Plakatkampagne

teilchenschubse, Monday, 26.11.2012, 10:24 (vor 5012 Tagen)

Hallo an alle,

mir ist gestern am Bahnhof eins der Plakate der aktuellen AIDS-Akzeptanz-Kampagne "begegnet". Hier kann man eins in einem anderen Format sehen:
http://bit.ly/ULfzI2
Unter "Und die Akzeptanz meines Chefs." steht "Hätte ich auch deine?"
Wenn man dem Shoplink folgt, kann man auch die anderen Plakate ansehen.

Hintergrund ist der nahende 1. Dezember, der Welt-AIDS-Tag.

Mir kam dann spontan der Gedanke, daß ich sowas auch gern für Autismus bzw. Epilepsie hätte, also auch mit der Aufschrift "Ich habe ... und die Akzeptanz meiner Vorgesetzten und Kollegen", auch in Bahnhofsplakatwandgröße. Weil das hier ja auch schon öfter ein Thema war.

Jemand, der beim Design helfen würde, ist evtl. schon gefunden.

Hat jemand Ahnung, inwieweit man das mit Verbänden abstimmen müßte?
Ich bin weder in dem einen (Autismus) noch dem anderen (Epi) Mitglied.

Was haltet Ihr denn generell von der Idee?

Liebe Grüße aus Südhessen
von der teilchenschubse

--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)

Plakatkampagne

mezeg, München, Monday, 26.11.2012, 10:53 (vor 5012 Tagen) @ teilchenschubse

Hallo,

ich denke wie Du, daß vieles für uns einfacher wäre, wenn das Thema Epilepsie nicht weiterhin tabu wäre und mehr Leute darüber Bescheid wußten. Ob es aber gleich mit riesigen Plakaten anfangen kann, erlaube ich mir zu bezweifeln.

AIDS wurde in den Anfangszeiten auch verschwiegen. Irgendwann haben aber Prominenten sich dafür eingesetzt und so wurde die Aufklärung "salonfähig". Momentan sehe ich Plakate mit bekannten Persönlichkeit, die für die Krebsvorsorge werben. Aber haben wir einen Schauspieler oder Musiker oder Politiker, der offen darüber spricht? Wer weißt schon, daß Dostojewki, Paganini und Napoléon (wenn ich mich nicht irre) auch Epileptiker waren und doch großartiges geleistet haben??

In der letzten Zeit scheint es aber kleinste Versuche zu geben: Den Tatort, wo die Epileptikerin kein gutes Bild abgab aber wenigstens erwähnt wurde. Den Brigitte-Artikel m.E. sehr gut gemacht, Publikum aber nicht ganz so junge Frauen also eingeschränkt.

Alleine schaffen wir es nicht, aber wenn wir auf unserer engeren Ebene die ersten Schritte Richtung größerre Vereinen / Publikationen machen würden, könnte der Stein langsam aber unweigerlich ins Rollen kommen. Habe bei AOK-Bayern eine entsprechende Anfrage geschickt, sie wollen in naher Zeit einen entsprechenden Artikel verfassen. Dann zur AWO Kontakt genommen, weil ich weiß, daß sie auch gesundheitliche Vorträge anbieten. In dem Fall in einem kleinen Kreis aber immerhin. Habe dabei erfahren, daß es in München eine Epilepsie-Gruppe gibt. Sie werden am 4. Februar in Obergiesing einen entsprechenden Vortrag halten.

Es sind auch die kleinen Stadtviertel-Zeitungen interessant. Hatte vor einiger Zeit - von Epilepsie vollkommen überfallen - in einer solchen Zeitung einen Artikel gefunden, sehr kurz aber doch sehr gut. Wir sollten in unserem Bekanntenkreis das Thema ansprechen: Der eine kennt einen Sportverein, der andere einen Kulturkreis usw. Eine "nationale" Aufklärungskampagne nicht erwarten (leider!) aber einen kleinen Schritt leisten.

mezeg

Plakatkampagne

Tablettenschlucker, Freiburg, Wednesday, 28.11.2012, 07:05 (vor 5010 Tagen) @ teilchenschubse

Hey Teilchenschubse,

ich finde deinen Vorschlag gar nicht schlecht. Frag mal bei
der "Deutschen Epilepsievereinigung e.V." nach. Ich weiß
zwar nicht ob die direkt weiterhelfen können, wissen aber
bestimmt die richtige Anlaufstelle für sowas. Versuch doch
auch mal mit einem Administrator Kontakt aufzunehmen, das
hier ist ja auch ein Verein. Vielleicht können die dir schon
weiterhelfen.

Liebe Grüße
Lukas