Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Sunday, 23.09.2012, 12:55 (vor 5076 Tagen)

Hallöchen,

ich (17) beginne nächsten Monat mit dem Absetzen bzw. Ausschleichen von Keppra/Levetiracetam.Einerseits hab ich Angst vor Anfällen, andererseits bin ich gespannt ob sich etwas zum Positiven ändert. Ich habe nämlich das Gefühl mich durch die Medikamenten verändert zu haben (psychisch gesehen).

Fragen: Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Absetzen gemacht?
Habt ihr irgendwelche Tips, Ratschläge für mich?
Was kann man gegen eine extrem besorgte Mutter machen, die einen am liebsten einsperren möchte? :-(
Wie geht ihr mit dem Thema Alkohol um?
(dazu muss ich sagen, dass ich seit den Medikanten natürlich keinen Alkohl trinken darf. Ich habe es trotzdem gemacht und es ist in fast 2 Jahren NIE etwas passiert. Bei dem Absetzen bin ich etwas besorgter und will auch erstmal auf Alkohol verzichten. Aber darf ich dann nie wieder anstoßen, auch wenn ich anfallsfrei bin? :S )

Freue mich über jede Antwort!
Grüße, L. :-)

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Green, Sunday, 23.09.2012, 14:32 (vor 5076 Tagen) @ Loraine

Hallo

- ist es deine Entscheidung die Medis ab zusetzen`?
- wie lang bist du jetzt Anfallsfrei ?
-du bist jetzt 17 willst du keinen Führerschein machen und allein aus diesem Grund die Pillen weiter nehmen? Damit Du anfallsfrei bleibst.
-Thema Alkohol gib es mal hier in die Suchmaschine ein..kannste viel lesen.

Gruss Green

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:39 (vor 5075 Tagen) @ Green

Mein Neurologe hatte zuerst die Idee und ich konnte mich da nur anschließen. Bin seit fast genau 2 Jahren anfallsfrei.

Wegen dem Führerschein hatte ich auch so meine Bedenken. Aber ich mache erstmal mein Abi, studiere dann hoffentlich. Ich lebe in Berlin und durch die guten öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Führerschein in nächster Zeit jedenfalls nicht wirklich nötig. Außerdem könnte ich in mir erstmal sowieso nicht leisten
Macht mich trotzdem traurig und ich frage mich ob ich nie ohne Angst Autofahren werde..

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

unbekannt, Sunday, 23.09.2012, 15:52 (vor 5076 Tagen) @ Loraine

Also mein Tip aus Ergenylerfahrung.

Gaaanz laangsam absetzen.

Bin auch grad dabei Lamotrigin auszuschleichen.Wenns nach meinem Arzt gegangen wär hätt ich das in 5 Wochen gemacht.Ich nehm mir jetzt 5 Monate.

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

anonym, Sunday, 23.09.2012, 16:50 (vor 5076 Tagen) @ unbekannt
bearbeitet von anonym, Sunday, 23.09.2012, 16:54

Hallo L.,
also nach meinen Erfahrungen in der Zeit, wo ich Keppra abgesetzt habe. Hatte ich heftigste Probleme, bei den letzten 500mg bin ich sehr aggressiv geworden, so viele Anfälle hatte ich noch nie, war mein Eindruck Ich habe das AE Keppra eindeutig zu schnell abgsetzt und leider ambulant. :-( Wird ein neues AE bei Dir parallel eingeschlichen? Wäre sinnvoll als ein Schutz!

Gruß
Corinna

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:51 (vor 5074 Tagen) @ anonym

Das klingt ja nicht so schön :-(

Mit "Anfällen", meinst du da Aggressionsanfälle oder epileptische?
Also sollte ich ganz langsam absetzen..na mal sehn was mein Arzt dazu sagt :S

Nein ich bekomme keine anderen Medikamente, ich hoffe ich werde auch nie wieder welche brauchen.

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:39 (vor 5075 Tagen) @ unbekannt

So lang ja :O
ist es dann weniger schwer für den Körper?

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

unbekannt, Monday, 24.09.2012, 22:59 (vor 5074 Tagen) @ Loraine
bearbeitet von unbekannt, Monday, 24.09.2012, 23:08

Naja ich geh einfach für mich soweit es geht auf Nummer sicher jetzt.

Ich hatte jedenfalls ziemliche Kopfschmerzen und Depressionen bei meinem ersten Valporinsäureentzug.Ich meinte es wären 4 Monate für 2000 mg gewesen aber vielleicht hab ich das aus lauter " Weg von dem Zeug " - Euphorie auch nochmal verkürzt. Dachte halt na vielleicht passiert ein Anfall , mal sehen geht ja vielleicht gut und ist es in der Beziehung auch für 3 Jahre. :) Ich hab das damals auch nicht so als Krankheit empfunden.

Hab nochmal überlegt ich komm jetzt von 200 mg Lamotrigin und nehm jeden Monat 25 mg weniger also 8 Monate dann und nach dem Arzt wärens wohl höchstens 2 gewesen. Nehm aber weiter noch Levetiracetam.

Und bei Letzterem sollte ich eigentlich noch erhöhen von 1500 auf 2000 aber der Neuroheini hatte das auch zu schnell geplant.Wenn ich eins wie die Pest hasse dann ist das dröhnender Kopfdruck wo man nicht klar denken kann deswegen ist da für mich erstmal Sense. Ich frag mich für welche Leistungen die mehr Geld verlangen ?

Wollt dich nicht verunsichern aber es ist halt nicht nur mal ne Zahnspange die man einbaut und wieder rauszieht sondern ein Zahnrad in das Andere reingreifen.


Gruß

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Lerche, Sunday, 23.09.2012, 17:53 (vor 5076 Tagen) @ Loraine

es ist in fast 2 Jahren NIE etwas passiert.

Wenn damit gemeint ist, dass du schon 2 Jahre anfallsfrei bist, dann lass es. Oder schieb es wenigstens auf. Was Green schreibt, macht Sinn: Nach 2 Jahren Anfallsfreiheit darfst du den Führerschein machen. Den wirst du irgendwann brauchen. Hast du ihn, nimmt ihn dir keiner wieder weg. Bekommst du jetzt einen Anfall, musst du noch mal 2 Jahre warten. Tu’s nicht damit ab, dass du dir sowieso noch kein Auto leisten kannst / willst. Hab auch schwimmen gelernt ohne Aussicht auf ’n eigenen Swimmingpool:-).
Einen Absetz- bzw. Ausschleichversuch hab ich (nach 12 Jahren Anfallsfreiheit) auch schon mal gemacht, vor 14 Jahren mit Maliasin. Gegen den Rat meines Neuros, aber immerhin stationär in einem Epizentrum. Dachte, das andere Medikament (Phenytoin) würde eigentlich reichen. Das Ganze ging voll in die Hose: 2 Monate nach dem Absetzen ein Grand Mal, weitere 2 Monate später noch einer, der dann inkl. Fußgelenk-Bruch. Bin so schnell wie möglich wieder zur alten Medikation zurückgekehrt und seitdem auch wieder / noch anfallsfrei.
Alkohol ist für mich kein Thema. Schmeckt mir einfach nicht. In größeren Mengen ne „gute“ und vor allem legale Droge, aber größere Mengen trau ich mir einfach nicht zu. Und bei mir hörten die Anfälle vor 26 Jahren haargenau zu dem Zeitpunkt auf, als ich mit dem Alkohol aufhörte. Der vertrug sich also tatsächlich nicht mit meinen Medis. Wie das bei Keppra / Levetiracetam ist, weiß ich nicht, können dir die Anderen hier sicher mehr erzählen.
Anstoßen zu Silvester und anderen Gelegenheiten tu ich schon noch, dann wird kurz am Glas genippt und das war’s.

VG Uwe

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Tablettenschlucker, Freiburg, Monday, 24.09.2012, 09:49 (vor 5075 Tagen) @ Lerche

Hallo Uwe,

was du zum Thema Führerscheinentzug schreibst muss nicht unbedingt richtig sein.
Habe meinen Lappen damal auch gemacht und einen Unfall ohne Fremdbeteiligung
gebaut. Danach wird automatisch ein ärztliches Gutachten erstellt und geprüft ob du
mit deiner Epielepsie fahren darfst oder nicht. Meinen habe ich damals aufgrund
der Epilepsie verloren.

Gruß
Lukas

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:52 (vor 5074 Tagen) @ Tablettenschlucker

Musstest du zu der Zeit als du den Unfall hattest Antiepileptika nehmen oder hattest du sie zu dem Zeitpunkt abgesetzt? Das war bestimmt ein Schock, danach hätte ich total Angst jemals wieder Auto zufahren :-(

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:49 (vor 5074 Tagen) @ Lerche

Erstmal danke für deine Antwort :)

Also ein Führerschein ist erstmal nicht in Aussicht. Konzentrier mich erstmal auf Abi +Studium und in Berlin sind Führerscheine dank den öffentlichen Verkehrsmittel kein muss. Später will ich ihn ganz bestimmt machen.

Oh okay. Wie lange bleibt man bei dem Absetzen denn ungefähr auf der Station?

Dann hab ich wohl bis jetzt Glück gehabt dass sich Alkohol und meine Medikamente vertragen. Aber nach dem Absetzen sieht das wohl anders aus, es sei denn ich bleibe anfallsfrei..

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Lerche, Monday, 24.09.2012, 21:20 (vor 5074 Tagen) @ Loraine

in Berlin sind Führerscheine dank den öffentlichen Verkehrsmittel kein muss.

Stimmt so. Nach und durch Berlin fahr ich auch nicht mit ’m Auto, wenn ich mal rein muss, stell ich‘s in KW, Erkner oder sonst wo ab und nehm die S-Bahn bis rein. Wennse fährt.

Wie lange bleibt man bei dem Absetzen denn ungefähr auf der Station?

Waren bei mir 5 Wochen, ist aber schon 14 Jahre her, wie das heute gehandhabt wird, weiß ich nicht.

Dann hab ich wohl bis jetzt Glück gehabt dass sich Alkohol und meine Medikamente vertragen.

Ja. Ist aber (in den meisten Bundesländern) kein Grundnahrungsmittel, würdest ohne auch überleben. Aber wer sagt dir das… Nikotin ist auch kein Grundnahrungsmittel und ich rauche immer noch…:-|:-(

VG Uwe

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 23.09.2012, 18:56 (vor 5076 Tagen) @ Loraine

Hi!

Ich interpretier jetzt einmal, dass "es ist in fast 2 Jahren NIE etwas passiert" im Bezug auf den Alkohol, bedeutet, dass Du höchstens fast 2 Jahre anfallsfrei bist.

Also nach allem, was ich inzwischen erlebt und bei anderen Mitbekommen habe, solltest Du mit dem Absetzen vorsichtig sein. Ich war unter Medikamenten schon einmal deutlich länger als zwei Jahre am Stück vollkommen anfallsfrei und dann kam wieder einer.
Die Epileptologen von der UK, in der ich mitbetreut werde, haben bei meiner Umstellung von Levetiracetam auf Oxcarbazepin das Ganze so langsam gemacht, dass quasi nur alle paar Monate von einem was dazu und vom anderen weg kam. Über ein dreiviertel Jahr hat das gedauert.
Hab in der Klinik mal jemanden am Gang nebenbei kennen gelernt, die nach fast 10 Jahren Anfallsfreiheit mit Medis über einen Zeitraum von über 2 Jahren mit Pausen ausgeschlichen wurde.

Ich weiß, Medis schon so jung wie wir nehmen zu müssen ist echt sch... aber es ist besser, als Anfälle zu bekommen und mit jedem Tag Anfallsfreiheit sinkt das Risiko auf einen neuen Anfall.
Wenn's Dir nur um das Gefühl, dass Dir die Medis psychisch nicht bekommen, geht, versuch doch lieber, erst einmal ein ganz klein wenig zu reduzieren und warte dann ein halbes Jahr ab, ob sich was verbessert oder nicht.
Und zur Not, wenn doch wieder ein Anfall auftreten sollte, dann gäbe es die mit Deinem Arzt zu besprechende Möglichkeit einer Umstellung auf ein anderes Medi. Sowas kann aber, muss ich auch sagen, in die Hose gehen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 19:59 (vor 5074 Tagen) @ huge88

Also die 2 Jahre waren eigentlich auf den Zeitraum bezogen, seitdem ich gelegentlich Alkohl konsumiere. In der ganzen Zeit war ich aber auch anfallsfrei.

Hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern kann mit dem Ausschleichen. Aber ist wohl besser für den Körper.

Ja, naja mein Neurologe meinte wir sollen einen Absetzversuch ausprobieren, da es sein kann, dass ich die Medikamente gar nicht mehr brauche, weil die Anfälle für immer weg sein können wenn man als Jugendlicher an Epilepsie erkrankt. Nach der Pubertät soll der Spuk dann vorbeisein.
Hab aber auch den Verdacht, dass es ihm meine Tablettenkosten zu hoch sind. Einmal musste ich mir von ner Arzthelferin oder so anhören: Ich kann dir nicht schon wieder ein Rezept ausstellen, die sind so teuer, da könnte ich 10 anderen Kindern helfen!
(Hab danach zu nem anderen Arzt gewechselt..)

Ich schau einfach mal was passiert, bekomme ich wieder Anfälle, werde ich auf jeden Fall wieder die Tabletten nehmen, sonst würde meine MUtter sterben vor Angst.

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 25.09.2012, 10:22 (vor 5074 Tagen) @ Loraine

Wie lange bist Du dann denn schon insgesamt anfallsfrei? Sorry, wenn ich das hier irgendwo überlesen habe, ich überflieg gerade nur die anderen Sachen, weil ich grad nicht ganz so viel Zeit hab.

Meinst Du eigentlich mit Keppra/Levetiracetam, dass Du das Original Keppra bekommst, ein beliebiges Generikum oder das Generikum vom Keppra-Hersteller UCB?

--
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Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Tuesday, 25.09.2012, 16:55 (vor 5074 Tagen) @ huge88

bin seit 2 Jahren anfallsfrei.

äähm..ich denke mal das orginal keppra, allerdings geben mir die apotheker auch oft irgendwas von tochterfirmen aber mit denselben inhaltsstoffen und ucb hatte ich glaub ich auch schon mal..macht das einen Unterschied?

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 25.09.2012, 20:47 (vor 5073 Tagen) @ Loraine

Autsch sag ich jetzt erst einmal. Also mal ganz Grundsätzlich:

Die "Originalpräparate" und Generika haben zwar den gleichen Wirkstoff in den entsprechend angegebenen Konzentrationen, sind aber untereinander (meist) nicht Bioäquivalent. Die sogenannte Bioäquivalenz umfasst z.B. die Geschwindigkeit, mit der ein Wirkstoff im Körper aufgenommen wird, was zu unterschiedlichen Spitzenkonzentrationen im Serum führen und damit die Wirkung beeinflussen kann.

Deshalb soll man eigentlich auch immer nur ein und das selbe Generikum bekommen, weil streng genommen von einem Generikum zum anderen eine Umstellung erforderlich sein kann. Bei mir z.B. wird immer konkret das Generikum angegeben und dann noch das "Aut idem"-Kreuz gesetzt, damit das Konstant bleibt. Man kann aber auch bei nicht gesetztem Kreuz in der Apotheke dazusagen, welches Generikum man bekommt.
Wenn das von der Kasse wie die anderen bezahlt wird, bekommt man es auch so. Die Apotheken geben nur gerne immer zuerst das raus, was sie selbst halt auf Lager haben, wenn sie die Wahl haben.

Was ich aus der Epilepsieambulanz weiß, ist dass z.B. das Levetiracetam von UCB das firmeneigene, bioäquivalente Generikum zum Keppra ist und dazwischen keine Umstellung notwendig ist. Keppra selbst zu verschreiben, kommt den Ärzten wegen den Generika teurer. Wenn sie dann das Generikum von UCB verordnen und das Aut-Idem-Kreuz nicht gesetzt wird, bekommt man in der Apotheke leicht, meist ohne zu wissen, dass das die Wirkung beeinflussen kann, von heute auf morgen was "anderes".

Jetzt versteh ich vermutlich auch, wieso die Arzthelferin den blöden (rechtlich absolut schwachsinnigen Kommentar, da sie einer Behandlungspflicht nachkommen müssen) Kommentar losgelassen hat: Wenn Du den Unterschied nicht gekannt und "Keppra" gesagt hast und sie an das Original gedacht hat, hätte das doch deutliche Kosten für die Arztpraxis verursacht.

--
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Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

unbekannt, Wednesday, 26.09.2012, 01:11 (vor 5073 Tagen) @ Loraine
bearbeitet von unbekannt, Wednesday, 26.09.2012, 01:21

" Einmal musste ich mir von ner Arzthelferin oder so anhören: Ich kann dir nicht schon wieder ein Rezept ausstellen, die sind so teuer, da könnte ich 10 anderen Kindern helfen! "


Echt jetzt ?
Wieviel Anfälle hattest du denn insgesamt ? Grand Mal ?

Ich hör zwar auch immer bei jeder Neuverschreibung " Nehmen wir das da hat ihre Krankenkasse einen Rabattvertrag " aber das ist doch eine absolute Unverschämtheit.
Man sollte einfach viel öfter einen Arzt wechseln wenn der einem nicht paßt. Wenn die unsere 27 Euro oder wieviel das ist pro Quartal nicht brauchen bitte..


Ich nehm glaub ich Leve.. von Hexal.

Aber wenn man eh nicht so genau auf die Einnahmezeit achtet so wie ich bzw die einen nicht so beeinflußt und man eher wenig Anfälle hat dann kann doch der Unterschied zwischen den Generika in dem Fall auch nicht so bedeutend sein.Ich hab das auch von einem Arzt erst dann mal gehört als ich aufgrund von Forenbeiträgen nachgefragt habe
( " Kann unter Umständen einen Einfluß haben " )

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Mondenkind, Sunday, 23.09.2012, 19:56 (vor 5075 Tagen) @ Loraine

Hallo Loraine,

ich habe Keppra vor ca. 2 Jahren abgesetzt, alle 6 Wochen 500 mg weniger (ich nahm 1.500-0-1.500 ein).

Ich habe dabei aber auch noch Oxcarbazepin eingenommen, aber ich kann dir sagen, je langsamer, desto besser.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 20:01 (vor 5074 Tagen) @ Mondenkind

Okay, danke. Meine Dosis ist etwas niedriger, da wird das bei mir vielleicht schneller gehen. aber ich werde den Arzt dann mal sagen dass ich es so langsam wie möglich machen mächte :)

Hattest während oder nach dem Absetzen irgendwelche psychischen oder physischen Probleme (wenn man Fragen darf) ?

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Mondenkind, Monday, 24.09.2012, 22:19 (vor 5074 Tagen) @ Loraine

Hattest während oder nach dem Absetzen irgendwelche psychischen oder physischen Probleme (wenn man Fragen darf) ?

Nein hatte ich nicht.

LG
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

unbekannt, Monday, 24.09.2012, 12:11 (vor 5075 Tagen) @ Loraine
bearbeitet von unbekannt, Monday, 24.09.2012, 12:21

Kommt ja auch immer drauf an wieviel Anfälle man hat und in welcher Intensität
Bei mir hat das so in etwa deinem Alter begonnen.

Ich empfands zwar als lästig aber die Tablettennehmerei noch mehr.
Und auf Alkohol hab ich irgendwann auch keine Rücksicht genommen. :-D

Hier sagen zwar immer viele man kann Anfälle bekommen , bloß nicht , aber ist diese Gefahr nicht selbstverständlich ? Ich mach mir eigentlich mehr Sorgen um den allgemeinen Hirnstoffwechsel.Wieder anfangen zu schlucken kann man ja immer.
Was mir zu oft vernachlässigt wird ist daß die doch oft auch als Psychopharmaka eingesetzt werden und wenn man die ( zu schnell ) wegläßt wird sich das auch anderweitig irgendwie auswirken unabhängig davon ob man nun auch solche bipolaren Probleme hat oder nicht. Wie ne Aspirin mittlerweile , die hilft ja auch nicht nur gegen Kopfschmerzen.
Im Kern geht es ja immer um die Nervenzellensynapsen die von allen Stoffen beeinflußt und verändert werden.Da kann ein Arzt noch so oft klugschei** " ist keine Droge macht nicht abhängig " , man gewöhnt sich dran.Und dann muß man entwöhnt werden.

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

anonym, Monday, 24.09.2012, 12:37 (vor 5075 Tagen) @ unbekannt
bearbeitet von anonym, Monday, 24.09.2012, 12:51

Hallo Descartes,
das kann ich nur bestätigen. Entwöhnen kann ganz schön wehtun und dann kommt es noch darauf an, wie stark Dein Körper ist dies so einfach wegzustecken. Für mich es deshalb auch Schluß, hätte vor dem nächsten Entzug riesig Angst. AE empfinde ich sowie so als eines der schwersten Medikemnte auf den Pharmamark mit den meisten Nebenwirkungen.;-)
ich habe gerde gelsen das bei Abhängimachenden Medikamente Probleme im Entzug auch als Nebenwirkung beizeichnet wird. Da wird man von einer Katastrophe in die andere förmlich geschmissen.

Gruß
Corinna

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

Loraine, Monday, 24.09.2012, 20:06 (vor 5074 Tagen) @ unbekannt

Ganz genau, mir wurde gesagt Ich soll bloß niiiiemals Alkohl trinken, irgedwann hat er mir dann ein Mischbier pro Woche erlaubt. So oder so, ist wie gesagt bei mir jedenfalls durch Alkohol nie zu einem Anfall gekommen. Hab aber Angst, dass wenn ich die Medis abgesetzt habe und was trinke, dass dann eher was passiert. Mein Arzt meinte nämlich das ist dann noch wahrscheinlicher..

Ich mach mir auch mehr sorgen um die psychischen Folgen und die "Abhängigkeit". Schon allein wenn ich die Tabletten mal vergesse, spüre ich wie schlecht es mir geht und was für Kopfschmerzen ich bekomme..

Ich hoffe die "Entwöhnung" wird nicht allzuhart, aber mit langsamen Ausschleichen wird es hoffentlich nicht so schlimm.

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

manatee, Wednesday, 28.11.2012, 06:54 (vor 5010 Tagen) @ Loraine

Hallo zusammen,
ich habe Keppra 2,5 Jahre genommen.
Bei meinen beiden einzigen Anfällen lagen 10 Jahre dazwischen und beide sind durch Alkohol ausgelöst worden. Deshalb mein Motto "ich lass das Zeug aus meinem Hals".

Was die Nebenwirkungen anging, die sind auf meine Psyche geschlagen, heißt Aggression und Reizbarkeit. Das wurde so schlimm, dass ich meinen Neurologen bat, die Keppra abzusetzen.
Ich habe 1000-0-1000 mg genommen und werden jetzt ausgeschlichen, alle 6 Wochen 500 mg weniger.
Und nun, seit ich bei der halben Dosierung (500-0-500) angekommen bin, habe ich recht fiese Nebenwirkungen. Ich glaube gestern war der schlimmster Tag. Am liebsten hätte ich jeden Moment los geflennt und zugleich wollte ich jedem an die Gurgel springen vor Wut. Das ist gar nicht so leicht, wenn man im Verkauf arbeitet und freundlich sein muss.
Jedenfalls habe ich bei meinem Neurologen angerufen, um zu fragen, ob das normal ist.
Ich warte noch auf eine Antwort.
Was das Auto fahren betrifft, ich darf jetzt ein halbes Jahr nicht fahren, werde mich auch dran halten, hab ja viel zu viel Angst, dass mir unterwegs was passiert.
Aber ich werds überleben, hauptsache ist, das ich die Keppra nicht mehr nehmen muss.

LG

Erfahrungen mit Absetzen von Medikamenten?

sandytimmy, Wednesday, 28.11.2012, 08:01 (vor 5010 Tagen) @ Loraine

ich habe vor 9 jahren mal-auf eig. gefahr und ohne mit dem neurologen meine tabletten von einnen tag auf den anderen komplett abgesetzt, da ich über jahre keine anfälle hatte und ich mir dachte: was soll passieren, im schlimmsten fall bekomm ich halt noch einen anfall, macht nach tausenden in der jugend auch nichts.
ich nahm vor her tegretal, ergenyl und sabril zusammen.
und was geschah?- nichts.
ich war dann 5 jahre lang ohne medis anfallsfrei, war in der zeit auch schwanger.
erst zei jahre nach der schwangerschft bekam ich wieder anfälle
ich bereu es auch nicht, war für die schwangerschaft doch das ideal- ohne medis und ohne anfälle

es war nicht nach lehrbuch das weis ich selbst, aber auch nicht schlimm:-P