epilepsie und Depression

fgpgp, Saturday, 20.10.2012, 18:21 (vor 5049 Tagen)

Hallo zusammen,

es geht hier um meinen Mann. Ich mache mir Sorgen. Im jahr 2002 hatte er das erste Mal einen Grand Mal. Er wurde auf Carbamazepin eingestellt. Erfolgreich er hatte keine Anfälle mehr. Anfang 2011 wurde die Tabelleten ausgeschlichen wegen Leberschäden. Er hatt ein dreiviertel Jahr später einen Anfall. Er ist dumm gefallen und hatt einen "leichten Schädelbruch" mit Gehrinblutung. Er wurde auf keppra eingstellt. Seitdem wieder anfallsfrei. Aber er hat sich total verändert. War von Anfang an gereizt und irgendwie nicht mehr er selbst. Jetzt hat sich das ganze wohl gesteigert. Im August hat er soviel getrunken,wurde aggresiv so dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Er machte einen Entzug 14 Tage. Danach kam er nach Hause und ging wieder arbeiten. Aber er ist sehr verbittert, und redet kaum über das was passiert ist. Ich denke machmal vielleicht hat er eine Depression aber wenn ich mir die Tests dies da so gibt anschaue, dass passt nicht. Also kann es sein, dass er einfach "nur" verbittert ist über sich selbst und seine Siuation. Ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann - er redet mit mir ja nicht wircklich- und bin für jeden Tipp dankbar.

epilepsie und Depression

bananamama, Saturday, 20.10.2012, 18:47 (vor 5049 Tagen) @ fgpgp

hallo fgpgp

meine Frage wegen der Hirnblutung - ist Dein Mann operiert worden ? LG Moni

epilepsie und Depression

fgpgp, Saturday, 20.10.2012, 19:08 (vor 5048 Tagen) @ bananamama

Hallo Moni,

nein er ist nicht operiert worden, die Ärzte sagten damals das wäre nur eine leichte Gehirnblutung, die selbst wieder abklingt. Er war 3 Monate krankgeschrieben. Es wurde dann ein Kernspin gemacht um sicherzugehen, dass die Gehirnblutung richtig abgeklungen ist; danach durfte er wieder arbeiten.

epilepsie und Depression

bananamama, Saturday, 20.10.2012, 19:52 (vor 5048 Tagen) @ fgpgp

ich hab nur gefragt weil ich Dir damit sagen wollte das Menschen
nach solchen " Sachen " wie HB meist , stark Wesensverändert sind .
Ich spreche aus Erfahrung . Manchmal ist es so schlimm , das man sich selbst
nicht mehr erkennt . Ich hab die Epi seit 27 Jahren nach einer dreifachen
HB

epilepsie und Depression

fgpgp, Saturday, 20.10.2012, 20:05 (vor 5048 Tagen) @ bananamama

Ich habe das ja schon länger vermutet, aber bestätigen will mir das keiner konkret.

Die Veränderung war am Beginn (also die ersten 4 Wochen nach dem Anfall 2011 mit Schädelbruch und HB) ziemlich heftig. Danach war er wieder "normal". Dann hat sich das langsam aufgebaut. Über ein Jahr lang kam es wieder zu Situationen wo ich dachte, dass ist nicht mehr den Mann den ich kenne und ich kenne ihn schon lange.Wenn ich zurükblicke hat er ca. vor 3-6 Monaten mehr getrunken wie sonst und dass hat ihm August den Rest gegegeben und er ist "ausgetickt". Wir haben auch eine Tochter mi 14 Jahren. Im Moment ist er wie gesagt, denke ich auf dem Weg der Besserung aber sehr still und auch immer ein bischen gereizt und er will nicht darüber sprechen.

Die Frage ist, kann ich ihm iregendwie helfen und wenn ja kann mir jemand einen Tipp geben wie und besteht eine Chance, dass er wieder so wird wie "früher". Kommt das alles von der HB oder von der Epilepsie oder von beiden oder von der Situation mit der er fertig werden muss. Ich hätte tausend Fragen...........

epilepsie und Depression

bananamama, Saturday, 20.10.2012, 20:12 (vor 5048 Tagen) @ fgpgp

ich bin kein Doktor , kann aber sagen das eine Psychotherapie viell
was bringen würde , frag doch einfach mal beim Neurologen nach und
schildere ihm das Problem .

epilepsie und Depression

fgpgp, Saturday, 20.10.2012, 20:23 (vor 5048 Tagen) @ bananamama

Ja das werde ich machen, vielen Dank für den Tipp und alles Gute für Dich!

epilepsie und Depression

bananamama, Saturday, 20.10.2012, 20:27 (vor 5048 Tagen) @ fgpgp

Danke , für euch natürlich auch , ich drück die Daumen :-D

epilepsie und Depression

Maribelle612, Wednesday, 31.10.2012, 21:25 (vor 5037 Tagen) @ fgpgp

Oh Gott.
Also ich will dir keine Angst machen und ich bin ja auch noch ein Teenager wo es normal ist, dass man mal so ein paar up and downs hat. Aber von der Depression kann ich dir echt ein Lied singen. 2010 war für mich das Horrorjahr. Kann aber auch sein, dass das Medikament "Kepra" an meiner langen Depression schuld war. Ich war damals im Krankenhaus. Ich war nur am Heulen, tieftraurige Musik hören und irgendwann war ich so fertig, dass ich nachts (im Krankenhause!!!) ins Bad gegangen bin und mich geritzt habe. Vorher habe ich die Schwester noch um die Schere gefragt. Mein Neurologe hat mir gesagt, dass wenn ich mich nicht mal langsam wieder in den Griff bekomme, ich ein Haus weiter in die Kinder und Jugendpsychatrie überwiesen werden müsste. Das klingt vielleicht komisch aber mithilfe den Leuten im Krankenhaus, den Ärzten, den Schwestern, meiner Neurologin, ein Kurs wie man mit Epilepsie umzugehen hat, konnte ich aus dem Sumpf der mich gezwungen hat immer tiefer zu sinken, langsam wieder rauskriechen.
Also um mal zu dir zurückzukommen: es kann auch sehr sehr sehr gut an dem Medikament liegen. Fragt einfach nochmal. Zeig ihm besonders jetzt, dass du alles für ihn tun würdest :).
Gute Besserung an deinen Mann,
Bella :D