Schwangerschaft
Guten Morgen an alle,
hatte eigentlich vor, dieses Thema erstmal bei mir zu lassen aber nun habe ich den Beitrag von "BrittMurphysLil'Girl" gelesen und werde mich auch mal trauen, da einige Sorgen auszusprechen.
Mein Freund rennt mir bestimmt schon seit 4 Jahren mit einem Kinderwunsch hinterher.
Manche meiner Bekannten texten mich auch damit zu, dass ich sicher eine tolle Mama wäre, jedoch versuche ich immer wieder zu erklären:
1. Das ich riesen Angst hätte, mein Baby im Bauch bei einem Krampf zu verletzen
2. Das die Medikamente das Kind behindert machen könnten.
3. Das ich das Kind später gar nicht verantwortlich versorgen und umsorgen könnte, denn vieles kann passieren, wenn man einen Anfall bekommt.
Mein Arzt gibt mir zwar ein " Ja " , aber ich fühle mich bei diesem Gedanken sehr, sehr unwohl, denn wenn diesem Kind / Baby was passiert bin ich nicht mehr glücklich...
Gibt es hier Mami´s, die mir einige Erfahrungen mit den Anfällen und ihrem Kind/ Baby schreiben können?
Alles Liebe Jenni86
Schwangerschaft
Hallo Jenni,
Ich habe letztes Jahr im Mai eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Ich hatte eine normale Schwangerschaft und eine normale Geburt.
1. Das ich riesen Angst hätte, mein Baby im Bauch bei einem Krampf zu verletzen
Das ist recht unwahrscheinlich, dass du dein Baby im Bauch bei einem Krampf verletzt, es ist gut durch die Fruchtblase geschützt. Zwar solltest du, falls du auf deinen Bauch fallen solltest, dich vorsichtshalber untersuchen lassen, aber es passiert selten etwas. Ein Anfall ist für das Kind nur gefährlich, wenn du einen Status (also mehrere Anfälle ohne Pause hintereinander) haben solltest.
2. Das die Medikamente das Kind behindert machen könnten.
Du hast zwar durch die AE ein leicht erhöhtes Risiko, aber wenn du z.B. von Anfang an (also nicht erst, wenn du es weißt, sondern am besten, wenn ihr mit der Planung anfangt) Folsäure einnimmst, verringerst du das Risiko noch einmal. Welches AE nimmst du ein??
3. Das ich das Kind später gar nicht verantwortlich versorgen und umsorgen könnte, denn vieles kann passieren, wenn man einen Anfall bekommt.
Es gibt Dinge, die man beachten sollte, z.B. auf dem Boden wickeln oder nur baden wenn jemand dabei ist. Hast du eine Aura vor deinen Anfällen?? Was hast du für Anfälle und wie oft kommen sie vor??
Mein Arzt gibt mir zwar ein " Ja " , aber ich fühle mich bei diesem Gedanken sehr, sehr unwohl, denn wenn diesem Kind / Baby was passiert bin ich nicht mehr glücklich...
Einem Kind kann theoretisch immer etwas passieren, das hat nichts damit zu tun, dass du Epilepsie hast.
Gibt es hier Mami´s, die mir einige Erfahrungen mit den Anfällen und ihrem Kind/ Baby schreiben können?
Ich bin seit über 3 Jahren dank OP anfallsfrei, hatte also während der Schwangerschaft keinen Anfall. Medikamente (Carbamazepin) muss ich aber noch weiterhin einnehmen.
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Schwangerschaft
Hallo Mondenkind...
vielen Dank für diese liebevolle Antwort.
Auren bekomme ich , jedoch oft zu überflüssig... Kann selbst nicht verstehen, warum...
Meine Mutter hatte selbst auch Epilepsie, jedoch gibts da keinen Kontakt und deswegen konnte ich sie nie fragen, warum sie das riesen Glück hatte, dass es nach der 1. Schwangerschaft weg gegangen ist.
Toll, dass du mir das mit der Fruchtblase mal erklärt hast. Durch meine Ängste habe ich, so gut wie, nie mit einem Gynäkologen geredet, nur mit meinem Neurologen. Bringt mir wieder ein helles Licht ins Dunkle...
Hast mich schon sehr weiter gebracht...
Aus kleine Mäuse werden Kampf-Ratten
Vielen Dank und alles Liebe Jenni86
Schwangerschaft
Hallo Jenni,
von Erfahrung über Schwangerschaft unter Epilepsie kann ich nicht reden. Wie eine recht schwierige Schwangerschaft doch gut ausgehen kann, weiß ich aber von einer Nichte (keine Epilepsie!).
Sie wünschte sich sehnlichst endlich ein Kind, wurde schwanger. Sie freute sich... um dann plötzlich zu erfahren, daß es eine Eileiter-Schwangerschaft war, das Embryo mußte per Hormonen getötet worden. Es hätte sich nicht entwickeln können und die Nichte wäre beim Platzen des Eileiters gestorben.
Dann wieder abwarten. Mit erhöhtem Risiko einer erneuerten Eileiter-Schwangerschaft.
Sie wurde wieder schwanger. Diesmal richtig eingenistet. Durch starken Stress wurde die Fruchtblase aber immer kleiner, sie mußte eine Weile 4 Liter am Tag trinken. Dann stationär. Dann mußte das Baby per Kaiserschnitt geholt werden, weil die Fruchtblase nicht voll genug war. Und Brutkasten für Frühchen...
Jetzt ist die Kleine zwei Jahre. Witzig, fröhlich, immer in Bewegung, erstaunlich intelligent für ihr Alter. Die Puppe, wofür ich ein Kleid strickte, läßt sie von niemandem anfassen. Es war schwierig eine kurze Anprobe zu erreichen. Aber ab dem Moment, jedesmal wo sie mich sah, reichte sie mir die Puppe empor. Sie hatte schon verstanden, was ich tat.
Also eine mehrfach belastete Schwangerschaft, Frühchen, etc. und es entwickelt sich doch so ein fröhliches gesundes intelligentes Kind! Wenn Dein Arzt Ja zu einer Schwangerschaft sagt, dann ran! Er wird Dir schon notwendige Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen erklären.
Ich wünsche Dir so einen Schatz wie diese Großnichte.
mezeg
Schwangerschaft
Hallo, Deine Ängste kann ich gut verstehen. Mir ging es ähnlich. Aber ich kann dir Mut machen. Während meinen beiden Schwangerschaften ging es mir richtig gut. Meine Tabletten wurden reduziert und ich hatte währen der gesammten Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit nicht einen Anfall. Ich glaube, der Körper schützt automatisch das Kind. Heute habe ich 2 gesunde Kinder. LG Moskito
Schwangerschaft
Lieb eure Antworten.
Muss da trotzdem mal fragen, wie ihr es geschafft geschafft habt, mal rauszugehen mit dem Zwerg?
Muss in meinen Augen doch auch etwas gefährlich sein...
Hätte Angst ich kriege einen Anfall und der Kinderwagen mit Baby wird mir geklaut oder ich werd doof/ unsensibel hingestellt...
Lieben Gruss Jenni86
Schwangerschaft
Hallo, beim Spazierengehen ist bei mir öfter eine Nachbarin oder mein Mann mitgegangen. Wenn ich allein war ging ich einfach nur vor die Tür. Allerdings konnte ich vor meinen Anfällen durch eine Aura immer gut geagieren. Bei meinen Anfällen werde ich auch nie bewußtlos. Aber vielleicht hast du ja auch gute Bekannte, die dich begleiten könnten. So was ergibt sich auch oft durch die Schwangerschaftskurse. LG Moskito
Schwangerschaft
Ich kann dir auch für die spätere Zeit sagen, Kinder gehen mit anfallen lockerer um als erwachsene.
Wenn ich einen Anfall habe und niemand in der Nähe ist, spielen die einfach weiter. Ist mein Mann oder eine anderer erwachsener in der Nähe sagen die bloß , papa, mama hat einen Anfall und spielen dann weiter.
Sie kennen es ja nicht anders. Meine Söhne sind ja inzwischen sieben Jahre alt und ich geh auch allein mit denen raus. Nur im Säuglingsalter habe ich das kaum gemacht