Berufsförderngswerke
Noooh, Friday, 09.11.2012, 12:44 (vor 5029 Tagen)
hallo...
hat jemand hier erfahrung mit einer umschulung bzw. weiterbildung in einem berufsförderungswerk?
ich soll vom 26.11 für zwei wochen nach heidelberg um einen geeigneten beruf zu finden,da ich meinen aufgrund der erkrankung nicht mehr ausüben kann!
danach soll ich die umschulung auch in einem berufsförderungswerk machen,da dies wohl besser für mich sei und es dort ärztliche betreuung usw. gibt!
allerdings lese ich im netz fast nur schlechte bewertungen....
ist diese umschulung später schlechter angesehen?
hab ich danach überhaupt chancen in "normalen betrieben" zu arbeiten?
vielleicht hat ja jemand auch ne umschulung dort gemacht oder weiß irgendwie bescheid!würde mir sehr weiterhelfen.....
lieber grüße
dominic
Berufsförderngswerke
patschie, Friday, 09.11.2012, 13:18 (vor 5029 Tagen) @ Noooh
Ich mache in Ö gerade eine solche Umschulungsmahsnahme, für uns sind fast alle Jobs nicht geeignet und bei denen wir geeignet wären: da gibt es oft Probleme da Epilepsie keine Körperliche Krankheit ist und die Chefs meist keine erfahrungen mit Epilepsie haben haben diese auch KEINERLEI VERSTÄNDNISS für naja die kleinen Problemchen mit denen wir zu kämfen haben z.B.:
1. Medikamente konnten 2,3 Tage nicht genommen werden, nach dem neuen Start der einnahme wirst du EXTREM Müde und du wirst dich in der Arbeit wegen der Müdigkeit rechtfertigen müssen und anschliesend wird deine Rechtfertigung als Ausrede Gewertet.
(Chef: "Wenn ich rechtzeitig Schafen gehe bin ich nie müde und so MUSS es auch bei dir sein" so in richtung ich kenne müdigkeit und ES IST BEI ALLEN MENSCHEN GLEICH)
2. Vergesslichkeit wird trotz deiner Beteuerungen zwecks Epilepsie als Faulheit tituliert.
3. Absenzen werden auch oft als FAULHEIT Unterstellt(Absenzen: Abwesendheit sieht aus wie verträumdheit), Myclonien als Absicht(Mylconien:die oft morgentlich auftretenden zukungen, da kann dir auch etwas aus der Hand fallen)
4. USW ...............................................
So geht es zumindest mir. Hatte bei der Arbeit/Ausbildung (4 Ausbildungen rausgeworfen geworden und schon Viele Chefs gehabt die mich aus der Firma gemobbt haben) schon viele Probleme wegen der Epilepsie.
UND KEINERLEI VERSTÄNDNISS
. Menschen sind Egoisten "OHNE AUSNAHMEN" und gehen IMMER VON IHRER EIGENEN SITUATION AUS wenn der andere Optisch gesund aussieht (was bei und eindeutig meist der Fall ist).
Nicht jeder macht die Gleich schlechten Erfahrungen wie Ich also es muss auch nicht so ablaufen.
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Noooh, Friday, 09.11.2012, 13:47 (vor 5029 Tagen) @ patschie
hallo patschie
so oder so ähnlich sind auch die berichte hier im netz.
aber ich werde das wohl in angriff nehmen müssen,es bleiben eben wenig alternativen.
ich versuche mein bestes zu geben und die ausblidung so gut wie möglich abzuschließen.
und danach einfach das beste hoffen und hoffentlich einen job bekommen!
aufgeben ist nämlich nicht mein ding und irgendwo gibt es bestimmt immer ne türe die sich öffnet!
ich würde gern eine "normale umschulung" machen,aber das ist leider momentan nicht möglich....
Berufsförderngswerke
Tablettenschlucker, Freiburg, Friday, 09.11.2012, 20:36 (vor 5028 Tagen) @ Noooh
Hey noooh,
ich mal wieder. Hab jetzt endlich meinen Bildungsgutschein beim Arbeitsamt durch bekommen. Kann also eine Weiterbildung besuchen und dann in der gleichen oder einer anderen Branche Arbeiten. Was deine schlechten Erfahrungen angeht, es muss nicht so laufen. Ich habe meine Epilepsie bei allen vier Betrieben in denen ich bisher war angegeben. Keiner hat das als schlecht oder Nachteil angesehen. Musste das am Anfang erklären was das ist, wie ich reagiere. Was auf die Epilepsie zurückzuführen ist und was nicht. Danach bin ich in keinem Betrieb mehr darauf angesprochen worden. Als ich in meinem jetztigen Betrieb eine Umstellung der Medis machen musste, habe ich das vorher gesagt, was auf sie zukommen könnte und das war ok. War dann vier Wochen total am A..., ständig müde und fast im stehen eingeschlafen. Hab dann gesagt das ich es in Rücksprache mit dem Arzt wieder absetze und das wars. Es geht also auch anderst. Wie schon gesagt wurde, hat jeder seine eigenen Erfahrungen. Ich denke aber wer mit offenen Karten spielt, hat nichts zu verbergen. Ich finde es schlimmer wenn mans verheimlicht und dann was passiert.
Gruß
Lukas
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Noooh, Friday, 09.11.2012, 20:56 (vor 5028 Tagen) @ Tablettenschlucker
hi,
ja bei mir hat es auch ewigkeiten gedauert,darf nun endlich die umschulung machen.hoffe das ich etwas entsprechendes finde auf diesem berufsförderungswerk,denn es ist schon eine schwere entscheidung,wenn man nun zehn jahre auf dem bau unterwegs war,teilweise selbständig und es nun einfach nicht mehr machen kann/darf!
meine überlegungen schwanken zwischen technikerschule oder etwas ganz neuem.
hab mir überlegt eventuell in die tourismusbranche zu wechseln,da ich selber schon einige zeit im ausland gelebt habe,vier sprachen spreche und ich denke das es mir sehr viel spass machen würde...
na ja,mal schauen was nun dort in heidelberg rauskommt....
gruss dominic
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 10.11.2012, 11:40 (vor 5028 Tagen) @ patschie
da gibt es oft Probleme da Epilepsie keine Körperliche Krankheit ist
Also eigentlich ist Epilepsie schon eine körperliche Erkrankung, nur dass man sie halt nach außen hin nicht sieht. Das muss man aber anderen halt auch so vermitteln.
Medikamente konnten 2,3 Tage nicht genommen werden, nach dem neuen Start der einnahme wirst du EXTREM Müde und du wirst dich in der Arbeit wegen der Müdigkeit rechtfertigen müssen und anschliesend wird deine Rechtfertigung als Ausrede Gewertet.
Dagegen kannst Du aber selbst etwas unternehmen und zusehen, dass Du immer rechtzeitig Nachschub an Tabletten bekommst und immer ausreichend Tabletten mit Dir führst.
Menschen sind Egoisten "OHNE AUSNAHMEN" und gehen IMMER VON IHRER EIGENEN SITUATION AUS wenn der andere Optisch gesund aussieht (was bei und eindeutig meist der Fall ist)
Dahingehend würde ich an Deiner Stelle verbal mal etwas abrüsten und Dich selbst ein klein wenig kritisch hinterfragen. Ich hab ja Verständnis für Probleme, wie z.B. Vergesslichkeit oder nun einmal die Anfälle selbst. So wie ich Deinen Beitrag jedoch lese und verstehe, verhältst Du Dich auch nicht gerade dahingehend förderlich, Deine Situation dahingehend zu verbessern, dass Du nicht Betroffenen glaubhaft Deine Probleme vermitteln kannst.
Wie Du ja schreibst, passiert es Dir wohl öfters, dass Du Deine Medikamente mehrere Tage lang nicht einnehmen kannst und Du wirst bei der erneuten Einnahme dann extrem müde - dagegen kannst Du etwas tun.
Wenn ich Chef wäre und wüsste, dass ich einen Mitarbeiter habe, der weiß, dass er regelmäßig wichtige Medikamente nehmen muss und dann öfters diese nicht nimmt, mit entsprechenden Folgen, dann würde auch ich, bei aller Toleranz, auch in Frage stellen, ob diese Person wirklich bei mir arbeiten möchte.
Und wenn Du auf die Medikamentenbesorgung und -einnahme mehr achten würdest, dann würde sich bei Dir vielleicht auch die Situation mit den Absenzen und Myoklonien verbessern, ergo gäbe es dann weniger, was einen Chef stören könnte.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Tablettenschlucker, Freiburg, Sunday, 11.11.2012, 13:31 (vor 5027 Tagen) @ huge88
Hey,
Huge da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Es liegt immer an beiden Seiten,
wenn man seinem Chef aber die "Angst" oder "Panik" nimmt es könnte etwas
passieren und ich weiß dann nicht wie ich reagieren soll, ist der Chef schon ein
bisschen beruhigt. Ich erklär meinen Leuten immer was sie im Fall des Falles
machen sollen, auch jetzt meinen Kurskollegen. Es beruhigt andere ungemein
und gibt einen ganz anderen Blickwinkel auf die eigentliche Sache.
Gruß
Lukas
Berufsförderngswerke
kucka, Sunday, 11.11.2012, 16:12 (vor 5027 Tagen) @ patschie
hallo patschi
mit rausmobben kenn ich mich aus.Mach das schon Jahrzehnte mit(mit kl.Unterbrechungen).In unserer Abteilung bin ich die einzige Deutsche,die andern sind Russen.Bin auch mal zum Anwalt,der meinte: Mobbing wäre hier in D noch nicht so sehr vertreten,ich müsste privat klagen.Hatte das Geld damals nicht,heute ja! Ich arbeite in einer Gr. Firma,es hat sich die letzten Jahre soviel verändert das jeder nur an sich denkt,egal mit welchen Mitteln.Jedenfalls lass ich mich nicht rausmobben.FR.hatte ich vor Stress so einen roten Kopf,das ich dachte,wenn es so weitergeht,dann fall ich wirklich um.Habe jetzt beschlossen,nur noch normal zu arbeiten,auch wenn was liegenbleibt.Basta!!!!!!!
patschi,nicht jeder kann sich wehren,finde einen Ausgleich sonst gehst du irgendwann kaputt daran.A B E R deine Medis solltest du bei dir tragen wenn du weisst du kannst nicht nach Hause.Die sind das Wichtigste überhaupt.Wünsche dir das du eine vernünftige Arbeit nebst Kollegen findest.
grüsse kucka
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Noooh, Sunday, 11.11.2012, 17:56 (vor 5026 Tagen) @ Noooh
so wurde aus meinem thema ein thread für patschie 
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kucka, Sunday, 11.11.2012, 21:21 (vor 5026 Tagen) @ Noooh
hallo Noooh
hast ja recht.....entschuldige bitte,kommt nicht mehr vor.
grüsse kucka
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Noooh, Sunday, 11.11.2012, 21:59 (vor 5026 Tagen) @ kucka
hallo kucka
Passt schon kein problem....
vielleicht hat auch keiner erfahrung mit diesen berufsförderungswerken und nun konnten wir einer anderen person etwas weiterhelfen 
gruss dominic
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pegasus, Saturday, 17.11.2012, 00:04 (vor 5021 Tagen) @ Noooh
Da ich die 6 wöchige Berufsfindungsmaßnahme mitgemacht habe, würde ich dir raten, mache die längere, denn da wirst du länger beobachtet und es kann genauer hin geschaut werden, was du machen kannst und was nicht.
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knuddel, Sunday, 18.11.2012, 01:20 (vor 5020 Tagen) @
pegasus
bearbeitet von knuddel, Sunday, 18.11.2012, 02:03
Hallo alle zusammen!
Ich mache seit 11 Monaten eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Bin in einem BfW in NRW.
Ich bin die Woche über in einem Internat untergebracht. Leider sind die hier nicht auf Epilepsie spezialisiert. Wenn ich mal krampfe (Grand- mal), machen die Ärzte ein riesen Terz. Einmal haben die sogar den Notarzt gerufen und mich ins Krankenhaus abgeschoben. Auch ist eine Umschulung kein Zuckerschlecken. Es heißt, lernen, lernen, lernen. Rücksicht auf Konzentrationsstörung wegen Medis wird nicht genommen. Mein Tipp an alle, versucht in ein BfW zu kommen, die sich auf Neurologie spezialisiert haben. Heidelberg soll sehr gut sein. Aber eine Umschulung ist super wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Die Chance :))
LG an alle hier !
Berufsförderngswerke
Noooh, Sunday, 18.11.2012, 13:07 (vor 5020 Tagen) @ knuddel
also ich werde erst einmal die zweiwöchige berufsfindung machen,aber ich denke das wird sowieso nicht ausreichen!nun bin ich erst einmal in heidelberg untergebracht,aber leider bieten die meine richtung in die ich gehen möchte leider nicht an(tourismuskaufmann).
aber vielleicht findet sich ja auch eine bessere lösung!
ich bin für vieles offen,möchte dann aber schon in ein zentrum,dass auch mit epilepsie umgehen kann...
gruss dominic
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knuddel, Sunday, 18.11.2012, 13:25 (vor 5020 Tagen) @ Noooh
Hallo Noooh,
ich habe vor der Umschulung auch eine zweiwöchige Berufsfindung gemacht. Also ich fand diese ausreichend. Du hast in den ersten Tagen psychologische Testungen und ärztliche Untersuchungen. In der zweiten Woche kannst du dich in verschiedenen Berufen "erproben" mit Praxis und Theorie. Mir hat es Spaß gemacht und zur Entscheidungsfindung geholfen.
Was ich auch sehr gut fand, war der RV- Kurs vor der Umschulung. Dieser Kurs dauerte 3 Monate, dort hatte ich die Gelegenheit die Umgebung, den Ablauf dort und die Menschen kennenzulernen. Außerdem wurde das Lernen gelehrt.
Eine Umschulung ist echt die absolute Chance für uns in den Arbeitsmarkt zu kommen. Ich wünsche dir total viel Glück .
Ciao 
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Noooh, Sunday, 18.11.2012, 21:20 (vor 5019 Tagen) @ knuddel
hallo knuddel....
also das hilft mir schon mal sehr weiter,denn nun weiß ich ungefähr was dort so los ist!denn mein berater konnte mir da nicht viel erzählen....
ich sehe dies auch als absolute chance für einen neustart und freue mich schon richtig!endlich geht es wieder bergauf...
aber eine frage hääte ich noch....wenn man sich für ein berufsförderungswerk entscheidet,muss man dann in dem internat wohnen oder kann man sich auch eine eigene wohnung in der umgebung suchen?
ich weiß das es sicherlich gut für mich wäre,weil immer jemand da ist,wenn es mal wieder schlechter wird....
aber ich hätte doch schon gerne meine eigenen wohnung!
gruss dominic
Berufsförderngswerke
knuddel, Sunday, 18.11.2012, 22:15 (vor 5019 Tagen) @ Noooh
Huhu,
ich wurde von meinem Kostenträger im Internat untergebracht. Welches direkt am BfW ist und zu diesem auch gehört. Es hat unter anderem auch damit zu tun, da ich sonst täglich etwa 5 Stunden mit Bus und Bahn hätte fahren müssen und dies als " unzumutbar " bezeichnet wurde. Leider hatte ich kein Mitspracherecht in welches BfW ich komme, sonst hätte ich mich für eines entschieden, welches unter anderem auf Epilepsie spezialisiert ist. Aber man muss auch bedenken nicht alle BfW schulen auf alles um. Bitte beachte auch für später, welche Berufe werden gesucht, wo habe ich zukünftig die größten Chancen auf einen Arbeitsplatz.
Ciao und LG 
Berufsförderngswerke
Noooh, Monday, 19.11.2012, 10:40 (vor 5019 Tagen) @ knuddel
hi,
also bei mir ist es schon etwas eingeschränkt.entweder werde ich die bautechnikerschule machen,was mein kostenträger allerdings nicht möchte,da angeblich die schule wohl zu schwer für mich wäre,aber das lässt sich ja dort mit sicherheit herausfinden.
oder ich mache was mit tourismus...ich dachte an tourismuskaufmann...wird aber nicht sehr viel angeboten...aber ich denke tourismus hat immer zukunft,ich war schon sehr viel unterwegs,spreche 3 sprachen habe 3 jahre auf den kanaren gewohnt und würde auch später gerne wieder im ausland leben...
somit denke ich,dass das wohl eine gute lösung wäre...
bin mal gespannt,was denen so einfällt!
aber ich würde schon gerne auf eine schule gehen,die auch auf epilepsie spezialisiert sind!
gruss dominic