Termin beim TÜV - welche Unterlagen mitnehmen?
teilchenschubse, Wednesday, 27.02.2013, 18:05 (vor 4918 Tagen)
Hallo Forum,
ich habe heute auch mal eine Frage.
Ich bin im vergangenen Sommer zur städtischen Führerscheinstelle marschiert und habe bei denen die Karten auf den Tisch gelegt. Weil ich seit sehr langer Zeit nicht mehr am Steuer sitze, sich dies aber beruflich bedingt zu ändern beabsichtigte (mal wieder ein Job im Außendienst, der inzwischen schon wieder Geschichte ist) und ich die Sache mit der Fahrerlaubnis und dem Epilepsieverdacht wasserdicht geklärt haben wollte.
Nach langem Hin und Her hab ich nun morgen den Fahreignungstest beim TÜV.
Nun liegen mir ja die ganzen Unterlagen aus den letzten zwei Jahren noch griffbereit und diese werde ich auch mitnehmen. Ich bin allerdings auch noch mit anderen Zipperlein gesegnet worden (Schilddrüse wurde 2007 operiert, es gibt gewisse "Anomalien" an meiner Wirbelsäule) und frage mich nun, ob ich auch Nachweise über jene mitnehmen sollte. Bei der Schilddrüse könnte das schwierig werden, da bin ich gerade nicht sicher, ob ich dazu Unterlagen habe.
Vielleicht hatte ja jemand hier schon mal so einen Termin und kann mir raten.
Vielen Dank im Voraus!
Eure teilchenschubse
--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)
Termin beim TÜV - welche Unterlagen mitnehmen?
Mondenkind, Wednesday, 27.02.2013, 19:05 (vor 4918 Tagen) @ teilchenschubse
Hallo teilchenschubse,
Ich bin im vergangenen Sommer zur städtischen Führerscheinstelle marschiert und habe bei denen die Karten auf den Tisch gelegt. Weil (...) ich die Sache mit der Fahrerlaubnis und dem Epilepsieverdacht wasserdicht geklärt haben wollte.
Du weißt, dass du das nicht hättest machen müssen?? Niemand der Epilepsie hat (oder durch eine andere Erkrankung kein Auto fahren darf), ist dazu verpflichtet.
Nach langem Hin und Her hab ich nun morgen den Fahreignungstest beim TÜV.
Was genau passiert da?? Testen die deine Fahrkünste oder stellen die auch Fragen??
Nun liegen mir ja die ganzen Unterlagen aus den letzten zwei Jahren noch griffbereit und diese werde ich auch mitnehmen.
Die würde ich denen nur zeigen, wenn sie auch danach fragen.
Ich bin allerdings auch noch mit anderen Zipperlein gesegnet worden (Schilddrüse wurde 2007 operiert, es gibt gewisse "Anomalien" an meiner Wirbelsäule) und frage mich nun, ob ich auch Nachweise über jene mitnehmen sollte. Bei der Schilddrüse könnte das schwierig werden, da bin ich gerade nicht sicher, ob ich dazu Unterlagen habe.
Das sind meines Wissens keine "Zipperlein", die das Autofahren einschränken, also würde ich sie auch nicht nennen.
Lass mal morgen von dir hören, wie genau das abgelaufen ist, und wie sie sich entschieden haben. Viel Glück!
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Termin beim TÜV - welche Unterlagen mitnehmen?
Noooh, Thursday, 28.02.2013, 10:19 (vor 4918 Tagen) @ Mondenkind
hallo
warum bist du denn dort hingegangen?das klärt man doch mit seinem arzt ab und verschweigt das mal lieber.
hast du zu viel geld?
seit januar gibt es nun auch ein neues gesetz, das chronisch erkrankte menschen betrifft.
also wenn die führerscheinstelle davon erfährt können sie dich notfalls auch zur MPU schicken. und das ist kein zuckerschlecken, habe die MPU erst beim dritten mal geschafft und ca. 3000 euro ausgegeben für tests, psychologen usw.( allerdings aus anderen gründen, da hatte ich die epilepsie noch nicht).
da hätte ich mich mal früher informiert, aber nun ist es wohl zu spät, und ich hoffe mal das es gut und günstig für dich ausgeht.
Termin beim TÜV - welche Unterlagen mitnehmen?
teilchenschubse, Thursday, 28.02.2013, 12:58 (vor 4918 Tagen) @ Noooh
Na, wenn Du vorher jemanden kanntest, der Dir sagen konnte, wieviel das kostet ... ich hatte so jemanden nicht (ist vielleicht auch besser so ;)) und die Führerscheinstelle schwieg sich auch aus.
Die Führerscheinstelle weiß alles, was es zu wissen gibt, warum auch nicht? Was hätte ich davon, die zu belügen bzw. etwas zu verheimlichen?
Zum eigentlichen Test kam's nicht, ich bin vorher beim Arztgespräch "durchgefallen" und soll nach der jetzt eh schon geplanten neuen Untersuchung bei Fachärzten wiederkommen.
Laß mich raten, die 3000 Euro hast Du nicht nur beim TÜV "abgegeben"?
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teilchenschubse, Thursday, 28.02.2013, 13:14 (vor 4918 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Mondenkind,
Du weißt, dass du das nicht hättest machen müssen?? Niemand der Epilepsie hat (oder durch eine > andere Erkrankung kein Auto fahren darf), ist dazu verpflichtet.
Du wolltest hoffentlich damit nicht sagen, daß man besser wartet, bis der Führerschein entzogen wird? ;)
Für den Job, den ich ja nun wieder verloren hab (ab morgen wieder arbeitssuchend), hätte ich über kurz oder lang auch Auto fahren müssen.
Nach langem Hin und Her hab ich nun morgen den Fahreignungstest beim TÜV.
Was genau passiert da?? Testen die deine Fahrkünste oder stellen die auch Fragen??
Keine Ahnung, ich hatte bisher nie einen.
Das sind meines Wissens keine "Zipperlein", die das Autofahren einschränken, also würde ich
sie auch nicht nennen.
Es gab Fragebögen, auf denen entsprechendes angekreuzt werden konnte, auch nach Diabetes, Rauchen, etc. wurde gefragt.
Ich vermute, ich hatte auch noch einen oder zwei "Psycho-Fragebögen". Die wurden aber in dem Gespräch nicht thematisiert.
Die untersuchende Ärztin war hörbar russischer Herkunft.
Weil sie kein genaues Bild hatte, brach sie den Termin nach dem Gespräch (eigentlich: mitten im Gespräch, denn ich hätte noch viel mehr erzählen können) ab. Den eigentlichen Test durfte oder wollte sie nicht machen. Vermutlich wäre das jetzt doch ne MPU gewesen *schulterzuck* und ich hab nicht die ganze bezahlte "Leistung" abgegriffen.
Da ich sowieso keinen fahrbaren Untersatz habe und seit Sommer 2000 nicht mehr hinter'm Steuer saß, ändert sich jetzt nur rechtlich was für mich, aber nicht faktisch.
Liebe Grüße
P.S.: Jetzt hätte ich doch fast den einen Ausspruch vergessen, bei dem ich mir das Lachen arg verkneifen mußte. Diese Ärztin hat tatsächlich gemeint, Lamotrigin wäre bei Epilepsie nicht das Mittel erster Wahl - vom Ton her klang das sogar, als sei Lamotrigin völlig kontraindiziert.
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Mondenkind, Thursday, 28.02.2013, 14:04 (vor 4918 Tagen) @ teilchenschubse
Hallo Teilchenschubse,
Du weißt, dass du das nicht hättest machen müssen?? Niemand der Epilepsie hat (oder durch eine > andere Erkrankung kein Auto fahren darf), ist dazu verpflichtet.
Du wolltest hoffentlich damit nicht sagen, daß man besser wartet, bis der Führerschein entzogen wird? ;)
Nein, das wollte ich nicht damit sagen. Ich habe im Dezember 2007 gesagt bekommen, dass ich vorerst kein Auto mehr fahren darf. Ich habe mich daran gehalten und meinen Führerschein auch an die Pinnwand gehängt. Als ich dann im September 2011 von meinem Arzt wieder die Erlaubnis bekam zu fahren (anfallsfrei nach OP), steckt ich mir den Führerschein wieder ins Portmonee.
Mein Arzt hat keinem gesagt, dass ich nicht Auto fahren darf. Von wem sollte er also entzogen werden??
Lieben Gruß
Mondenkind
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Noooh, Friday, 01.03.2013, 00:16 (vor 4917 Tagen) @ Mondenkind
genau das wollte ich auch damit sagen.
warum soll man das irgendwo erzählen,wenn man anfallsfrei bleibt kann man sich einfach wieder ein auto besorgen und losfahren ohne irgendwelche bürokratie.
es muss doch niemand wissen außer dein arzt!!!
ich habe meinen führerschein auch noch,darf bis juli nicht fahren und wenn ich anfallsfrei bleibe probiere ich es wieder!
wenn aber die nebenwirkungen nicht weniger werden, lasse ich es auch sein.
ich habe keine anfälle mehr,denke es sind lediglich nebenwirkungen,darum werde ich versuchen in ein paar monaten die medis abzusetzen,entweder es klappt oder ich fahr weiter bus und bahn 
Termin beim TÜV - welche Unterlagen mitnehmen?
teilchenschubse, Friday, 01.03.2013, 14:34 (vor 4916 Tagen) @ Noooh
Aha.
Du hast gerade sehr schön ausgeführt, warum die MPU auch Idiotentest heißt: weil es Idioten gibt, die lieber auf Risiko spielen als auf Sicherheit für sich selbst und die Mitmenschen.
Wovon willst Du eigentlich das Auto und den Sprit finanzieren? Von Deinem Ausbildungsgehalt?
Ich hab nie in so abgelegener Gegend gewohnt, daß ich nicht mit dem ÖPNV und gelegentlichen Mitfahrgelegenheiten klargekommen wäre. Es gibt also faktisch keinen Grund für mich, über die Anschaffung eines Autos nachzudenken.
Ganz abgesehen davon, daß ich zu Fahrschulzeiten tatsächlich einige Probleme hatte, weil ich manchmal etwas verzögert reagiere.
Daß Du Dein Medikament nicht selbst absetzt, ist Dir hoffentlich klar?!?
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Noooh, Friday, 01.03.2013, 16:55 (vor 4916 Tagen) @ teilchenschubse
man muss ja nicht gleich beleidigend werden.
ich kann ja nur von mir sprechen.
ich werde auch nicht fahren,wenn es mir nicht zu nundert prozent wieder gut geht,mir ist es sehr wohl bewusst, das andere zu schaden kommen könnten oder ich selbst!
ich wollt dir eigentlich nur sagen, dass man das nicht irgendwo melden muss und ob ich wieder fahren kann/darf können auch die ärzte entscheiden.
außerdem weiß ich,das ich die medis nicht von alleine absetzen soll, aber so etwas traut man ja einem nicht zu, der einen idiotentest gemacht hat
ein auto habe ich übrigens vor der türe stehen und bin noch kein einziges mal gefahren seit der diagnose.
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teilchenschubse, Tuesday, 05.03.2013, 23:53 (vor 4912 Tagen) @ Noooh
1. Mein Arzt hat das Fahrverbot im Februar vor einem Jahr weder verlängert noch negiert.
2. ist das ja ganz allgemein mein Problem, daß ich mir eben oft denke, Dinge müßten so oder so funktionieren (oder würden so oder so besser funktionieren) und der Rest der Menschheit macht's anders und kommt damit im Leben durch, ich aber nicht ...
Ich denke mir dann halt: keine Erfahrung ist wirklich nutzlos. ;)
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Green, Friday, 01.03.2013, 18:04 (vor 4916 Tagen) @ Noooh
Hallo
warum willste die medis absetzen..wegen dem Auto fahren du darfst auch mit Medis auto fahren.
Gruss Green
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Noooh, Saturday, 02.03.2013, 01:44 (vor 4916 Tagen) @ Green
ich möchte die medis absetzen um zu testen,ob es auch ohne geht,da ich schon eine längere zeit ohne anfälle bin und es vermutet wird,das die anfälle damals durch zu viel alkohol usw. und schlafentzug provoziert wurden.
außerdem habe ich oft nebenwirkungen und ich denke es wäre einen versuch wert.mit dem auto fahren hat das nichts zu tun,ich weiß das man auch mit medis fahren kann.
bald habe ich endlich den langersehnten termin im epizentrum,vielleicht kann ich ja auch dort die tabletten absetzen,falls es nicht klappt darf ich eben wieder ne zeit nicht fahren,aber das nehme ich gerne in kauf...ich finde das leben für mich zu anstrengend mit den medis,ohne auto komm ich aber klar!
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teilchenschubse, Tuesday, 05.03.2013, 23:15 (vor 4912 Tagen) @ Noooh
Hallo Noooh,
findest Du es denn nur subjektiv unangenehmer mit den Medikamenten oder hast Du ernste Nebenwirkungen?
Gruß
t.
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Noooh, Wednesday, 06.03.2013, 10:11 (vor 4912 Tagen) @ teilchenschubse
na ja...das ist sehr unterschiedlich bei mir!
am anfang kam ich überhaupt nicht klar mit dem medikament,hatte alle nur erdenklichen nebenwirkungen...dann sollte gewechselt werden von levetiracetam auf lamotrigin,doch ich vertrug die kombination nicht,bin mehrmals umgefallen(lag aber nur am kreislauf) und musste mich oft übergeben,da ich allein wohne fand ich das sehr problematisch und habe es abgebrochen. allmählich wurde es mit den nebenwirkungen besser und ich dachte ich sei über den berg, nun kommen sie aber in sehr unregelmäßigen abständen wieder und hundertprozentig gut gehts mir eigentlich nie.
also ich sehe teilweise sehr schlecht,mir wird noch ab und zu sehr schwindelig,fühle mich sehr unwohl usw.
mit dem allem könnte ich ja noch leben,aber das schlimmste ist, wenn es mal so richtig beschissen läuft. dann traue ich mich nicht mehr aus dem haus,gehe nicht mehr unter menschen,alles läuft quasi nur noch wie in einem film ab,nichts scheint mehr real.ich höre dann auch sehr schlecht,kann gesprächen nicht mehr folgen,fühle mich oft orientierungslos mein herz fängt an zu rasen und will am besten nur nach hause und alleine sein,weil mich alles stresst.
das alles ist sehr schwankend bei mir,manchmal gehts mir tagelang gut,dann tuts wieder einen schlag...manchmal denke ich auch,das es möglicherweise an meiner psyche oder so liegen könnte.
aber darum gehe ich ja jetzt ins epizentrum um das alles klären zu lassen,ich hoffe die können mir wenigstens ein bißchen weiterhelfen,denn in einem monat beginnt meine umschulung und dafür benötige ich nun meine energie!
gruss dominic
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teilchenschubse, Wednesday, 20.03.2013, 21:30 (vor 4897 Tagen) @ teilchenschubse
So, ein Update:
habe heute einen Brief bekommen, daß ich bitte bis zum 15.5. ein "Gutachten der Klinik" beibringen soll. Das schreib ich grad mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn meine Wut auf diese Behörde wächst gerade wieder ins Unermeßliche. *seufz*
Ich kann bzw. sollte doch sowieso nicht Auto fahren, weil ich seit dem Sommer des Jahres 2000 nicht mehr gefahren bin und erstmal nachschulen müßte. Wenn ich jetzt 300 Euro für das Gutachten ausgebe (soviel würde es bei meinem Neurologen kosten), hab ich also immer noch nix gewonnen.
Seltsame Leute sind das ...
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