Citalopram im EEG nachweisbar?

scarnee26, Friday, 21.09.2012, 08:12 (vor 5078 Tagen)

Hallo!

Ich war vor 3 Monaten für 3 Wochen im Urlaub und habe während dieses Urlaubs eventuelle "Panikattaken" bekommen wg. Platzangst bzw. Angst vor der Angst.
Daraufhin habe ich eine Therapie angefangen. Die zuständige Therapeutin hat mir 10 mg Citalopram verschrieben, was ich jetzt regelmäßig einnehme.

Nur zur Sicherheit hat sie mir geraten, ein EEG zu machen, da mein Vater schon seit seiner Kindheit Epilepsie hat. Daraufhin tat ich dies und nun habe ich den Befund, der lautet:

.......erhöhte zerebrale Erregbarkeit...... Der Neurologe rät mir, noch mehr Untersuchungen machen zu lassen. Es muss nichts heißen, aber sicher kann man sich nicht sein.

Jetzt ist meine Frage, ob es vll. möglich ist, dass das Medikament, dass ich einnehme (Citalopram) dafür verantwortlich sein könnte, dass diese "erhöhte zerebrale Erregbarkeit" zustande gekommen ist.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Citalopram im EEG nachweisbar?

Mondenkind, Friday, 21.09.2012, 09:53 (vor 5078 Tagen) @ scarnee26

Hallo scarnee26,

Jetzt ist meine Frage, ob es vll. möglich ist, dass das Medikament, dass ich einnehme (Citalopram) dafür verantwortlich sein könnte, dass diese "erhöhte zerebrale Erregbarkeit" zustande gekommen ist.

schwierig zu sagen... theoretisch steht in den Nebenwirkungen von Citalopram unter gelegentlich "Krampfanfälle". Ich weiß aber nicht, inwiefern sich das dann auf das EEG auswirkt.

Zudem haben viele Menschen kein "sauberes" EEG, ob es bei dir jetzt erst seit der Einname des Medikamentes so ist, oder ob es schon all die Jahre vorher so war, weiß man ja (leider) nicht.

Andersherum haben viele Menschen, die Epilepsie haben (mich eingeschlossen) nur ein auffälliges EEG, wenn sie einen Anfall haben, ansonsten sieht man da nichts. Von dem her, nur vom EEG her kann man nicht sagen, dass du Epilepsie hast - und Medikamente musst du / würde ich schon gar nicht einnehmen (so lange nicht mindestens zwei Anfälle aufgetreten sind, was ja - Gott-sei-Dank - bei dir nicht der Fall war).

Weißt du, was der Arzt ansonsten für Untersuchungen mit dir machen möchte??

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Citalopram im EEG nachweisbar?

scarnee26, Friday, 21.09.2012, 10:01 (vor 5078 Tagen) @ Mondenkind
bearbeitet von scarnee26, Friday, 21.09.2012, 10:04

Danke für Deine Antwort!!

Laut dem Befund will er eine Anamnese machen und weitere klinische Tests. Leider stand nicht mehr drin...

Ich habe bereits bei der Praxis angerufen und gefragt, ob die Tabletten vll. dafür gesorgt haben, aber leider wusste das die Sprechstundenhilfe auch nicht...

Ich habe auch erst am 08.10.2012 einen Termin wieder bei ihm, d. h. es könnte eigentlich nicht allzu dringend sein. Mir lässt das Thema nur irgendwie keine Ruhe. Eigentlich könnte ich es ja auch abwarten.. Wollte aber vorher dennoch Bescheid wissen!

Citalopram im EEG nachweisbar?

Tablettenschlucker, Freiburg, Friday, 21.09.2012, 15:39 (vor 5078 Tagen) @ scarnee26

Hey scarnee,

also jetzt mal Hand aufs Herz. Ich würde aus der Sicht eines Epileptikers nichts
machen. Du hast eine erhöhte Erregbarkeit, schön, aber nicht einen epileptischen
Anfall
. Du hast wie deine Therapeutin gesagt ein Test EEG machen lassen, das EEG
ist überhaupt nicht aussagekräftig, das wissen alle Neurologen nur sagen sie das
nicht. Du hast das gemacht was gesagt wurde. Wenn du einen Anfall hast würde ich
mir Gedanken machen und mich untersuchen lassen und nicht gleich mit Medis voll-
stopfen lassen.

Liebe Grüße
Lukas

Citalopram im EEG nachweisbar?

scarnee26, Friday, 21.09.2012, 18:27 (vor 5078 Tagen) @ Tablettenschlucker

Die Tabletten habe ich zuvor bekommen, wg. meiner Platzangst.
Dachte nur, dass die "gesteigerte cerebrale Erregbarkeit" vll. von den Tabletten kommt!

Trotzdem danke! Ich werde mal sehen was herauskommt :-)

Liebe Grüße

Citalopram im EEG nachweisbar?

mezeg, München, Friday, 21.09.2012, 19:38 (vor 5078 Tagen) @ scarnee26

Hallo,

Epilepsie habe ich erst seit etwa 4 Jahren, Klaustrophobie seit immer. Vielleicht weil ich als Kind "Speleologie" :-D :-D unter der Decke spielen wollte und einmal den Ausweg nicht mehr fand und glaubte zu ersticken. Es könnte bei mir eigentlich eher die Angst sein, in einem kleinen Raum zu ersticken. Die Familie ist genetisch mit Asthma vorbelastet, vielleicht ist es bei mir unterschwellig.

Mir ist es einmal während einer sehr netten Feier passiert, fluchtartig hustend den Raum zu verlassen und eine ganze Weile an der frischen Luft nach Atem zu ringen. Es war eine niedrige Hütte und zur Deko wurde eine riesige Anker aus Kerzen angezündet. Sehr schön aber Sauerstoff-fressend.

Das erste Mal beim MRT hatte ich auch panische Angst eingesperrt in dieser engen Röhre durchzudrehen. Man gab mir eine Glocke, um notfalls alles zu stoppen, damit kann ich es hinausschieben aber nötig war es nicht, weil die Röhre sehr gut ventiliert war.

Geht es bei Dir wirklich um die Enge oder vielleicht doch über die Atmungsmöglichkeit? Kann auch sehr wohl aus einem Kindheitserlebnis kommen, da wird die Therapeutin bestimmt helfen.

Daß es unbedingt mit Epilepsie zu tun hat, muß wirklich nicht sein.

mezeg