Anfall "gesehen" und musste weinen

mezeg, München, Tuesday, 26.02.2013, 11:42 (vor 4920 Tagen) @ jess87

einen Epileptischen-Anfall habe ich nur erlebt, lange bevor ich davon befallen wurde und in Anwesenheit von Erst-Helfern, die sich um ihn kümmerte.

Bei akuten Notfällen schaltet sich mein Gehirn selbständig auf kühle Rationalität, schlapp mache ich nur, wenn nichts mehr zu handeln gibt. Erfolgte so z.B. als meine 18-jährige Tochter wegen Hyperventilation ins Krankenhaus kam und die Ärzte plötzlich sagten "Sie atmet nicht mehr!" Erstes Gedanke: "Das darf nicht sein!" und dann nur kühl kalkuliert "Wir sind im KKH, der Kreislauf funktioniert, sie hat sowieso zuviel Sauerstoff im Blut, sie werden sie schon an irgendeine Maschine anschließen" Dabei reichte ein einfacher Griff unter dem Brustkorb. Als wir aber wieder zu Hause waren, war ich nicht mehr zu gebrauchen.

Also epileptische Anfälle habe ich nicht mehr erlebt, allerdings als Tourenleiterin oder Privatradlerin mehrere Unfälle miterlebt. Erste-Hilfe-Kurs hatte ich natürlich gemacht, meine Erfahrung ist eher, daß nüchternes Management am wichtigsten ist:
- Unfallstelle absichern (lassen)
- Notruf absetzen (lassen)
- Zeugen eine Aufgabe erteilen, sie bleiben nicht mehr durchgedreht störend an der Stelle und können dadurch sich oft als sehr nützlich erweisen.

- und am wichtigsten Ruhe bewahren und so tun, als man alles im Griff hätte, auch wenn es wirklich nicht der Fall ist. Betroffener wie Anwesenden entspannen sich und fühlen sich betreut. Bin sogar mal gefragt, ob ich Ärztin sei... :-D :-D :-D

Vielleicht könntest Du im Kopf den Ablauf der notwendigen Maßnahmen regelmässig durchdenken. Wenn es wirklich zu einem Notfall kommt, dann kannst Du es viel leichter abspulen.

Habe ich sowas doch nicht schon irgendwann geschrieben???

mezeg


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