Hallo
Hallo,ich habe heute diese Seite gefunden und sie ein wenig durch stöbert.
Ich habe seit 2006 Epileptische Anfälle und bin auch seit dem in Behandlung.
Ich binAnfang 30 und führe ein normales Leben im Ausland (Schweiz) und habe gestern einen Schock für mich bekommen der mich nicht in Ruhe lässt.....
Von Anfang an: ich war von klein an ein sehr talentierter Fussballer und habe es auch zu Junioren-Länderspiel gebracht und in den ersten Männerjahren auch Geld damit verdienen können. Doch ab dem 17.Lebensjahr kam ich vom Weg ab und verbrachte meine Zeit lieber in Disco`s und Party`s. Irgendwann kam das nehmen von Drogen dazu..... hauptsächlich Kiffen und anfangs auch Chemiezeugs-was mich aber nie reizte. Bis zu meinem 26 Lebensjahr kiffte ich täglich und verlor so die Lust am Sport,was mich noch heute im reiferen Alter sehr ärgert!! Ich machte eine gute Ausbildung zum Dachdecker und ging 2009 mit meiner sehr verständnisvollen Freundin in die Schweiz.Wir beide haben sehr gute Jobs und es geht uns hier sehr gut!!
2006 bekam ich einen Anfall vor Freunden und war selber erstmal geschockt und wusste gar nicht was ich machen sollte.Drogen,Rauchen,Trinken stellte ich bis HEUTE ein und versuchte ein neues Leben zuführen was mir auch recht gut gelang..... Ein Neurologe verschrieb mir damals Keppra (3Stück am Tag waren es damals. Am Anfang hatte ich öfters Anfälle bis ich 2009 Anfallsfrei war und auch nur noch 1,5 am Tag nahm. Ich dachte immer das ganze wird irgendwann vorbei sein und nahm dann auch erfolgreich auch nur noch eine am Tag. 2011 hatte ich evtl. im Schlaf einen Anfall war aber allein und weiß es nicht genau.... Auf jeden Fall war ich in der Vergangenheit etwas schludrig mit dem Einnehmen und vergaß eine mal in der Woche,oder so......
Meine Anfälle waren so das ich immer große Augen machte und viel Luft holte!!!Und was kurz vorher war vergaß ich! Ansonsten hatte ich nie Probleme im Alltag.....
Gestern früh fuhr ich auf Arbeit und kam im Wald von der Strasse ab und fuhr mit langsamer Geschwindigkeit auf einen Baum auf.Gott sei Dank ist niemand was passiert und nur Blechschaden. Auf jeden Fall kam die Polizei und nahm mir den Führerschein ab(was richtig war)und machten Alk/Drogentests und nahm natürlich auch Blut.Dem Arzt erzählte ich auch von meiner Situation..... er hätte es eh im Blut gesehen!!
Ich bin jetzt immer noch geschockt und kann mich noch nicht so richtig gehen lassen.....
Im Dez. habe ich wieder einen Arzttermin in Deutschland und will auch wieder 1,5 am Tag nehmen!
Ich glaube das Ganze wird mich mein ganzes Leben verfolgen aber.
Würdet ihr jetzt mit eurem Chef (ich musste ihm ja gestern und heute frei nehmen-und Dorf halt) reden und ihm das ganze erklären-ich hatte doch nie Anfälle!!!! Auf Auto kann ich verzichten aber meine Arbeit will ich behalten!!
Hallo
was meinst du? ist das mit dem job als dachdecker vereinbar? für mich als laie in der dachdeckerei nicht.für mich ist ein dachdecker mit anfällen ein fall für die umschulung. entschuldige wenn das zu dirket klingt.
wenn du meinst dass du mit dem risiko aus großer höhe zu stürzen leben kannst, dann sag es ihm nicht. bedenke aber auch wenn du einen anfall hast und bleibende schäden davon trägst, zahlt keine berufshaftpflicht, weil du die anfälle ja schon hast.
die sagen dann: selber schuld
Hallo
Hallo
ich denke mal ( bin ja kein Fachmann) ich kann dir bei deinem wunsch den bisherigen beruf als dachdecker zu behalten, keine allzu großen hoffnungen bereiten. hier musst du,so schwer es auch fällt, bei deiner berufsgenossenschaft anklopfen. ich glaube als epi ist bei einer leiter bis zu einer höhe von 3 mtr schluss.
letztes jahr bei der veranstaltung des fachforum epilesie (morgen 20.10.) war eine rednerin vom integrationsamt (glaub ich jedenfalls, sorry nebenwirkungen von lamotrigin
) da und hat die verschiedenen neuerdings möglichen berufe vorgestellt, solche von denen ich mir nie hätte träumen lassen, dass diese jetzt machbar sind. Thema : laufende maschinen , heute mit abdeckungen und so daher möglich.
was deinen unfall betrifft, so denke ich, (LTG
) kannst du noch froh sein wenn da nicht noch was hinterherkommt, so von seiten polizei und staatsanwaltschaft und so, schließlich war dir die sache mit der fahrtauglichkeit bzw. fahruntauglichkeit, 2011 letzter GM, durchaus bekannt.
überhaupt, was hätte eigentlich deine kfz versicherung bei einem unfall bezahlt. da klopfen mitunter 7 Jahre Privatinsolvenz an die tür. von den möglichen personenschäden und folgen , mitunter jemandem lebenslang rente zu zahlen, red ich erst gar nicht.
auch ich bin 17 jahre unfallfrei gefahren. da ich fast keine anfälle und ausgiebig lange auren,( mehrere min. ) hab ich meine krankheit einfach verdrängt. bis da eines tages dieser blödmann von brückenpfeiler war und der doch partout nicht beiseite gehen wollte, und dass wo ich doch ankam. 14 knochen mussten ihr leben lassen, zum glück kam niemand anderes zu schaden, da hatte der richter auch ein einsehen und beließ es bei einer geldstrafe
Auf Auto kann ich verzichten aber meine Arbeit will ich behalten!!
dass du die arbeit behalten willst, dass glaub ich dir
dass du aufs auto verzichten kannst, dass glaub ich dir jedoch nicht, das magst du allenfalls im moment können, jedoch später immer weniger, denn wer einmal ein auto hatte ....
also halte dich an deine vorsätze, anders als an silvester und
gib acht auf dich und andere
geh zur berufsgenossenschaft
geh zum intregatrionsamt
frag deinen chef um sofortigen urlaub, ( brauchst ihm ja nicht auf die nase binden warum )
alles Gute wünsch ich dir
Uwe
Hallo
hallo Flankengeber,
denk mal scharf nach:Du stehst als Dachdecker in der belebten Innenstadt auf einem Hochhaus,leicht gesichert. Dann ein Anfall vom Feinsten mit Umsichschlagen ,du stürzt rasend nach unten....verletzt einen Menschen...!Du überlebst,aber es hat deine Wirbelsäule erwischt,du bist Querschnittsgelähmt.Was ist besser,das oder mit deiner Epi leben und ein neuer Beruf? Fiel mir jetzt nichts besseres ein aber so in etwa könnte es sein. grüsse kucka
Hallo
hallo flankengeber....
also das hört sich ja fast wie bei mir an und ich rate dir dringend eine umschulung zu machen.
ich bin 27 und habe bis jetzt auch nur auf dem bau gearbeitet,bin gelernter maurer,hab aber auch auf dächern usw. gearbeitet.
ich habe bei der rehaabteilung ein ärztliches gutachten gemacht,das ausschließt das ich je wieder auf dem bau arbeiten darf,das ist einfach zu gefährlich!hier haben ja schon einige beschrieben was passieren kann...
ich weiß das man in der schweiz sehr gut verdient(war selber ne weile da),aber scheiß aufs geld,ehrlich!!!!
ich werde jetzt demnächst eine umschulung in betreutem rahmen starten,mir fällt es auch total schwer,aber wir sind doch noch so jung.....viel zu jung um vom dach zu stürzen oder sich blöd zu verletzen...
ich darf auch ein jahr kein auto fahren,vorausgesetzt es passiert nichts mehr...bin auch auf keppra eingestellt...viele nebenwirkungen,aber besser als diese scheiss anfälle!
also ich würds mir gut überlegen....hab auch lang gegrübelt,aber es ist auf jeden fall vernünftiger....
gruss dominic
Hallo
Hey,
@ Uwe: Sei mal nicht so hart. Es ist immer alles möglich wenn man nur will. Ich war selber autofahrer und mir passierte das selbe wie dir. Allerdings mit leichteren Verletzungen (nur die Schulterpfanne, einen Zahn sowie zahlreiche Schnittwunden). Ich habe von einem Tag auf den nächsten umgestellt auf ÖPNV. Zugegeben am Anfang gewöhnungssache mit der Zeit wurde es normal. Erschwerend kommt bei Flankenberger hinzu das der Wohnort ein Dorf ist, aber da er in der Schweiz wohnt ist das kaum mit dem ÖPNV in Deutschland zu vergleichen.
Bei meinem Unfall wars ein Baum. Natürlich kam auch die Polizei Lappen weg und das Ganze drum herum. Der Schaden wurde von der Versicherung Anstandslos übernommen. von der Polizei, Gericht oder sonst wem habe ich nie etwas außer dem Bescheid bekommen das der Lappen weg ist. Auch bei mir war vier Jahre lang bekannt das ich unter Epilepsie leide. Grand mal-Epi ohne Auren oder dergleichen, weg von einer sekunde auf die nächste. Solange ein Arzt dir Fahrtauglichkeit bescheinigt darf man fahren, ob es sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt.
@ Flankenberger: Was deinen Job als Dachdecker betrifft, würde ich mich Sicherheitshalber nach Alternativen umschauen. Wie das mit Umschulung oder Weiterbildung in der Schweiz ist weiß ich nicht. In Deutschland gibt es das Integrationsamt noch, schau mal ob du was ähnliches findest.
Zu welcher Tageszeit bekommst du deine Anfälle, sind sie zeitlich gebunden (Aufwach- oder Schlafepi)? Was für Anfälle hast du (GM, Fokal, (A-)Tonisch, mit oder ohne Bewusstseinsverlust)?
Ob du deinem Chef das erzählst liegt bei dir? Ich denke in einem Dorf wird er das früher oder später sowieso erfahren. Wenn du ihm das erzählst besteht halt die Gefahr das er dich kündigt, da eine Gefahr für dich UND andere besteht. Deshalb Alternative suchen...
Liebe Grüße und viel Erfolg
Lukas