Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

BrittMurphysLil'Girl, Monday, 17.12.2012, 23:41 (vor 4990 Tagen)
bearbeitet von BrittMurphysLil'Girl, Monday, 17.12.2012, 23:50

Hallo,
Ich habe eine Frage. Ich merke neuerdings wenn ich kurz vor einem Grand-Mal Anfall stehe und das fühlt sich so an: ich bekomme manchmal (einfach so, ganz plötzlich) das Gefühl, keine Kontrolle mehr über meinen Körper zu haben, das Gefühl die momentane Situation ist nicht real bzw. dass ich träume, ich bekomme bei dem Gefühl aus Angst immer wahnsinnige Herzklopfen und mache mich psychisch verrückt indem ich immer denke: "oh Gott, was ist wenn ich jetzt in der Öffentlichkeit einen Anfall bekomme? Das darf einfach nicht passieren, das wäre doch total peinlich, was sollen die Leute denken?" Vor Allem jetzt, wo ich Praktikum mache und ich nicht gesagt habe, dass ich die Krankheit habe (ist ja auch nicht notwendig - zumindest bei meiner Epilepsie) und dort Arbeiten eher (tut mir leid, bitte nicht falsch verstehen), einfache Leute, die sich wahrscheinlich garnicht mit der Krankheit auskennen und unter Epilepsie "Zucken, Sabbern und Augenverdrehen" verstehen. Es gibt ja ganz viele verschiedene Arten und ich sehe beim Anfall einfach tot aus und als ob ich ganz doll friere, "schlimmer" nicht. Ich habe jetzt von alleine mein Lamortigin um 25 mg erhöht (Mama weiss es nicht, Papa weiss es nicht - also eigentlich heimlich) um einem Anfall auszuweichen. Ich will nicht ins Krankenhaus - kurz vor Weihnachten!!! :-(
Ich habe halt immer das Gefühl, dass ich schon halbweg bzw. nicht mehr voll uns ganz anwesend bin und das Gefühl macht mir Angst und ich setzte mich selber unter Druck. Ich habe auch noch gar keine Bestätigung, ob das mit der Epilepsie zusammenhängt aber ich gehe davon aus! War es bei euch auch mal so? Habt ihr Erfahrungen? Vielleicht auch wie ich mit Lamotrigin? Ich danke euch für Antworten!
Bella

Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

Green, Tuesday, 18.12.2012, 07:55 (vor 4990 Tagen) @ BrittMurphysLil'Girl

Hallo
ich habe dir schonmal die Frage gestellt warum kommst Du immer nach dem anfall ins krankenhaus..das muss eigentlich ja nicht sein.

Green

Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 18.12.2012, 08:27 (vor 4990 Tagen) @ BrittMurphysLil'Girl

Ich kenne dieses "Anfallsvorgefuehl", was Du beschreibst, gut aus der Zeit, in der ich Lamotrigin genommen habe. Das muss aber nicht unbedingt ein Anfall sein. Kann auch eine Mischung aus laut Beipackzettel haeufig auftretenden haesslichen Nebenwirkungen sein(z.B. Benommenheit + Koordinationsstoerungen + Verschwommensehen). Und dann kommt der ganze Stress dazu, weil man natuerlich selbst als erstes an einen Anfall denkt und perfekt ist das Gefuehl, einen Anfall zu bekommen. Bei mir wurde das damals noch durch Schlafstoerungen, die auch noch bei mir auftraten, gesteigert.

Ach uebrigens: Von alleine sollte man nie eine Dosis erhoehen, nur mit aerztlicher Zustimmung. Viel hilft bei den Antiepileptika nicht zwingend viel, wenn man z.B. ausserhalb eines fuer sich sinnvollen Serumspiegels im Blut geraet. Die Angst vor einem Anfall ist da nicht unbedingt immer der beste Ratgeber.

Und was das Krankenhaus angeht: Wie sind denn die letzten Gespraeche zwischen Dir und Deinen Eltern dazu ausgegangen? Hast Du es schon mit einem Kompromiss nach der Art "Holt den Krankenwagen, wenn ich 5 Minuten lang zucke. Das ist immer noch mehr als rechtzeitig, wenn es ein schwerer und langer werden sollte.", probiert?

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

terlaner, Tuesday, 18.12.2012, 08:46 (vor 4990 Tagen) @ huge88

Auch ich kenne das Gefühl,

ich hab für diese Fälle immer ein Tavor 1 oder 2,5 mg dabei und lass dies unter der Zunge zergehen, ich hab die Ergfahrung gemacht, dass ich so einen GrandMal noch verhindern kann.
Aber Achtung am Anfang wird man noch sehr müde danach, mit der Zeit legt sich das.
Ich weiss dass man von Tavor abhängig werden kann , aber ich nimm es eben nur bei Bedarf, dann wird das wohl nicht passieren und wenn, dann nimm ich das gern in Kauf, das Gefühl und die Angst in der Öffentlichkeit gleich umzukippen ist einfach grausam.

l.g.

Günther

Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

BrittMurphysLil'Girl, Tuesday, 18.12.2012, 19:16 (vor 4989 Tagen) @ huge88

Aber gibts nicht irgendwie einen weg dieses doofe mich kirre machende panikgefühl loszuwerden? Sogar NACHDEM ICH MEINE TABLETTEN GENOMMEN HABE, ist dieses Anfallsgefühl da...ich weiss nicht mehr weiter. Würde am liebsten garnict mehr rausgehen!!!

Ich merke neuerdings, wenn ich kurz vor einem Grand-Mal bin

KeinEindruck, Pirna, Tuesday, 18.12.2012, 19:48 (vor 4989 Tagen) @ BrittMurphysLil'Girl

Hallo BrittMurphysLil'Girl,

deine Schilderung klingt für mich auch nach einem Anzeichen für eine Angststörung. Ist zwar nur eine "sehr selten und vereinzelt auftretende" Nebenwirkung von Lamo, aber wäre ja denkbar.

Vielleicht auch durch den Stress den du dir selber bezüglich des Praktikums machst.

Bei sowas ist immer ein schneller Termin beim Epileptologen ratsam. Der weiß was das ist.

Liebe Grüße, die KeinEindruck:-D

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I´d rather be anything but ordinary.

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 19.12.2012, 09:38 (vor 4989 Tagen) @ BrittMurphysLil'Girl

Wenn's von Deinen Tabletten kommen sollte, wäre es nur logisch, dass es auch nach Einnahme nicht weggeht. Du solltest deshalb auf jeden Fall zum Arzt und mit Deinen Eltern darüber sprechen. Letzteres ist zwar vielleicht doof, aber die können Dir ggf. auch helfen, beim Arzt Druck zu machen, um eine für Dich taugliche Lösung zu finden.

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