Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Thursday, 20.09.2012, 10:45 (vor 5079 Tagen)
Hallo,
war heute bei der Hausärztin, weil sie mich auf Bitte des Neurologen anzapfen wollte, um die Blutwerte im Rahmen des Antiepileptikum zu kontrollieren. Nächte Woche schickt er mich zu einem Epileptologen "wegen bisher nicht erreichter Anfallsfreiheit" (aber doch nur Auras!) "trotz ausreichender Lamotrigindosis."
Habe mir dabei eine Kopie seines letzten Berichts geben lassen. Diesmal gibt es eine Beurteilung des letzten EEGs (Anfang Mai), was bis jetzt nie vorkam. Soweit ich verstanden hatte, war es immer normal.
Deswegen bin ich etwas verunsichert und würde gerne verstehen, was es bedeuten soll / kann, bevor ich diesen mir unbekannten Epileptologen
treffe.
Kann mich hier jemand etwas aufklären? Ich zitiere wort-wörtlich:
"Normales Alpha-EEG mit schlechter Enspannungsfähigkeit und einer nur nach Augenschluss nachweisbaren Grundtätigkeit von 10 / sek., keine fokalen oder flüchtigen Störungen, keine Hinweise für gesteigerte cerebrale Erregbarkeit."
Allerdings muß ich hinzufügen, daß es in der Zeit gemacht wurde, als ich wegen Lamotrigin-Erhöhung kaum schlafen konnte und vollkommen ausgelaugt war. Diese schlechte Zeit konnte ich danach mit einem Zopiclon hier und ab und daher zu einer durchgehenden Nacht ab und zu überbrücken. Inzwischen kann ich normal schlafen.
Klar, werde ich dem Epileptologen alles berichten aber ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht wieviel Zeit mir zugeordnet wird. Wenn ich aber im Voraus etwas Bescheid weiß, kann ich besser fragen und verstehen.
Vor der Untersuchung wird bei ihm wieder ein EEG gemacht.
Danke für Euere Antworten.
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 20.09.2012, 13:14 (vor 5079 Tagen) @ mezeg
Erst einmal kurz die Anmerkung, dass ich kein Fachmann bin oder jemand, der das fachmännisch beurteilen könnte, aber ich versuche einfach einmal mit meinem nichtfachmännischen Wissen das ganze ohne Gewähr zu interpretieren:
Die Alpha-Wellen beschreiben einen Frequenzbereich der Hirnströme(glaub 8-12/s), der sich i.d.R. während des Entspannens verstärkt, während der Anteil der gemessenen Beta-Wellen(glaub 13-30/s) abnimmt(z.B. wenn man wach ist und sich durch Abschottung äußerer Reize wie dem Augen schließen entspannt).
Falls Frequenz nicht geläufig sein sollte: hat die Einheit 1/s bzw. Hz und beschreibt das Auftreten eines Ereignisses während einer Zeitspanne, beim EEG quasi wie oft, aber nicht wie stark, das EEG ausschlägt.
nachweisbare Grundtätigkeit beschreibt einfach, die tatsächliche Frequenz im EEG im Normalzustand(bei rund 15% der Menschen lässt sich keine solche feststellen).
Zu fokalen Störungen zählen die sogenannten Spikes und sharp-waves, aber auch verlangsamte Wellen, wie sie für fokale Anfälle mitunter typisch sind.
keine cerebrale Erregbarkeit bezieht sich vermutlich auf das EEG während des Hyperventilationsteils oder was noch bei Dir dabei gemacht wurde, aber da bin ich mir nicht sicher.
Ich hab noch schnell einmal das Blatt rausgesucht, von dem ich mir das einmal angelesen hab. Korrigiert mich, wenn ich irgendwo Mist geschrieben hab:
http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,392,aid,650.html
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Erklärung eines EEG-Berichts??
Tablettenschlucker, Freiburg, Thursday, 20.09.2012, 15:04 (vor 5079 Tagen) @ huge88
Hey ihr zwei,
bei mir satnd noch das diese Beta-Wellen auf die Einahme eines Medikaments hinweisen.
Ich weiß ja nicht ob das noch einem noch wichtig ist.
Liebe Grüße
Lukas
Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Thursday, 20.09.2012, 19:36 (vor 5079 Tagen) @ huge88
Hallo Ihr zwei,
vielen Dank für Euere Antworten! Habe alles durchgelesen und versucht, möglichst richtig zu verstehen. Ich mache mir wohl unnötig Sorgen. Den Bericht habe ich erst bekommen, als ich mit der Ärztin fertig war, konnte ihn also nicht mit ihr besprechen. Andererseits hat sie mir nicht bloß Blut abgenommen, sondern nach meinem Befinden gefragt und die Situation ausführlich mit mir diskutiert. Wenn das EEG wirklich auffallend war, hätte sie es wohl erwähnt.
Und wenn ich Euere Informationen richtig verwende, war ich wohl nervlich ziemlich angeschlagen, aber mit geschlossenen Augen seien normale Werten aufgezeichnet. Es war übrigens nur ein "ganz normales" EEG, keine Hyperventilation (ups!!
)
Bin sowieso momentan ziemlich aufgewühlt. Der Termin bei dem Epileptologen nächste Woche macht mir Sorgen, ich wollte auch stolz berichten, daß ich seit mehreren Wochen keine Auras mehr hatte. Vorgestern habe ich ein sehr deutliches "Malaise" mit starker Müdigkeit den ganzen Tag bekommen. Blieb auch etwas davon gestern und ich hätte mir sogar gewünscht, daß der junge Gymnasiast nicht wie geplant an dem Abend zum Übernachten kommt. Wäre aber schade gewesen, seine fröhlich-freundliche Art ist ein ausgezeichnetes Anti-Epileptikum...
Heute wieder kurz eine "verschwommene Erinnerung". Und ich weiß genau warum. Meinen Enkel darf ich seit Ende April nicht sehen, keine Antwort auf Telefon, SMS umd Mails. Ich konnte nicht einmal wissen, wann ich ihm kleine Geschenke aus Frankreich bringen könnte... und ob überhaupt.
Natürlich ist die Epilepsie eine gute Ausrede. Verstärkende Depression: Eine Schwester war hier und triumphierte mir gegenüber, wie gerne und begeistert sie mit ihm umgeht, wie lieb er sie hat, usw. Dabei hat sie 7 Enkeln und Stiefenkeln. Nicht daß ich mit Kindern nicht umgehen kann oder sie mich nicht mögen. Habe spontan Kontakt mit ihnen, mit Spielen, Liedern, Geschichten und viel Spaß. Und wenn ich mit Kindern bin, bekomme ich keine Auras, vergesse sogar ein gefährliches "flaues" Gefühl, wenn ich mit ihnen die Spielzeugkiste flach auf dem Boden ausbreite.
Heute hat mein Enkel seinen 4. Geburtstag und ich darf nicht daran teilnehmen..
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
Tablettenschlucker, Freiburg, Thursday, 20.09.2012, 23:13 (vor 5078 Tagen) @ mezeg
Hallo mezeg,
ich finde das ehrlich gesagt einfach sch... das eine Epilepsie immer für alles herhalten muss. Es tut mir wirklich sehr Leid das du deine Enkel und besonders dein Geburtstagskind nichts sehen darfst. Zumal du ja wenn ich dich recht verstehe nur Auras hast. Wir sind auch Menschen und keine vom andern Stern. So was macht mich wahnsinnig ... wütend!!!
So..Peng....Themawechsel.
Nochmal zu deinem EEG. Das sie dich zu einem Epileptologen schicken ist doch gut. Der macht letzten Endes das was ein Neurologe auch macht, dich untersuchen. Er hat bessere Möglichkeiten und versteht vlt. auch mehr auf dem Gebiet. Wenn du dich bei ihm nicht gut aufgehoben fühlst, lass dich nochmal zu einem zweiten überweisen. Außerdem kannst du deinen Neurologen fragen welchen er dir empfehlen kann und da kannst du ja auch deine Kriterien nennen in Bezug auf Menschlichkeit und Fachwissen. Berichte werden dann eigentlich meistens geschrieben wenn man, wie in deinem Fall, zu einem anderen Arzt überwiesen wird. Eine Art Zusammenfassung oder Hinweis auf die Situation. Ein EEG ist auch nicht SO das Maß aller Dinge. Wichtiger ist wie man selber sein Wohlbefinden findet. Das kann man über "die letzte Zeit" beschreiben ein EEG immer nur jetzt.
Liebe Grüße und für eine Zukunft mit deinen Enkeln drücke ich dir beide Daumen
Lukas
Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Friday, 21.09.2012, 18:33 (vor 5078 Tagen) @ Tablettenschlucker
Hallo Lukas,
Du bist ja ganz lieb! und es tut unheimlich gut.
Im Fall meines Enkels ist die Epilepsie nicht der eigentliche Grund für die Ablehnung: Ich funktioniere halt nicht, wie es von mir gefordert wird. Sie zeigt mir gegenüber eine eifersüchtige Argwohn, als ob ich IHREN Platz im Herzen ihres Sohnes nehmen würde. Als Großmutter hat man eine ganz andere Rolle. Habe gehört, daß sowas bei "Spätgebärenden" oft erfolgt. Ich sollte einfach den Blitzableiter für ihre Launen spielen und selbstverständlich meine Geldbörse immer offen halten. Wozu bin ich sonst da, und nun Epileptikerin auch noch???
Habe etliches runtergeschluckt, einfach um den Jungen doch sehen zu dürfen, wenn auch nur unter mißtrauischer Aufsicht. Das belastet mich sehr und führt auch noch zu keinem positiven Ergebnis. Ich bin müde, immer zu versuchen, den ersten Schritt zu machen und die Abfuhr zu kassieren. Es führt zu nichts... zumindest jetzt! Meine Nachbarn mit drei kleinen Jungs wissen meine Möglichkeiten als "Zusatzgroßmutter" und auch noch im gleichen Haus zu schätzen. Dabei sind sie über meine Epilepsie-Form informiert, aber wen juckt es, wenn ich ein paar Sekunden stottere oder Unverständliches sage?
Vielleicht wird meine Tochter eines Tages merken, daß für Berufstätige Großeltern eine kostbare Ware darstellen. Aber momentan gebe ich jeden Versuch auf.
Das führt - nur scheinbar indirekt - zum Epileptologen. Der Neurologe möchte mich "beschwerdefrei" sehen und will Aufdosierung oder Umstellung überprüfen lassen. Ich habe zuerst gefürchtet, daß er mich einfach als Patientin los werden will und daß ich mit einem Unbekannten alles wieder anfangen/erklären muß. Als ich aber später ein Rezept geholt habe, hat er mein Widerstreben wohl direkt aus meinem Verhalten - oder aus Erfahrung - gelesen und von sich aus die notwendigen Antworten gegeben: "Er ist so nett wie ich!" (wie weißt er überhaupt, daß ich ihn nett finde? Habe es doch nie gesagt...
) Und daß er mit ihm die für mich bestmögliche Medikation finden will.
Also wohl die besten Voraussetzungen, menschlich und fachlich (soll der beste hier sein). Ich kann mich sowieso sehr wohl wehren, wenn etwas mir nicht paßt.
Aber in den letzten Tagen überlege ich, ob eine Aufdosierung / Umstellung überhaupt einen Sinn machen kann. Die Auras sind lästig aber eben nur das, Bewußtsein, Orientierung, Gleichgewicht verliere ich nicht, ich bin nur kurz sprachlich nicht direkt erreichbar, manchmal auch müde danach, viele Leute merken nicht einmal was los ist und weswegen, andere (Informierte) machen sich nichts daraus. Warum sollte ich mich zudröhnen lassen, um die Angriffe meiner Tochter / meiner Schwester gleichgültig über mich ergehen zu lassen? Meinen Enkel würde ich deswegen nicht öfter sehen, wohl sogar überhaupt nicht, weil ich doch ein schwerer Fall bin!! Meint sie...

Alle andere Erlebnisse, Emotionen usw. wären daher umsonst noch gedämpft. Ich möchte mit Epileptologen und Neurologen vereinbaren, zumindest noch eine Weile in der jetzigen Situation auf der Lauer zu bleiben. Die Auras werden eher seltener und blaßer (bis auf diese Woche...
) und wenn ich rigoros versuche, unnötigen nutzlosen emotionalen Streß aus dem Weg zu gehen, wird es vielleicht noch besser. Ohne Aufdosierung... Wobei ich eine nicht ausschließen will, wenn doch unvermeidbar.
Wollte nicht so in die Länge gehen, aber es wirbelt mir momentan so viel im Kopf, daß es unheimlich erleichtert, unter Mitfühlenden darüber zu reden.
LG
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
Tablettenschlucker, Freiburg, Friday, 21.09.2012, 21:36 (vor 5077 Tagen) @ mezeg
Hallo mezeg,
nochmal kurz ich finde es gut das eine Überweisung zu einem Epileptologen von
Seiten der Ärzte aus getan wird. Ich musste wirklich darum kämpfen und mir
dann einen Platz im Epi-Zentrum selbst besorgen
. Lass dich beim Epilepto-
logen einfach nochmal von vorne bis hinten durchchecken und dann findet der
evtl. auch noch einen anderen Weg zum Ziel anstatt Medikamente. Ich würde
auch eine bleibende Situation einem großen Tablettencocktail vorziehen.
Wenn du sagst das deine Auras zwar lästig sind, aber keine Beeinträchtigung
deines Lebens darstellen würde ich auch den Weg des eher-mal-abwartens ein-
schlagen. Aufdosiert ist gleich, aber einen Neurologen dazu zu überreden ein
Medi einfach so wieder abzusetzen ist schon schwerer.
Liebe Grüße
Lukas
Erklärung eines EEG-Berichts??
Lerche, Friday, 21.09.2012, 22:26 (vor 5077 Tagen) @ mezeg
Ich habe zuerst gefürchtet, daß er mich einfach als Patientin los werden will
nein mezeg,
auf die Idee, dass er mich loswerden wollte, wäre ich z.B. gar nicht gekommen, als mich mein Neurologe vor einigen Jahren mal zu einem Epileptologen überwies. Ich halte es eher für ein gutes Zeichen und im Sinne des Patienten, wenn ein Arzt seine Grenzen kennt & akzeptiert. Das nimmt ihm ein wenig von seinem Weiße-Götter-Status und schafft Vertrauen… bei mir jedenfalls.
VG Uwe
Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Friday, 21.09.2012, 23:44 (vor 5077 Tagen) @ Lerche
Hallo Uwe,
lag wohl eher an einem mangelnden Selbstbewußtsein meinerseits... bin nur Kassenpatientin. Und fühle mich wohl und sicher bei ihm aufgehoben, fast wie in der Obhut eines Vaters... dabei könnte er altersmässig mein Sohn sein..
Vom "Götter-in-Weiß" hat er nichts, solche kann ich sowieso nicht leiden. Sagte selber bei der Gelegenheit, daß er am Ende seines Lateins sei. Und ein anderes Mal, daß er sich nur als Berater ansieht.
Dabei hat er nicht losgelassen, bis die Diagnose feststand, mich dann innerhalb einer Viertelstunde freundlich-sanft überzeugt hat, daß die OP unvermeidbar war und den ersten Termin im Krankenhaus sogar selber für mich telefonisch ausgemacht.
Ich weiß, ich habe in seiner Behandlung ein Riesenlos gezogen. Vielleicht deswegen fürchte ich noch insgeheim, daß es nicht dabei bleiben kann.
Und wenn der Epileptologe doch "so nett ist wie er", warum mache ich mir doch Gedanken?
jetzt gehe ich lieber ins Bett!
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
gwinneth70, Friday, 21.09.2012, 16:04 (vor 5078 Tagen) @ mezeg
hallo mezeg,
es tut mir sooo leid & glaub mir: ich leide mit dir!
heute ist freitag-es ist 16uhr- meine kleine wäre jetzt auch schon seit 3stunden bei mir *heul* ich kann zu gut verstehen,wie du dich fühlst!
ich habe jetzt lange noch nicht alle beiträge lesen können,aber wenn ich recht verstehe,hattest du3große (relax-)anfälle&ansonsten "nur" auren?
weißt du,was der auslöser für die "großen" war?
kann man dich während einer aura noch "zurückholen",wenn man den zeitpunkt erwischt?
hattest du das mit den auren schon VOR den "richtigen" anfällen?
hast du evtl bevor "das alles" begann neue medikamente bekommen?
frankreich?-wann warst du dort? noch VOR den anfällen?
(sorry,wenn ich etwas frage,was vielleicht schon allgemein bekannt ist,aber über 38000einträge zu lesen dauert seine zeit
)
nimm es deiner schwester nicht übel,dass sie mit dir über euren enkel spricht:
vielleicht möchte sie dich "teilhaben"lassen?
ich bin/wäre über jeden satz froh,den ich über meine tochter hören dürfte.auch wenn es wunden aufreißt:ich will doch wenigstens wissen,wie es ihr geht!
könnte es nicht sein,dass deine schwester es nur gut meint? sollte es dich jedoch zu sehr schmerzen und das gegenteil erreichen,MUSST du es ihr offen sagen.
hattest du eigentlich VORHER(blödes wort immer wieder,aber auch für mich unterteilt sich die zeit in VOR-&NACHHER
) schon probleme mit deiner tochter, gab es da öfter streitereien? sind deine anfälle "nur" eine willkommene ausrede? hat dieser enkel einen anfall miterlebt? oder deine tochter?
bei einem geb ich dir voll recht:
kinder sind das beste anti-epileptikum!
zumindest bei menschen mit relax-anfällen. dieser enkel-/kindesentzug ist absolut kontraproduktiv,verstärkt eher die symptome,erhöht das anfallsrisiko erheblich& wirkt GEGEN jede therapie..&trotzdem können wir nichts machen
und gerade in einer zeit so gesteigerter emotionen soll man ausgeglichen&gelassen bleiben, um keine weiteren anfälle zu provozieren bzw auszulösen
ich kann dieses: "bleib ruhig" nicht mehr hören,obwohl ich weiß,dass es der einzig richtige rat ist
ich hoffe so sehr für dich, dass du deinen enkel bald wiedersehen kannst!!!
liebe grüße
Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Friday, 21.09.2012, 18:51 (vor 5078 Tagen) @ gwinneth70
Hallo Gwinneth,
ja, ich hatte nur 3 GM-Anfälle und sonst nur Auras verschiedener Arten. Und weiß immer danach warum. "Zurückholen" aus einer Aura kommt bei mir nicht in Frage, entweder ist es ein GM oder eben eine Aura. Vor einem GM habe ich immer ein komisches Gefühl gespürt, kann es aber selber nicht identifizieren und darauf reagieren. Ich stand nur einmal und habe mich automatisch hingesetzt.
Medikamente hatte ich davor nie bekommen, die Epilepsie wurde bei mir von einem Meningeom vor kurzem verursacht. Nun säuberlich abgeschält, die innere Narbe ist bloß nicht ruhig.
Was hat Frankreich mit den Anfällen zu tun??? Ist dieses Land so gefährlich???
Die Problematik mit meiner Tochter ist nicht neu, die Epilepsie zwingt mich allerdings in die Defensive. Und meine Schwester will immer den ersten Platz für sich in Anspruch nehmen, das ist nicht neu und es ist mir im Prinzip egal aber nicht wenn es sich um meinen Enkel handelt. Ihre Tochter hat übrigens ähnliche Probleme, wenn es um ihr Baby geht. Lieber höre ich von meinem Enkel über eine Nichte, da freue ich mich immer.
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
gwinneth70, Saturday, 22.09.2012, 19:09 (vor 5077 Tagen) @ mezeg
hallo mezeg,
langsam lese ich mich durch die threats und nach&nach setzt sich das puzzle zusammen.
bei dir gibt es also unterschiede zwischen aura&GM- bei mir ist die aura,wenn sie auftritt ein vorbote eines GM,darum hab ich gefragt.
einfach nur zu schade,dass deine tochter dich nicht zu würdigen weiß! statt zu helfen vergrößert sie mit ihrer art&einstellung nur noch das dilemma& leider auch das emotionale anfalls/auren-risiko. aber da es scheinbar schon immer probleme gab,ist die epilepsie jetzt nur eine willkommene ausrede
gerade deshalb finde ich deine einstellung ein paar einträge weiter oben super..solange die auren keine gefahr darstellen auf übergroße chemiekeulen verzichten& sich auch nicht durch den druck von andren darauf einlassen.. absolute hochachtung, zu diesem ergebnis selbst zu kommen (obwohl alternativ eine medikation vorgeschlagen wurde)& das dann gegen widerstand anderer(auch noch familie)durch zu ziehen!
was dann aber deine schwester betrifft- mir fehlen die worte für so viel boshaftigkeit!sich durch das leiden der eigenen schwester selbst zu profilieren&das eigene ego auf zu polieren/aufzupolieren- PFUI!!!
(sorry übrigens:blöde "neue" rechtschreibung,hatte eigentlich immer super grammatik&orthographie-aber die andren schreibweisen gerade beim infinitiv mit zu verwirren mich und machen mich unsicher
)
wegen frankreich: da bei dir ja bekannt ist,woher deine anfälle kommen,hat eine reise keine bedeutung. bei mir hab ich wirklich alles durchforstet-nach jedem anfall (VOR der diagnose "psychogen"-woher die psychogenen kommen&auf was DIE sich begründen, weiß ich)
frankreich ist sicher so gefährlich oder ungefährlich wie andre länder auch, aber auch zecken können beispielsweise fsme übertragen,die dann später verantwortlich sein kann für epi´s. von süden(aber eher südosten)wird eine neue zeckenart gemeldet,die besonders aggressiv ist-u.a. wegen auslösung heftigster epi-anfälle. deshalb hatte ich da nachgefragt. hab (auch durch beruf früher) halt mitgekriegt, dass, wenn ärzte keine ursache finden können,zu schnell der stempel "psychisch/psychogen/psychosomatisch" aufgedrückt wird. trifft ja auf dich nicht zu.
aber wie gesagt:mit jedem threat,den ich lese,kann ich die einzelnen hier mehr verstehen 
gruß
gwinneth
Erklärung eines EEG-Berichts??
Musica, Wednesday, 26.09.2012, 11:21 (vor 5073 Tagen) @ mezeg
Hallo mezeg, eigentlich hat Dir gwinneth alles gesagt. Ich kann es trotzdem nicht lassen, Dich wenigstens als Oma anzusprechen. Es ist unglaublich, was Deine Tochter mit Dir macht. Ich habe ja schon öfter herausgehört, dass es da ein Problem gibt. Aber so etwas! Da gibt es so ein Statement von Altforderen: " Das wird er/sie schon noch zu spüren bekommen". Es hört sich gemein und nach Rachegefühlen an. Aber ich kann mittlerweile solche Gedanken nachvollziehen. Das Verhalten Deiner Schwester ist einfach ungeheuerlich dumm oder gemein oder beides. Gut finde ich, dass Du Dir Stolz bewahrt hast und Deine Würde nicht nehmen lässt. Wenn Du diese Untersuchungen hinter Dir hast, kannst Du viell. selbstbewußter einen neuen Anfang io der Beziehung zu Deiner Tochter starten. Jetzt trauern ist nicht der richtige Zeitpunkt.
So viel wollte ich gar nicht sagen....Alles Gute,Musica
Trotzdem: Ich bin in eigener Sache beunruhigt. Ich habe ja auch vor, mich in Großhadern operieren zu lassen und bin momentan dort in Behandlung. Du warst doch immer so zufrieden dort? Oder habe ich etwas nicht verstanden? Wäre lieb, wenn Du mir das erklärst
Erklärung eines EEG-Berichts??
mezeg, München, Thursday, 27.09.2012, 23:10 (vor 5071 Tagen) @ Musica
Hallo Musica,
meine Schwester ist keineswegs dumm, sie will aber immer die beste sein. Als ich ihr sagte, daß ich doch Epileptikerin bleibe, war ihr Kommentar: "Dann bin ich die einzige normale in der Familie"! (die zwei anderen Schwester sind bipolar...). Finde ich ein interessantes Salatrezept und sage ihr telefonisch - ihre Tochter ißt vegetarisch - dann heißt es "Das kenne ich schon seit lange!". Diese Haltung stört mich seit langem nicht, bin darauf vorbereitet. Außerdem sollten solche Leute leid tun, die sich immer unbedingt an erster Stelle bugsieren wollen: Muß man wirklich andere Leute nieder machen, um sich selber wohl zu fühlen??
Wenn sie aber meinen Enkel für sich in Anspruch nimmt, ist es für mich äußerst schmerzhaft.
Mit meiner Tochter habe ich nur eine Chance, wenn sie mich einmal braucht. Solange sie sich in der Obermacht fühlt, müßte ich kriechen.
mezeg
Erklärung eines EEG-Berichts??
gwinneth70, Friday, 21.09.2012, 16:14 (vor 5078 Tagen) @ mezeg
kurz zu deinem EEG-bericht:
"..schlechter Enspannungsfähigkeit ..keine fokalen oder flüchtigen Störungen, keine Hinweise für gesteigerte cerebrale Erregbarkeit"
auch ohne fachmann zu sein kann ich dir sagen, dass das äusserst beruhigend iklingt:
- naja, entspannen können sich menschen ganz unterschiedlich, die einen besser, die andren schlechter-du eben ein wenig schlechter, aber ohne, dass es auswirkungen hat.
- es sind keine störungen zu erkennen-weder zentral/bleibend/fokal noch flüchtig/vergehend.
- gesteigerte erregbarkeit würde darauf hindeuten, dass du auf reize schneller ansprichst und über einen "normalwert" hinaus- was auslöser für epis sein könnte-KEINE gesteigerte Erregbarkeit hört sich doch dann super an.
eigentlich ein ziemlich typisches EEG für relax-epileptiker, meine sind ähnlich.
liebe grüße
gwinneth