Antwort der AOK auf meine Anfrage

mezeg, München, Tuesday, 02.10.2012, 13:55 (vor 5067 Tagen) @ mezeg

Habe gestern eine Mail an die AOK geschickt, um zu fragen, warum in deren Zeitung "Bleib gesund" kein Artikel über Epilepsie zu lesen war. Machte mir keine Illusionen über den Erfolg meiner Anfrage aber es war mir ein Bedürfnis, sie zu versuchen.

Noch am Nachmittag bekam ich eine Antwort, keine Computer-automatische sondern persönlich an mich adressiert mit Namen und direkter Mail-Adresse der Sachbearbeiterin.

vielen Dank für Ihre E-Mail, ich werden natürlich sofort Ihre E-Mail an die zuständige Abteilung weiterleiten.

Na ja, wird von einer Stelle zur anderen ewig weiterleitet, siehe Karl Valentin...

Und heute morgen ruft mich eben die Sachbearbeiterin direkt an!

Sie hat die Anfrage an die Redaktion weitergeleitet, sie waren sofort interessiert. Ein entsprechender Beitrag war mal in Diskussion, wurde aber wegen eines anderen Ereignisses zurückgesetzt. Der Artikel wird zwar noch nicht in die nächste Auslage erscheinen aber in sehr baldigen Zeit. Der Verlag wurde informiert.

Bin kein Privatpatient, noch weniger eine politische Persönlichkeit. Daß diese Anfrage so schnell in Bearbeitung ging und daß man mich darüber sogar sofort informiert, läßt mich hoffen, daß es doch zu einem Ergebnis kommen wird.

Klar, es handelt sich momentan nur um AOK-Versicherten und dies in Bayern aber die anderen könnten vielleicht nachziehen. Der erste Schritt war zumindest nicht umsonst, die erste Synapse war nicht blockiert... ;-)

Das entsprechende deutsche Sprichwort "Kleinvieh macht auch Mist" gefällt mir nicht ganz so... :-(


Wir machen es poetischer:

"Petit à petit, l'oiseau fait son nid"

Stück nach Stück baut der Vogel sein Nest zusammen

oder

"Les petits ruisseaux font les grandes rivières"

Kleine Bächer bilden die großen Ströme

Vögel und Bächer auch hier vorhanden?? :-P :-P

mezeg

P.S. Hatte vor kurzer Zeit in einer dieser kostenlosen Stadtviertel-Zeitung einen Artikel darüber gelesen. Titel: "ich bin Epileptiker, na und?"
Kurz aber gut verständlich. Zuerst wird erwähnt, daß man früher in Afrika ein ganzes Dorf niederbrannte, wenn ein Epileptiker aufgespürt wurde, "um die bösen Geister zu vertreiben." :-( :-(

Dann wird kurz erklärt, daß es sich um keine Geisteskrankeit handelt, sondern um eine elektrische Entladung im Gehirn. (Die Details weiß ich nicht mehr)
Dies von einer Pharma-Referentin.
Dann eine betroffene, die erklärt, wie die Diagnose sie umwarf, daß sie entdeckt hatte, der erste und wichtigste Schritt war die Akzeptanz (siehe Titel), um sich einen entsprechenden erfüllenden Beruf auszusuchen und eine gute Partnerschaft aufzubauen.


(Das Ganze aus dem Gedächtnis raus)

Als Bild ein Junge von hinten fotografiert, vor dunklen Wolken und eindrucksvollen Blitzen.

Ich fand den Artikel aussagekräftig ohne das Thema allzu viel zu vertiefen, es ging um eine schnelle verständliche Erklärung für jeden Mann. Erinnere mich aber nicht mehr, ob einfachsten Maßnahmen bei Anfällen erwähnt waren.


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