Möglicher Anfall nach Blutabnahme

hunzen, Wednesday, 12.12.2012, 13:19 (vor 4996 Tagen)

Hi habe vor kurzem das erste mal mein Bewusstsein verloren. Die Spritze war gerade raus dann war ich weg. Man hat mich dann hingelegt und da hatte ich wohl einen Krampf an der Hand. Daher besteht wohl Verdacht auf Epileptischem Anfall, es könnte aber auch nur ein Kollaps sein meinte der Arzt. Nach kurzem Gespräch mit dem Neurologen meinte dieser es sei wahrscheinlich harmlos. Habe jetzt einen EEG Termin, im Januar aber erst...

Als ich aufgewacht bin war mein Gesicht ziemlich nass-geschwitzt, komischerweise an den Acheln nicht so stark. Als ich wieder Bewusstsein hatte und reden konnte, hatte ich aber immernoch kein klares Bild, meine Augen sind wohl die ganze Zeit gesprungen. Ich war aber total euphorisch und es war ein extrem gutes Gefühl. So als wenn man eine Droge genommen hat oder so. Ich habe gegoogelt (euphorisch, endorphine), finde aber nichts, daher wollte ich fragen, ist es so untypisch dass man nach einem Anfall euphorisch ist???

Ich wünsche allen natürlich gute Besserung, falls ihr darunter leidet! Ich persönlich kenne niemanden der das hat, und habe auch sonst keine Ahnung davon.

Möglicher Anfall nach Blutabnahme

mezeg, München, Wednesday, 12.12.2012, 15:12 (vor 4996 Tagen) @ hunzen

Hallo,

hatte nie Probleme bei der Blutabnahme, war auch Blutspender (25 x weil relativ seltene Gruppe). Wurde gesperrt wegen harmlosen Herz-Rhythmus-Störungen. Mit dem schriftlichen Segen des Kardiologe wollte ich mich nach langer Zeit wieder bei den Vampiren melden, erwähnte aber die Einnahme von Lamotrigin. Bekam postwendend eine freundliche und wohl definitive Absage, "weil das Medikament läßt mögliche Krämpfe vermuten und das wollen sie einem Spender zumuten". Dies auch mit Bedauern, weil mein Saft immer begehrt war.

Eine normale Blutabnahme zur Labor-Diagnose lief auch nun epileptisch problemlos. Vielleicht niedrigen Blutdruck oder niedrige Hämoglobin?

mezeg

P.S. nach den 2 ersten GM-Anfall tagsüber nach OP fühlte ich mich recht wohlig im Bett, wohin ich bewußtlos selber hinging. Weil aufgestaute Spannung entladen?

Möglicher Anfall nach Blutabnahme

hunzen, Thursday, 13.12.2012, 17:12 (vor 4995 Tagen) @ mezeg

War im März bei dem selben Arzt zur Blutabnahme, trotz Angstschweiß davor verlief die Abnahme komplett problemlos, war sogar angenehm. Aufgrund der positiven Erfahrung war ich diesmal recht ruhig - vielleicht zu ruhig, da ich niedrigen Blutdruck habe.

Spende als Epi ja, bei Lamo nein ??

Samuel_70, Sunday, 16.12.2012, 11:53 (vor 4992 Tagen) @ mezeg

Hallo mezeg,

hat man Dir auch begründet warum die Blutspende (nur) mit Lamo nicht möglich ist ?
Hattest Du frührer auch schon gesagt das du Medi`s wegen Epi nimmst?

Ich hatte es auch schon nachgefragt, mir hat man gesagt das Epi`s grundsätzlich keine BS geben dürfen, wegen Gefahr eines Anfalls durch die kurzzeitig verringerte Blutmenge im Körper, und auch wegen den "kleinen Teilchen" der Wirkstoffe die sich noch im Blut befinden.

Gruß
S_70

Spende als Epi ja, bei Lamo nein ??

mezeg, München, Sunday, 16.12.2012, 18:41 (vor 4991 Tagen) @ Samuel_70

Hallo mezeg,

hat man Dir auch begründet warum die Blutspende (nur) mit Lamo nicht möglich ist ?
Hattest Du frührer auch schon gesagt das du Medi`s wegen Epi nimmst?

Ich hatte es auch schon nachgefragt, mir hat man gesagt das Epi`s grundsätzlich keine BS geben dürfen, wegen Gefahr eines Anfalls durch die kurzzeitig verringerte Blutmenge im Körper, und auch wegen den "kleinen Teilchen" der Wirkstoffe die sich noch im Blut befinden.

Gruß
S_70

Hallo Samuel,
als Epileptikerin bin ich ziemlich "jung" im Gegensatz vom normalen Leben ;-) . Damals nahm ich also keine Anti-Epileptika.

Meine letzte Blutspende erfolgte in 1985, dann wurde ich gesperrt wegen (harmlosen) Herz-Rythmus-Störungen. Der Weg zur Arbeitsstelle wurde auch länger und da ich meist von der Arbeit weg zur Blutspende gerufen wurde, hatte ich nicht mehr versucht, mir die Eignung vom Kardiologen bestätigen zu lassen.


Bei dem jetzigen letzten Versuch - der Altersgrenze bin ich nicht so weit ;-) - erwähnte ich sicherheitshalber, daß ich Lamotrigin nehme.

Die Antwort - wort-wörtlich:


"vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Einnahme von Lamotrigin scheint den Hintergrund zu haben, dass Ihr Arzt eine Krampfneigung nicht ausschliessen kann. Leider dürfen Personen mit Krampfleiden aus Spenderschutzgründen nicht spenden.

Danke für Ihr Interesse !"

Eigentlich logisch: Sollte ich während der Spende einen Krampf bekommen - wovon ich nicht ausgehe - , würde die Nadel freien Lauf bekommen und auf jedem Fall die Vene malträtieren. Könnte auch sein, daß sie rausspringt und das "kostbare Rot" durch die Gegend tropft.

Pingelig sind sie sowieso: Ich wurde zweimal an Ort und Stelle wegen dafür zu niedrigen Hämoglobin abgelehnt.

Daß der Lamotrigin-Spiegel durch die Spende zeitweilig aber brüsk niedriger wird, hatte ich allerdings nicht überlegt.

Glaubte eigentlich selber nicht so sehr, daß sie mich doch akzeptieren, wollte aber den Versuch unternehmen, um mir nichts vorwerfen zu müssen. Den Punkt kann ich also abhaken.

Viele Grüße

mezeg

Spende als Epi ja, bei Lamo nein ??

beatmeup, Thursday, 20.12.2012, 02:14 (vor 4988 Tagen) @ mezeg

es geht dabei nicht darum, dass es vielleicht rumspritzt etc. oder man eventuell einen anfall bekommen könnte.
weswegen wird man nochmal langsam aufdosiert, weil das zeug, dass man nimmt einen sonst ziemlich in mitleidenschaft ziehen würde. überdosierung ?! was passiert dann mit jemandem, der eh schon am arsch ist und dann vollgepumptes blut bekommt ? komplikationen, schlimmstenfalls exitus ?!

Spende als Epi ja, bei Lamo nein ??

mezeg, München, Thursday, 20.12.2012, 09:48 (vor 4988 Tagen) @ beatmeup

hatte eben nicht an diesen Aspekt der Lage gedacht, wo die Blutärztin nur vom Krampfgefahr für mich sprach. Aber ich bin nun überzeugt. Und hätte sowieso die Einnahme von allen Medikamten erwähnt (Simvastatin und ASS inbegriffen).

VG

mezeg

Spende als Epi ja, bei Lamo nein ??

beatmeup, Friday, 21.12.2012, 20:48 (vor 4986 Tagen) @ mezeg

sorry für den ton, der war unangebracht.

Möglicher Anfall nach Blutabnahme

beatmeup, Sunday, 16.12.2012, 01:51 (vor 4992 Tagen) @ hunzen

hab früher, als ich noch durfte, auch blutgespendet. zusammengeklappt bin ich zwar nie, aber ich fühlte mich immer besser als vorher. irgendwie, auch wenn der vergleich hinkt, war es wie kacken gehen ^^, ein wohlgefühl, nur immens stärker.

Möglicher Anfall nach Blutabnahme

mezeg, München, Sunday, 16.12.2012, 18:45 (vor 4991 Tagen) @ beatmeup

hab früher, als ich noch durfte, auch blutgespendet. zusammengeklappt bin ich zwar nie, aber ich fühlte mich immer besser als vorher. irgendwie, auch wenn der vergleich hinkt, war es wie kacken gehen ^^, ein wohlgefühl, nur immens stärker.

ja, beim Spenden hatte ich nie Probleme. Allerdings war ich damals noch nicht Epilepsie-belastet.

Mein schönes A1 Rhésus Négatif, ohne jegliche Droge, mit Antikörpern gegen Hepatitis B ohne je den Antigen zu merken, muß ich also für mich behalten. :-D :-D

Viele Grüße
mezeg