Die ewigen Niederschläge

Ben, Sunday, 16.09.2012, 22:01 (vor 5082 Tagen)

Die ewigen Niederschläge

Ich bin neu hier. Und werde mich erst ein Mal vorstellen. Ich wurde 1984 an der Hypophyse operiert. Ich habe Akromoloagie. Der Resttumor wurde Bestrahlt. 2000 kam dann die Epilepsie da zu. Da durch das mir die Hypophyse fehlt, muß ich meinen Körper mit anderen Medikamenten füttern. Weil eine große Menge nicht mehr hergestellt wird (Testosteron, Schilddrüse, DHEA, Kortison). Nun kamen die Epilepsie Medikamente da zu. Erst eins dann mal zwei, dann wieder eins. Zurzeit nehme ich zwei. Die aber auch nicht anschlagen. Die Anfälle sind zwar schwächer geworden und ich merke die Auren. Aber sie sind so kurz hinter einander, das ich nichts machen kann. Vor hin noch! Aber zum glück nur eine Aura. Wie mir die Anderen um mich her um bestätigen. Wenn so was vor Freunden passiert dann geht se noch. Aber neulich hatte ich einen Anfall bei der Arbeit. Die Anderen Kollegen wissen über mich bescheit. Aber ein neuer Lehrjunge war auch da bei. Es war mir richtig Peinlich. Da durch das zurzeit auch wieder mein Nebido (Testosteron Spritze) nachlässt. Bin ich so schon von meinen Gefühlen unten. Und dann immer noch so was drauf. Ich schreibe seit 1986 Tagebuch. Wenn man sich die alten durchliest und sieht was man damals ein lebensfrohes Kerlchen war. Aber als die Epilepsie da zu kam und immer wieder die Endtäuschungen trotz Tabletten kein Ende zu finden. Nur immer das ewige Probieren ob diese Sorte geht oder diese. Dann wurde auch schon gesagt, dass gewisse Medikamente von der einen Krankheit die andere aufheben. Nur immer das im Kreis laufen. Macht mich richtig deppri und traurig. Ein Jahr war da bei. Da hatte ich mehrere Monate nichts gehabt. Dann ging ich nach Behtel um die weiteren Schritte zu besprechen. Nach her fing der Scheiß aber wieder an. Ob wohl wir alles so gelassen haben wie vor her. (versteht diesen Satz bitte nicht Falsch) Kann man sich auch diese Krankheit einbilden vom Kopf (da war so lange nichts! Nun muß aber wieder was Kommen). Ich hatte mir auch eine CD einer Dr. Gruppe gekauft. Dort kam auch das Thema zur Sprache, die Mond Phasen. Ich habe mir die Arbeit gemacht von 1996 an Voll-Halb-Neu-Halb raus zu suchen. Weis jemand ob es da zu Studien gibt. Weil der Mond ja schon Wirkungen auf das Meer ( Gezeiten ) und auch eine Menge Menschen sagen ja auch, sie würden bei bestimmten Mond Phasen nicht oder schlecht Schlafen. Aber viel leicht mache ich mir auch nur einen vor. Um den Tatsachen in die Augen zu schauen. Wie geht ihr mit den ewigen Niederlagen um? Hat Jemand einen Tipp für mich?
Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

Musica, Sunday, 16.09.2012, 22:21 (vor 5082 Tagen) @ Ben

Hallo Ben, tut mir leid. Du hast es wirklich nicht leicht. Hast Du schon einmal eine Psychotherapie gemacht? Das würde Dir bestimmt gut tun und Dir helfen. Aber darauf muß man sich einlassen und sich Zeit lassen. Ich wünsche Dir gute Besserung, lieben Gruß,Musica

Die ewigen Niederschläge

Ben, Monday, 17.09.2012, 21:15 (vor 5082 Tagen) @ Musica

Auf dise Seite bin ich aufmerksam geworden, wegen der Suche nach einer Therapie. Auf der anderen Seite machten sie gerade eine Umfrage. Wegen Depressionen durch Epilepsie. Als ich mich aber ein Logen wollte, war der Aufnahme Schluss vorbei. Ich hätte gerne da mit gemacht. Ich werde mich aber nun im Umkreis um was bemühen. Weil so wie es zurzeit Läuft kann es nicht weiter gehen.
Ach danke für deine Antwort
Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

Phoenix, Magdeburg, Monday, 17.09.2012, 22:50 (vor 5081 Tagen) @ Ben

hallo ben und herzlich willkommen hier bei uns.

ich kann dich vielleicht schonaml ein ganz kleines bisschen beruhigen - du bist nicht der einzige, bei dem die tabletten nicht bzw. nur sehr begrenzt helfen. in meinem letzten arztbericht, nach dem monitoring, stand auch drin, dass ich an einer multiplen pharmakoresistenz leide.

apropro, wurde denn bei dir schon mal ein monitoring gemacht??? und wenn ja mit welchem ergebnis???

und mit der psychotherapie kann ich musica nur zustimmen. bin da auch in behandlung und es tut mir auch wirklich gut.

Lg Tommy

Die ewigen Niederschläge

Ben, Wednesday, 19.09.2012, 20:48 (vor 5080 Tagen) @ Phoenix

Hallo Phoenix
Dieses Monitoring habe ich schon in Behtel gemacht. Dort war ein Anfall nachts gewesen. Zu Haus habe ich mir dann auch eine Kamera über das Bett gebaut. Die erste Zeit habe ich mir die Filme noch im schnell Durchlauf angesehen. Dann aber nur noch selten. Immer dann wenn ich schlecht geschlafen habe. Aber ich habe auch zum Glück seit zig Monaten keine Backen Bisse mehr.
Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

Musica, Wednesday, 19.09.2012, 21:18 (vor 5080 Tagen) @ Ben

Hallo Ben, keine Bisse mehr ist doch auch was Gutes! Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wolltest Du Dich bei irgendeinem Forum an einer Therapie beteiligen? Das ist überhaupt nicht gut. Lass Dir das von Deinem Arzt verschreiben und mach´ sie mit jemanden von Angesicht zu Angesicht. Du wirst sehen, mit der Zeit entsteht ein wohltuender Kontakt und gute Gespräche. Kopf hoch! Lg,Musica

Die ewigen Niederschläge

Ben, Saturday, 22.09.2012, 19:49 (vor 5077 Tagen) @ Musica

Hallo Musica
Es war kein Vorrum so wie hier. Es gehörte zu einer Studie. Es ging über die Universität Hamburg Eppendorf Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Prof.Dr.phil.Steffen Moritz.
www.uke.de/neuropsych . Aber gut es ist so vor bei. Hast Du den schon mal eine solche Behandlung mit gemacht. Und wenn ja. Wie war das erste Gespräch? Wird man dann ausgefragt. Was, wie, warum, wie so, weshalb, ….Und wie laufen die zweiten und dritten, … Gespräche ab? Ich hatte auch schon mal in der Nähe geschaut. Aber als ich bei der einen Frau, die im nach bar Ort ihre Praxis hat, den Anrufbeantworter dran hatte. Und ihr lallendes und über Haupt nicht ansprechendes Gelabere anhörte. Habe ich wieder schnell aufgelegt.
Da durch das ich alleine bin und auch lebe. Hat man auch nicht den Ansprechpartner. Wo man sich mal entladen könnte. Und Freunde. Ich weis nicht so recht? Es gibt genug, aber welcher ist der oder die beste. Sag mir mal deine Meinung da zu. Aber ganz unverbindlich! Wenn Du dich nicht da zu äußern will’s dann lasses bitte.
Gruß Ben

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gwinneth70, Sunday, 23.09.2012, 00:06 (vor 5076 Tagen) @ Ben

hallo ben,

ich habe deinen bericht gelesen& es tut mir so leid,was da mit dir passiert. du hast es wirklich nicht leicht&durch das alleinsein& keinen zum reden zu haben,wird es noch schlimmer-alles immer in sich reinzufressen &viel zu viel zeit haben,darüber immer&immer wieder nachzudenken,es von allen seiten zu betrachten..allein darüber nachzudenken,ob das nachdenken epi-anfälle auslösen könnte..ein irrer kreislauf..
grad die gespräche und das feedback helfen weiter- auch mal "ballast abwerfen".

ich habe psychogene epileptische anfälle.. mein körper hat irgendwann beschlossen,dass er meine körperlichen grenzübertretungen anderweitig beantworten muss- einfache erkrankungen haben nichts geholfen (ich war als altenpfleger noch mit 40fieber durch meningitis arbeiten,weil ich keinen ersatz finden konnte, habe mich aus der klinik nach unterzuckerkoma selbst entlassen,weil ich am nächsten tag die einzige examinierte war...usw.usw.)

ich hatte nach fehldiagnose 1992(hypochonder mit gabe von psychopharmaka)keine gute meinung von psychologen(milde ausgedrückt).erst als BfA mich 1998 statt zur rückenkur zur psychosomatischen kur schickte,blieb mir keine andre wahl.3kur-wochen hab ich mich gewehrt,gesträubt&hab dagegen gearbeitet.plötzlich hab ich gemerkt,wie sich in mir was bewegt hat..und dann kam die 1.flut.ich wurde arbeitsunfähig entlassen mit der diagnose"altruistische abtretungsweise"-was so viel heißt,dass ich mich auf die probleme anderer konzentriere,um nicht mit meinen konfrontiert zu werden-damit war meine berufswahl natürlich völlig kontra:-|

zurück von der kur habe ich mich zur psychotherapie angemeldet-habe dann nochmal direkt zu einer trauma-spezialistin gewechselt..und in jahrelanger vorsichtiger arbeit über gespräche habe ich viel über mich gelernt,viel von mir verstanden-&ich habe gelernt,mit gewissen situationen umzugehen,abzuschalten,zu entspannen. aber allein das "sich-alles-mal-von-der-seele-reden-können"hat mich so erleichtert&mir extrem geholfen.

ich kann dir eine solche therapie in deiner situation nur empfehlen!
hab keine angst davor-du kannst auch den therapeuten noch wechseln,sollte es nicht der richtige für dich sein.und du musst niemals etwas tun,was du nicht willst!

liebe grüße
gwinneth

Die ewigen Niederschläge

gwinneth70, Sunday, 23.09.2012, 00:11 (vor 5076 Tagen) @ Ben

nochmals zu deinen fragen zur therapie:
du kannst den therapeuten selbst wählen, kannst in einem erstgespräch schauen, ob du mit ihm/ihr "warm" wirst. voraussetzung ist eine art vertrauensbasis.
meist wirst du gefragt,was du dir erhoffst oder erwartest.aber hast du keine antwort darauf ist es nicht wie in der schule,dass du nachsitzen musst oder strafarbeiten bekommst.;-)
spaß beiseite..
vorerst werden allgemeine biografische sachen geklärt-eine anamnese erstellt.
viele von uns hier haben ihren leidensweg hinter sich&wissen,wie es ist,wenn man all das immer wieder neu erzählen soll-aber es ist natürlich eine grundlage.
gute therapeuten sind sehr einfühlsam & schaffen es,dass man von sich aus erzählt,ohne sich ausgequetscht oder schlecht zu fühlen.es gab stunden,da war ich erstaunt,dass die zeit bereits um war.

  • wenn du über etwas nicht reden willst,wird das in (der regel) akzeptiert.
  • sollte es emotinal werden,lässt man dich nicht so "offen" rauslaufen-man hilft dir dann schon,dich wieder "einzukriegen"und dann positives für dich aus diesen situationen rauszuholen.
  • gibt es blockaden,werden die nicht unter zwang mit gewalt eingerissen,sondern mit vorsicht schritt für schritt-so weit,wie du dich darauf einlässt.
  • das thema ist nicht vorgeschrieben-es ergibt sich (meist) in den anfangsminuten-gute therapeuten bringen es zielsicher recht schnell auf einen punkt-selbst bei so menschen (wie mir),die sich sperren.

mehr fällt mir grad nicht ein,was ich dir sagen könnte,um dich 1.zu beruhigen &2.dir die infos zu geben,die du gern hättest.
darum machen wir es doch jetzt einfach so:frag direkt&ich antworte dir,so weit ich kann (&will).

liebe grüße erst mal
gwinneth

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Ben, Sunday, 23.09.2012, 21:06 (vor 5076 Tagen) @ gwinneth70

Hallo gwinneth
Du hast es auch schon gesagt. Ich bin zwar nicht verklemmt, aber so richtig über meine inneren Gefühle zu sprechen ist für mich schon schwer. Ich habe zwar Tage ( wen der Testosteron Spiegel stimmt) wo ich frei und übermütig und offen bin. Aber die sind auch gezählt. Gerade wenn es in meiner Firma wieder drunter und drüber (( Krankheitsfälle (Husten usw von Mitarbeiter),Defekte ( Maschinen ausfälle), Stress ( Kunden Probleme)) geht. Aber ich werde es versuchen was zu bekomme. Es muß ja weiter gehen! Und so wie es zurzeit ist, kann es auf keinen Fall bleiben. Und Du hast ja auch wirklich positiv gesprochen. Wie lange machst Du den die Behantlung schon? Oder bist Du schon so weit das Du da mit aufgehört hast?
Gruß Ben

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Ben, Saturday, 22.09.2012, 20:16 (vor 5077 Tagen) @ Musica

Hallo noch Mal Musica
Ich bin noch mal den Weg geganngen der mich hir hiführte. Diese Seite kam von diesem Vebund wo wir gerade drauf sind. Gruß Ben


KooperationsstudieDer Landesverband für Epilepsie Selbsthilfe Nordrhein-Westfalen unterstützt eine Kooperationsstudie der Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) und des Epilepsiezentrums des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf (EKA).

Ziel der Studie ist die wissenschaftliche Überprüfung des Selbsthilfeprogramms „Deprexis“ in der Behandlung depressiver Symptome bei Menschen mit Epilepsie. Die Datenerhebung ist anonym über das Internet und mit keinerlei Kosten verbunden. Da das Selbsthilfeprogramm gegen eine Wartekontrollbedingung untersucht werden soll erhält die eine Hälfte der Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip für 9 Wochen Zugang zu „Deprexis“, die andere Hälfte erhält den Zugang am Ende der Studie. Im Rahmen der Untersuchung wird jeder Teilnehmer gebeten, eine Eingangsbefragung sowie zwei Nachbefragung über das Internet durchzuführen. Es können Personen an der Studie teilnehmen, die aktuell an einer Epilepsie sowie depressiven Symptomen leiden und zwischen 18 und 65 Jahre alt sind.

Bei Interesse klicken Sie auf den Link auf den Sie weitere Informationen erhalten:

ww3.unipark.de/uc/deprexis/Epilepsie

Die Therapieforschung ist auf ihre Mithilfe angewiesen, um innovative Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen!

Die ewigen Niederschläge

Phoenix, Magdeburg, Wednesday, 19.09.2012, 22:43 (vor 5079 Tagen) @ Ben

und mit was für einem ergebnis bist du dann aus dem monitoring wieder rausgegangen???

Die ewigen Niederschläge

Ben, Saturday, 22.09.2012, 17:20 (vor 5077 Tagen) @ Phoenix

Hallo Phoenix
Wie ich schon geschrieben hatte. Bis auf das sie einen Anfall festgestellt haben ist nichts da bei rumgekommen. Auch zu Haus hatte ich nichts Grosartiges gesehen. Bis auf das man sich zigmal pro Nacht dreht und was ich für einen unruhigen Schlaf doch habe. Aber das sehe ich auch immer an meinen 1 ½ Jahren Labrador. Das der die Zehnen des Tages beim Schlafen durchgeht. Bellen, Knurren, Rechts, Links usw. Das mag auch ein Problem von mir sein. Die Erlebnisse des Tages nachts zu verarbeiten. Und da durch nicht richtig geschlafen zu haben. Und wenn man dann Aufsteht ist man müder als man ins Bett gegangen ist. Wie ist das den bei Dir mit dem Schlafverhalten? Und wie ist dein Monitoring ausgefallen? Gruß Ben

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Phoenix, Magdeburg, Saturday, 22.09.2012, 23:34 (vor 5076 Tagen) @ Ben

das ergebnis irritiert mich etwas. die ärzte müssen sich doch mit dem monitoring irgendein ziel gesetzt haben. bei mir damals z.b. war das ziel, festzustellen ob eine OP möglich wäre. und sie war möglich und ich habe sie machen lassen.
und seit der OP hab ich nurnoch einzelne anfälle statt ganze serien, sie kommen nichtmehr ganz so oft und sie treten nurnoch im schlaf auf.

zu meinem schlafverhalten kann ich kaum was sagen aber wenn ich schlafe, dann schlafe ich fast immer durch. also schlafprobleme sind noch keine aufgetreten, außer wenn halt ein anfall im schlaf kommt.

Die ewigen Niederschläge

Ben, Sunday, 23.09.2012, 22:16 (vor 5075 Tagen) @ Phoenix

Hallo Phoenix
Du hast schon Recht dass sie versuchten den Anfalls Härt und Typ raus zu finden was sie wohl auch geschafft haben. Aber die Ursache steht nicht fest. Vernarbung im Gehirn durch die Bestrahlung, so einfach aufgetreten, Stress, usw.
Noch was Anderes. Bei mir stand auch ein Mal eine Operation im Raum. Allein der Gedanke daran. Da schaudert’s mir schon noch, HOCHACHTUNG von mir! Ich glaube das ich das nicht könnte. Was wurde den genau Operiert, vom Gehirn? ( Aber nur wenn Du es sagen willst? )
Sonst habe ich Verständnis da für. Wenn Du nichts da zu sagen willst.

Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

Phoenix, Magdeburg, Monday, 24.09.2012, 09:56 (vor 5075 Tagen) @ Ben

bei mir war es eine temporallappenteilresektion da ich dort ein narbengewebe habe und wahrscheinlich kann ich sogar nochmal operiert werden. das genaue ergebnis vom letzten monitoring bekomme ich im oktober und da bin ich schon riesig gespannt. ich würde mich irre freuen wenn ich tatsächlich nochmal operiert werden kann. vielleicht bin ich die epi dann ganz los.

und angst davor habe ich eigentlich keine. die chirurgen operieren schließlich nur, wenn sie sich selbst sicher sind, dass dabei keine komplikationen auftreten können. und sie machen das schließlich jeden tag.

Die ewigen Niederschläge

Ben, Monday, 24.09.2012, 20:32 (vor 5075 Tagen) @ Phoenix

Hallo Phoenix
Wahnsinn! Wie super du da mit klar kommst! Nimmst Du viele Medikamente? Und viel eicht auch welche um den Mangel der Operation Auszugleichen? Weil dein Gehirn die Botenstoffe nicht mehr ab gibt? Wie zum Beispiel bei mir. Da durch das die Hirn Anhang Drüse nicht mehr da ist, wegen dem Tumor, der da drum gewesen war. Muß ich diese Botenstoffe nun ja künstlich nehmen. Sonst geht ja gar nichts mehr bei mir (+). Das ist auch ein Grund wes wegen ich so eine Angst da vor habe.
Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

Phoenix, Magdeburg, Monday, 24.09.2012, 21:32 (vor 5074 Tagen) @ Ben

also viele meidkamente nehme ich nicht. derzeit sind es Keppra 1000-0-2000 und lyrica 75-0-375. und es wurde mir nie von irgendeinem arzt gesagt, dass ich sie wegen der mangel der OP nehme. und ich wüsste auch selbst nicht, welche mangel dabei entstanden sein sollten, die ersetzt werden müssen.

wurde dir den vor der OP gesagt, dass du danach die botenstoffe ersetzen musst??? ich wurde ja mit allen möglichen risiken vorgewarnet, die passieren KÖNNTEN. aber da noch keines der risiken tatsächlich aufgetreten ist, habe ich mich davon keineswegs beirren lassen und bin mit gutem gefühl in den OP-saal geschoben worden.

Die ewigen Niederschläge

Ben, Wednesday, 26.09.2012, 22:19 (vor 5072 Tagen) @ Phoenix

Hallo Phoenix
Bei der Akromolagie, ein Tumor an der Hirnanhangsdrüse, ist etwas anders. Sie sitzt im Kreislauf da zwischen. Du sitzt in der Achterbahn. Das Gehirn sagt Testosteron ausschütten. Wegen den Lupinos und den Fliehkräften. Nun fehlt Dir diese Drüse. Also Gehirn sagt Hirnanhangsdrüse schick den Befehl an den Hoden ausschütten von Hormonen. Nun ist sie aber nicht mehr da. Also Künstlich zu setzen. Das ist aber auch bei Schilddrüse und Cortison so. Sehr gut feststellen tut man diese Krankheit in der Pupptet. Weil der Tumor so stark drückt und den Körper da zu animiert zu viele Wachstums Hormone zu produzieren. Da durch wachsen die Innereien und alles was absteht. Finge, Beine Füße, Augen Knochen, Kiefer usw. Wer das auch hat ist der Beißer aus den Filmen 007 Bond. Der Große mit dem bulligen Kopf. Zum Glück ist es so weit nicht bei mir gekommen. Des wegen war meine Frage. Ob dein Gehirn noch alle Boten Stoffen abgibt.
Gruß Ben

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 23.09.2012, 09:59 (vor 5076 Tagen) @ Ben

Bis auf das man sich zigmal pro Nacht dreht und was ich für einen unruhigen Schlaf doch habe. ... Das mag auch ein Problem von mir sein. Die Erlebnisse des Tages nachts zu verarbeiten. Und da durch nicht richtig geschlafen zu haben.

Warum sollte es ein Problem sein, Nachts im Schlaf die Erlebnisse des Tage zu verarbeiten? Das ist ja nach aktuellem Stand der Dinge ein Zweck des Schlafens. Und pro Nacht sich oft umzudrehen und sogar mehrmals ganz kurz für Sekunden aufzuwachen, ohne sich am nächsten Morgen daran erinnern zu können, ist auch Normalzustand.
Das Gefühl, wie müde man beim Aufwachen ist, hängt, wenn man ausreichend lange geschlafen hat, auch damit zusammen, aus welcher Schlafphase heraus man aufwacht bzw. aufgeweckt/herausgerissen wird.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Ben, Sunday, 23.09.2012, 22:48 (vor 5075 Tagen) @ huge88

Hallo Hugo88

Ich bin da drin nicht deine Meinung. Mit dem aus reichendem Schlaf und wann man geweckt wird. Da stimme ich Dir voll zu. Aber mit dem unruhigen Schlaf und das Träumen nicht. Wenn ich einen Stressigen Tag hatte und viel Negatives erlebt habe. Und dann zu Bett gehe. Erstens dauert es ganz lange bis ich eingeschlafen bin. Weil ich die Probleme des Tages nicht vergessen kann. Und wenn ich dann endlich eingeschlafen bin und mir am kommenden Tag das Video von der Nacht mit den Geräuschen ansehe. Dann ist das schon Erklärung genug. Ich bewege mich nicht nur ich spreche auch da zu. Zwar keine ganze Sätze. Aber man weis es in den Vortag zu zuordnen. Hast Du das nicht?

Gruß Ben

Die ewigen Niederschläge

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 24.09.2012, 11:15 (vor 5075 Tagen) @ Ben

Also ich nehm mich selbst nicht beim Schlafen auf, aber ich glaub es gibt da eine, die es inzwischen mitbekommen und mir gesagt hätte, wenn ich nachts regelmäßig irgendwas im Schlaf von mir geben würde. Wär vermutlich schlimmer als Schnarchen.
Ich hab eh nen ziemlich festen Schlaf. Bin ich einmal Weg, dann bekommt mich so leicht auch kein Gewitter mehr wach, ungewohnte Geräusche oder der Wecker aber natürlich schon.

Einschlafen ist bei mir seit der Grundschule eher selten ein Problem gewesen, war es eigentlich vor allem, während ich Lamotrigin nahm. Und wenn ich mich damit mal hart tue, dann hab ich inzwischen ganz gut gelernt, mich bewusst zu entspannen und loszulassen. Die Übungen, die ich hin und wieder tagsüber mache, sind da wirklich eine große Hilfe. Grübeln bringt eh nix - zumindest mir gefühlt. Wach finde ich am nächsten Tag eher bessere Lösungen und wenn's keine Lösung gibt, dann hab ich inzwischen irgendwie mental eingesehen, dass das ganze Grübeln auch nix bringt und Zeitverschwendung ist.

Wie sieht denn eine normale, ruhige Nacht bei Dir aus? Weil wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, dann ist Dein Problem ja nicht das Umdrehen etc., sondern eigentlich, dass Du nach von Dir als großem Stress empfundenen Situationen keinen tiefen Schlaf findest und gedanklich am nächsten Tag genau dort weitermachst, wo Du am Vortag aufgehört hast.
Das hieße nach meinem Verständnis, dass Du vielleicht noch etwas Hilfe dahingehend bräuchtest, für Dich eine geeignete Technik zu finden, um in solchen Situationen leichter zur Ruhe zu kommen, um den Schlaf richtig nutzen zu können.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Ben, Monday, 24.09.2012, 22:15 (vor 5074 Tagen) @ huge88

Hallo huge88

Es ist wirklich nicht immer so! Aber dieser Wochen Anfang war wieder der Hammer. Es ist aber wirklich wahr was ich Dir nun erzähle. Wirklich! Als ich in die Firma heute Morgen kam, waren die Anderen eine Stunde schon am Arbeiten. Ich war gerade da bei meine Arbeitshose an zu ziehen. Da kam von oben ein Schrei! Ein Mitarbeiter kam kurz drauf zu mir angerannt. „Ben Jan ist zusammen gebrochen. Er liegt zitternd auf dem Boden.“ Ich so fort hin. An sprechbar war er zum Glück. Er sagte das seine Glider am Kribbeln sein und er sie nicht bewegen könne. Er ist 28 Jahre und liegt auch gut im Futter. Ich dachte so fort an Schlaganfall. Sein Vater ist vor gut zwei Jahren da ran gestorben. Ich habe so fort den Krankenwagen gerufen. Der auch schnell da war. Er wurde mitgenommen. was klar war. Ich versuchte seine Familie zu erreichten, was mir nur über zig Umwegen gelang. Dann war ich erst mal in der Zerlegung. Wo er sonst ist. Einer musste ihn ja ersetzen. Ich wollte eigentlich mit den Monatsabrechnungen anfangen. Im laufe des Vormittags bekam ich einen Anruf von ihm. Zum Glück von ihm. Das er noch sprechen konnte. Die Diagnose. Die Adern seien zu und das Herz würde es nur noch Schwer schaffen das Blut im Körper zirkulieren zu lassen. Er hat Mako Mar bekommen. So nun fällt er schon mal für unbestimmte Zeit aus. Zwei Mitarbeiter habe ich im Urlaub. Einer ist auf einer Kreuzfahrt. Der kommt auf keinen Fall und den anderen konnte ich bis jetzt noch nicht erreichen. Aber das werde ich bestimmt noch schaffen. Am Wochenende ist im Nachbarort Stadt Fest. Dort bekommt ein Imbiss Betreiber von uns immer ½ m Rosbratwurst. Die sind so was von scheiße zu Füllen. Weil die Natur Därme meist nur so Lang sind, das man aus einem grade mal 2 bis 3 Stück raus bekommt. Wenn er nicht Platzt. Aber ich habe einen super Mann der Füllt. Und da durch hat er nicht so viele Platzer. Aber 100 kg sind nicht in ein Paar Minuten gefüllt. Regulär setze ich da bei auch immer zwei Mitarbeiter ein, weil es so eine fuckel Arbeit ist. Aber woher nehmen wenn nicht stehlen. Ich bin also im Vormittag in der Zerlegung, wo Jan nun fehlt. Danach bin ich nach Haus um mich eine bis zwei Stunden zu entspannen. Was ich aber nicht hin bekam, weil einem so viele Gedanken durch den Kopf sausen. Im Nachmittag bin ich wieder runter in die Firma. Um wie gesagt an den Monatsabrechnungen anzufangen. Um 18:30 Habe ich dann die Kasse gemacht. Und bin dann noch mit Toni etwas gelaufen. Der mit seinen 1 ¾ Jahren total am ziehen ist. Und total unter Saft steht weil er in der Pupptet ist. Wie die auch Hunde haben. Da muß man schon aufpassen das man dem Tier nicht Unrecht tut, weil man so erledigt ist. Er kann ja am wenigsten da für.
So das war mein heutiger Wochen Start. Natürlich sind nicht alle so. Es war Heute super, super extrem. Aber montags ist immer etwas. Und wen
es nur Mitarbeiter sind die sich Krank melden. Und dann ist es doch kein Wunder das man nicht Einschlafen kann und den Tag in der Nacht noch mal durchgeht. Und gerädert aufsteht. So wie ich es bei Toni auch immer sehe.

Gruß Ben