Eure Erfahrungen mit IEZM (München)
Tablettenschlucker, Freiburg, Tuesday, 11.09.2012, 11:10 (vor 5088 Tagen)
Hallo,
ich habe für Ende Oktober einen Termin im Epi-Zentrum München. Hat jemand von
euch positive oder negative Erfahrungen? Sind die Ärzte höflich und sind die
Untersuchungen gut durchgeführt oder eher halbherzig?
Liebe Grüße und Dank
Lukas
Eure Erfahrungen mit IEZM (München)
Musica, Tuesday, 11.09.2012, 13:56 (vor 5088 Tagen) @ Tablettenschlucker
Hallo Lucas, da bin ich für Dich momentan genau die richtige Ansprechpartnerin. Ich warte auf einen Termin zum Langzeit - EEG im Klinikum. Vor 24 Jahren hat man mir dort die Diagnose Epilepsie gegeben. Das habe ich nicht glauben wollen und bin schimpfend aus der Tür gerannt. Sie haben mich ganz lieb zurück geholt und mich behutsam zur Vernunft gebracht, sodass ich mich beruhigt habe. Nachfolgend war ich immer wieder einmal zu CT usw. dort.Alle waren immer sehr freundlich, die Ärzte machten einen kompetenten Eindruck. Seit Anfang des Jahres war ich öfter da. Die Ärzte hatten Zeit und haben zugehört. Letzte Woche war ich zum Vorgespräch für dieses Langzeit-EEG. Ich habe alles erklärt und gezeigt bekommen. Und jetzt warte ich sozusagen auf einen freien Monitor. Kann morgen sein, kann im Oktober sein. Ich möchte es schnell hinter mich bringen. Sicherlich erhältst Du heute noch Post von mezeg.Sie wird Dir wahrsscheinlich viel berichten. Liebe Grüße,Musica
Eure Erfahrungen mit IEZM (München)
mezeg, München, Tuesday, 11.09.2012, 17:09 (vor 5088 Tagen) @ Tablettenschlucker
Hallo Lukas... und Musica,
ja, ich war vor zwei Jahren in Großhadern. Zwar nicht direkt im Epi-Zentrum aber in der Neuro-Chirurgie und Epilepsie war da auch kein Fremdwort.
Habe die freundliche menschliche Behandlung äußerst geschätzt. Beim ersten Gespräch wurden zum Neuro-Chirurg (der mich schließlich operiert hat) Chef-Arzt und Chef-Chirurg geholt, weil die OP eben keinen Aufschub zuließ. Beim Anblick auf mein Fahrradhelm wurde nichtdestoweniger über meine Raderfahrungen gefragt, wie lang eine tägliche Strecke, wieviel KM im Jahr usw. Die Frage vom Chef-Chirurg nach meiner Durchschnittsgeschwindigkeit konnte ich nicht beantworten, weil es mir um Landschaft und tiefen Genuß geht. Bis Kochel bin ich geradelt, für mich 142 km aber den ganzen Tag habe ich dafür in Anspruch genommen. Der Chef-Chirurg ist deutlich vom Typ Renn-Radler.
Mein Neuro-Chirurg versteht dafür sehr wohl meine Philosophie und erklärte bei der OP-Vorbereitung dem anwesenden Student (beste Manieren und sichtbare Ehrfurcht und Respekt vor seinem "Meister") den Unterschied zwischen Rennrad-Typ (abends nach der Arbeit schnell aufs Rad, 30 kmh Durchschnitt, 3.000 km im Jahr) und Genuß-Radler wie ich, Fahrrad zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Entspannung, für Ausflüge und Urlaub, kmh von 16 bis 20, Jahreskilometer 6.000 bis 8.000...
Und als ich ihn letztes Jahr zur Kontrolle bekam, erkannte er mich sofort, eben weil die radelnde Französin und fragte nach meinen Rad-Leistungen und Erlebnissen. Wir haben wohl eine Viertelstunde darüber diskutiert und als es um die Wurst, pardon, das Gehirn ging, war es als ob er plötzlich noch einen "virtuellen" Facharztkittel dazu anzog, weiterhin freundlich-menschlich war und doch gleichzeitig definitiv der Fachmann, der Dein Problem voll im Griff hat.
Wenn solche Fachärzte sich die Zeit nehmen, Dir auf einem für Dich positiv-angenehmen Gebiet entgegenzukommen, zeigt es doch, daß sie Dich als Mensch zuerst und vor allem begreifen und man fühlt sich fast wie im warmen Nest.
Also von Großhadern - zumindest Neuro-Chirurgie - kann ich nur schwärmen.
mezeg
P.S. Letztes Jahr hat der Neuro-Chirurg gesagt, ich brauche dieses Jahr nach der Kontroll-MRT im Oktober nicht nach Großhadern zu kommen, wenn es keine Auffälligkeit gibt. Fast könnte ich mir eine wünschen...

Eure Erfahrungen mit IEZM (München)
Tablettenschlucker, Freiburg, Tuesday, 11.09.2012, 18:23 (vor 5088 Tagen) @ mezeg
Hey ihr zwei,
das lässt einen ja doch hoffen und beruhigt ein bisschen. Hatte vor einem viertel
Jahr in Kork angerufen und mir einen ambulanten Termin geben lassen. Ergebnis war
der 15.01.13, darauf hin bat ich meine Neurologin dort anzurufen um evtl. einen
früheren Termin zu bekommen. Das hat sie immer damit abgetan das sie da auch nichts
erreichen könne, dann sagte ich ihr das mir eine Berufsunfähigkeit drohe. Ja dann,
dann werde ich da mal anrufen. Beim nächsten Termin bei der Neurologin, tja die
Wartezeiten sind nun mal so lang, aber wenn ich will kann sie ja mal anrufen *na toll*
Also hab ich heute das Telefon geschnappt und in Kork angerufen. Der behandelnde
Arzt ist grad in Urlaub ich soll doch ne mail schreiben
. In Bethel bekomme ich erst
einen Fragebogen zu geschickt und dann gibts einen Termin, kann aber dauern
.
Beim IEZM angerufen am 24.10.12 ist ein Termin frei, ich soll dies und das mit-
bringen und um im Stock soundso da lang.
Ich hab nochmal nachgefragt ob der Termin wirklich diesen Oktober ist
danke für eure schnelle Rückmeldung
Liebe Grüße
Lukas
Eure Erfahrungen mit IEZM (München)
mezeg, München, Wednesday, 12.09.2012, 11:46 (vor 5087 Tagen) @ Tablettenschlucker
Hallo Lukas,
habe am Vormittag beim MRT erfahren, daß es sich um ein Meningeom handelte, alles von der Radiologin reserviert aber gut verständlich erklärt, rasche OP unausweichlich. Da ich es ablehnte, hat sie mich gleich zum Neurologe geschickt und ihm den Befund gefaxt. Auf dem kurzen Radweg zum Neurologe kam ich zu grübeln und zur Eventualität einer späteren OP, vielleicht "irgendwann" im Winter. Der Neurologe nahm mich sofort dran, ließ nicht locker, blieb aber immer ruhig und freundlich. Nach 10 Minuten stimmte ich der OP und somit dem Termin im Großhadern zu, bat aber um eine Frist von 2 Wochen, um etliches vorher zu regeln. Er nahm sein Telefon und rief Großhadern an, kam nicht sofort durch, weil die Linie dauernd besetzt war, blieb bis zum Erfolg dran und fragte mich auch noch, ob der ihm vorgeschlagene Termin (zwei Wochen danach!!) mir paßte.
Vielleicht hat er selber angerufen, weil er gefürchtet hat, daß ich es doch nicht tue oder verzögern würde. Angerufen hätte ich schon, klar doch, wenn ich etwas entschieden habe, ziehe ich es durch. Ob ich mich am gleichen Tag dazu gerafft hätte, ist eine andere Frage.
Es geht mir nicht vorwiegend darum, durch seine Handlung mir die Mühe der Terminfeststellung erspart zu haben. Mit der jetzigen Erfahrung schätze ich, daß ich selber auch einen schnellen Termin zur ersten Untersuchung und Besprechung in Großhadern bekommen hätte. Sich in einem - wie damaligen - Schockzustand so "getragen" zu fühlen ist unheimlich wohltuend. Ich bin ihm äußerst dankbar, daß er sich sogar für diesen Anruf die notwendige Zeit genommen hat. Dabei bin ich "nur" Kassenpatientin.
mezeg