weine mal wieder

mezeg, München, Friday, 26.10.2012, 08:38 (vor 5043 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

Du läßt Dich leider viel zu sehr in die Defensive treiben (ja, ich weiß, leicht zu sagen!) und dann hat er leichtes Spiel. Aber er macht auch nicht seine Arbeit richtig: Warum kümmert er sich nicht um eine vernünftige logische Versetzung, die Dir zusteht? Irgendwie ist der Chef auch für das Wohl seiner Angestellten verantwortlich. Und wenn Du Deine Aufgaben ist seiner Abteilung nicht mehr zur seinen perfekten Zufriedenheit erledigen kann, hat er doch einen Vorteil davon, wenn er für Dich eine passende Stelle sorgsam sucht. Dann ist er sein Problem los und Du kannst woanders viel mehr leisten. Wäre für die Firma auch ein Gewinn!

Laß Dich bloß nicht von seiner fiesen Art zur Kündigung treiben.

Aber wie wäre es, wenn Du die passenden Waffen und Argumente anderswo erlernen würdest? Es gibt viele Kurse (nicht nur rein psychologisch), die Dein Selbstbewußtsein und Redewendigkeit stärken können. Ich habe z.B vor längerer Zeit bei der VHS einen Rhetorik-Kurs gemacht. Nicht nur Redewendigkeit sondern auch die wichtige Körpersprache. War mir kostbar, als ich unplanmässig und ungewarnt bei einem (klein, freundlich aber eben ältere ehemalige Kriegsgegner) Deutsch-Französischen Treffen im Rathaus (nicht München!!! ;-) ) dollmetschen mußte. Auch bei meiner letzten Stellen, einem Notnagel nach der Pleite meiner langjährigen Stamm-Firma, mußte ich mich gegen den Chef und seiner eigentlich führenden Assistentin wehren. Die Kündigung habe ich nicht versucht abzuwehren, weil deren Verkaufspolitik mich moralisch belastete. Aber eine vernünftige - wenn auch nicht höhere - Abfindung habe ich durchgeboxt.

Du muß Dich von der Opfer-Rolle befreien. Auch im Alltag zögern die Bösewichte schon, wenn sie feststellen, daß die Beute doch nicht einfach zu kriegen ist.

LG
mezeg


gesamter Thread: