who cares
podi, Monday, 14.01.2013, 12:20 (vor 4963 Tagen)
wie weit geht ihr eigentlich öffentlich mit der Epi um?
wers wissen will darfs wissen und es wird ganz locker darüber gesprochen?
kann gern jeder wissen, ist ja nicht ansteckend oder so. Ich habs, na und?
Kann ruhig jeder erfahren...
Oder doch eher vorsichtiger, nicht groß ansprechen.
Braucht ja nicht unbedingt jeder erfahren.
wie offen geht ihr damit um?
(bei mir weis es praktisch jeder. und wers wissen will, darfs gern erfahren)
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jess87, NRW, Monday, 14.01.2013, 14:11 (vor 4963 Tagen) @ podi
ich habe da auch nicht so das problem mit es offen zu sagen. in meine ausbildung hab ichs nicht gesagt.... ich war beim bund und war mir nicht sicher, dass es evtl ok ist. und anfangs an meinem vertrag nach der ausbildung, hab ichs auch nicht gesagt. aber kaum nach dem vertraganfang, habe ich einen anfall gehabt..... dem nach wussten sie dann, dass ich epilepsie habe. und dadurch, da ich in der apotheke gearbeitet habe, weiß man ja was diese krankheit ist und dem nach gingen sie ganz einfach damit um.
wenn ich neue menschen kennenlerne, ist es nicht so, dass ich gleich sage, dass ich epilepsie habe. irgendwann erwähne ich das
LG
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 14.01.2013, 18:01 (vor 4962 Tagen) @ podi
Ich posaune es zwar nicht gleich lautstark raus, aber eigentlich wissen's alle, die ich näher kenne oder mit denen ich arbeite.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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DARKON34, Leipzig, Monday, 14.01.2013, 20:41 (vor 4962 Tagen) @ podi
das stetige Umfeld in dem ich mich bewege weiss darüber bescheid-bin da sehr offen gegenüber-denke das es angesprochen sowie auch darüber geredet werden sollte um im richtigen Moment die nötige Hilfe zubekommen
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Freunde sind Menschen
die Deine Vergangenheit
akzeptieren,
Dich in der Gegenwart
mögen,
und in deiner Zukunft
zu Dir stehen.
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mezeg, München, Monday, 14.01.2013, 22:24 (vor 4962 Tagen) @ podi
Hallo,
habe lange gebraucht, um darüber sprechen zu können, hatte Angst deswegen abgelehnt zu werden. (bin eine "neue aber alte Epileptikerin"). Es waren zuerst Leute, die von der OP erfahren hatten, welche waren unsicher-hilflos, wie sie mich behandeln sollen, andere nahmen es einfach zur Kenntnis, oft fragten, wie es mir ging, ließen sich etwas erklären und dann ging es den früheren üblichen Weg wieder. Einzelne haben sich aber zurückgezogen oder behandeln mich wie ein rohes Ei oder gar eine tickende Bombe.
Inzwischen nehme ich es viel entspannter, rede nicht systematisch darüber, nur wenn es zweckdienlich ist. Wenn ich z.B. einen Vortrag halten muß und fürchte plötzlich Sprachprobleme zu haben: die Verantwortliche weißt, daß sie das Reden nur kurzfristig übernehmen muß. Mit dieser psychologischen Sicherung habe ich dabei bis jetzt nie Probleme bekommen. Oder wenn ich mich weigere, etwas auszuführen, daß für mich kritischer werden könnte (z.B. ein Kind im Hallenbad betreuen). Sogar das Kind informieren, daß ich betreue, daß ich mit der Sprache stecken könnte und dann eine kurze Pause brauche, sie soll einfach nichts mehr sagen, bis ich sie wieder anspreche.
Mit "echten" Freunden rede ich nicht mehr davon, sie wissen es ja und wie einer gesagt hat: "Es ändert nichts" (an der langjährigen Beziehung)
VG
Mezeg
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Musica, Wednesday, 16.01.2013, 22:31 (vor 4960 Tagen) @ podi
Hallo Podi, 20 Jahre habe ich nicht darüber gesprochen.Jetzt spüre ich oft eine richtige Lust zu testen, was man dazu sagt. So habe ich angefangen zu provozieren. Ganz locker habe ich noch niemand erlebt. Zumindest huscht ein Staunen über die Gesichter.Manche tun so, als ob sie es ganz locker sehen. Liebe Grüße,Musica
who cares
Mondenkind, Wednesday, 16.01.2013, 23:06 (vor 4960 Tagen) @ Musica
Zumindest huscht ein Staunen über die Gesichter.
Na ja, das ist aber, denke ich, normal. Wenn mir jemand, vor allem, wenn ich ihn schon länger kenne, erzählen würde, er hätte Epilepsie (oder MS oder ???), dann würde ich wahrscheinlich auch erstaunt gucken.
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Mondenkind, Wednesday, 16.01.2013, 23:17 (vor 4960 Tagen) @ podi
Na ja... es ist jetzt nicht so, dass ich es jedem, den ich neu kennenlerne auf die Nase binde, aber wenn es sich im Gespräch ergibt, weiß ich nicht aus oder lüge gar.
So habe ich mich kürzlich mit anderen Müttern über unsere Schwangerschaften unterhalten. Ich erwähnte, dass ich Risikoschwanger war und deshalb den ein oder anderen Vorteil hatte (z.B. habe ich meine Tochter so alle 4 Wochen gesehen, andere sehen ihr Kind nur 3 x während der gesamten Schwangerschaft).
Eine der Mütter fragte mich, warum ich Risikoschwanger war. Warum sollte ich da lügen??
Auch in meinem Freundeskreis weiß es eigentlich jeder, entweder er hat schon mal selbst einen Anfall bei mir erlebt oder man sieht, dass ich meine Tabletten einnehme und es wird dann gefragt, was ich da einnehme. Oder man wundert sich, dass ich keinen Alkohol trinke oder (als das noch der Fall war) kein Auto fahren konnte. Wenn das Thema dann mal aufkam, sagte ich auch, warum dies der Fall ist.
Aber eine schlechte Erfahrung habe ich im Freundeskreis eigentlich noch nie gemacht.
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)