epilepsie und marihuana

franz hauser, Tuesday, 26.02.2013, 12:16 (vor 4920 Tagen)

Tag ich bin franz
33 Jahre alt und habe seit 9 jahren epilepsie, es steht vermutlich im zusammenhang mit einer poriolose erkrankung die ich mit 24 hatte, damals hatte ich einseitige lähmungen und seither anfälle.
einige anfälle-3 hatte ich in emotionalen ausnahmezuständen, das waren aber immer echte ausnahmezustände zb. darmoperation der freundin und andere situationen in dehnen mir nahestehende menschen in lebensgefahr schwebten, nicht wegen ärger mit dem jeff oder solcher kleinichkeiten.
den großteil der anfälle hatte ich jedoch nach wochenenden mit drogenmißbrauch-gebrauch, alkohol sehe ich auch als droge.
ich habe außer den modernen aufputschmittel so ziehmlich alles ausprobiert in den letzten jahren jedoch abstand dazu genommen und vieleicht 4-5 mal im jahr alkohol konsomiert.
nun zum MARIHUANA ich war-bin schwehr marihuana abhängig und es gab keinen tag an dem ich nicht gekifft hatte, ich begann morgens und verließ meine wohnung nie ohne zuvor etwas geraucht zu haben.

ich möchte mich hier entschlossen gegen die verharmlosung von marihuana aussprechen, es ist wohl wahr das noch niemand an einer überdosis gestorben ist aber es kann doch schwehrwiegende folgen haben.
marihuana verringert wehrend des rausches bestimmt die anfallwahrscheinlichkeit kann also als antiepileptikum bezeichnet werden, die nebenwirkungen sind aber jeden kiffer bekannt antriebslosichkeit teilweise extreme verringerung der merkfähichkeit usw.
ich beschloss deshalb letztes jahr damit aufzuhören, hatte einige rückfälle bin aber auf einen guten weg.
nun zu den Entzugserscheinungen ich hatte so gut wie immer wenn ich nach ein paar kiff-tagen wieder aufhohrte einen anfall, man konnte es mit einem unkontroliertm absetzen der medikation vergleichen.
ich hatte aber auch andere entzugserscheinungen, einmal spührte ich meine gliedmasen nicht mehr und hatte einen schweißausbruch der so weit führte das ich das bewustsein verlohr,ich war am ganzen körper nass, auf den fingern standen die schweißperlen.
im krankenhaus haben sie nichts anderes getan als mir kochsalzlösung anzuhängen also keine medikamente sondern nur flüsichkeitszufuhr bis ich wieder zu bewustsein kam.
das sind ernstzunehmende körperliche entzugserscheinungen und wenn sie womöglich auch psychosomatisch sind was ich nicht glaube, ist das scheiß egal, schwitzen bis man das bewustsein verliert ist eine lebensbetrohliche situation in die ich durch marihuana-entzug kam.
ich will es nicht verteufels aber die verharmlosung wie sie in manchen kreisen üblich ist, ist absolut unangebracht.
mit freundlichen grüssen und der hoffnung auf kontakten und austausch in diesem forum Franz Hauser

epilepsie und marihuana

kucka, Tuesday, 26.02.2013, 22:03 (vor 4919 Tagen) @ franz hauser

hallo Franz,
sei gegrüsst im Forum der netten Leute!
Du wolltest doch ins Epilepsie -Forum,-oder? Hab mich gefragt wieso du uns die Folgen von Marihuana so eindringlich beschreibst. Jedenfalls meine Droge heisst kaffee und Schokolade,hmmmmm,lecker!:-P

epilepsie und marihuana

koffeinepi, Wednesday, 27.02.2013, 22:35 (vor 4918 Tagen) @ kucka

Genau diese Drogen (Coca-Cola und Bitterschokolade)
haben bei mir erst Epileptische Anfälle ausgelöst.
Aber das sollte ich wohl in einen separaten Thead,
Seltsame Anfälle und Schräge Auffassungen
darstellen.

epilepsie und marihuana

kucka, Wednesday, 27.02.2013, 23:33 (vor 4918 Tagen) @ koffeinepi

hallo koffeinepi
vielleicht wäre Vollmilchschokolade besser gewesen :-D
grüsse kucka

epilepsie und marihuana

beatmeup, Thursday, 28.02.2013, 00:18 (vor 4918 Tagen) @ koffeinepi

immer oder erst ?!

epilepsie und marihuana

koffeinepi, Thursday, 28.02.2013, 07:55 (vor 4918 Tagen) @ beatmeup

Seit dem 12.02.3012 - Jenen Tag der mein Leben grundlegend verändert hat -
meide ich nicht nur offensichtlich koffeinhaltige Getränke,
sondern auch tendentiell Schokoladenhaltige Süssspeisen,
Grünen Tee und Pfefferminz-Tee wie der Teufel das Weihwasser.

Eine endgültige Überprüfung dieser These steht allerdings noch aus.
Weniger weil ich Angst vor weitern Anfällen hätte,
sonderen weil ich die rechtlichen
und formal medizinischen Konsequenzen befürchte.

Und niemand bei einem expliziten Test meiner These
mitmachen will. Nach einem eigenmächtigen - vermutlich erfolgeichen Test -
hiese es dann eher wieder mal ein Anfall also erhöhen wir die Dosis.:-(

Wenn die letzten 30 Jahre meines Lebens Revue passieren lasse
und gewisse seltsame Erreignisse unter dem Apekt von Anfällen
betrachte, ist für mich der Zusammenhang von Koffein und
Anfällen jedoch offensicht.

Übrigens meine Grand Mal Anfälle wirken wegen des damit verbunden
"Umfalles" zwar verunsichernd, sind aber gleichzeitig sehr erholsam.

Es gibt noch einige andere Widersprüche zu der Fachliteratur,
zu meinen persönlichen Anfallserfahrungen.
... auch wenn man z.T. sehr tief einsteigen muss.

epilepsie und marihuana

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 28.02.2013, 09:23 (vor 4918 Tagen) @ koffeinepi

Weniger weil ich Angst vor weitern Anfällen hätte, sonderen weil ich die rechtlichen und formal medizinischen Konsequenzen befürchte.

Meinst Du damit ein temporäres ärztliches Fahrverbot?

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

epilepsie und marihuana

Noooh, Thursday, 28.02.2013, 10:28 (vor 4918 Tagen) @ huge88

mit der schokolade weiß ich es nicht so genau, da ich nicht sehr viel davon esse, aber ich habe auch schlechte erfahrungen mit kaffee gemacht, trinke ihn eigentlich sehr gerne, nur wird mir immer schummerig und schwindelig seit meinen ersten anfällen, früher hab ich zehn tassen am tag getrunken.
aber ich bezweifle das es am koffein liegt, da ich red bull und cola sehr gut vertrage und nun auf diese getränke umgestiegen bin :-)
ich denke da hat jeder epileptiker irgendwas was er nicht veträgt, es dann mit seiner krankheit verbindet und sich zu viel sorgen macht.
vielleicht verträgt es sich auch einfach nur mit den medis nicht, so ist es in meinem fall denke ich.


gruss

epilepsie und marihuana

mezeg, München, Thursday, 28.02.2013, 11:41 (vor 4918 Tagen) @ Noooh

ich habe auch schlechte erfahrungen mit kaffee gemacht, trinke ihn eigentlich sehr gerne, nur wird mir immer schummerig und schwindelig seit meinen ersten anfällen, früher hab ich zehn tassen am tag getrunken.

hast Du es mit Espresso versucht? Ich trank früher - Epilepsie unabhängig - nur noch selten Kaffee, auf keinem Fall nachmittags, weil es mir nicht gut bekam und ich mitten in der Nacht wach wurde und lange nicht mehr einschlafen konnte. Seit meine Tochter mich zum Espresso "konvertiert" hat und ich eine dieser kleinen Druckmaschine habe, kann ich mir sogar nachmittags Espresso leisten. Aber eben ausdrücklich "Espresso"-Kaffee und wohl auch diese Maschine, die das Wasser durchpressen. Trinke auch am Vormittag wieder "normalen" Kaffee durch diese Maschine. Meine schwangere Nichte trankt in der Zeit auch gerne einen Espresso, weil er sie nicht belastete.

Vielleicht einen (vorsichtigen) Versuch wert?

mezeg

epilepsie und marihuana

Noooh, Friday, 01.03.2013, 00:21 (vor 4917 Tagen) @ mezeg

leider hilft das auch nicht,hab schon alles mögliche durch,vom espresso zum normalen kaffee bis hin zum löslichen kaffee.
nun bin ich auf tee umgestiegen, um morgens wenigstens was warmes trinken zu können :-)

epilepsie und marihuana

kucka, Saturday, 02.03.2013, 00:24 (vor 4916 Tagen) @ koffeinepi

Seit dem 12.02.3012 - Jenen Tag der mein Leben grundlegend verändert hat -
meide ich nicht nur offensichtlich koffeinhaltige Getränke,
sondern auch tendentiell Schokoladenhaltige Süssspeisen,
Grünen Tee und Pfefferminz-Tee wie der Teufel das Weihwasser.

hallo koffeinepi
das Jahr 3 0 1 2 hat dein Leben verändert....ich glaub da bin ich schon tot.
Gibt es etwas was du dir gönnst?


Übrigens meine Grand Mal Anfälle wirken wegen des damit verbunden
"Umfalles" zwar verunsichernd, sind aber gleichzeitig sehr erholsam.

Was? Deine GMs sind erholsam? Lass mich nicht unwissend sterben (bitte noch vor 3012 antworten):-D
grüsse kucka

epilepsie und marihuana

koffeinepi, Tuesday, 05.03.2013, 22:21 (vor 4912 Tagen) @ kucka

Meine ersten beiden Anfälle mit Bewusstseinsverlust
ereilten mich Ende 2008 in einsamen Gelände am Fahrrad.
Beide male haben sie sich über mehr als 10 Minuten
ganz langsam aufgebaut:
1.komisches Kopfgefühl ...
2.heimeliges Gefühl als wäre ich zu hause ...
3.Zeitliche Fragmentierung der Wahrnehmung
4.Achtung ich muss mich jetzt aber in Sicherheit bringen ...
5.Minuten später ... mist das war zu spät.

Also Brille notdürftig repariert, Fahrrad repariert,
versucht den Unfallhergang zu rekonstruieren,
und im Blindflug zum nächsten Bahnhof,
wobei ich den Weg natürlich auch noch suchen musste.

Als ich Monate später mir einen Arzt suchte,
und ihn fragte ob das normal sei, ... schickte er mich umgehend
wegen Epilepsie-Verdachts in die Neurologie.
Gefunden wurde dort jedoch nichts.
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Die nächsten 3 Jahre blieb ich Anfallsfrei(?)
- Zunächst habe ich mich spätestens in Zustand(2)
neben das Fahrrad gelegt (Den Helm hat man ja als Kopfkissen dabei)
Und war laut Uhr und Bekannten nach 2 Minuten wieder voll aktionsfähig.
- Später konnte konnte ich sogar schon (1) eindeutig auf Koffeinkonsum
zurückführen.
(Und damit auch einige frühere Ereignisse meines Lebens erklären)
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Anfang 2012 hatte ich beruflich ein wenig Stress. (36-Stunden-Schichten)
... da sich bei mir für gewöhnlich schon nach 18 Stunden Sekunden-Schlaf
einstellt ... habe ich erfolgreich mit CocaCola etwas nachgeholfen.

So weit so gut.
Nur hätte ich noch bevor sich der Stress wieder legte,
CocaCola absetzen sollen.
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So habe ich am 12.02.2012 das Ganze in einem Getränkemarkt wiederholt.
.... nur waren diesmal als ich aufgewacht bin zwei Rettungssanitäter anwesend.
Ich trachtete zwar danach klarzustellen, dass ich mich wieder fit fühle,
zeigte mich aber ansonsten kooperativ.
(Diesmal die Hinweise auf einen Epileptischen Anfall auch deutlich
Zungenbiss, Muskelkater, Kollaps von Zeit und Raum).
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Diese Geschichte würde ich selber nicht glauben,
wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte.
... andererseits wären hier so manche gerne "so krank" wie ich.
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epilepsie und marihuana

Britta, Wednesday, 13.03.2013, 11:38 (vor 4905 Tagen) @ franz hauser

Hallo Franz,

erst einmal: THC, Marihuana etc. KANN sich Positiv auf Epilepsie auswirken- ein Freund von mir hat die Medikamente abgesetzt (würde ich ohne Arzt NICHT Empfehlen!!!), weil er keinen Bock mehr auf die ewigen Besuche von unbekannten hatte ( Rettungssanitäter etc. )- Er ist seit etwa 10 Jahren AnfallsFREI und Kifft - ist auch wieder nicht gut!
Ich Kiffe auch- und es bringt mich 'Runter' - ich habe das Bedürfnis, immer 'rum zu laufen' - Sitzunruhe- das macht MICH Ruhig...Ich bin ein sehr Aktiver und Nie Rastender Mensch- auch im Beruf.
Was Du beschrieben hast, sind die Entzugserscheinungen; die sind bei einem langjährigem Konsum natürlich entsprechend Kräftezehrend.
Ich kann daher Akkupunktur empfehlen, wenn Du mal einen Rückfall zum Kiffen hast- kannst Du Dich in jeder Drogenberatungsstelle informieren- Sag denen aber auch, dass Du Epileptiker bist.
Wenn Du weitere Fragen hast; gern stehe ich zur Verfügung
Liebe Grüße
Britta