Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hallo zusammen,
mein Sohn leidet seit ca. 3 Jahren an Epilepsie. Die Anfälle nehmen leider in letzter Zeit zu (vor 2 Wochen hatte er 3 Krampfanfälle hintereinander).
Mein Sohn ist ein normal intelligenter Mann, pfeift sich aber ab und zu Drogen rein und nimmt seine Tabletten nicht regelmäßig, was ich teilweise auf eine psychische Erkrankung, die er hat, zurückführe.
Meine Fragen an Euch:
-An welche Art von Arzt kann man sich wenden, der die Komplexität "Drogen, Epilepsie und psychische Erkrankung" überblicken kann?
-Gibt es Gründe (z.B. Potenzschwäche, Gewichtszunahme, etc.), warum ein Epilepsiekranker seine wichtigen Medikamente nicht nimmt und damit bewußt Anfälle in Kauf nimmt?
Ich bitte Euch, von Ratschlägen wie "Tritt ihn mal in den Arsch" etc. abzusehen.
Vielen Dank im Voraus!
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hey supra30m ,
wie alt ist dein Sohn denn??
lg
Daniela
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hallo....
also zuerst mal kann ich dir sagen, dass drogen und epilepsie sich überhaupt nicht vertragen und dann die medikamente wegzulassen ist überhaupt nicht intelligent.
ich weiß wovon ich spreche,ich lag im juli 4 tage auf der intensivstation,hatte 4 anfälle hintereinander mit status epilepticus und ich hatte glück,dass mir so schnell geholfen wurde...
alles kann man auf drogen und alkohol zurückführen und ich kann dir tausendprozentig sagen, dass die anfälle immer mehr zunehmen werden, wenn er die scheiße nicht sein lässt! ich spreche aus jahrelanger erfahrung....
da kannst du mit jedem arzt darüber reden, sie werden dir alle das gleiche sagen...
kiffen soll ja angeblich nicht schlecht sein,solange man es ab und zu macht, aber wer macht das schon. von den harten drogen muss er die finger lassen, sonst endet es vielleicht mal böse.
ich habe jetzt vor einem halben jahr einen schlusstrich gezogen,KOMPLETT!!!!
ich trinke nicht mehr, nehme keine drogen, gehe nicht mehr feiern, habe den freundeskreis gewechselt und werde demnächst auch umziehen...
ich habe das alles aus eigener kraft und motivation geschafft, aber wenn er nicht so stark ist würde ich einen psychologen hinzuziehen und wenn es garnicht mehr geht eine therapie machen.
ich garantiere dafür, dass die anfälle immer mehr zunehmen, auch wenn es vielleicht manchmal den anschein macht das es weggeht/aufhört!!!irgendwann tut es einen schlag und dann kann es sehr schnell vorbei sein oder er trägt bleibende schäden davon, wenn ihm nicht schnell genug geholfen wird.
will dir jetzt keine angst machen, hört sich nur ähnlich an wie meine geschichte und ich hatte sehr viel glück und möchte andere davor bewahren.
ich habe ca. 10 jahre lang drogen genommen,meinen körper dadurch kaputt gemacht und die epilepsie dadurch so verschlimmert , das sie mich fast umgebracht hätte!nun aber geht es mir besser,ich nehme zwar tabletten und habe viele nebenwirkungen,aber immer noch besser als sein komplettes leben zu ruinieren....
wenn du noch fragen hast mach das ruhig,ich bin froh wenn ich helfen kann!!!
gruss dominic
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hallo
Mein Sohn ist ein normal intelligenter Mann......so ist es auch auch sein ganz normaler Wille der Ihn die Tabletten vergessen lässt.
Für Dich als Mutter ist es bestimmt schwer es aus zuhalten das er so mit sich um geht.
Aber jeder hat die Wahl und er wählt eben diesen Weg den zu den Drogen zwingt Ihn ja auch keiner.......oder.
Bitte sorge Du DIch um Dich und hole Dir hilfe damit du lernst damit um zugehen...
und lass Ihn seinen Weg gehen.
Wieso setzt Du Potenzschwäche /Gewichtszunahme gleich mit den Geistigtenfähigkeiten eines Menschen..und Epileptikern gleich ......Vorurteile lassen Grüssen.
Gruss Green
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Was Green schreibt, klingt im 1. Moment hart, macht aber durchaus Sinn.
Bei mir fingen die Anfälle mit 18 an, das ist nun 33 Jahre her und wenn ich mich recht erinnere, war ich ein mittelmäßig intelligenter Sohn, der ab und an Drogen - in meinem Fall legale in Form von Alkohol – einnahm und es mit der Medikamenteneinnahme auch nicht allzu genau nahm. Was Eltern oder Ärzte sagten, nervte lediglich. Dieses gebetsmühlenartige „lass den Alkohol, lass das rauchen“ hörte ich dauernd von allen Seiten… irgendwann nahm ich es einfach nicht mehr wahr. Mein damaliger Neurologe sagte nur „lassen Sie den Alkohol“ und da hätte ich eigentlich schon hellhörig werden müssen, aber ich war halt nur mittelmäßig intelligent…
7 Jahre später hatte ich die Nase voll, sowohl Anfälle als auch diese ewigen Vorhaltungen gingen mir dermaßen auf die Nerven, dass ich abrupt die Drogen (also den Alkohol) absetzte und zwar nur, um allen zu beweisen, dass das eine gar nix mit dem anderen zu tun hat. Das war mein bisher schönster Irrtum, denn seitdem bin ich anfallsfrei.
Ich will dir damit nur sagen, dass normal intelligente junge Männer im Normalfall auf niemanden hören. Sie ziehen ihr Ding durch und fallen damit entweder auf die Nase – oder eben nicht. Wie sehr die Eltern darunter leiden, merken sie nicht oder ignorieren es. Ist leider so. Darum: Tritt ihm auf keinen Fall in den Arsch! Sondern:
„Sorge Du Dich um Dich und hole Dir Hilfe damit du lernst damit um zugehen... und lass Ihn seinen Weg gehen.“, wie Green schreibt.
VG Uwe
PS: Von eventueller Potenzschwäche oder Gewichtszunahme wegen der Medis war mir damals nix bekannt, spielten also keine Rolle.
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hi!
Erst einmal zu Deinen Fragen:
Gibt es Gründe (z.B. Potenzschwäche, Gewichtszunahme, etc.), warum ein Epilepsiekranker seine wichtigen Medikamente nicht nimmt und damit bewußt Anfälle in Kauf nimmt?
Gründe dafür gibt es so viele am Sand am Meer. Negative Erfahrungen mit den Medikamenten können genauso eine Ursache sein, wie das Gefühl, dass diese gar nichts bewirken würden(die Suche nach dem passenden Antiepileptikum in der richtigen Dosierung kann für manche langwierig und mit vielen Rückschlägen verbunden sein). Oder es kann auch sein, dass man sich irgendwie gesünder fühlt, wenn man keine Tabletten nimmt, weil man Tablettenschlucken mit krank sein verbindet und sich selbst gerne als Kerngesund sehen würde. Oder er verbindet damit irgendeinen blöden Kommentar von jemanden.
Im Endeffekt glaube ich, dass sich die Gründe nicht sehr von den Tausenden unterscheiden, aus denen manche Herzkranke ihre Medikamente nicht nehmen oder manche Krebspatienten eine Therapie abbrechen. Hört sich vielleicht hart an, aber ich denke, da gibt es keine großen Unterschiede zu uns.
An welche Art von Arzt kann man sich wenden, der die Komplexität "Drogen, Epilepsie und psychische Erkrankung" überblicken kann?
Es gibt sogenannte Epilepsiezentren, wo er Epileptologen aufsuchen könnte. Hier findest Du eine Liste: http://www.dgfe.info/home/index,id,47,selid,95,type,VAL_MEMO.html Die haben mehr Fachwissen als die meisten Neurologen und auch mehr Erfahrung mit komplizierteren Fällen.
Im Fall Deines Sohnes denke ich, wäre vielleicht eine stationäre Neueinstellung und vielleicht auch vorübergehende stationäre Unterbringung zur psychologischen Behandlung hilfreich. Wenn er dadurch ordentlich eingestellt wird, erst einmal einige Zeit von den Drogen wegkommt und jemand aufpasst, dass er seine Medikamente regelmäßig nimmt und sich dadurch seine Anfallssituation deutlich verbessert, könnte das alleine ein Impuls für ihn sein, seine Medikamente später selbst regelmäßig zu nehmen.
Unterstützend gibt es auch noch von diversen Organisationen und Verbänden psychosoziale Beratungsstellen, die immer ein offenes Ohr haben und allerlei Hilfsangebote vermitteln können.
So, jetzt hänge ich noch ein paar Fragen und Kommentare an. Du musst sie nicht beantworten, wenn Du das für Dich behalten willst. Ich stelle nur gerne viele Fragen, weil das für mich hilfreich ist, um andere Fragen zu beantworten und ein besseres Verständnis für die Situation zu entwickeln. Immerhin hat jeder seine eigene Epilepsie und eigene damit einhergehende Probleme.
Mein Sohn ist ein normal intelligenter Mann
Warum kommst Du ausgerechnet auf die Intelligenz zu sprechen? Epilepsie hat ja nix mit dumm sein oder so zu tun.
pfeift sich aber ab und zu Drogen rein
Nur zum Verständnis, weil Drogen ja ein recht weitreichender Begriff ist und für jeden da die Grenze woanders anfängt: Wir reden hier nicht "nur" über Alkohol oder Zigaretten, was bei manchen alleine schon problematisch und stark anfallsfördernd ist, sondern harte Sachen(denke da z.B. an Kokain)?
Kann es sein, dass Dein Sohn irgendwelche Berichte von Studien aufgeschnappt hat, in denen versucht wurde, gewisse harte Drogen oder deren Inhaltsstoffe zur Behandlung von Epilepsie zu erproben? Ich denke da z.B. an eine Studie, von der ich einmal im Fernsehen gehört hab, in der man Tourette-Patienten versuchte, mit Cannabinoiden zu behandeln.
auf eine psychische Erkrankung, die er hat
Worum handelt es sich denn? Vielleicht lässt sich da ja auch ein Mitgrund finden, weshalb er seine Tabletten nicht nimmt?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hallo,
was dem "gut zureden" angeht, könnte ich eine persönliche Erfahrung im anderen Bereich dazu bringen. Hat mit Epilepsie nichts zu tun.
Ich bin definitiv nicht blöd, einscheidungsfähig, habe mich alleine mit zwei kleinen Töchtern in einem fremden Land durchgesetzt, wo ich weiterhin sehr gerne lebe.
Reizen tut mich aber meine jüngere Tochter, die in vielen Punkten meine Ansichten teilt, sehr selbstbewußt ist - was ich begrüße, meine Wege müssen nicht ihre sein. Meine plötzliche Epilepsie hat sie wie mich voll betroffen, sie ist sehr einfühlsam und akzeptiert es nun, weil ich den Bedarf habe, "mich auf meine Insel zurückzuziehen."
ABER...
Wenn sie mich zu etwas überreden will, empfinde ich sie oft als zu dominant, rechthaberisch, intolerant, usw. Sie akzeptiert meine Standardantwort nicht: "ja, aber. .." Sie verlangt eine sofortige Entscheidung in ihrem - wohlgemeinten - Sinn.Ich will einfach in Ruhe Vor- und Nachteile abwägen, etliche ihrer Vorschläge habe ich angepaßt, manchmal 1 / 1 übernommen. Aber wenn sie / man mich zur sofortigen Entscheidung zwingen will, ist es: "Nein!" Und bleibt dann meistens dabei.
Viel wirksamer ist es, wenn sie die Idee "sät"... und wartet, bis die Pflanze keimt. So sind die Chancen viel höher, daß es zu einer schönen Blume kommt.
Für Deinen Sohn würde ich die gleiche Technik anwenden. Informationen, Bedenken - und Ängste - zur richtigen Zeitpunkt "säen" und dann warten und hoffen, daß es keimt. Mein Neurologe hat sich als "Berater" erklärt und mir viel Luft gelassen. Die Akzeptanz der unumkehrbaren Situation hat zwar etwas Zeit gebraucht, ist dafür aber fest verankert. Und ich vertraue ihm.
lg
mezeg
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Antworten. Wie ich sehe, sind zahlreiche Anregungen dabei, die ich gerne in Angriff nehmen werde.
In meinem Eintrag habe ich allerdings nichts behauptet oder festgestellt, sonder aus Unwissenheit gefragt. Ich habe weder Vorurteile, noch bediene ich irgendein Klischee.
Ich suche Hilfe, da mein 26-jähriger Sohn die von mir beschriebenen Symptome aufweist und ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Hi!
Erst einmal zu Deinen Fragen:
Gibt es Gründe (z.B. Potenzschwäche, Gewichtszunahme, etc.), warum ein Epilepsiekranker seine wichtigen Medikamente nicht nimmt und damit bewußt Anfälle in Kauf nimmt?
Gründe dafür gibt es so viele am Sand am Meer. Negative Erfahrungen mit den Medikamenten können genauso eine Ursache sein, wie das Gefühl, dass diese gar nichts bewirken würden(die Suche nach dem passenden Antiepileptikum in der richtigen Dosierung kann für manche langwierig und mit vielen Rückschlägen verbunden sein). Oder es kann auch sein, dass man sich irgendwie gesünder fühlt, wenn man keine Tabletten nimmt, weil man Tablettenschlucken mit krank sein verbindet und sich selbst gerne als Kerngesund sehen würde. Oder er verbindet damit irgendeinen blöden Kommentar von jemanden.
Im Endeffekt glaube ich, dass sich die Gründe nicht sehr von den Tausenden unterscheiden, aus denen manche Herzkranke ihre Medikamente nicht nehmen oder manche Krebspatienten eine Therapie abbrechen. Hört sich vielleicht hart an, aber ich denke, da gibt es keine großen Unterschiede zu uns.
An welche Art von Arzt kann man sich wenden, der die Komplexität "Drogen, Epilepsie und psychische Erkrankung" überblicken kann?
Es gibt sogenannte Epilepsiezentren, wo er Epileptologen aufsuchen könnte. Hier findest Du eine Liste: http://www.dgfe.info/home/index,id,47,selid,95,type,VAL_MEMO.html Die haben mehr Fachwissen als die meisten Neurologen und auch mehr Erfahrung mit komplizierteren Fällen.
Im Fall Deines Sohnes denke ich, wäre vielleicht eine stationäre Neueinstellung und vielleicht auch vorübergehende stationäre Unterbringung zur psychologischen Behandlung hilfreich. Wenn er dadurch ordentlich eingestellt wird, erst einmal einige Zeit von den Drogen wegkommt und jemand aufpasst, dass er seine Medikamente regelmäßig nimmt und sich dadurch seine Anfallssituation deutlich verbessert, könnte das alleine ein Impuls für ihn sein, seine Medikamente später selbst regelmäßig zu nehmen.Unterstützend gibt es auch noch von diversen Organisationen und Verbänden psychosoziale Beratungsstellen, die immer ein offenes Ohr haben und allerlei Hilfsangebote vermitteln können.
So, jetzt hänge ich noch ein paar Fragen und Kommentare an. Du musst sie nicht beantworten, wenn Du das für Dich behalten willst. Ich stelle nur gerne viele Fragen, weil das für mich hilfreich ist, um andere Fragen zu beantworten und ein besseres Verständnis für die Situation zu entwickeln. Immerhin hat jeder seine eigene Epilepsie und eigene damit einhergehende Probleme.
Mein Sohn ist ein normal intelligenter Mann
Warum kommst Du ausgerechnet auf die Intelligenz zu sprechen? Epilepsie hat ja nix mit dumm sein oder so zu tun.
Das mit der Intelligenz habe ich erwähnt, weil ich nicht verstehen kann, dass mein Sohn bewußt in Kauf nimmt, wieder zu krampfen, weil er die Tabletten nicht nimmt.
Selbstverständlich bezieht sich das nicht auf das Krankheitsbild Epilepsie. Sorry, wenn das falsch verstanden wurde.
pfeift sich aber ab und zu Drogen rein
Nur zum Verständnis, weil Drogen ja ein recht weitreichender Begriff ist und für jeden da die Grenze woanders anfängt: Wir reden hier nicht "nur" über Alkohol oder Zigaretten, was bei manchen alleine schon problematisch und stark anfallsfördernd ist, sondern harte Sachen(denke da z.B. an Kokain)?
Kann es sein, dass Dein Sohn irgendwelche Berichte von Studien aufgeschnappt hat, in denen versucht wurde, gewisse harte Drogen oder deren Inhaltsstoffe zur Behandlung von Epilepsie zu erproben? Ich denke da z.B. an eine Studie, von der ich einmal im Fernsehen gehört hab, in der man Tourette-Patienten versuchte, mit Cannabinoiden zu behandeln.
Kanabis und Speed (hoffentlich nichts anderes)
auf eine psychische Erkrankung, die er hat
Worum handelt es sich denn? Vielleicht lässt sich da ja auch ein Mitgrund finden, weshalb er seine Tabletten nicht nimmt?
Depressionen, Psychose
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hey supra30m ,
wie alt ist dein Sohn denn??
lg
Daniela
26
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Das hört sich an, als würdest Du meinen Sohn beschreiben. Dein Eintrag ist sehr interessant. Vielen Dank dafür und schön, dass es Dir besser geht.> Hallo....
also zuerst mal kann ich dir sagen, dass drogen und epilepsie sich überhaupt nicht vertragen und dann die medikamente wegzulassen ist überhaupt nicht intelligent.
ich weiß wovon ich spreche,ich lag im juli 4 tage auf der intensivstation,hatte 4 anfälle hintereinander mit status epilepticus und ich hatte glück,dass mir so schnell geholfen wurde...
alles kann man auf drogen und alkohol zurückführen und ich kann dir tausendprozentig sagen, dass die anfälle immer mehr zunehmen werden, wenn er die scheiße nicht sein lässt! ich spreche aus jahrelanger erfahrung....
da kannst du mit jedem arzt darüber reden, sie werden dir alle das gleiche sagen...
kiffen soll ja angeblich nicht schlecht sein,solange man es ab und zu macht, aber wer macht das schon. von den harten drogen muss er die finger lassen, sonst endet es vielleicht mal böse.
ich habe jetzt vor einem halben jahr einen schlusstrich gezogen,KOMPLETT!!!!
ich trinke nicht mehr, nehme keine drogen, gehe nicht mehr feiern, habe den freundeskreis gewechselt und werde demnächst auch umziehen...
ich habe das alles aus eigener kraft und motivation geschafft, aber wenn er nicht so stark ist würde ich einen psychologen hinzuziehen und wenn es garnicht mehr geht eine therapie machen.
ich garantiere dafür, dass die anfälle immer mehr zunehmen, auch wenn es vielleicht manchmal den anschein macht das es weggeht/aufhört!!!irgendwann tut es einen schlag und dann kann es sehr schnell vorbei sein oder er trägt bleibende schäden davon, wenn ihm nicht schnell genug geholfen wird.
will dir jetzt keine angst machen, hört sich nur ähnlich an wie meine geschichte und ich hatte sehr viel glück und möchte andere davor bewahren.
ich habe ca. 10 jahre lang drogen genommen,meinen körper dadurch kaputt gemacht und die epilepsie dadurch so verschlimmert , das sie mich fast umgebracht hätte!nun aber geht es mir besser,ich nehme zwar tabletten und habe viele nebenwirkungen,aber immer noch besser als sein komplettes leben zu ruinieren....
wenn du noch fragen hast mach das ruhig,ich bin froh wenn ich helfen kann!!!gruss dominic
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hallo
Mein Sohn ist ein normal intelligenter Mann......so ist es auch auch sein ganz normaler Wille der Ihn die Tabletten vergessen lässt.
Für Dich als Mutter ist es bestimmt schwer es aus zuhalten das er so mit sich um geht.
Aber jeder hat die Wahl und er wählt eben diesen Weg den zu den Drogen zwingt Ihn ja auch keiner.......oder.Bitte sorge Du DIch um Dich und hole Dir hilfe damit du lernst damit um zugehen...
und lass Ihn seinen Weg gehen.Wieso setzt Du Potenzschwäche /Gewichtszunahme gleich mit den Geistigtenfähigkeiten eines Menschen..und Epileptikern gleich ......Vorurteile lassen Grüssen.
Vielen Dank für die Antwort.
Wieso Vorurteile? Ich suche nach Gründen, warum mein Sohn seine Tabletten nicht nimmt. Das war lediglich eine Frage, keine Feststellung.
Gruss Green
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Vielen Dank! So ist es vermutlich auch bei meinem Sohn! Ich hoffe, er wird irgendwann selbst darauf kommen.
Was Green schreibt, klingt im 1. Moment hart, macht aber durchaus Sinn.
Bei mir fingen die Anfälle mit 18 an, das ist nun 33 Jahre her und wenn ich mich recht erinnere, war ich ein mittelmäßig intelligenter Sohn, der ab und an Drogen - in meinem Fall legale in Form von Alkohol – einnahm und es mit der Medikamenteneinnahme auch nicht allzu genau nahm. Was Eltern oder Ärzte sagten, nervte lediglich. Dieses gebetsmühlenartige „lass den Alkohol, lass das rauchen“ hörte ich dauernd von allen Seiten… irgendwann nahm ich es einfach nicht mehr wahr. Mein damaliger Neurologe sagte nur „lassen Sie den Alkohol“ und da hätte ich eigentlich schon hellhörig werden müssen, aber ich war halt nur mittelmäßig intelligent…![]()
7 Jahre später hatte ich die Nase voll, sowohl Anfälle als auch diese ewigen Vorhaltungen gingen mir dermaßen auf die Nerven, dass ich abrupt die Drogen (also den Alkohol) absetzte und zwar nur, um allen zu beweisen, dass das eine gar nix mit dem anderen zu tun hat. Das war mein bisher schönster Irrtum, denn seitdem bin ich anfallsfrei.
Ich will dir damit nur sagen, dass normal intelligente junge Männer im Normalfall auf niemanden hören. Sie ziehen ihr Ding durch und fallen damit entweder auf die Nase – oder eben nicht. Wie sehr die Eltern darunter leiden, merken sie nicht oder ignorieren es. Ist leider so. Darum: Tritt ihm auf keinen Fall in den Arsch! Sondern:
„Sorge Du Dich um Dich und hole Dir Hilfe damit du lernst damit um zugehen... und lass Ihn seinen Weg gehen.“, wie Green schreibt.
VG UwePS: Von eventueller Potenzschwäche oder Gewichtszunahme wegen der Medis war mir damals nix bekannt, spielten also keine Rolle.
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Also wenn er Depressionen hat, kann ich mir schon ein paar Gründe vorstellen, warum er die Medis nicht nimmt. Immerhin können die meisten - bin mir nicht sicher, ob's da überhaupt welche gibt, bei denen das nicht auf dem Beipackzettel steht - Antiepileptika potentiell Depressionen auch verstärken.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
hi
die wichtigste frage is meiner meinung nach was für drogen man nimmt...hier wird ja sehr emotional über drogen hergezogen aber obs manche hörn wollen oder nicht eure medikamente sind auch drogen...nur die dosis macht nunmal das gift
bei den herkömlichen drogen macht in erster linie den unterschied was man da zu sicht nimmt...es gibt antikonklusive(u.a opiate,opioide) und prokonklusive(v.a. amphetamine)...und da kommts neben der dosis auch auf umstände wie schlafentzug mischkonsum etc. an...THEORETISCH wäre es durchaus auch möglich drogen verantwortungsbewusst zu konsumieren ohne die drogen an sich zu verteufeln(was natürlich deutlich leichter is)...und wenn jmd der weiss dass er krampfgefährdet ist sich drogen reinpfeifft und tagelang kaum schläft der braucht sich ehrlich gesagt auch nicht zu wundern dass er extreme probleme bekommt...und solche leute sollten meiner meinung nach auch in erster linie ihre eigene verantwortung in den vordergrund stellen als die ach so bösen drogen...
cannabis is wohl n sehr interessanter fall weils wohl sowohl menschen gibt bei denen sich die krampfschwelle reduziert als auch menschen denen es hilft...das problem wird dabei wohl oft darin bestehn zwischen rauschmittel und medikament zu unterscheiden und sich auch danach zu richten...ich bin der meinung dass cannabis(richtig verwendet) wohl deutlich verträglicher wäre als das chemiezeug dass wir uns tagtäglich so geben dürfen...aber solange bei uns cannabis nur verteufelt wird werden wir wohl gar nich erst die möglichkeit dazu bekommen die vorteile nutzen zu können...
und zu antiepileptika...wenn man sie nimmt dann unbedingt regelmäßig nehmen...man muss ja auch erstmal rausfinden ob die medikamente einem helfen...is ja bei jedem anders...und es kann durchaus auch sein dass die medikamente die eigene krampfschwelle runtersetzen und man merkt es nicht mal weil man sich an dinge wie regelmäßigen schlaf etc. hält...
das hier soll kein aufruf zum drogenkonsum sein sondern eher ein appel ans eigenständige denken
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
hallo supra...
zieht er sich nur ab und zu Drogen rein,oder sagt er dir das es nur ab und zu ist? Harte Drogen,oder kiffen?
Drogen gehen auf die Leber,er wird daher die anderen Medis nicht mehr nehmen,oder nur ab und zu...Meine Sorte Medis zb. werden auch unter der Hand von Dealern gern an die ,,Kunden,,verkauft. Bin sicher dein Sohn weiß das.
Ob EPI oder nicht,sein Weg sollte in die nächste Drogenberatung führen,danach käme ein Entzug in einer psych.Klinik,was die meisten abbrechen.Er muß die Drogen auch finanzieren,jetzt noch durch Arbeit,aber irgendwann kann er nicht mehr arbeiten,dann fragt er dich nach Geld. Gibst du ihm keines dann besorgt er sich das ,woher auch immer.Zum Schluss ist betteln an der Tagesordnung!
Kannst dich schon mal warm anziehen.
ein Entzug muß er selbst wollen.
Alles Gute...kucka
Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen
Hi Fred,
Danke für Deine mal Positiven Worte zum Thema Cannabis- ich kiffe täglich und ich habe auch vor meinem Grand Mal Anfall im Sept. 2012 gekifft- es brachte - Verantwortungsvoller Job mit VIEL Stress, allgemein VIEL Stress- mir die Ruhe, die ich brauche. Das ist heute genauso. Ein Freund vonmir ist auch 'trockener Epileptiker' und der kifft auch- er nimmt keine Medis mehr.
Leider gibt es immer noch keine richtigen, anerkannten Ärzte, die sich mit diesem Thema - THC und Epilepsie/ Fluch oder Hilfe - auseinander. Da muss ich wohl mit Ärzten in den USA auseinander setzen. Die Medikamente -ich bekomme Levetiracetam (1000mg/Tag) - machen mich Krank, Depressiv und Agressiv- kann es ja auch nicht sein, oder? Die Pharmaunternehmen machen sich die Taschen legal voll! Das sind die wahren Drogenhändler!
Viele Grüße aus Hamburg
Britta