Fahrtauglichkeit
Easy, Friday, 05.10.2012, 10:41 (vor 5064 Tagen)
bearbeitet von Easy, Friday, 05.10.2012, 10:49
Ich bin 57 Jahre alt und hatte vor einer Woche wieder einen Anfall im Straßenverkehr. Ich habe ein Auto gerammt. Gott sei Dank keine Verletzten. Vor 11 Jahren hatte ich auch einen Unfall und dann zwei Jahre lang einen Führerscheinentzug, der nach dieser Zeit durch ein medizinisches Gutachten wieder aufgehoben wurde. In der Zwischenzeit hatte ich drei Anfälle (also in den letzten 11 Jahren hatte ich insgesamt 3 Anfälle). Ich bin auf Lamotrigin eingestellt und vertrage es auch ganz gut. Ich denke, durch allgemeinen Stress (beruflich und auch in der Ehe) ist dieser neuerliche Anfall und nachfolgend der Unfall ausgelöst worden. Es wurde beim Unfall kein epileptischer Anfall (Notarzt und anschließend bei der Abklärung im Krankenhaus) kein epileptischer Anfall diagnostiziert, aber es war einer. Ich fahre natürlich derzeit kein Auto und werde es auch über einen längeren Zeitraum sicherlich nicht machen. Wer hat ähnliche Situationen schon einmal durchgemacht. Wenn ich jetzt zur Arbeit muss habe ich einen Anfahrtsweg von 2 Stunden hin und 2 Stunden wieder zurück und mit dem Auto jeweils 45 Minuten. Die Ehe ist jetzt, so denke ich, auch in die Brüche gegangen. Seit meinem neuerlichen Anfall leben wir und getrennt. Mein Anfall ist sicherlich nicht der einzige Grund hierfür, aber meine Frau konnte mit meiner Epilepsie nie etwas anfangen.
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podi, Friday, 05.10.2012, 11:03 (vor 5064 Tagen) @ Easy
Ich möcht hier einmal sagen, das ich das Autofahren von Epileptikern extrem verantwortungslos finde. Wenn ich schon von vorne herein weis, das ich beim fahren einen Anfall haben könnte und trotzdem fahre, riskiere ich so ganz bewusst mein- und vorallem das Leben anderer. (auch der Beifahrer) Man stellt sich vor ein erwachsener Epileptiker am Steuer und ein kleines Kind als Beifahrer. Was, wenn beim Unfall das Kind stirbt? Natürlich kann jeder einen Unfall haben, aber hier wird das Risiko bewusst eingegangen. Ich weis, das viele einen Schein "brauchen", weil sie zB. am Land wohnen. Trotzdem ist das Risiko nicht geringer. Es ist praktisch dasselbe, als würde ich betrunken fahren, es muss nichts sein, aber das Risiko ist da. Würde mein Kind von einem Epileptiker (Fahrerlaubnis, oder nicht) angefahren, würde ich die höchst mögliche Strafe fordern. Oder sieht das hier jemand anders?
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BravesBiest, Friday, 05.10.2012, 11:15 (vor 5064 Tagen) @ podi
Ich geb dir vollkommen recht
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Easy, Sunday, 07.10.2012, 08:57 (vor 5062 Tagen) @ BravesBiest
Vielen Dank für die vielen Beiträge hier, seien sie kritisch oder auch verständnisvoll.
Mir ist klar, dass ich eine Gefahr darstelle (dieser Umstand alleine ist schon sehr deprimierend). Ich fahre auch kein Auto.Die Frage zielte auf die Möglichkeiten, die ein Epileptiker hat, irgendwann wieder Auto fahren zu können.Und noch eine Erklärung. Ich bin nicht Auto-geil!
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Lerche, Sunday, 07.10.2012, 10:37 (vor 5062 Tagen) @ Easy
Hallo Easy,
ich bin nun über 50, männlich, Raucher und immer noch ein bisschen "zu klein für mein Gewicht". Womit ich wohl vollwertiges Mitglied im Herzinfarktrisikoclub wäre, auch wenn ich keine Epilepsie hätte…
Ich war 12 Jahre anfallsfrei, als ich 1998 ein Medikament (Maliasin) unter stationärer Aufsicht ausschlich. 2 Monate später dann ein GM auf Arbeit. Wir hatten damals eine Fahrgemeinschaft und ich wäre an dem Tag auch mit fahren dran gewesen, hatte aber gerade das Auto in der Werkstatt…
Daraufhin wurde versucht, mich auf das damals hochmoderne Lamictal einzustellen, was auch nichts außer einem weiteren Anfall weitere 2 Monate später brachte. Deshalb alles wieder auf Anfang und alles war wieder gut. Weitere 14 Jahren kein Anfall mehr, und solange fahr ich auch wieder Auto. Mit der Zeit immer ungerner, aber das hat nix mit der Epi zu tun und ist ne andere Geschichte…
Nehme an, es kommen noch ein paar Abmahnungen wg. Rauchen, hab das mal rausgesucht:
„Es gibt keinen Nachweis dafür, dass sich das Rauchen von Zigaretten negativ auf das Anfallsrisiko auswirkt. Tierexperimentell ist jedoch eine abgeschwächte Wirkung mehrerer Antiepileptika bei gleichzeitiger Gabe von Nikotin beschrieben worden. In letzter Zeit gab es auch Hinweise, dass es beispielsweise bei Rauchern, die mit Lamotrigin behandelt wurden, zu einem schnelleren Abbau des Wirkstoffs kam.“*)
Und natürlich, der Vollständigkeit halber:
„Grundsätzlich gefährdet das Rauchen die Gesundheit erheblich, wie bei allen anderen Menschen auch.“*)
Nun hab ich auf jeden deiner beiden Threads ein bisschen geantwortet, ohne auch nur den Ansatz einer Lösung zu präsentieren. Die hab ich auch nicht, kann nur berichten.
VG Uwe
*)Quelle: http://www.izepilepsie.de
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Easy, Sunday, 07.10.2012, 12:14 (vor 5062 Tagen) @ Lerche
Ich danke Dir. Ich werde auf jeden Fall mit meinem Arzt sprechen.
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BravesBiest, Friday, 05.10.2012, 11:17 (vor 5064 Tagen) @ Easy
Denkst du denn nie an die anderen Leute????
Diesesmal niemandem was passiert.Was ist beim nächsten mal??
Bei so nem Beitrag könnt ich ehrlich gesagt kotzen und mich zig tausend Stunden drüber aufregen
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Easy, Friday, 05.10.2012, 11:25 (vor 5064 Tagen) @ BravesBiest
Gott sei Dank hast Du ja nur im Konjunktiv geschrieben. Aufregen über Stunden hinweg wollte ich dich bestimmt nicht.
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BravesBiest, Friday, 05.10.2012, 11:33 (vor 5064 Tagen) @ Easy
Hast du KInder??
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Noooh, Friday, 05.10.2012, 14:21 (vor 5064 Tagen) @ BravesBiest
also ich persönlich denke,man sollte das mit dem auto fahren bleiben lassen...ich habe zwar noch meinen führerschein,aber darf auch nicht fahren!ich vergleiche es auch mit betrunken sein und dann fahren.denn ich hatte auch schon einmal den führerschein wegen alkohol weg und hatte glück das niemand ernsthaft zu schaden kam.wenn ich jetzt denke ich würde autofahren und jemand würde zu schaden kommen,würde ich nicht mehr glücklich werden...ich hab mit der epilepsie schon genug probleme,warum soll ich mir noch mehr schaffen..ich fuhr zwar sehr sehr sehr gerne auto,aber wenns nicht mehr sein soll,dann muss man sich damit abfinden....es sei denn ich bin irgendwann geheilt und habe keine anfälle mehr
hahahaha
gruss dominic
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 05.10.2012, 16:12 (vor 5064 Tagen) @ Easy
Wann hattest Du denn vor dem von Dir geschilderten Anfall Deinen letzten Anfall, wenn ich Dich fragen darf?
Wann hast Du Dich eigentlich zuletzt einmal damit auseinandergesetzt, ob Du angesichts Deiner, wenn auch seltenen Anfälle, ein Auto fahren dürftest? Einen Führerschein zu besitzen heißt nicht, auch Autofahren zu dürfen.
Und - jetzt entschuldige, das ist nur selten meine Art, aber ich muss da einfach einmal schreihen und kann nicht höflich bleiben:
HERRGOTT NOCH EINMAL! DU HATTEST EINEN ANFALL HINTERM LENKRAD!!! WIE EGOISTISCH MUSS MAN EIGENTLICH SEIN, UM SICH DANACH IRGENDWIE ÜBER EINEN LÄNGEREN WEG ZUR ARBEIT SORGEN ZU MACHEN?! SEI FROH, DASS NIEMANDEN ETWAS PASSIERT IST UND BASTA!
Und was das "meine Frau konnte mit meiner Epilepsie nie etwas anfangen" angeht: Ich weiß zwar nicht, wie lange Ihr verheiratet seid, aber entweder eine verdammt lange Zeit(mehr als 11 Jahre) oder sie hat Dich trotz der Epilepsie geheiratet. Schon einmal darüber nachgedacht, ob es ihr - und entschuldige, wenn ich jetzt unverschämt ins Blaue rate, einfach weil ich immer noch auf 180 bin - vielleicht Probleme bereitet hat, wie Du mit der Epilepsie umgegangen bist?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Musica, Friday, 05.10.2012, 17:02 (vor 5064 Tagen) @ Easy
Hallo easy, ich verstehe Dich gut. Wenn Dir nicht fürchterlich zumute wäre, hättest Du Dich nicht hier gemeldet. Bestimmt gibt es auch betr. Deiner Ehe eine lange Geschichte, mit oder ohne Epilepsie und die Trennung wahrscheinlich nicht nur aufgrund der Epi. Ich tue mich auch sehr, sehr hart. Jeden Morgen könnte ich fluchen w enn ich mich täglich für 16 km 45 bis 60 Minuten auf den Weg mache, 3x umsteige, mit dem Auto dagegen nur 20 Minuten bräuchte. Das Gleiche natürlich zurück. vermisse das schöne Gefühl am Steuer. Ich hasse es, lehne es ab, komme in Versuchung. Aber meine Angst verhindert den Griff zum Autoschüssel. LG,Musica
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Mars2831957, Tuesday, 16.10.2012, 14:45 (vor 5053 Tagen) @ Musica
Hallo Musica,
ich bin neu hier. Ich wohne auf dem Land und habe nur 4 km zur Arbeit, aber eine sehr schlechte Bus- und Zugverbindung. Ich müsste noch 1,8 km zu Fuss gehen und dass mit einem künstlichen Knie. Vor 6 Jahren wurde bei mir Epilepsie festgestellt und seit 1,5 Jahren darf ich nicht mehr Autofahren. Nach einem Kampf von 15 Wochen und etlichen Widersprüchen hat mir die Rentenversicherung einen Fahrdienst zur und von der Arbeit nach Hause genehmigt. Kannst Du das nicht auch in Anspruch nehmen. Bis 30 km einfacher Strecke kann man das beantragen. Erkundige dich doch einfach mal. Und vor allem hartnäckig bleiben, es steht einem zu. Ich drück Dir die Daumen. Wenn Du weitere Fragen hast, einfach melden.
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Tom vom Berg
, Friday, 05.10.2012, 18:31 (vor 5064 Tagen) @
Easy
Hallo Easy
Also du hast in 11 Jahren deinen dritten Anfall gehabt.
Das wären also alle 5 1/2 Jahre einer.
Man darf aber schon nach einem Jahr ohne Anfälle oder
auffälligen EEG´s wieder Auto fahren.
Wer soll da einen Stab über dich brechen?
Wir alle die schon nach einem Jahr wieder fahren,
dürften das ja nicht nach einigen Meinungen von Kollegen und Kolleginen
(ich nenne Euch mal so). Denn den Stempel EPIEPTIKER wirst du nie wieder los.
Wenn ich mich nicht wohl fühle fahre ich kein Auto.
Dann muß halt die Flamme ran oder ich muß mich viel früher auf machen zum Termin.
Also achte auf deinen Körper.
MfG
Tom
PS.: Wir haben, also meine Familie und ich,
vor zwei Jahren beinahe unser Leben verloren.
Durch einen Zufall standen wir nicht an der Stelle wohin
das Auto schleuderte was zu schnell in einer Baustelle fuhr.
Und dieser Fahrer war kein Epileptiker oder Alkoholiker.
Das war einfach nur ein 50 jähriger der meint ihm gehört
die Strasse alleine und kann machen was er will.
Bezweifel das er seine Fahrweise geändert hat.
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Musica, Friday, 05.10.2012, 21:51 (vor 5063 Tagen) @ Tom vom Berg
Hallo Tom, bist Du ganz sicher, dass man nach 1 Jahr Anfallsfreiheit von selbst wieder autofahren darf? Lg,Musica
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Tom vom Berg
, Friday, 05.10.2012, 21:56 (vor 5063 Tagen) @
Musica
Wenn dein Neurologe sagt du darfst wieder fahren.
Bei mir war es so.
MfG
Tom
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Musica, Friday, 05.10.2012, 22:01 (vor 5063 Tagen) @ Tom vom Berg
Also hat er es Dir verboten und nach 1 Jahr wieder genehmigt? Mit dem Stempel hast Du recht. Viele machen sich etwas vor. LG
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Tom vom Berg
, Friday, 05.10.2012, 22:11 (vor 5063 Tagen) @
Musica
Erst hat man mir ein Fahrverbot für ein 1/2 Jahr auferlegt.
Welches wegen den schlechten EEG´s auf ein Jahr verlängert wurde.
Danach waren die EEG´s ok
Und es ging wieder auf die Piste.
MfG
Tom
PS.: alle anderen EEG´s danach waren auch ok 
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Tom vom Berg
, Friday, 05.10.2012, 21:53 (vor 5063 Tagen) @
Tom vom Berg
Denn den Stempel EPIEPTIKER wirst du nie wieder los.
Denn den Stempel Epileptiker wirst du nie wieder los.
So nun stimmt es
Danke Green
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Tablettenschlucker, Freiburg, Friday, 05.10.2012, 22:55 (vor 5063 Tagen) @ Easy
Hallo Easy,
ganz so easy ist das nu leider nicht. Ich hatte vor Jahren auch einen Anfall hinterm Steuer. Da ich an einer Aufwach-Epilepsie leide war das eigentlich nie ein Problem. Dann bin ich mit 90 frontal auf einen Baum. Ich darf seither nicht mehr Autofahren und würde es auch gar nicht wollen. Es gibt gedanklich nichts schlimmeres als auf diese Art sein eigenes Kind zu töten. Meine Ex-Freundin hat das auch nicht verstanden und meinte das sie keine Lust hätte die Kinder immer alleine herumfahren zu müssen.
Vor einiger Zeit wurde ein Epileptiker zur Höchststrafe von5 Jahren verurteilt, weil er bei einem Anfall in eine Menschenmenge gerast ist und vier Menschen tötete. Und du frägst ob du noch fahren darfst? Ich bin seit 11 Jahren ohne Lappen und in 6 Jahren 5 mal umgezogen nur aufgrund des Berufes.
Ich finde es Verantwortungslos seine Epilepsie so zu ignorieren. Wer von euch würde freiwillig in ein Flieger steigen, wenn der Pilot blind ist???
Liebe Grüße
Lukas
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Tom vom Berg
, Saturday, 06.10.2012, 03:37 (vor 5063 Tagen) @
Tablettenschlucker
Wann sollte man als Epileptiker nicht mehr fahren?
Nach einem Anfall mit Stempel "Epi" gratis?
Nach drei in großen abständen?
Es geht mir im Moment nicht um Easy, aber ab wann darf man wieder?
Wenn man nach dem ersten Anfall 5 Jahre ohne Medikamente keinen weiteren Anfall hat.
Dann darf man wieder Klasse 2 (LKW) fahren!
Soll man da wirklich sagen einmal EPI nie mehr Auto fahren?
Gehen wir da nicht wieder einen Schritt zurück, dahin das wir nie mehr fahren durften?
MfG
Tom
Fahrtauglichkeit
Tom vom Berg
, Saturday, 06.10.2012, 03:51 (vor 5063 Tagen) @
Tom vom Berg
Schaut selber:
PKW Tabelle 1
LKW Tabelle 2
Und nu?
Also doch einmal Epi immer Epi?
MfG
Tom
Fahrtauglichkeit
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 06.10.2012, 09:06 (vor 5063 Tagen) @ Tom vom Berg
Hier ein paar aktuellere Infos. So wie ich das sehe, sind in Tom's Link noch die Leitlinien von 2000 drin: http://www.medizin.uni-tuebingen.de/...
Ach ja, noch eine Anmerkung: Es sind Leitlinien, keine 100%-tig zementierten Werte, auch wenn sich Ärzte davor hüten werden, diese zu unterschreiten. Im Einzelfall können sie aber mit Hinweisen auf persönliche Gegebenheiten der Patienten durchaus längere ärztliche Fahrverbote aussprechen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Fahrtauglichkeit
podi, Saturday, 06.10.2012, 10:12 (vor 5063 Tagen) @ huge88
Es gibt sehr viele Menschen die in ihrem Leben schon einen Anfall hatten,
ohne gleich Epileptiker zu sein. Wenn ich in 20 Jahren 3-4 Anfälle gehabt hätte,
würde ich ganz sicher auch mit dem Auto fahren. Wenn es aber scho mehrere
im Quartal sind hört der Spass auf.
Fahrtauglichkeit
baerli3333, Saturday, 06.10.2012, 13:44 (vor 5063 Tagen) @ Tablettenschlucker
Hallo
bitte nicht falsch verstehen
- diese antwort bezieht sich nur auf diesen teil deines beitrages -
Vor einiger Zeit wurde ein Epileptiker zur Höchststrafe von5 Jahren verurteilt, weil er bei einem Anfall in eine Menschenmenge gerast ist und vier Menschen tötete. Und du frägst ob du noch fahren darfst?
ganz so verallgemeinern, , würde ich das nicht so, hier muss man schon ein paar daten mehr mit angeben. ich meine mich erinnern zu können,dass es in der gesamten presse ( ja, ja, presse und epi. mit einem mal doch)zu sehen und lesen war, es ihm durchaus bekannt ist, das er bereits mehrfach anfallsbedingte unfälle hatte, dass er bereits mehrfach ein fahrverbot ausgesprochen bekam und dass er sich trotzdem nie daran gehalten hat und auch seinen lebensstil nicht auf seine krankheit eingestellt hatte. und so traurig es ist, muss man doch erwähnen, in bezug auf das gerichtsurteil wie schnell zur höchststrafe verurteilt wurde, keine prüfung, kein gar nichts, eben epileptiker.
leider kamen bedauerlicherweise bei diesem unfall menschen zu Tode, daher ist es auch egal was die presse sagt prominent oder nicht, das macht hier keinen unterschied.
ich kann sein verhalten nicht, aber auch absolut nicht für gutheissen, wo ihm die gefährlichkeit bei dieser anfallsart doch bekannt war, und verdrängen, und sich damit selbst belügen, ist absolut der falsche weg.
doch anderes thema hierzu
als epi stelle ich von amts wegen,
sinng. zitat : im öffentl. strassenverkehr keine gefahr für sich und andere dar. keine gefahr, auch nicht in folge von anfällen, wird hier ausdrücklich mit erwähnt.
(toll, ergebnis siehe oben, leider)
na und das ein epi also im öffentl. strassenverkehr keine gefahr für sich und andere ist,
na, dann sagen sie das bitte mal den hinterbliebenen
p.s.
ich weiss man zeigt nicht mit dem finger auf andere wenn es um sein eigenes problem geht, die frage sei jedoch gestattet, was ist eigentlich aus den herzinfarkt( bereis mehrfach)kranken geworden, dem sein risiko auch bewusst war, der da von hinten mit seinem auto in eine musikgruppe gefahren ist und dabei über, ich glaube, 20 Personen, bei schlaganfallpatienten oder -risiko und bei diabetis wegen unterzuckerung, etc, etc., wir können gerne am wochenende mal ein paar ausflugscafes besuchen gehen und über die parkplätze schlendern.
LG
hier meine ausrede : ich nehme lamotrigen, nebenwirkung wortfindungsschwierigkeiten, dadurch klingt alles zugegebermassen ein wenig sarkastisch
Fahrtauglichkeit
Tablettenschlucker, Freiburg, Sunday, 07.10.2012, 15:00 (vor 5062 Tagen) @ baerli3333
Hey baerli,
Ja ich weiß das es mit dem Beispiel des Bestraften eine große Verallgemeinerung war. Es sich hierbei auch um eine Verkettung unglücklicher Umstände (wenn ich das mal so sagen darf, auch wenn`s Tote dabei gab) handelte. Von gesetzesseitre her darf man nach gewissen Zeiten und OP`s oder Umständen wieder Autofahren. Auch ist mir bekannt das dieses Problem auch bei anderen Krankheiten besteht.
Letzten Endes muss das wieder jeder für sich alleine entscheiden und mit dem Ergebniss leben muss. Und hier kommt dann die berühmte was wäre wenn Frage auf. Wenn bei dir eine ähnliche Verkettung der Umstände entsteht? Ich möchte nicht in dem Gewissen aufwachen, dass man Leute umgebracht hat. Deshalb hatte ich beim letzten Umzug auch nur lächerliche 10Km Strecke hinter mir, nur weil es mit ÖPNV nicht geklappt hat. Ich weiß das können andere auch nicht (Familie, etc.).
Zum Thema von Amts wegen:
Infolge geistiger oder körperlicher Mängel: Es ist unerheblich, ob es sich um vorübergehende oder dauernde Mängel handelt. Übermüdung und insbesondere der sogenannte "Sekundenschlaf" ist ein körperlicher Mangel im Sinne der Vorschrift. Der Ausfall von Gliedmaßen, z.B. ein eingegipstes Bein, kann ebenfalls einen körperlichen Mangel darstellen. Ein geistiger Mangel ist z.B. die Herabsetzung der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit aufgrund von Krankheit oder der Einnahme von Medikamenten. Auch bei geisten oder körperlichen Mängeln kann eine relative (d.h. aufgrund von Ausfallerscheinungen erkennbare) wie auch eine absolute Fahruntüchtigkeit vorliegen. Bei einer absoluten Fahruntüchtigkeit kann bereits aufgrund des vorliegenden Mangels (z.B. schwere Epilepsie) auf eine Fahruntüchtigkeit geschlossen werden, ohne daß noch Feststellungen zu Ausfallerscheinungen während der Fahrt getroffen werden müssen.
Ausschnitt: § 315c StGB Nr. 1
Ich weiß, ich weiß, was ist schwere Epilepsie und was leichte? Wer entscheidet was welche ist? Mit dem Ergebniss müssen andere Leben, nicht der Richter, der Polizist und auch nicht der Gesetzgeber.
Liebe Grüße
Lukas
Fahrtauglichkeit
Michaela, Saturday, 06.10.2012, 11:08 (vor 5063 Tagen) @ Easy
hallo easy,
ich fahre in dieser Situation auch kein Auto. Habe letztens einen Anfall auf dem Rad gehabt und bin gefallen. Kam erst wieder so richtig zu mir, als ich ein Stück weiter gefahren bin, ohne es zu wissen.
Hast Du im Kollegenkreis keine Möglichkeit, dass man Dich mitnehmen kann ?
Alles Gute
Michaela
Fahrtauglichkeit
Michaela, Saturday, 06.10.2012, 11:14 (vor 5063 Tagen) @ Michaela
Ich bin Anfallsfrei gewesen. Fahre seit dem 1. Anfall NICHT MEHR Auto.Falls ich wirklich wieder 1 - 2 Jahre Anfallsfrei wäre, würde ich auf jeden Fall wieder einige Fahrstunden nehmen. Zur eigenen Sicherheit und auch wegen der Personen, die evtl. zu Schaden kommen würden.
LG
Michaela
Fahrtauglichkeit
Musica, Saturday, 06.10.2012, 20:31 (vor 5063 Tagen) @ Michaela
Hallo Michaela, Du schreibst ein bis zwei Jahre nicht fahren. Wie kannst Du das entscheiden? LG, Musica
Fahrtauglichkeit
Michaela, Sunday, 07.10.2012, 12:49 (vor 5062 Tagen) @ Musica
Hallo Musica,
mein Neuro und auch der Neuro in Bethel haben mir gesagt: 1 Jahr Anfallsfrei. Mir ist es aber lieber 2 Jahre, zur eigenen und anderer Sicherheit.
Michaela
Zudem führe ich auch ein Anfallsbuch. Da habe ich eine Angabe in welchen Abständen die Anfälle auftreten.
Fahrtauglichkeit
kucka, Sunday, 07.10.2012, 15:21 (vor 5062 Tagen) @ Easy
hallo Easy
auch ich gebe meinen Senf dazu. In Bielefeld war auch was,Autofahrer kurz vor Unfall Epilep.Anfall...am 21.07.12.Nur Blechschaden,Gegenstände(Schaufenster)usw.Bielefelder Nachrichten.
In meiner Nachbarstadt,hoffentlich fährt hier in GT keiner rum.Ich gebe Podi recht,wenn man das vorher merkt und sehr lange keinen EPI hatte,soll man ruhig fahren.Bei mir ist das anders,meine GM`s kommen ohne Ankündigung,kann jetzt sofort,oder in 10 Jahren passieren.Schon als Kind war ich leidenschaftlicher Radfahrer,ich liebe die Natur.
grüsse kucka