kein ergebnis bei EEG
Hallo zusammen,
ich habe euch ja mal erzählt hier, dass mir kein arzt sagen kann, ob ich wirklich epilepsie habe oder nicht.
Nun war ich heute bei einer Neurologin, die hat ein EEG gemacht und andere neurologische Untersuchungen. '
Im EEG war nichts Auffälliges zu sehen und körperlich konnte sie auch nichts feststellen was auf epilepsie hinweist.
Bin etwas verwirrt jetzt. Nehme auch seit Januar 2012 Lamotrigin, doch dies hat nur sehr wenig Wirkung geziegt- Anfälle sind immernoch da.
Soll jetzt Keppra nehmen.
Kennt das Jemand von euch? Anfälle- aber keine Epilepsie??
Meine Therapeutin (bin ich Psychotherapie) dachte es könnten Dissoziationen sein, doch die Bewegungen meiner Hände, der Speichelfluss etc wären sehr untypisch für Dissoziationen...
ich weiss echt garnicht mehr.
Weiss jemand einen Rat?
Vielen Dank im Vorraus
kein ergebnis bei EEG
Hallo TheSunray,
Im EEG war nichts Auffälliges zu sehen und körperlich konnte sie auch nichts feststellen was auf epilepsie hinweist.
(...)
Weiss jemand einen Rat?
Wenn ich nach meinen EEGs gehe, dann habe ich zu 99% auch keine Epilepsie. Bei mir sah man nur etwas, wenn ich einen Anfall hatte, ein Grund, weshalb mein letzter Arzt irgendwann vorschlug, bei mir kein EEG mehr zu machen. Die Zeit (und das Geld <-- Anmerkung von mir) könnte man sich sparen.
Und was sollte körperlich festgestellt werden?? Was waren das noch für Untersuchungen??
Hast du mal ein MRT gemacht bekommen oder warst du mal in einer Epilepsie-Ambulanz??
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
kein ergebnis bei EEG
Mir geht's beim EEG auch wie Mondenkind. Nix zu sehen. Epilepsie hat aber auch nix damit zu tun, ob das EEG wild zappelt oder nicht. Gibt Menschen ohne Epilepsie, deren EEG dauerhaft grauenvoller aussieht als das von einer ganzen Reihe Epileptiker.
Das EEG misst sowieso nur einen kleinen Teil der Hirnströme. Selbst wenn ein Anfallsherd "tief im Hirn" existiert, der ständig messbar wäre, würde man direkt Elektroden draufkleben, muss man den am EEG nicht sehen können, weil die Ströme in den äußeren Schichten das Signal überlagern und "unsichtbar" machen können.
Wenn keine Ursache mehr oder minder häufig auftretender Anfälle gefunden werden kann, spricht man i.d.R. von einer idiopathischen(ohne erkennbare Ursache) Epilepsie. Ich würde mich Mondenkinds Vorschlag, Dich doch einmal in einer Epilepsieambulanz durchecken zu lassen, anschließen. Sind zwar lange Wartezeiten, aber die lohnen sich auch.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
kein ergebnis bei EEG
Hallo nochmal,
vielen Dank für eure Antworten.
Ein MRT wurde auch gemacht und nichts gefunden.
Körperlich Untersuchung war Reflex-Nerventest- auch nichts auffälliges.
Habe gerade den Beipackzettel von Keppra gelesen....also das macht mir Angst mit diesen Nebenwirkungen.
Ich arbeite mit Kindern. Da steht was von Aggressionen, Suizidgedanken etc.
Oh man ich bin echt unsicher.
Zum Thema Klinik/Ambulanz:
Mir wurde eine Klinik in Kork empfohlen, die schicken mir einen Terminvorschlag für in 6 Monaten...
Habe halt Angst meinen Job zu verlieren durch diese Anfälle und diese Ungewissheit, was ich habe.
Es gibt ja auch psychogene Anfälle, die keine körperliche Ursache haben.
Da ich sowiso in Psychotherapeutischer Behandlung bin, dachte ich mir, dass es eher das sein könnte.
Doch jetzt noch Keppra nehmen, obwohl keine sichere Diagnose??
Ich weiss echt nicht was ich tun soll... :(
kein ergebnis bei EEG
Hallo Sunray, ich habe auch schon Keppra genommen. Die von Dir befürchtenden NW hatte ich nicht.Es wurde abgesetzt, weil ich mit dem Zahnfleisch Probleme bekam. Sonst war es gut für mich. Viel Glück,Musica
kein ergebnis bei EEG
Hi!
Ja, diese langen Wartezeiten sind nicht unüblich bei den Epilepsiezentren. Ich vermute mit Kork meinst Du dieses Epilepsiezentrum.
Was die Nebenwirkungen angeht: Mach Dir bloß nicht so einen Kopf darüber. Sonst ist der Nocebo-Effekt am Ende größer als die tatsächlichen Nebenwirkungen. Die Beipackzettel lesen sich auf Grund angewendeter statistischer Verfahren oft schlimmer, als es tatsächlich ist(z.B. wird jede Nebenwirkung für jeden aus den Studien einzeln gezählt; dass es manche wenige gibt, die quasi alles abbekommen und viele andere, die keine Probleme haben, steht da nicht drin; und darüber, dass nach einer Eingewöhnungsphase Dinge wie z.B. "Müdigkeit" auch wieder verschwinden, stehen halt keine Zahlen drin).
Was das "Doch jetzt noch Keppra nehmen, obwohl keine sichere Diagnose??" angeht:
Streng genommen bin ich auch immer noch ohne richtige Ursachendiagnose, auch wenn bei mir in den neusten MRT-Geräten was zu sehen ist, das eine minimalistische Rathketasche sein könnte(ist einfach so klein, dass keine sichere Aussage getroffen werden kann und das einfach beobachtet wird).
Für eine ganze Reihe Epilepsieerkrankter findet sich nach heutigem Stand der Technik leider immer noch keine oder nur schwer eine Ursache.
Auf der anderen Seite bin ich aber, nachdem ich zuvor unter einem anderen Medi regelmäßige Anfälle(Abstand mehrerer Wochen bis, wenns hoch kam Monate) hatte und mich deshalb von einem Epizentrum nochmal um- und einstellen hab lassen, seit über einem Jahr inzwischen Anfallsfrei - was ein verdammt gutes Gefühl ist, nebenbei bemerkt.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil