Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Monday, 29.10.2012, 22:06 (vor 5039 Tagen)

Hallo,

ich hätte da ein paar Fragen zur Medikamentenwirkung.

Ich nehme jetzt seit 2 3/4 Jahren Lamotrigin Desitin.

In den ersten 2 Jahren war ich Anfallsfrei (Medikamentenspiegel 3-14,lag bei 5,8mg, 200-0-200).
Dann letztes Jahr eine Woche vor Weihnachten hatte ich dann wider einen Anfall.
Darauf hin habe ich die Medikamentendosis erhört (Medikamentenspiegel 3-14, lag dann bei 10,8mg, 400-0-400).
Jetzt hatte ich wider einen Anfall worauf wir wider die Medikamentendosis erhöht haben
(400-0-500).

Lässt die Medikamentenwirkung mit der Zeit nach?

Kann man dann auch ungefähr sagen welche Medikamente dann als nächsten in Fragen kommen könnten oder heißt es dann wider ausprobieren ausprobieren?

Vielen Dank schon mal im Voraus

Torsten

Medikamentenwirkung

baerli3333, Monday, 29.10.2012, 22:48 (vor 5039 Tagen) @ knoddelpusch88

Hallo
ich nehme ebenfalls seit jahren LTG, heute allerdings zusammen mit valproatsäure
hatte sich bei mir positiv ausgewirkt, haben als kombi scheinbar eine wechselwirkung, (verstärken sich in ihrer wirkung gegenseitig ?)die sich auf meine epi vorteilhaft auswirkt.
brauche heute nicht mehr soviel, weder von dem einem, noch von dem anderem, einziger wehmutstropfen, die nebenwirkungen sind von beiden da, wenn auch geringer als bisher bekannt.
das hier gilt aber jetzt nur für meinen fall, also meine art von epi. bedenke, jede epi ist bei jedem anders, und die medis wirken bei jedem entsprechend ein wenig anders, jedenfall immer ein klein wenig individuell.
frag mal deinen neuro, was der davon hält, er kann deine situation besser einschätzen.

ich hoffe mal, du hast auch das glück und ihr findet das richtige oder bessere medi für dich

LG
Uwe

Medikamentenwirkung

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 30.10.2012, 08:37 (vor 5039 Tagen) @ knoddelpusch88

Hi!

Bei den Meisten haelt die Wirkung der Medis an, auch wenn man natuerlich eine Abschwaechung durch eine Art Gewoehung nicht grundsaetzlich ausschliessen kann.

Ein Anfall nach der langen Zeit ist zwar sch... , aber gibt es da irgendwelche Parallelen zwischen den letzten beiden Anfaellen? Es sind ja nicht undbedingt immer die Medis, die nicht ausreichen, sondern irgendein besonderer aeusserer Umstand, den sie nicht mehr puffern koennen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Tuesday, 30.10.2012, 18:22 (vor 5038 Tagen) @ huge88

Hi,

kann die Abschwächung auch so stark sein das es die Wirkung ganz verliert?

Parallelen zwischen den zwei Anfällen gibt es eigentlich nicht, zumindest sehe ich keine. Der Anfall letztes Jahr, da war ich mit Freunden unterwegs und der letzte da war ich am Arbeiten (Privat im Haus).

Gruß

Torsten

Medikamentenwirkung

Relaia, Wednesday, 31.10.2012, 16:13 (vor 5038 Tagen) @ knoddelpusch88

Hallo Torsten,

hab auch mal für etwa ein Jahr LTG genommen und irgendwann hat es nicht mehr gewirkt. Ich weiß aber nicht, ob es daran lag, dass der Blutspiegel gesunken ist oder eine andere Art von Gewöhnung eintrat, oder ob die Anfälle einfach stärker wurden und das LTG sie nicht mehr unterdrücken konnte.
Hab dann erst mal alles mögliche andere dazubekommen, bis ich irgendwann so zugedröhnt war, dass gar nichts mehr ging.
Meine neue Neurologin hat sich dann darauf eingelassen alles abzusetzen und meinen Körper sozusagen wieder in den "Grundzustand" zu bringen. War nicht ganz unproblematisch, hat aber zum Glück am Ende doch die erhoffte Wirkung gezeigt. Ist aber bestimmt bei den Wenigsten empfehlenswert. Ich hatte da schon Glück :-)
Da es leider ganz ohne Medis doch nicht ging hab ich dann LEV bekommen (das ich einige Zeit davor überhaupt nicht vertragen hatte, damals war es Keppra, diesmal (ein Generikum von einer anderen Firma) hab ich es bis auf kleinere NW gut vertragen. Soviel mal zu der Generika-Frage ;-) ). Etwa 3/4 Jahr hat es super gewirkt, dann hat die Wirkung auch da nachgelassen und der Blutspiegel ist auch nachweislich gesunken. Aufdosierung hat nur NW verstärkt, also stell ich gerade wieder auf LTG um und bisher sieht es gut aus.
Ist zwar nervig, dass so schnell ne Gewöhnung eintritt, aber wenn das mit dem Hin-und-Her-Wechseln auch weiterhin ohne größere Probleme klappt, kann ich damit leben.
Für LTG steht auch in der Packungsbeilage, dass es zu einer leichten Enzyminduktion kommen kann, die die Wirkung etwas abschwächt. Also d.h. der Körper baut den Wirkstoff schneller ab. Für LEV ist sowas bisher nicht bekannt (zumindest konnte ich nichts finden) aber es kann generell bei sehr vielen körperfremden Stoffen passieren, dass der Körper nach und nach "lernt" diese Fremdstoffe schneller auszuscheiden. Und bei manchen Leuten ist diese Anpassung halt stärker ausgeprägt als bei anderen. I.d.R. verschwindet dieser Effekt aber nach einiger Zeit wieder (Deshalb klappt das mit dem Hin-und-Her-Wechseln auch :-D ).

Nimmst du noch andere Medikamente? Oder hast du deine Essgewohnheiten verändert? Es gibt sehr viele Stoffe, die dazu führen können, dass LTG (so wie viele andere Substanzen) schneller abgebaut wird. Auch bestimmte Nahrungsmittel können das bewirken (z.B. Grapefruit oder Johanniskraut in größeren Mengen). Oder Hormonschwankungen. Aber das dürfte bei dir keine sooo große Rolle spielen, oder? Ist eher ein Frauen-Problem :-P
Valproat hat übrigens ne gegenteilige Wirkung. Ist ein Enzyminhibitor, d.h. es hemmt den Abbau und verstärkt somit die Wirkung.

Ich drück dir die Daumen, dass die Anfälle wieder verschwinden oder du ggf. ein neues wirksames Medi findest!
LG

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Wednesday, 31.10.2012, 21:08 (vor 5037 Tagen) @ Relaia

Hallo,

da hattest du ja schon ein paar Medikamente.

Du hattest schon ein mal LTG das nach einem Jahr keine Wirkung mehr hatte.
Da hattest du dann ein paar andere Medikamente dazubekommen wo dann die NW zu hoch war? Und jetzt nimmst du es wider ohne irgend ein anderes Medikament, oder nimmst du noch ein Zweites Medikament dazu?
Hattest du LTG schon mal ganz abgesetzt oder war da immer noch ein kleiner teil LTG dabei?


Kann das dann auch passieren das z.B. nach ein zwei Monaten das LTG wider seine "ganz" normale Wirkung zurückbekommt, ohne es abzusetzen oder ein anderes Medikament dazu nimmt?


An meinen Essgewohnheiten hab ich nichts verändert, andere Medikamente nehme ich auch keine.

LG

Medikamentenwirkung

Relaia, Wednesday, 31.10.2012, 23:39 (vor 5037 Tagen) @ knoddelpusch88

Als die Wirkung vom Lamo nachließ sollte ich Frisium mit dazu nehmen, weil die Anfälle damals ziemlich schnell zunahmen. Parallel wurde versucht zusätzlich zu LTG Keppra (LEV), Tegretal (CBZ) bzw. Topiramat aufzudosieren, hat aber entweder nichts gebracht oder ich habs nicht vertragen. War damals ein ziemliches Chaos. Heute würde es vllt wirken und ich würds vllt vertragen, aber in der damaligen Situation gings nicht. War wahrscheinlich zu viel Herumprobiererei in zu kurzer Zeit.
Der ganze Medikamentencocktail wurde dann (von einem anderen Arzt, zum Glück) langsam abgesetzt und ich bekam bedarfsabhängig "nur"noch Frisium bis sich mein Zustand stabilisiert hatte und ich das Frisium nicht mehr brauchte. Etwa 5 Monate ging es gut, da hab ich gar keine Medis genommen. Leider kamen dann doch wieder ein paar Anfälle.
In den vergangenen 11 Monaten hab ich dann nur Levetiracetam genommen (500-500-500). Hat bis vor etwa zwei Monaten auch gut gewirkt.
Jetzt hab ich vor ein paar Wochen wieder angefangen Lamotrigin aufzudosieren (dauert ja recht lange). Momentan nehm ich LEV noch weiter, bis die Lamo-Dosis hoch genug ist, aber dann soll ich LEV absetzen und nur noch LTG nehmen. Hatte etwa 18 Monate gar kein LTG genommen.

Natürlich kann die Wirkung wieder "zurückkommen". Wenn die Ursache für deine Anfälle z.B. eine erniedrigte "Anfallsschwelle" ist. Das würde bedeuten, es liegt nicht an nachlassender Wirkung des Medis, sondern an einem (momentan) erhöhten Bedarf von dir. Die Anfallsschwelle kann schwanken. Bei jedem. Weißt du, ob es bei dir Auslöser gibt? Offensichtlichere(z.B. alle möglichen Arten von Stress, Schlafmangel, Alkohol, visuelle, akustische Reize, Infektionen (Erkältung), best Wetterverhältnisse, Kreislauf) oder auch weniger Offensichtliche (Sauerstoffmangel durch schlechte Luft oder starke Anstrengung, best Nahrungsmittel oder Nährstoffmangel ect)?
Und auch in deinem Gehirn ändert sich ständig was. Nervenzellen wachsen zwar nicht einfach so wie z.B. Hautzellen, aber die Verbindungen zwischen den Nervenzellen können sich ein Leben lang verändern. Manchmal sind die Nervenzellen auch einfach leichter erregbar als zu anderen Zeiten. Könnte also auch sein, dass jetzt wieder Schluss ist mit Anfällen und du dir um deine Medikation gar keine Sorgen machen brauchst.
Wenn es sich aber tatsächlich um Enzyminduktion (mit sinkendem Blutspiegel) oder eine andere Form von Gewöhnung handelt kann man die, soviel ich weiß, normal nur "rückgängig" machen, indem man die Substanz (vorübergehend) absetzt.
Das solltest du aber unbedingt mit deinem Arzt besprechen.

Welche Art von Anfällen hast du eigentlich? Davon hängt die Medikation ja auch ab.

Sorry für's Zutexten. Ich hoffe, ich konnte dir ein klein bisschen helfen.

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Friday, 02.11.2012, 22:19 (vor 5035 Tagen) @ Relaia

Hallo,

das mit dem Zutexten ist kein Problem, ich bin Über jede Information die ich bekomme Froh.

da hattest du ja einen schönen "Medikamenten Cocktail.
Wie lange hat den die "große" Medikamentenumstellung insgesamt gedauert?


Bei dem letzten Anfall hatte ich kurz vorher mehrere Mittelschwere Kisten Umgestellt.
Aber solche, ich sag jetzt mal, kleinere Anstrengungen,habe ich öfters wo nichts passiert. An den Vorabreiten zwischen den Zwei tagen, die ich hier vergleiche, gibt es keine große Unterschiede.


Ich habe jetzt wieder mit dem Epilepsiezentrum wo ich schon Ambulant und Stationär war Kontakt aufgenommen.


Meine Epilepsie Diagnose:

Symptomatische fokale Epilepsie mit komplex-fokalen Anfälle

Die Anfälle wirken sich so aus das ich eine Aufsteigende Übelkeit merke und ich dann "Weg" (bekomme nichts mehr mit, kann mich danach auch nicht erinerren was ich in dieser Zeit getan habe)bin ich aber meine Arbeit weiter mache nach ca. 1,5 Min ist der Anfall vorbei.

LG

Medikamentenwirkung

Relaia, Saturday, 03.11.2012, 19:53 (vor 5034 Tagen) @ knoddelpusch88

Hallo,

beim Kisten Umstellen musste ich jetzt spontan an Kreislauf denken. Schnellere Blutdruckschwankungen kenn ich zumindest als möglichen Auslöser. Wie sieht das bei dir aus?

Hab auch komplex-fokale. Meist sitz ich einfach auf nem Stuhl oder in einer Ecke am Boden und bin für ca. 10-15 min nicht ansprechbar und bekomm auch nichts mit. Rechte Hand verkrampft dabei. Gestürzt bin ich zum Glück erst selten.
Stell ich mir irgendwie komisch vor, während des Anfalls einfach weiter zu machen, was du gerade machst. Würdest du merken, wenn du dir dabei was tust? Z.B. wenn du auf ne heiße Herdplatte greifst?
Auren hab ich auch. Auch dieses komische Gefühl vom Bauch her aufsteigend zusammen mit nem Verlust des räumlichen Sehens.
Verkrampfst du? Hab gehört, das spielt bei der Medi-Wahl auch ne Rolle.

Epi-Zentrum ist sicher ne gute Idee!

Das mit dem Medikamenten-Cocktail war zum Glück nicht so lange. Keine drei Monate. Im Januar letzten Jahres, etwa 1 1/4 Jahre nachdem ich Lamo bekommen hatte musste ich dann eben Frisium dazunehmen, weil die Wirkung vom Lamo nicht mehr ausreichte. Dann wurden zusätzlich Keppra und Topiramat ausprobiert, dann Carba. Ende April haben wir dann alles (nach und nach) abgesetzt. Hatte in der Zeit zwar immer wieder Auren aber keine "richtigen" Anfälle bis Juli. Wollte aber keine Medis mehr nehmen. Ich fühlte mich ohne Medis wieder viel fitter und lebendiger. Bis dann in den folgenden Monaten ein paar Stärkere kamen. Als ich dann mal die Treppe runtergefallen bin und kurz darauf am Bahnhof fast ins Gleis geflogen wär begriff ich, dass das Risiko doch zu groß war und mein Freund konnte mich dann überreden es nochmal vorsichtig und langsam mit Medis zu probieren. Seit November/Dezember nehm ich jetzt LEV (ging bis August sehr gut) und seit kurzem LTG dazu.

Hattst du schon mal Levetiracetam?
Nach meinen Erfahrungen im vergangenen Jahr, bin ich eigentlich ganz zufrieden damit. (Vor eineinhalb Jahren hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde :-P ) Außer, dass es halt nicht besonders lange gewirkt hat. Aber NW sind erträglich. Außer etwas häufigeren Kopfschmerzen, schneller müde und weniger Multi-Tasking-Fähigkeit (was, glaub ich, alles relativ typische NW bei AE sind) hatte ich keine größeren Probleme (bei meiner Dosis (500-500-500 bei 52kg)). Allerdings ging Aufdosieren dann leider nicht (hatten wir zuerst ausprobiert), da ich dann häufig relativ starke Migräne-Attacken hatte. Individuelle therapeutische Breite scheint also doch recht eng zu sein, trotz offizieller therapeutischer Blutspiegel-Angaben von 10-35. Allgemeine Angaben sagen über den individuellen Bedarf bzw. die individuelle Verträglichkeit halt doch nicht allzuviel aus.

LG :-)

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Monday, 05.11.2012, 21:27 (vor 5032 Tagen) @ Relaia

Hallo,

Blutdruckschwankungen ja die habe ich öfters (schwere Sachen herum heben)aber bei diesem Anfall kann ja auch noch ein "kleinerer" Zusatz Faktor dabei gewesen sein wo keiner so leicht erklären kann.

Ich habe mich bis jetzt noch nicht in einem Anfall verletzt. Aber ich denke das man es im Anfall nicht mitbekommt, erst wenn man wieder "Aufwacht". Verkrampfen während eines Anfalls mach ich nicht, sonst könnte ich ja auch meine Arbeit nicht fortsetzten.

Levetiracetam hatte ich noch nicht.

Habe als erstes Topamax gehabt ging ca. 3 Monaten gut.
Danach kam Apydan extent das ging eigentlich sehr lange gut, nur nach ein zwei dosis Erhöhungen waren die Nebenwirkungen zu groß
z.B. leichte Reizbarkeit, Ständig Müde, Lustlosigkeit und noch ein paar andere.

Das mit dem Medikamenten-Cocktail hätte ich wahrscheinlich gar nicht mit gemacht, wobei man hat ja die Hoffnung das es dann auch Wirkt.

LG :-)

Medikamentenwirkung

Relaia, Friday, 09.11.2012, 17:59 (vor 5029 Tagen) @ knoddelpusch88

Blutdruckschwankungen alleine sind es bei mir i.d.R. auch nicht, aber sie sind eindeutig ein starker Faktor wenn noch andere Sachen dazukommen (da reichen dann auch schon Kleinigkeiten). Meist muss ja mehr zusammenkommen, um einen Anfall auszulösen.

Was war mit Topamax? Warum hattest du es nur 3 Monate?

Wie geht es dir jetzt eigentlich? Hattest du nochmal einen Anfall oder hat es sich wieder "gelegt"?
Hast du schon mit deinem Neuro geredet, was ihr mit deiner Medikation macht? Würde mich interessieren, wie dein Neuro das Problem mit dem Wirkungsverlust sieht.

LG

Medikamentenwirkung

Relaia, Friday, 09.11.2012, 18:02 (vor 5029 Tagen) @ Relaia

Sorry, kleine Korrektur:
Grapefruitsaft ist ein Enzyminhibitor, kein Induktor

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Sunday, 11.11.2012, 14:33 (vor 5027 Tagen) @ Relaia

Hallo,

Entschuldigung das ich mich erst jetzt wider melde war aber die letzte Woche auf Montage und hatte kein Internet.

Topamax hatte ich nur 3 Monate, weil ich nach den 3 Monaten wider Anfälle gehabt habe und die von den 3 Monaten wider "nachgeholt" habe.
Das heißt vor den 3 Monaten wo ich keine Tabletten genommen habe hatte ich pro Woche 1 Anfall, dann habe ich Topamax genommen, wie dann schon gesagt drei Monaten Anfalls frei, danach hatte ich pro Woche 3 bis 5 Anfälle.

Es ist dann nur die Frage was für Faktor dazu gekommen ist, aber das wird man nie heraus finden.

Mir geht es bis jetzt ganz gut.
Hatte seit dem letzten Anfall keinen mehr und hoffe das auch keiner mehr kommt.


Meinem Neuro habe ich erst mal eine E-mail geschrieben habe aber bis jetzt noch keine Antwort bekommen, wenn er sich bis Mitte nächste Woche noch nicht gemeldet hat werde ich noch mal anrufen., weil es sind bei mir doch schon ein paar Kilometer bis ich bei ihm bin, habe auch schon ein Termin bei ihm in 1 1/2 Monaten.

LG

Medikamentenwirkung

Relaia, Wednesday, 14.11.2012, 15:57 (vor 5024 Tagen) @ knoddelpusch88

Hallo,

das mit dem "Anfälle nachholen" ist echt blöd. Leider kommt mir das ziemlich bekannt vor :-(
Hattest du es nur mit Topiramat oder kennst du es auch sonst?
Also z.B. monatelang ist gar nichts und dann mehrere Wochen ganz viele?

Dass es dir jetzt wieder gut zu gehen scheint ist super! Ich drück dir die Daumen, dass es lange so bleibt!

Man weiß halt nie so ganz genau, was alles Auslöser sein kann und alles lässt sich ja auch nicht vermeiden. Und ich bin mir sicher, vieles kann manchmal Auslöser sein und manchmal macht es gar nichts aus. Man muss sich einschätzen lernen. Wann geht was und wann nicht! Wahrscheinlich gibt es auch nicht immer beeinflussbare Auslöser. Manchmal spielt unser Gehirn einfach verrückt ;-)
Hin und wieder trink ich jetzt wider Kaffee (hab ich früher gar nicht vertragen) und auch Alkohol (natürlich nur selten und in kleinen Mengen) vertrag ich mittlerweile wieder ganz gut. Wäre vor nem dreiviertel Jahr gar nicht gegangen.
Nichts ist absolut ;-)

LG

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Wednesday, 14.11.2012, 21:11 (vor 5023 Tagen) @ Relaia

Hallo,

warst du auch unter einem Medikament längere Zeit Anfallsfrei, und dachtest das ist gut?
Wie lange warst du da Anfallsfrei und welches Medikament hast du da genommen?

Das mit den 3 Monaten Anfallsfrei hatte ich nur unter Topiramat, bei den anderen Medikamente hatte ich das nicht.

Kaffee trinke ich schon die ganze Zeit da hatte ich noch nie Probleme.

Auch mit Alkohol hatte ich nie ein Problem, es gab eine Zeit, vielleicht 1/2 - 3/4 Jahr,wo ich keine Alkohol getrunken habe, aber auch nur in kleine Mengen Sonntags mal ein Glas Rotwein oder unter der Woche über Sommer mal ein Bier;-) .

LG

Medikamentenwirkung

Relaia, Monday, 03.12.2012, 16:18 (vor 5005 Tagen) @ knoddelpusch88

Sorry, dass ich erst jetzt schreib. War in letzter Zeit ziemlich stressig und die Aufdosierung läuft leider auch nicht ganz so gut wie erhofft :-(
Mit Levetiracetam 500-500-500 gings mir etwa 6 Monate sehr gut. Hatte in der Zeit, glaub ich, nur einen größeren Anfall und vllt 3-4 kleinere. Auch reine Auren waren ganz selten. Da ich aber noch nicht so lange Epi hab (oder es zumindest noch nicht so lange weiß, seit etwas über 3 Jahren), ist ein halbes Jahr in meinen Augen schon ganz gut ;-) War damit eigentlich zufrieden!
Wie lange hast du schon Epi?
Wenn du mit Lamo 2 Jahre anfallsfrei warst, hast du es schon länger, oder?
Wie geht es dir jetzt eigentlich? Ist es mit den Anfällen wieder besser und hast du schon mit deinem Neuro gesprochen? Was meint er denn?

GlG

Medikamentenwirkung

knoddelpusch88, RLP, Monday, 03.12.2012, 21:30 (vor 5004 Tagen) @ Relaia

Hallo,

ich habe mit meinem Neuro schon gesprochen und er meint es gäbe noch 2 Möglichkeiten.

Die 1 wäre Umstellung auf Levetiracetam.
Die 2 wäre dann die OP.

Ich habe mich erst einmal für die 1 Möglichkeit entschieden.

Jetzt schickt er mir jetzt den Ein-Aus-Dosierungsplan für die Medikamenten Umstellung auf Levetiracetam.
Und da hoffe ich, dass ich mit dem Medikament auch Anfalls frei bleibe, und die Nebenwirkungen auch noch erträgliche sind und es genauso lange wirkt wie das jetzige.

Muss man das Medikament auf 3 Einnahmen am Tag nehmen oder kann man das auch 2 Einnahmen am Tag machen?

Welche Nebenwirkungen hattest du bei dem Medikament?

Epi habe ich schon als kleines Kind (Alter ca. 1 1/2 Jahr) gehabt wo ich Medikamente bekommen habe, die sind dann irgendwann wider abgesetzt worden und war dann bis vor 5 Jahren Anfalls frei.
Habe mich aber am Anfang gar nicht groß untersuchen lassen. Bis dann ein paar Unfälle kamen.
Letzt endlich weiß ich es jetzt 4 Jahren.

GLG

Medikamentenwirkung

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 04.12.2012, 08:43 (vor 5004 Tagen) @ knoddelpusch88

Levetiracetam geht auch zwei mal am Tag.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil