hilfe...wo bin ich?

podi, Wednesday, 05.09.2012, 13:07 (vor 5094 Tagen)

Gestern hab ich daheim am Abend eine ziemlich massive Absence gehabt. Da hats einige Minuten gebraucht, bis ich mich wieder orientieren konnte. Das letzte was ich weis ist, das im Wohnzimmer auf der Couch gesessen bin. Aufgewacht bin ich auf der anderen Seite der Wohnung im Schlafzimmer. Hab keine Ahnung wie ich dort hingekommen bin. Vor gut 20 Jahren bin ich mal während einem Anfall fortgegangen. Macht mir ein wenig Sorgen, wenn ich mal plötzlich mitten auf der Strasse stehe.

hilfe...wo bin ich?

Tanni, Varel, Wednesday, 05.09.2012, 18:44 (vor 5094 Tagen) @ podi

Hey podi,

ja das kenn ich.
Bin letzten Samstag auf der Hauptstraße gestanden -mitten darauf stehen geblieben- und wieder zurück gelaufen. Mein Mann saß im Auto konnte also gar nicht so schnell reagieren - selbst wenn er gewollt hätte. Der Bus der von links kam konnte noch bremsen.. Kann schon gar nicht mehr zählen wie oft ich Glück gehabt habe und mein Schutzengel auf mich aufgepasst hat;-)
Unsere Tochter war noch in der Kirche hat also nichts mitbekommen.
Auch das irgendwo zu sein nicht zu wissen warum man dort ist, warum der Kaffee auf dem Boden liegt, warum einem der Tee aus dem Mund gelaufen ist -ich könnte noch sooo viele Beispiele nennen...
Da ich täglich 3-5 Aussetzer habe, kenne ich das alles nur zu gut und kann Deine Angst verstehen.
Mein Epileptologe sagt das gehört zu meiner Epi dazu :-( und ich muss lernen damit zu Leben..
Nicht immer leicht.
Kennt Du diese Art von Aussetzern, oder sind die neu für Dich? Was sagt Dein Arzt?
Grüße Tanni

--
Ich lebe jetzt und heute!

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podi, Wednesday, 05.09.2012, 20:59 (vor 5093 Tagen) @ Tanni

Ich kann mich einmal gut erinnern, das ich während einer Absence in der Schule zur Tafel gegangen bin und ein großes Lineal genommen habe, das ich einem Mitschüler geben wollte. All das hab ich wärend einer Absence mitbekommen. Da hat der Lehrer gesagt ich soll mich wieder setzen. Nach dem ich dann wieder gesessen bin, bin ich wieder zu mir gekommen. Es ist schon eigenartig, wenn man einen Anfall selbst mitbekommt. Nach Gm. wach ich fast immer in der Klinik wieder auf. Aber sonst passiert es mir selten. Wobei, vor ein paar Minuten hab ich grad wieder eine Absence gehabt und da bin ich auch auf der anderen Seite vom Zimmer wieder "da" gewesen.

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Musica, Wednesday, 05.09.2012, 21:13 (vor 5093 Tagen) @ podi

Hallo Podi, ich hatte in der Schule als 9-jährige auch so ein Erlebnis. Soll aufgestanden sein und die Blumen während dem Unterricht gegossen haben. Danach bin ich zur Strafe in die Garderobe eingesperrt worden. Dort habe ich laut und verweifelt geweint. Ich wußte gar nicht warum. Meine Mutter mußte sich für mein Verhalten rechtferigen und da niemand wußte, was wirklich mit mir ist, hat sie mich auch noch bestraft. LG,Musica

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Tablettenschlucker, Freiburg, Wednesday, 05.09.2012, 20:03 (vor 5094 Tagen) @ podi

Hey Podi,

nach meinen GM Anfällen wache ich auch grundsätzlich im Bett auf. Nun
könnte man meinen das man sich im Unterbewusstsein in der Wohnung zu-
recht findet und das erklärt wäre. Das ist mir allerdings auch schon
zweimal in einer völlig fremden Umgebung passiert und dafür hab weder
ich noch meine Neurologen eine Erklärung.

Gruß
Lukas

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mezeg, München, Wednesday, 05.09.2012, 20:38 (vor 5093 Tagen) @ podi

Hallo Podi,

bei den zwei ersten GM-Anfällen bin ich jedesmal im Bett aufgewacht, also in Sicherheit. Keine Verletzung, keine Schäden in der Wohnung, dabei kam ich mal von der Küche, mal vom Bad, der Weg ist nicht ohne Hindernisse. Das 3. Mal war eine Tochter dabei, vielleicht bin ich deswegen nicht von meinem Sessel auf dem Balkon aufgestanden, um ins Bett zu gehen. Der Weg wäre auch nicht ungefährlich gewesen.

Wenn Du Angst hast, in Unbewußtsein aus der Wohnung zu gehen, könntest vielleicht versuchen, Dich selber auszutricksen? Z.B. die Haustür grundsätzlich zusperren und den Schlüßel woanders deponieren, zwar immer auf die gleiche Stelle aber etwas verkompliziert, neben einer Glocke, in einer Schublade, die man nur "bewußt" öffnen kann? Vorausgesetzt natürlich, Du machst es immer an der gleichen Stelle, um nicht manchmal verzweifelt zu suchen... ;-) ;-)

mezeg

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BravesBiest, Wednesday, 05.09.2012, 20:39 (vor 5093 Tagen) @ podi

Das kenn ich alles zu gut.
Stand auch schon mitten auf der Strasse oder lief plötzlich in die falsche richtig und hab mich gefragt warum.
Oder am Trinken gewesen dann abwesend gewesen oder flasche ausgerutscht und alles nass oder wie gesabbert
mega peinlich
es gibt noch peinlichere sachen :(

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Meli89, Forchheim, Friday, 07.09.2012, 23:05 (vor 5091 Tagen) @ podi

Hallo podi :)

sowas kenne ich auch zu gut.

Egal ob im Supermarkt - mitten in der Stadt - im Wald - schon seltsam wo man teilweiße wieder zu sich kommt.

Ich hatte auch immer gefühlte 100 Schutzengel mit dabei.
Teilweiße wusste ich von einigen Stunden meines Tages nicht mehr. Wo ich war, was ich gemacht hatte etc. Das 'gute' war, dass ich alles wie 'gelernt' weiter gemacht habe obwohl ich vom Bewusstsein her nicht anwesend war.

Lieben Gruß und alles Gute

--
'Jeder von uns Menschen weis, dass die Maske hinter der wir uns verstecken, völliger quatsch ist. Früher oder später zerbricht sie, - und dann weis man, was für eine Art Mensch man wirklich ist'