lamotrigin
rennmaus1, Monday, 03.12.2012, 17:37 (vor 5004 Tagen)
hallo ich nehme seit ca. einem halben jahr lamotrigin 350mg. habe seit ca 2 monate riesen probleme mit angstzuständen panikattaken und nachtschweiss! ich glaube langsam das dies vom lamotrigin kommt, doch lamotrigin wird auch zur behandlungen von angstzuständen und depressionen eingsetzt desshalb ist das irgendwie voll schräg. hat jemand von euch ähnliche erfahrungen gemacht mit lamotrigin? habe vorher depakine chrono 500 genommen und habe nie solche probleme gehabt, habe nur wegen des zitterns umgestellt das depakine als nebenwirkung hatte. lg
lamotrigin
knoddelpusch88, RLP, Monday, 03.12.2012, 21:49 (vor 5004 Tagen) @ rennmaus1
Hallo,
Ich habe Lamotrigin 2 Jahre genommen (800mg täglich) und hatte nie solche Nebenwirkung, ich hatte als Nebenwirkungen nur Müdigkeit.
LG
lamotrigin
Tom vom Berg
, Tuesday, 04.12.2012, 00:03 (vor 5004 Tagen) @
knoddelpusch88
Nehme (300 mg täglich) solche Nebenwirkungen hab ich auch nicht.
Sollte aber die Müdigkeit vom Lamotrigin kommen, nehme ich das in kauf.
Mache mir dann einen Tagesplan, diesen ab arbeiten.
Danach ab in die Falle wenn die Müdigkeit zu schlimm wird (ohne fernsehen
).
MfG
Tom
lamotrigin
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 04.12.2012, 08:39 (vor 5004 Tagen) @ rennmaus1
Lamotrigin kann aber, auch wenn es genau zur Behandlung davon hergenommen wird, auch genau diese Symptome hervorrufen. Das mit dem Nachtschweiss kenne ich selbst gut aus den paar Monaten, in denen ich es einmal genommen habe und ich hatte da noch nicht einmal Deine Dosis.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
lamotrigin
Profiler, Weinheim, Tuesday, 04.12.2012, 10:42 (vor 5004 Tagen) @ rennmaus1
hi rennmaus1,
das Lamo quäle ich mir seit einigen jahren rein und weiss wie es mich verändert!
zum einen bremst es meinen antriebsfreude, wobei sich gegen nachmittag eine innere
müdigkeit einstellt, der ich mit bewegung entgegenwirke.
das gegenteil stellt sich am abend ein, denn da vermisse ich meist die erlösende müdigkeit und vor 12-13 uhr ist an schlaf, nicht zu denken.
durchschlafen ist nie möglich und bleibt mir leider vergönnt.
so wache ich in der regel, alle 90 min. auf und mit power hüpfe ich schon seit langem nicht mehr aus der kiste.
vermehrter nachtschweiß begleitet mich wie bei dir, vor allem am hals.
ängste und panik habe ich derzeit keine.
beim eindosieren, erlebte ich eine stimmungssteigernde wirkung und ich freute mich!
jedoch wirkt lamo ja ausgleichend, d.h. weder "himmelhoch jauchzend, noch zu..."!
hierbei vermisse ich das herzhafte lachen aus vergangenen zeiten sehr!!!
im gegensatz zu den alternativen medis, die ich zuhauf nahm, ist es jedoch ok.
So viel für heute.
viel glück und bb
Profiler
lamotrigin
podi, Tuesday, 04.12.2012, 17:47 (vor 5003 Tagen) @ rennmaus1
ich nimm seit vielen Jahren 300mg Lamotrigin und 500mg Depakine.
Ich hab auch die üblichen Nebenwirkungen wie zittern und sehr schlechtes Gedächtnis.
Und seit etwa ein bis zwei Jahren passiert es mir manchmal, das ich mitten in der Nacht
völlig verschwitzt aufwache.
Ich hab eine Zeit zwar Zonegran genommen, die ich aber nach extrem starken
Nebenwirkungen wieder abgesetzt habe. Möglicherweise ist das schwitzen eine
Nachwirkung, ich glaubs aber nicht, weil ich vor Zonegran verschwitzt aufgewacht bin.
lamotrigin
mikewi, München, Tuesday, 04.12.2012, 18:18 (vor 5003 Tagen) @ rennmaus1
Lamotirigin hatte ich auch schon mal genommen, sogar in einer höherer Dosierung. Bei mir traten aber keinerlei Nebenwirkungen auf. Leider aber auch keine positiven Effekte. 
Darum wurde es auch wieder abgesetzt.
lamotrigin
Henry, Wednesday, 05.12.2012, 14:46 (vor 5003 Tagen) @ mikewi
Hallo Mikewi,
habe ich das richtig verstanden das du eine noch höhere Dosis als 800mg am Tag genommen hattest?
Ich nehme deszeit 200-0-300 und mein Arzt meinte, wenn ich mit der Dosis nicht
Anfallsfrei werde, müsste ich auf ein anderes Medikament eingestellt werden, da 500mg/Tag das Maximum ist. Hatte das aber in der Epilepsieambulanz ganz anders verstanden, nämlich das man Lamotrigin um einiges höher dosieren kann.
Was hast du denn da für Erfahrungen gemacht?
lamotrigin
mikewi, München, Thursday, 06.12.2012, 19:38 (vor 5001 Tagen) @ Henry
Hallo Hennry,
meine Dosierung war über dem Maximum, so bei 700mg. Evtl. waren es auch schon 800. Genau weiß ich es auch nicht mehr. Mein Arzt sagte mir damals, dass seine Erfahrung sei: Wenn diese Dosierung nicht hilft, dann bringt eine noch höhere auch nichts.
Ich selbst hatte weder Nebenwirkungen, noch war ich anfallfrei damit. Darum wurde es auch wieder abgesetzt.
VG
Mikewi
Hallo Mikewi,
habe ich das richtig verstanden das du eine noch höhere Dosis als 800mg am Tag genommen hattest?
Ich nehme deszeit 200-0-300 und mein Arzt meinte, wenn ich mit der Dosis nicht
Anfallsfrei werde, müsste ich auf ein anderes Medikament eingestellt werden, da 500mg/Tag das Maximum ist. Hatte das aber in der Epilepsieambulanz ganz anders verstanden, nämlich das man Lamotrigin um einiges höher dosieren kann.
Was hast du denn da für Erfahrungen gemacht?
lamotrigin
mezeg, München, Wednesday, 05.12.2012, 18:28 (vor 5002 Tagen) @ rennmaus1
Hallo,
Lamotrigin nehme ich seit 1 1/2 Jahren. War eine Weile auf der Hälfte der verschriebenen Dosis geblieben, weil ich partout nicht akzeptieren wollte, trotz erfolgreicher OP noch epileptische Anfälle zu bekommen. Neurologe informiert. Nach 2 GM-Anfällen habe ich die volle Dosis (100 - 0 - 100 mgr) akzeptiert.
Beim Start und jeder 25 mgr mehr hatte ich große Ein-/Durchschlafschwierigkeiten. Trockenen brennenden Mund. Anfang dieses Jahres bekam ich eine Welle starken Auras: Reizbarkeit, Durchdrehen, Angstzustände, Übelkeit. Daraufhin wurde die Dosis auf 125 - 0 - 125 erhöht. Die Schlafprobleme sind akut geworden, jede zweite Stunde mit brennendem Mund aufwachen und nur schwer wieder einschlafen. Es kam soweit, daß ich in der U-Bahn wohl kurz einschlief und völlig verwirrt aus dem Wagen sprang - wenn auch am Ziel. Es wurde eine Weile als Absence bewertet, was dem Neurologe als "nicht logisch" verstand.
Durch den akuten Schlafmangel entschied ich, es muß umgestellt werden und nahm an dem Abend nur 100 mgr anstatt 125, wo man doch immer 25 mgr-mässig rauf- und runterfährt. Da es in der gleichen Nacht besser ging, blieb ich dabei, um zu sehen, ob es sich bewährt.
So ging es auch. Ich schlafe jetzt wieder normal
- bis auf kleine - normale - Probleme. Ich drehe nicht wieder durch in der Vorstellung eine Situation würde sich dramatisch entwickeln, notfall meldet sich in so einem Fall das "Rationale": "Was soll der Quatsch? Warte, bis wirklich etwas passiert, erst dann darüber grübeln und handeln!"
Die Sprachprobleme (nicht reden, Gelesenes oder Gesprochenes nur als unformiges Brei aufnehmen, dies mehrere Minuten lang) haben sich auch um etliches beruhigt. Es gibt wohl hier und da einen Informations-Stau im Gehirn, mir kommt es aber so vor, als ob sich langsam Umleitungswege durchsetzen würden.
Was von den Problemen Lamotrigin oder der Epilepsie zuzuschieben ist, kann ich nicht definieren. Bis auf die Schlafprobleme definitiv wegen Lamotrigin - einmal irrtümlicherweise die doppelte Menge genommen... war nicht witzig!
Angst und Reizbarkeit wahrscheinlich auch, beide sind nun wieder normal - hindert mich zwar nicht daran, einen Wutanfall zu bekommen, wenn ich mich ungerecht behantelt fühle, aber dies würde ich als "genetisch" betrachten...
Also, Nebenwirkungen für mich - soweit ich sie von epileptischen Reaktionen unterscheiden kann - waren primär die sehr deutlichen Schlafprobleme, deutlich erhöhte Flüssigkeitsbedarf, dazu überhöhte Streßanfälligkeit. Ob Übelkeit dazu zählt, weiß ich nicht, Temporalepilepsie (meine) meldet sich über den Magen.
Auf jedem Fall hat sich nun alles sehr deutlich beruhigt, ich akzeptiere auch emotional die Epilepsie, diese fremde Macht in meinem Kopf und stehe dazu. Es hat sich gelohnt, bei Lamotrigin durchzuhalten.
mezeg
P.S. Punkto Schlafprobleme: Der Zufall wollte, daß ich die eine Reduzierung abends gemacht habe (also 100 anstatt 125, in der Früh aber 125). Mir wurde von einem anderen Neurologen gesagt, daß es so für den Schlaf besser war, Lamotrigin "aktiviert", kann aber "assymetrisch" genommen werden. Frag aber lieber Deinen Neurologen anstatt zu experimentieren...
lamotrigin
Green, Wednesday, 05.12.2012, 20:04 (vor 5002 Tagen) @ mezeg
Hallo mezeg
deine epilepsie..temporallappen... meldet sich über den Magen. wie sieht das den aus.......ich kenn so plötzliches aus dem nichts übel werden.manchmal bleibt es dabei manchmal knallt es dann....oder nichts essen können.........meinst du sowas
Gruss green
lamotrigin
mezeg, München, Wednesday, 05.12.2012, 22:18 (vor 5002 Tagen) @ Green
Hallo Green,
das wurde mir vom Neuro-Chirurg gesagt. Bei mir ist es Übelkeit, ich meine aber nicht Erbrechen, sondern ein komisches Gefühl im Magen, in etwa ob ich etwas Eßbares als ekelhaft im Aussehen oder richtig stinkend sehen / stinken wahrnehmen würde.
Allerdings nur bei Aura. Meine 3 GM-Anfälle fingen an mit "verschwommenen Erinnerungen" unter Strom, zweimal sitzend, das 2. Mal setzte ich mich automatisch auf die Badewannenkante. Hatte aber nie Zeit oder genug Bewußtsein zu begreifen, daß es sich um einen GM-Anfall handelte.
lamotrigin
bananamama, Thursday, 06.12.2012, 00:00 (vor 5002 Tagen) @ mezeg
hallo Mezeg bei mir sagte man auch ich
hätte Epigastrische Auren , hab das
dann erklärt mit dem Gefühl auf einer
Schaukel zu hoch zu fliegen , schlecht
geworden ist mir eigentlich nicht , es
sei denn bei zu trockenem Mund und Husten
dann hab ich gespuckt . Ich nehme 350 lamo
morgens und abends plus 600 Apydan extent
auch zu den Zeiten , und Krampfe trotzdem
lG Moni PS Schlafstörung inbegriffen
lamotrigin
Erzengel, Wednesday, 12.12.2012, 14:39 (vor 4996 Tagen) @
bananamama
bearbeitet von Erzengel, Wednesday, 12.12.2012, 14:42
Lamotrigin ist nicht = Lamotrigin
Lamotrigin als Wirkstoff wird von mehr als 30 Pharmaunternehmen hergestellt. Die Medikamente werden letztlich mit unterschiedlichen Listenpreisen vertrieben.
Die darin enthaltenen Zugaben = Hilfsstoffe sind zum Teil sehr erheblich. In der Beipackaufzählung stehen zwar die Gleichen. In ihrer Konsistenz sind sie jedoch unterschiedlich, da z.B. in verschiedenen Ländern eingekauft wird und die Zulieferer verschieden produzieren oder die chemische Aufbereitung anders ist.
relevantes Beispiel:
Der Originalhersteller + Entwickler von "Lamictal" ist GlaxoSmithKline, die allerdings auch den höchsten Verkaufspreis von allen Herstellern verlangen. Das Patent ist vor einigen Jahren abgelaufen und so versuchen andere Unternehmen die Herstellung zu kopieren. Gegebenenfalls mit Erfolg.
Folge - Glaxo muss Kosten sparen:
Die Produktion wurde von Frankreich nach Polen verlagert -> Zulieferer änderten sich
+ leider änderte sich auch die Wirkung, jedenfalls bei mir.
Diese Erfahrung musste ich leider selbst machen. Nach der Produktionsverlagerung setzte die Wirkung nicht umgehend ein wie früher.
Ich bin mit Glaxo in Kontakt getreten und nach langem hin und her, letztlich bestätigte man mir, dass die Hilfsstoffe nicht mehr zu 100 % die Selben seien.
Ich bin trotzdem bei Glaxo geblieben "aut idem", da z.B bei ratiopharm das Medikament
Lamotrigin (genauen Namen weis ich nicht mehr) nicht zur Anfallsfreiheit führte.
Fazit: sprecht mit dem behandelnden Arzt und versucht einen anderen Hersteller.
Viel Erfolg und Kraft wünsche ich!