OP ?

Moskito, Sunday, 17.02.2013, 14:25 (vor 4929 Tagen)

Hallo Leute, ich möchte demnächst mit meinem Neuro besprechen, ob bei mir eine OP helfen kann. Wer wurde denn schon mal daran operiert? Was wird denn da weggeschnitten? Bekommt man eine Vollnarkose? Ich hab so viele Fragen und ganz große Angst davor. LG

OP ?

Malin, Sunday, 17.02.2013, 17:32 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito!

Danke für deine Antwort!

Ich wurde schon einmal am Kopf operiert zwecks Biopsie (Hirntumor). Es war nicht viel anders als bei anderen OPs. Ich habe eine Vollnarkose bekommen und bin danach wohlbehalten wieder aufgewacht. Allerdings hat man Kopfschmerzen, da man den Kopf während der OP fixieren muß. Aber nur einen oder zwei Tage lang, und gegen die Schmerzen bekommst du natürlich Medikamente.

LG Malin

OP ?

steffig, Sunday, 17.02.2013, 20:28 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito

Ich bin am 19.10.2011 operiert(Temporallappenepilepsie) worden und bin seit dem Anfallsfrei

Ja bei der OP bekommst du natürlich eine Vollnarkose.
Bei mir wurde nichts rausgeschnitten sondern nur durchtrennt.

Kopfschmerzen wie Marlin hatte ich nicht habe sehr gute schmerzmittel bekommen
nur nackenschmerzen weil mein kopf nach links fixiert wurde aber das gab sich dann auch rasch wieder. Kopfschmerzen bekamm ich erst nach den nackenschmerzen ca 4 tag Post OP aber da git es super schmerzinfusionen u dann waren die schmerzen den ganzen tag weg.

Hoffe ich konnte dir deine fragen beantworten
wenn du sonst noch fragen hast kannst du sie jederzeit stellen ansonsten bekommst du sicher noch von den andreren Operierten Berichte

LG
steffig

OP ?

Moskito, Monday, 18.02.2013, 07:46 (vor 4928 Tagen) @ steffig

Hallo Leute, vielen Dank für eure Antworten. Mich würde auch noch interessieren, wie lange man ungefähr nach der OP im Krankenhaus bleiben muss und wie lange man krank geschrieben wird.LG

OP ?

Malin, Monday, 18.02.2013, 09:13 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito!
Im Krankenhaus war ich insgeamt, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, 3 bis 4 Tage.
LG Malin

OP ?

steffig, Monday, 18.02.2013, 09:16 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito!

Bei mir war es so ich bin am montag rein dienstag voruntersuchungen & AUfklärungsgespräche und MITTwoch OP
dann war ich bis Freitag abend auf der ITS
u dann kam ich auf mein zimmer hatte das glück das ich ein ein bett zimmer hatte bis Dienstag danach wieder ein 3 Bettzimmer am Donnerstag kamen dann die Fädenraus das war für mich das schlimmst weils am schmerzhaftesten war bei mir wurden kaum haare weg rasiert
Und am Freitag durfte Ich dann nach hause also ca 12 tage im KH.
Danach war ich dann 2 Monate Im Krankenstand
dann ging ich für ca. ein Monat arbeiten zuerst 2 stdunden 2 wochen u danach 4 Stunden u dann fuhr ich für 4 Wochen auf REHA.
Aber ich glaube das die dauer des KH aufenthaltes von der dauer der OP abhängig ist

Hoffe dir geholfen zu haben

LG
Steffi

OP ?

mezeg, München, Monday, 18.02.2013, 11:49 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Leute, ich möchte demnächst mit meinem Neuro besprechen, ob bei mir eine OP helfen kann. Wer wurde denn schon mal daran operiert? Was wird denn da weggeschnitten? Bekommt man eine Vollnarkose? Ich hab so viele Fragen und ganz große Angst davor. LG

Hallo Moskito,

bin an einem Mittwoch zwecks Vorbereitung ins KKH gekommen. Am Donnerstag gegen 12:00 zur OP geholt. Fünf Stunden lang, laut Student, der ihr beiwohnte. Bin in der Nacht aufgewacht und bis Samstag Vormittag in der Aufwachstation geblieben. Vollnarkose bekam ich natürlich, versuchte bereits in der nächsten Nacht meine Fremdsprachen aus, weil ich über ein eventuelles Risiko für das Sprachzentrum informiert wurde. Alle vier Sprachen weiterhin "vorhanden".

Schmerzen hatte ich nicht, bis auf den Magen wegen Cortison. Habe deswegen was bekommen.

Verbandwechsel tat nicht weh aber... stank! Der Verband wurde mit Benzin abgelöst. Die Fäden wurden am darauffolgenden Mittwoch entfernt. Wurde am Donnerstag entlassen, also eine Woche danach. Den letzten Verband habe ich schließlich Freitag in der Nacht selber abgenommen, weil er juckte und ich keinen Arzt am Freitag morgen bekam. Tolle Frankenstein-Narbe - es wurde gründlich rasiert - und das war's. Die Friseuse hat kurz danach meine Frisur etwas umgestellt und abgesehen von einer - "provisorischen" - Geheimratsecke war nichts zu erkennen.

Und bei mir wurde eine walnußgroße Meningeom entfernt, also ein größerer Eingriff...

mezeg

OP ?

Jasmin1979, Monday, 18.02.2013, 12:38 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hi Moskito!

Also ich bin das letzte Jahr im März auf der linken Seite über dem Ohr operiert worden, und würde ich alles vorher wissen, würde ich es nie wieder tun. Die Anfälle sind anders aber gebessert hat es sich nicht. Mein rechter Sehnerv ist kaputt gegangen und ich habe viele Probleme noch mit dem Sprachzentrum. In der REHA habe ich Leute kennen gelernt bei denen es geklappt hat, aber bei den meisten nicht. Es ist eine schwere Entscheidung!
LG Jasmin

OP ?

Musica, Friday, 22.02.2013, 21:41 (vor 4923 Tagen) @ Jasmin1979

Hallo Jasmin, in welcher Klinik warst Du denn? Ich war richtig überrascht über Deinen Beitrag. Die meisten sind immer so von den OP´s angetan und ich spiele auch mit dem Gedanken. Lg,Musica

OP ?

Jasmin1979, Saturday, 23.02.2013, 12:42 (vor 4923 Tagen) @ Musica

Hi Musica!
Ich war in der Uni in Mainz, so mit Schmerzen, war echt nicht schlimm hab ich mir echt schlimmer vorgestellt. Das was halt schlimm für mich ist, dass meine Tochter und mein Partner mich viel unterstützen müssen.

OP ?

hannerl, Monday, 18.02.2013, 15:47 (vor 4928 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito,
bin beim Lesen der Antworten richtiggehend "neidisch" geworden. Ich war nämlich die "eine von hundert" (lt. Arzt), bei der die OP nicht geholfen hat. Die Voruntersuchungen haben eine Woche gedauert, da wurde erst einmal festgestellt, ob das Gewebe überhaupt an einer Stelle ist, wo eine OP sinnvoll ist (etliches geht gar nicht zu operieren.). Dann fünf Tage Tests wie EEG, nur unter Elektroden unter der Schädeldecke, Strom drauf und dann konnte man sehen, wie weit man bei der OP schneiden darf, ohne z.B. das Sprachzentrum zu verletzen. Dabei musste ich z.B. die Monate von rückwärts aufsagen und solche Dinge. Die OP an sich hat BEI MIR nix gebracht, weil über dem zu entfernenden Gewebe drei Venen verlaufen, die hätten sie alle veröden müssen, und das geht nicht. Die OP hat 12 Stunden gedauert, anschl. 3 Tage Intenstiv mit Schlauch im Kopf, damit das Sekret abfließen kann, dann kam ich wieder auf Station. War bei mir alles ein bissl anders als bei den bisherigen Beschreibungen, ich war in einem EZ mit Monitorüberwachung untergebracht, ständige Überwachung (Klinikum Großhadern). Auf Station war ich dann noch drei Wochen, lernte langsam wieder sprechen (Wie nach einem Schlaganfall war auch bei mir von der OP das Hirn so stark geschwollen, dass die Worte zwar da waren, aber nicht rauskamen.). Anschließend Reha im Krankenhaus, wo ich auch Maschineschreiben wieder "gelernt" und das Reden verbessert habe. Konnte ziemlich rasch wieder alles wie vorher auch machen, hab also keine Angst vor der OP. Wenn sich das jetzt so grauslig anhört, ist das nur, weil ich halt das eine Prozent war... Nach schrittweiser Wiedereingliederung konnte ich beruflich wieder ALLES so wie vorher machen!!!
Ich würde mich aber immer wieder - das erste Mal - operieren lassen! Das mit den Venen haben sie ja erst gesehen, als die Schädeldecke ab war, und ich hab dann gemeint, wenn sie eh schon auf ist, sollen sie die große OP auch durchführen, so gut es geht.
Ich drück Dir die Daumen, dass Du auch nur einen Schnitt überm Ohr oder so brauchst und dass es die gewünschten Erfolge bringt!
LG
Hannerl

OP ?

Musica, Sunday, 24.02.2013, 09:16 (vor 4922 Tagen) @ hannerl

Hallo Hannerl, Dein Beitrag könnte ermutigen. Du schreibst, Du würdest es immer wieder machen lassen?! Woran wurdest Du operiert? Was heißt "große OP"? LG,Musica

OP ?

jess87, NRW, Monday, 18.02.2013, 20:06 (vor 4927 Tagen) @ Moskito

hallo, ich habe meine OP vor gut 9 Monaten gemacht. ich kann es nur weiterempfehlen.

ich war 1 Tag nach der OP auf der Intensivstation. Wurde dann auf meinem normael 2-Bettzimmer sehr gut behandelt. Klar hatte ich ein wenig Kopfschmerzen, aber fand ich noch pille palle. :-) geschockt hat mir einfach nur, dass ich, als ich wach wurde nach der OP meinen Mann nicht "gespürt" hatte an meiner rechten Seite. Ich konnte weder mein Bein bewegen/spüren, noch mein Arm/Hand. Kurze Tage später hatte sich das gelockert, mit meiner Taubheit.
Ich wurde auf der linken Temporallappenepilepsie operiert. Natürlich hatte ich auch sehr große schwierigkeit, was redenlogik/lesen/bilder erkennen angeht. Musste wieder einiges lernen, aber natürlich war ich erschrocken über alles, aber wenn ich heute schon merke, wie ich wieder bin, dann bin ich stolz auf das, was ich getan habe.
Ich kann auch verstehen, dass du auch angst hast. das gefühl kenne ich ;-) ich musste auch vor der OP gaaanz wichtigen leuten übers internet schreiben. und immer wieder wenn ich das heute noch lese, muss ich aufpassen, dass ich nicht weine. o.O weil ich irgendwie schon angst hatte, aber auch irgendwie nicht. ich kann es schwer beschreiben, was für ein gefühl es in mir war.

darf ich wissen woher du bist?

liebe grüße

OP ?

Moskito, Tuesday, 19.02.2013, 08:07 (vor 4927 Tagen) @ jess87

Vielen Dank für die liebe Antwort. Das hilft mir sehr. Ich komme übrigens aus dem Saarland. Heute hab ich noch nen Termin beim Neuro. Dann möchte ich ihn mal auf eine OP ansprechen.LG Moskito

OP ?

Musica, Sunday, 24.02.2013, 09:24 (vor 4922 Tagen) @ jess87

Hallo Jesse, ich kann mich noch gut an den Austausch im Forum vor Deiner OP erinnern. Was alles ist für Dich jetzt anders als vor der OP? Überhaupt keine Anfälle? Medi´s? Hast Du irgendwelche körperliche oder geistige Beschwerden? LG,Musica

OP ?

jess87, NRW, Sunday, 24.02.2013, 10:43 (vor 4922 Tagen) @ Musica

Hey Musica. schön, dass du dich noch an mich erinnerst ^^ natürlich und vorallem auch gerne, antworte ich dann mal auf deine fragen.

Was alles ist für Dich jetzt anders als vor der OP?

Ich fühle mich freier und nicht so, dass ich sehr viel rücksicht auf die krankheit nehmen muss. habe sonst vorher immer gedacht, wenn irgendwie was feierliches anstand, dass ich lieber versuche einen mittagsschlaf zu machen.

Überhaupt keine Anfälle?

ich hatte einen anfall nach der OP, allerdings hatte ich was auf den kopf bekommen am tage und dann in der nacht halt einen anfall gehabt. aber anders irgendwie als sonst.fand ich jedenfalls.

Medi´s?

ich nehme immer noch das selbe, wie vor der OP. Apydan extent 750 - 0 - 825.

Hast Du irgendwelche körperliche oder geistige Beschwerden?

so habe ich keine beschwerden, was körperlich/geistig angeht. Nach der OP die Tage, dass war echt schlimm, weil ich immer Taubheitsgefühle hatte auf meiner rechten seite. Vom Arm abwärts bis zum Fuss. Aber kurz vor meiner REHA war alles weg.
Das einzige was bei mir ist, ist dass ich manchesmal meine sprachstörungen habe. aber viele menschen sagen immer zu mir, dass es gar nicht wirklich auffällt. denn wenn sie nicht wüssten, dass ich solch eine OP hatte, dann wäre es eine normale sache, dass man manchmal ein wort vergisst. ich sag jetzt einfach mal. Wenn ich jetzt erklären würde: " hach da leuchtet ein grünes, gelbes und rotes licht an der strasse." dann weißt du ja, welches wort ich suche. und wenn ich halt auf ein wort nicht komme, dann umschreibe ich das halt immer so. und dann merken andere nicht, dass ich schlecht bin :-)

ganz liebe grüße von mir

OP ?

Mondenkind, Sunday, 24.02.2013, 12:44 (vor 4922 Tagen) @ jess87

Hallo Jess,

Wenn ich jetzt erklären würde: " hach da leuchtet ein grünes, gelbes und rotes licht an der strasse." dann weißt du ja, welches wort ich suche.

Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln. Es geht mir auch manchmal so, blöd ist dann zwar, wenn man von den Leuten angeschaut wird mit Fragezeichen auf der Stirn "Du meinst eine Ampel, oder??", aber na ja, da müssen wir dann durch.

Durch meine Tochter habe ich jetzt neue Leute kennengelernt (Mutter-Kind-Gruppen, Spielegruppen etc.) und da wissen es glaube ich nur zwei, aber auch nur, weil mal dir Frage aufkam, warum ich risikoschwanger war. Ich bin jetzt seit knapp5 Jahren anfallsfrei und da erzähl ich es nicht mehr so unbedingt.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

OP ?

jess87, NRW, Sunday, 24.02.2013, 19:48 (vor 4921 Tagen) @ Mondenkind

Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln. Es geht mir auch manchmal so, blöd ist dann zwar, wenn man von den Leuten angeschaut wird mit Fragezeichen auf der Stirn "Du meinst eine Ampel, oder??", aber na ja, da müssen wir dann durch.

so sehe ich das auch :-P wir wissen ja auch, woran das liegt. und immerhin bin ich aber auch stolz darauf, was ich gemacht habe und wie ich heute noch nach solch einer OP bin. glaube, dass du nicht anders darüber bei dir denkst :-)

liebe grüße

OP ?

Mondenkind, Tuesday, 19.02.2013, 12:57 (vor 4927 Tagen) @ Moskito

Hallo Moskito,

ich bin im September 2009 operiert worden. Man hat mir den linken Hippocampus entfernt, vorher hatte ich (zum Schluss) jede Woche ein - zwei Anfälle, der letzte Anfall war 3 Tage vor meiner OP.

Ich würde mich jederzeit wieder operieren lassen.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

OP ?

Moskito, Wednesday, 20.02.2013, 07:47 (vor 4926 Tagen) @ Moskito

Hallo, erstmal vielen Dank für eure Antworten. Eigentlich war ist dadurch fest entschlossen, mich operieren zu lassen. Gestern sagte mir jedoch mein Neuro, dass bei mir eine OP nichts bringt. Meine Anfälle werden nämlich durch meine Narbe im Hirn von meiner OP vor 23 Jahren ausgelöst. Und die Narbe kann man halt nicht weg operieren. Logo. Jetzt hab ich zu Keppra neue Tabletten bekommen.Sie heißen Vimpat. Kennt die vielleicht jemand? LG, Moskito