sagen, jetzt kommt er mit. Das Gespräch ist um 8.00 Uhr. Soll ich mir morgen Urlaub nehmen? Möglicherweise bin ich unruhig, nervös und zappelig, kann mich sowieso nicht konzentrieren. Was meint Ihr? Ich kann an gar nichts anderes mehr denken. LG, Musica

Morgen

Maribelle612, Monday, 03.09.2012, 18:23 (vor 5096 Tagen) @ Musica

Ich weiss, ich bin jung und unerfahren, aber hey, ABWARTEN heisst das Zauberwort :)du hast doch deinen Mann als Stütze und es ist meistens nie so schlimmm wie man denkt :)
schreib doch morgen mal wie es gelaufen ist. Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück! ;)

Morgen

mezeg, München, Monday, 03.09.2012, 19:50 (vor 5096 Tagen) @ Musica

Liebe Musica,

mir ging es vor zwei Jahren genauso, als ich zur ersten Untersuchung ging. Und ich war alleine, keine Unterstützung zu erwarten. Ich kann nur wiederholen, habe sie alle nicht nur fachkundig sondern auch menschlich von bester Qualität empfunden. Es hilft unheimlich. Wenn Dein Mann dabei ist, kannst Du Dich ein bißchen ablenken. Daß die Patienten gerade beim ersten Besuch nervös und unkonzentriert sind, ist es ihnen wohl bekannt und sie werden schon entsprechend reagieren.

Also, alles Gute! Ich werde morgen an Dich denken.

LG

mezeg

Morgen

steffig, Monday, 03.09.2012, 21:06 (vor 5095 Tagen) @ Musica

Hallo Musica.

Ich will dir die angst nehmen ich bin vor ca 10 monaten operiert worden und weiss wie du dich fühlst.

Ich war auch nervös aber als ich dann auf meinen Neurochirurgen(Epilepsiechirurgen) traf u sah was das für ein mensch ist viehl mir ein fels vom herzen so ruhig so einfühlsam da dachte ich zum 2x (nach meiner neuroogin) der versteht mich der weiss wie ich mich fühl u es ging bei mir dann soweit das der NCH meinen eltern erklärte wich ich mich fühle das wir epis nicht wissen wann wo u warum der nächste anfall kommt u da blib mir danndie spucke weg.

Also keine angst Neurochirurgen sind auch nur menschen wie du u ich u wie ich finde SEHR SEHR ruhige u gelassene personen.

wünsch dir allles gute für morgen u schreib rein wie es für dich wahr u was du für einen eindruck hast?

In welcher klinik bist du den wenn ich fragen darf?

GLG

Morgen

Musica, Monday, 03.09.2012, 22:46 (vor 5095 Tagen) @ mezeg

Liebe mezeg, es ist so, dass ich erst mal beichten muß, warum ich Lamo nicht gegen Orifil ausgetauscht habe. Ich war ja schon dort. Meinen Mann nehme ich jetzt doch nicht mit. Erst wenn´s ganz ernst wird. Gut, dass ich durch Dich mein Gefühl von Großhadern bestätigt bekam. Lieben Gruß,Musica

Morgen

Musica, Monday, 03.09.2012, 22:50 (vor 5095 Tagen) @ steffig

Hallo Steffig, danke Dir, solche Erfahrungen sind schon gut für mich. Ich hoffe, dass ich überhaupt operiert werden kann. Bin erst ganz am Anfang aber sehr, sehr willig. Wie geht es Dir denn nach der OP? War´s schlimm und wie lange warst Du im Krankenhaus und überhaupt krank? Lieben Gruß,Musica

Morgen

Mondenkind, Monday, 03.09.2012, 23:21 (vor 5095 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

Meinen Mann nehme ich jetzt doch nicht mit. Erst wenn´s ganz ernst wird.

Willst du nicht, dass er mitkommt oder hat er abgesagt?

Mir hat es immer geholfen, wenn mein Mann in der Epi-Ambulanz mit dabei war. Einmal war ich nicht alleine und zum zweiten - und fast noch wichtiger - hatte ich jemanden dabei, der sich die Sachen merken konnte, und hinterher nochmal mit mir darüber reden konnte.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 08:40 (vor 5095 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

ich hatte natürlich eine ganz andere Operation. Aber bei mir mußte man eine walnuß-große Tumor entfernen, also eine Menge "Fleisch". Bei Dir kann es nicht so voluminös sein, also wird der Schnitt auf jedem Fall viel kleiner. Und ich kam bereits nach einer Woche raus.

Wünsche Dir die gleiche Entwicklung!

mezeg

Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 08:44 (vor 5095 Tagen) @ Musica

Meinen Mann nehme ich jetzt doch nicht mit.

ich bin alleine nach Großhadern gefahren, dabei hätte ich mich schon begleiten lassen können. Aber in solchen Fällen möchte ich mich auf mich selbst konzentrieren können und nicht auf andere. Erst nach einer Weile kann ich (vielleicht...) über mein Problem reden.

LG

mezeg

Morgen

Mondenkind, Tuesday, 04.09.2012, 11:23 (vor 5095 Tagen) @ mezeg

Hallo mezeg,

ich hatte natürlich eine ganz andere Operation. Aber bei mir mußte man eine walnuß-große Tumor entfernen, also eine Menge "Fleisch". Bei Dir kann es nicht so voluminös sein, also wird der Schnitt auf jedem Fall viel kleiner.

Ich weiß ja nicht, wie groß deine Narbe ist - ich habe mir den Hippocampus entfernen lassen - meine ist bestimmt auch 10 cm lang (einmal quer übers Ohr).

Und ich kam bereits nach einer Woche raus.

Das war ich auch, Sonntags abends rein, Montags OP - und darauf die Woche Dienstag schon wieder draußen.

Ich weiß ja nicht, wie es dir nach der OP ging, ich war schlapp und müde, hatte Kopfschmerzen - und ich war froh, dass ich eine Woche später in eine Reha fahren konnte - erst da habe ich mich so richtig erholt. Eine Reha nach der OP kann ich nur empfehlen.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 20:52 (vor 5095 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind,

ich bekam eine Frankenstein-Narbe von einem Ohr zum anderen. Sie ist aber nicht der Übeltäter, sondern die innere Narbe, wohl zwischen Hirnhaut und Hirn.

Nach der OP war ich schon schlapp aber abgesehen vom Montag danach (4 Tage danach) erleichtert und gut gelaunt. Mein Tiefschlag am Montag kam durch das Schikanieren einer Zimmernachbarin, die wohl damit rechnete, ein Alleinzimmer zu bekommen. Sie wurde auch von der Schwester gerügt "Hier ist es kein 5-Sterne-Hotel". Das ruhige Gespräch mit der neu angekommenen (eben auch Meningeom) hat mich beruhigt, wir konnten auf gleichem Niveau (auch intellektuell... :-D ) über unsere Lage diskutieren.

Eine Patientin, die am Tag meiner Einweisung entlassen wurde, ging direkt in die Reha. Bei mir wurde es nie angesprochen. Ich fuhr alleine mit der U-Bahn nach Hause zurück und versorgte mich auch alleine. Natürlich nur das wichtigste, viel liegen und ausruhen. An Kopfschmerzen kann ich mich nicht erinnern, kann - wenn überhaupt - nur "normal" sein. Eigentlich nur müde und etwas ausgelaugt, auch weil ich erst seit kurzem Keppra nahm.

Habe mich auch selber gewundert, daß es so einfach war...

mezeg

Morgen

Musica, Tuesday, 04.09.2012, 21:23 (vor 5094 Tagen) @ mezeg

...jedenfalls war ich heute in der Epi-Ambulanz und warte ab sofort auf einen freien Monitorplatz. Erstmals bin ich auf eine Ärztin getroffen, die bestätigt hat, dass ich richtig liege, wenn ich eine weitere Umstellung ablehne und zur Sache gehen will.Sie hat auch gesagt, dass Temporrallappen am "einfachsten" zu operieren sind. Trotzdem hatte ich wacklige Knie, als ich da raus ging. Und das neblige Wetter dazu hat meine getrübte Stimmung schon noch verstärkt.Zuhause angekommen fiel ich auf´s Sofa und fühlte mich psychisch erschöpft. Viele Grüße,Musica

Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 21:45 (vor 5094 Tagen) @ Musica

Liebe Musica,

dann hast bereit eine gute Erfahrung gemacht und die Bestätigung bekommen, daß Du richtig schaltest. Tut doch gut, oder? Und denke dran: Bis die Ärzte eine gute Prognose aussprechen, müssen sie sich sicher fühlen. Mir hatte auch der Kardiologe gesagt, ich sei der Traum jedes Anästhesisten. Und das ein Meningeom sauber abzuschälen sei. Beide haben gestimmt.

Kein Wunder natürlich, daß die ganze Aufregung Dich belastet hat. Da war auch die ganze Anspannung davor, hat Dir viele Reserven aufgebraucht. Jetzt bist Du in der Relax-Phase. Gönne Dir ein paar Wünsche, einen netten Abend im Restaurant, irgend ein modisches Schnick-Schnack, ein Buch oder eine CD... ich weiß nicht, was Du magst. Du hast schon die erste Hürde genommen.

LG

mezeg

Morgen

Musica, Tuesday, 04.09.2012, 22:11 (vor 5094 Tagen) @ mezeg

Danke Dir. So paradox es klingen mag, ich habe mir überlegt was ich dort anziehen soll? Man kann ja nichts über den Kopf ziehen? Mein Mann hat mich natürlich gleich ausgelacht;-) Es beschäftigt mich sehr, wie ich mit meiner Haltung betreffend Arbeit und Kollegen umgehen soll. Ich habe selbst jetzt noch ein schlechtes Gewissen und empfinde Erklärungszwang. LG,Musica

Morgen

mezeg, München, Tuesday, 04.09.2012, 22:45 (vor 5094 Tagen) @ Musica

wofür überlegst Du die Kleidung? MRT? Oder Langzeit-EEG? Hübsche Blusen wirst Du schon haben. Oder vielleicht gerade deswegen eine kaufen?? Daß Du Dich mit Mode beschäftigst, ist doch ein positives Zeichen. Das verstehen die Männer selten... (hoffentlich liest er nicht mit... ;-) )

Warum ein schlechtes Gewissen bei der Arbeit? Hast Du die Probleme selber verursacht, Drogen, Alkohol, Tabak, Nächte lang rumgetrieben usw.? Was kannst Du (was können wir) dafür? Habe auch lange - und immer noch - mit Schuldgefühl und, na ja, sogar Scham gekämpft und fange jetzt an, mich zu entspannen. Jeder wird doch mal krank, ich war vor ein paar Jahren wegen einer (anderen) OP insgesamt 5 Wochen krank gemeldet. Und sie waren nicht daran gewöhnt, daß ich eben krank werde. Ich würde nur mit Kollegen darüber reden, mit denen Du Dich gut versteht. Damals hing mir das Damokles-Schwert Krebsverdacht über den Kopf, angedeutet hatte ich nur bei sehr wenigen Leuten, instiktiv wohl nur solchen, die sanft ohne Dramatik darüber reagierten. Das Schwert erwies sich als Papier-Attrape.

Eine Nachbarin hat letztes Jahr wieder angefangen, Vollzeit zu arbeiten, mit drei kleinen Kindern, der Vater auch voll berufstätig. Sie sprach mich an, weil ich die Feuerwehr-Funktion üernehme, wenn es ein Problem mit der Kinderbetreuung gibt. Ich habe sie über meine epileptische Eventualität aufgeklärt, es hat sie nicht gestört. Und sie fing wieder mit der Arbeit an, obwohl sie nur ein paar Monaten vorher an Brustkrebs operiert wurde. Und auch gerade deswegen, um nicht den ganzen Tag zu Hause darüber zu grübeln. Sie wird im Herbst mehrere Wochen ausfallen, ob Reha oder doch wieder Chemo weiß ich nicht.

Also, warum kannst Du nicht eine (viel kürzere) Weile mal aussetzen??

LG

mezeg

Morgen

Mondenkind, Tuesday, 04.09.2012, 23:35 (vor 5094 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

Danke Dir. So paradox es klingen mag, ich habe mir überlegt was ich dort anziehen soll? Man kann ja nichts über den Kopf ziehen?

ich hatte Blusen an oder einen gemütlichen "Hausanzug" mit Reißverschluss.

Es beschäftigt mich sehr, wie ich mit meiner Haltung betreffend Arbeit und Kollegen umgehen soll. Ich habe selbst jetzt noch ein schlechtes Gewissen und empfinde Erklärungszwang.

Denk nicht so viel daran, denk an dich!

Das hab ich mir auch gesagt und auch gemacht. Klar hatte ich anfangs ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich das komplette Restjahr nicht arbeiten kann (waren also5 Monate). Ich hab mich dann aber auch erst so Mitte Dezember wieder auf meine Arbeit gefreut und es mir zugetraut. Zur Weihnachtsfeier mit dem Kollegen bin ich auch gerne hin - zu der mit den Jugendlichen hab ich abgesagt (ich hätte mich doch aus der Arbeit nicht zurückhalten können und hatte keine Lust auf Fragereien / Diskussionen mit ihnen).

Du musst es keinem sagen, warum du fehlst, dem einzigen, dem ich es als "Pflicht" ansehe, ist dein Chef / deine Chefin. Er / Sie sollte schon wissen, warum du fehlst und wann er / sie wieder mit dir rechnen kann.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Morgen

steffig, Friday, 07.09.2012, 22:40 (vor 5091 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

Mir geht es bestens katte keinen einzigen anfall mehr nach der op. nur so ein komisches zittern/zucken aber ich glaube das das die nerven sind die bei meinem schlaganfall geschädigt worden sind und das das immer bleibt aber da werd ich noch nachfragen.

Meinst du wielang ich nach der OP im Krankenhaus war?

Montag: Aufnahme
Dienstag: Voruntersuchungen wie ekg, blutabnahme, Auflärungsgespräche,....
Mittwoch: OP
Mittwoch nach der OP , Donnerstag & Freitag, ITS (hab ich nichts mitbekommen weil ich nur geschlafenhabe)
Wochenende: normalstation
Donnerstag: Fäden raus
Freitag: durfte ich nach hause :-) also insgesamt 12 tage Krankenhausaufenthalt


Mit überhaupt krank meinst du wielang ich insgesamt im Krankenstand war?

12 tage KH aufenthalt u dann 2 Monate zu hause das braucht der Körper auch zum regenerieren + im Februar 4 Wochen Reha (was ich nur jeden empfehlen kann).

Hoffe ich konnte alle deine Fragen beantwortet & könnte dir weiterhelfen
wenn du sonst noch Fragen hast kannst dich jederzeit melden

Lg und schönes Wöchenende
Steffi