Medikamente oder Operation?
Tania, Bremen, Thursday, 04.10.2012, 12:51 (vor 5065 Tagen)
Halloo zusammen.
Ich habe nach einem Schlaganfall seit 10 Jahren regelmässig große Anfälle mit Notarzt und KH. Im laufe der Zeit habe ich mehrmals die Medikamente gewechselt, da die Anfälle nach einiger Zeit in immer kürzeren Abständen kamen. Zur Zeit nehme ich
Levetirazepam 2000-0-2000-500
Lamotrigin 250-0-250
zusätzlich Mirtazapin 0-0-0-15
wegen des Schlaganfalls noch 0-0-300
Der Neurologe hat mir vor kurzem empfohlen, mich in einer Klinik anzumelden, um mich neu einzustellen. Da ich gerade wieder einen Anfall hatte (der letzte war vor 2 Monaten) sprach er heute zusätzlich von der Möglichkeit einer Operation. Panik
Als ich nach hause kam, hatte ich erst einmal einen Heulkrampf und mußte eine Lorazepam nehmen, um mich zu beruhigen.
Ging es irgendjemandem von euch ähnlich? Wie geht ihr damit um?
Medikamente oder Operation?
jess87, NRW, Thursday, 04.10.2012, 13:46 (vor 5065 Tagen) @ Tania
hallo tania
ich hatte am 22.05.2012 meine OP, wegen meiner Epilepsie. Alleine bin ich da nieee drauf gekommen, dass man das operieren kann. Im Februar 2009 hatte ich einen Termin in einem speziellen Epilepsie-Zentrum in Bielefeld/Bethel. Und zwar ging es mir in diesem Termin 2009 nur ums Thema "Kinderwunsch". Klar haben die dann ambulant mich beim MRT untersucht. Nachher hatte ich wieder ein Gespräch beim Arzt und er meinte zu mir, dass ich mich operieren lassen kann. Was ganz einfaches meinte er. Trotzdem habe ich es erstmal links liegen gelassen, denn das war ja nicht das Thema was mir wichtig war
Tja nur wurde es in der Schwangerschaft nicht sehr einfach, aufgrund meiner Krankheit. Aber operieren war immer noch nicht DAS THEMA
jedenfalls wurde es nach der Geburt immer noch nicht besser sondern einfach nur beschissener. Viele Anfälle hatte ich zwar nicht, wenn ich einfach mal so sage. Aber mein schitt VORGEFÜHL, dass es mir scheiße ging (sorry für meine Worte) tja und dann war es halt die Situation mit meiner Tochter, wo ich für mich eigentlich viel negatives bemerkt habe. Jedenfalls hatte ich dann letztes Jahr im November/Dezember einen Termin für die stationäre Behandlung. Habe ich durchgezogen, alles gelaufen, was man erwartet hat. Was mich selbst nur beim 24. Std EEG ungehauen hat. Die Bilder einfach von dem wie ich bi n. Deshalb habe ich für mich gesagt, ich muss es machen, was ist wenn meine Tochter, mit keine 3 Jahren, so mich wirklich mal sieht?!
Naja, dann hat mich allerdings noch einiges verhaun, was dann das Thema die OP anging, ABER es konnte nur besser werden, dachte ich. Und so ist es wirklich geworden. Das einzige, was ich noch "schlechtes" merke ist halt, dass meine 100%ig gute Wortart (beim reden und schreiben) nicht so gut ist, wie es halt war. Manche Tage so und manche halt so. Aber da schei... ich momentan noch drauf, gehe zur logopädin und ich denke, hauptsache ich bin wieder normal im Leben, ob ich 100%ig gut dabei bin oder nicht, auch egal für mich. Meine Tochter bessert mich, wenn auch sowieso
oder halt mein mann
LG und sorry, fürs zu viel schreiben.
Medikamente oder Operation?
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 04.10.2012, 13:55 (vor 5065 Tagen) @ Tania
Hi!
Du musst ja ne ganze Menge einnehmen. Da ist es vermutlich auch schwierig, zu sagen, ob die Medis vielleicht nicht teilweise ihre Wirkung gegenseitig aufheben oder zusammen vielleicht auch einen negativen Effekt aufeinander haben.
Eine Neueinstellung wäre da sicherlich nicht schlecht. In was für eine Klinik würde er Dich denn deshalb einweisen? Warst Du schon einmal in einem Epilepsiezentrum? Abgesehen davon, dass die dort gerade hinsichtlich der Wechselwirkungen vielleicht etwas mehr Erfahrung haben, als andernorts, könnten die dort dann auch, wenn Du möchtest, einmal ein MRT machen, um abzuklären, ob es da überhaupt was potentiell operierbares gäbe.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Medikamente oder Operation?
Tania, Bremen, Thursday, 04.10.2012, 14:00 (vor 5065 Tagen) @ huge88
Ich will mich in Emden bei Dr.Klugkist anmelden. Ambulant.
In einer Klinik war ich noch nicht, habe einfach Angst davor.
Medikamente oder Operation?
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 04.10.2012, 20:22 (vor 5064 Tagen) @ Tania
Ah - Epilepsieambulanz. Das hab ich mit Epilepsiezentrum eigentlich gemeint. Kannst ja einmal nach Erfahrungen von dort fragen, wenn Du möchtest.
Ich kann nur von der von der UK Erlangen berichten und bin mit der echt zufrieden. Einziges Manko - wie in all den Zentren - sind die langen Wartezeiten.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Medikamente oder Operation?
Tablettenschlucker, Freiburg, Friday, 05.10.2012, 03:52 (vor 5064 Tagen) @ huge88
Hey,
das mit den langen Wartezeiten dachte ich auch. Man muss sich aber die
Mühe machen und mal alle anrufen. Bei Bethel und Kork hätte ich mindes-
tens ein halb-dreiviertel Jahr warten müssen. In Müchen kam ich schon
nach 4 Wochen dran. Immer alle anrufen und dann auswählen, die Mühe
lohnt sich. auch nicht unbedingt auf einen Neurologen warten, wenn du
willst ds etwas richtig gemacht wird, mach es selbst. Trifft zu mindest auf
manches zu
.
Liebe Grüße
Lukas
Medikamente oder Operation?
sandytimmy, Thursday, 04.10.2012, 20:56 (vor 5064 Tagen) @ Tania
du brauchst keine panik haben, bleib ruhig und denk sachlich darüber nach.
eine stationäre einstellung kann ja nicht schaden.
ansonsten müsstest du - wie ich im mai diesen jahres- zur prächirurgischen diagnostik.
da werden bilder gemacht wie mrt, tests wo im gehirn das sprach- und sehzentrum ist und ein anfall unter dauer-eeg ausgelöst, damit geguckt wird ob man dich überhaupt operieren kann.
das war nicht schlimm, das "schlimmste" für mich persönlich war das -unnötige- bettgitter im eeg-zimmer und dadurch keine toilette- nur toilettenstuhl
und denk dran: es ist alles unverbindlich, ich war auch zur diagnostik- hab mich aber gegen eine OP momentan entschieden
Medikamente oder Operation?
steffig, Thursday, 04.10.2012, 21:59 (vor 5064 Tagen) @ Tania
Hallo Tania,
Ein wahnsinn wie viele Medis du nehmen musst.
Ja das mit der OP ist eine Möglichkeit.
Ich bin vor fast 1 Jahr operiert worden u mir gings so wie dir als mir meine Neurologin erzählt hat das es die Möglichkeit einer OP gibt.
Ich war in dem Moment echt erstarrt sprachlos u geschockt u das sah sie auch u meinte nur ich soll mir das durch den Kopf gehn lassen u ich habe solange bedenkzeit wie ich brauche u das es bei Erwachsenen in "egal" ist ob man heute Operiert oder erst in einem 1/4 oder 1/2 Jahr weil Erwachsene fertig entwickelt sind ingegensatz zu Kinder. Klar Lebensqualität gewinnen wir!!!
Darf ich fragen wie alt du bist.
Aber ich kann nr von mir berichten
Ich habs getan u mich am 19 Oktober 2011 operieren lassen u seit dem bin ich ANFALLSFREI!!!
Und die voruntersuchungen sind nicht schlimm .
Und es wird immer alles ganzgenau besprochen & erklärt.
Nur 1 Grund warum ich es machen lassen habe war ua. weil ich seit 18 jahre medis nehme u ohne op auch immer nehmen hätte müssen da ich Therapieresisdent bin.
Und ich sonst irgendwann vielleicht Organschäden bekommen könnte den die Medis sind das pure gift f. unsere Leber zb.
Also was ich damit sagen will ich weiß ganz genau was in dir vorgeht.
Sorry für den zulanggewordenen Text!!!
Lg
Steffi
Medikamente oder Operation?
Tanni, Varel, Friday, 05.10.2012, 09:35 (vor 5064 Tagen) @ Tania
Hallo Tanja,
also ich bin auch in Emden bei Dr.Klugkist da ich aus Apen komme. Seit 5 Jahren bin ich dort und fühle mich sehr wohl er ist ein toller Arzt. 4 mal im Jahr Ambulant zum EEG und anschließendem Gespräch, neue Rezepte (und das alles ohne Wartezeit) und Stationär war ich dort zum Einstellen der Medis für 4 Wochen.
Da er in Emden IN einer Klinik arbeitet solltest Du KEINE Angst davor haben und hinfahren!
Auch die Station ist super. Einmal bin ich für 6 Wochen in Bethel gewesen um zu schauen ob ich operiert werden kann bzw. ob andere Medis für mich in Frage kommen. Diese war nicht der Fall also muss ich lerne damit zu leben, und bin in Emden auch in Psychologischer Behandlung denn das zu lernen ist nicht einfach da ich meine Epi erst seit 6 Jahren habe.
Liebe Grüße,
Tanni
--
Ich lebe jetzt und heute!
Medikamente oder Operation?
Keppra, Thursday, 18.10.2012, 18:38 (vor 5051 Tagen) @ Tanni
Ich habe anfälle durch die linke Gehirnhälfte.
Operieren kann man das wohl nicht.
Man kann mir nicht mal sagen warum sie erst nach 26 Jahren auftrat.
Mit 12 bin gestürzt hatte eine Gehirerschütterung dann 5 Jahre Kopfschmerzen
man denkt es liegt daran...
Leider fing es nach der Schwnagerschaft und Geburt richtig an
Grand Mals---seit 2 Jahren ohne Anfälle aber komische Eindrücke habe ich
Wie wenn ich wachse