Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo
da soll es eine kleine Pilot Studie mit Epilepsiepatienten im Bezug auf Vitamin D Mangel gegeben haben.
die Probanten waren Epileptiker und sie alle, ich gehe mal davon aus auch wir, hatten einen nicht gerade kleinen Mangel an Vitamin D ( auch aufgrund der AE ). Während der Studie wurde der Vitamin Spiegel dann entsprechend angepasst.
Daraufhin soll die Anfallshäufigkeit um 40 % bis 50 % gesunken sein.
Von dieser Studie hab ich bisher noch nie gehört, in lezter Zeit aber taucht immer mal wieder was davon auf. Leider immer nur als kleiner Artikel.
Ich versuche mehr darüber in Erfahrung zu bringen, und hoffe da ein wenig auf eure Hilfe.
Kennt jemand diese oder ähnliche Studie in Bezug auf Vitamin D oder hat schonmal was näheres davon gehört ?
Kennt jemand vielleicht irgendwelche Seiten im Netz, auf denen man was in dieser Richtung finden könnte ?
Wie sieht es mit eurem Vitamin D Spiegel aus ?
und wo lasst ihr den prüfen ?
mich irritiert, dass ein Neuro von einem Zusammenhang mit Vitamin D ,egal ob jetzt D2 oder D3, noch nichts gehört haben will.
und das bei 40 - 50 Prozent weniger Anfälle Laut der Studie. .
Wie ist denn da die Resonanz bei euren Neuros hierzu gewesen ?
LG
Uwe
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Vitamin-D-Mangel ist momentan wieder eines der beliebtesten Mangelerscheinungsthemengebiete - ich glaub, seitdem man einige Vireninfektionen als potientiell mit der Entstehung von manchen Krebsarten in Verbindung gebracht hat, weil Vitamin-D für's Immunsystem nicht ganz unwichtig ist.
Was ich zum Thema Vitamin-D-Mangel allgemein gefunden habe und für validierbar und gesichert halte, ist folgendes:
- Vitamin D wird nur zu ca. 10%-20% über die Nahrung aufgenommen, den Rest synthetisiert der Körper selbst, wozu er Sonnenlich benötigt;
- ein nicht unerheblicher Teil der urbanisierten Bevölkerung in Industrienationen leidet an Sonnenlicht/Vitamin-D-Mangel(http://www.meduni-graz.at/; kurz: 8-jährige Studie an Grazer Universitätsklinik für Innere Medizin: 50% der Patienten in den Monaten Oktober bis März haben deutlichen Vitamin D-Mangel; finde nix dazu, ob sich die Werte auf die Einlieferung oder über den gesamten Zeitraum beziehen, denn wenn man im Krankenbett liegt, bekommt man ja nicht ganz so viel Sonnenlicht ab)
- Vitamin D-Mangel kann führen zu: Rachitis(Knochenaufbaustörung), geschwächtem Immunsystem, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen;
- Vitamin D ist sehr Hitzestabil(bis ca. 180 Grad), bleibt also in Lebensmitteln beim Kochen erhalten und ist z.B. besonders reichlich in Fisch, Eiern und Kuhmilch enthalten
- Vitamin D spielt bei der Regulierung des Calciumspiegels im Blut - für unsere Nerven ja nicht unwichtig - eine Rolle
- die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einiger Krebsarten werden laut Wikipedia mit Vitamin-D-Mangel verbunden
Speziell zum Thema Epilepsie habe ich eine Studie von 2011 gefunden:www.epi.ch/_files/Artikel_Epileptologie/Meier_1_11.pdf
In einem Satz zusammengefasst: Man konnte nachweisen, dass die Einnahme von enzyminduzierenden Antiepileptika(Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin als Beispiele genannt) die Knochendichte negativ beeinflussen kann, vermutlich indem die Verstoffwechslung von Vitamin D angekurbelt wird. Bei Langzeittherapie wird z.B. Überwachung der Knochendichte oder Präventivgabe von Vitamin-D vorgeschlagen. Studien zu einer solchen Präventivbehandlung lagen zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht vor.
Heißt in meinen Ohren, dass der Mangel dann erst einmal nicht allein Ursache, sondern Symptom der Behandlung wäre, was mit den anderen Faktoren zusammen zu einer starken Mangelerscheinung führen kann, die sich am Ende, wenn zu stark ausgeprägt, wie jede andere Mangelerscheinung äußern kann. Heißt aber auch, dass sich jeder mit dem ein oder anderen Spaziergang davor schützen kann.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo
Vielen Dank für die Unterstützung. in diesen Publikationen wird der Zusammenhang von Vitamin D und dem Knochenaufbau (Osteopatie etc.)ausführlich erklärt.
Ich hingegen versuche gerade den Zusammenhang von Vitamin D und der Krankheit Epilepsie als solche festzumachen. Dazu habe ich folgende, speziell auf Epilepsie bezogene Publikationen im Netz gefunden :
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22503468
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Correction%20of%20vitamin%20D %20deficiency%20i...
http://www.biomedizin-blog.de/de/epilepsie-und-vitamin-d-mangel-wp251.html
http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2012/05/12/vitamin-d-deficiency-on-e...
( ob das mit den links so hinhaut, kann ich leider nicht sagen. hab keinerlei Erfahrung damit )
Ich möchte diese Publikationen korrekt zuordnen können, nicht irgendeinem Gespenst hinterher jagen, und falsche Hoffnungen wecken.
Weitere Studien der Pharmaindustrie hab ich leider keine finden können, ist ja auch verständlich - Vitamin D kostet fast nix, weniger verkaufte AE, weil Besserung, bringen weniger Gewinn. jede weitere Studie wäre somit kontraproduktiv.
Leider oder zum Glück, bin ich nicht mehr in UniKlinik zur Untersuchung ( alles neg) würde mich aber über deren Meinung, besser noch Erfahrungen freuen. Habt ihr von euren Neurologen bzw. Epileptologen mal was dazu gehört nachdem ihr ihn " wachgerüttelt " habt ?
Bis bald
LG
Uwe
Epilepsie und Vitamin D Mangel
hey, als ich in der REHA war nach der OP haben sie auch drum gebeten, dass man vitamin D nimmt. soll nicht schaden sagten sie und jeder epileptiker nahm es dort. liebe grüße
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo , als ich in 2009 in Bielefeld war ,
hat man den Mangel bei mir auch festgestellt.
Sie haben zwar nichts von einer Studie gesagt ,
aber direkt Vigantoletten 1000 I.E.( Vitam.D3)
aufgeschrieben und uns nahegelegt das auch
regelmäßig zu nehmen . Aufgrund der Medis
käme es wohl zur Unterversorgung . Muß
man selbst kaufen , aber ist ja nötig .
Ich selbst kann wegen meiner OP`s nicht
wirklich im Sommer spazieren gehen und
im Winter auch nur begrenzt . LG Moni
Epilepsie und Vitamin D Mangel
witzig ist wie sich pubmed und die artikel differenzieren.
bei pubmed liegt der fokus auf den 13 versuchspersonen, die pharmaresistent sind.
bei den links, dass sie zwischen 10-42 waren und epileptiker sind.
es mag ein hinweis sein, worauf forschung abzielen könnte, aber 40% von 13 ist naja.
nicht etwas woran man sich, als verbraucher, klammern sollte.
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"Epilepsie-Patienten haben ein erhöhtes Risiko an Vitamin D-Mangel
....
Die Gründe dafür sind darin zu finden, dass Menschen mit häufigen epileptischen Anfällen in ihrer Fähigkeit eingeschränkt sind, sich aktiv im Freien zu bewegen, was sich normalerweise positiv auf ihren Vitamin-D-Spiegel auswirken würde.
Wenn Sie die meiste Zeit im Inneren von Gebäuden verbringen müssen, werden Sie eine regelmäßige Sonneneinstrahlung verpassen, die der Schlüssel für die natürliche Produktion von Vitamin D ist."
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*ohne gewähr
... vitamin d3 ist auch im bezug auf depression und panikattacken, recht intressant.
Epilepsie und Vitamin D Mangel
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22503468
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Correction%20of%20vitamin%20D %20deficiency%20i...
Sind die gleichen Artikel. Interessant, aber leider gibt's da keine Informationen über das Auswahlverfahren der 13 Probanten und das Ganze ist keine Doppelblindstudie gewesen, also lässt sich ein eventueller Placeboeffect nicht rausrechnen.
Was hältst Du von
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1610507/pdf/brmedj01975-0036.pdf
auch wenn der Artikal schon recht alt ist? Immerhin gab's eine Vergleichsgruppe mit Placebo und weder Patienten, noch Beobachter der Anfälle wussten, was jemand bekam und alle hatten eine ähnliche Medikamentation. Schade finde ich allerdings die Ungleichverteilung der Probanden. Gruppe A hat überdurchschnittlich viele Probanden mit von Haus auf wenig Anfällen gehabt. Das heißt, dass es ja nix ungewöhnliches ist, wenn einer einmal statt 5 nur 4 Anfälle im "Monat" hat, aber dass das halt mathematisch eine "Verbesserung" von 20% bringt.
Interessant finde ich vor allem die Statistik zu den einzelnen Probanden in der Placebogruppe. Könnte mir gut vorstellen, dass z.B. Patient Nr. 17 psychogene Anfälle hatte.
http://www.biomedizin-blog.de/de/epilepsie-und-vitamin-d-mangel-wp251.html
Beginnt mit "Fast die Hälfte der Menschen mit einer Epilepsie-Erkrankung weisen auch einen Vitamin D-Mangel auf.", was, in Relation zu den anderen Studien über allgemeinen Vitamin-D-Mangel ja nix ungewöhnliches ist.
Sympatisch ist mir an der Seite allerdings, dass sie sehr viel den konjunktiv verwendet, wie z.B. "Warum könnte Vitamin D einen erheblichen Einfluss auf epileptische Anfälle haben?" und ausrücklich vom Seiteninhaber darauf hingewiesen wird: "Ich möchte Sie unmissverständlich darauf hinweisen, dass einige der hier vorgestellten Themen wissenschaftlich nicht belegt ... sind."
http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2012/05/12/vitamin-d-deficiency-on-e...
Entschuldige, wenn ich auf diesem Gebiet Seiten, die Primär der Vermarktung von Produkten dient, nicht traue.
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Der täglich sie erobern muss.
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Epilepsie und Vitamin D Mangel
Sorry , war in 2010 in Bielefeld 
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo
sorry, wenn ich mich erst jetzt melde, ich bin halt nicht so oft am PC
Ich möchte auf keinen falsche Hoffnungen wecken, denn es handelt sich hier nur um eine asbach uralte Pilotstudie, die danach nicht weiterverfolgt wurde. zumindest gibt es fast keine Publikationen mehr darüber
ich stimme mit dir vollkommen überein, dass Beiträge die zur Vermarktung von Produkten dienen, mit Vorsicht zu geniessen sind. Irgentwo, ( habe zuviele Beiträge in letzter Zeit gelesen) wurde von einem Teil der Gruppe mit eklatant niedriegem D3 Spiegel gesprochen, ca 450 Anfälle. Nach Gabe von Vitamin D ging die Anfallshäufigkeit von 450 auf einen geringen Bruchteil herab. Aber hier, nur 23 statt 1000 Probanten und dem Hinweis das Themen mitunter nicht wissenschaftlich belegt sind, als auch, wie von dir richtig erkannt, dem Konjunktiv hier eine große Rolle zuteil wurde, dürfen Vorbehalte wohl angebracht sein. Es ist nunmal eine Pilotstudie gewesen, evtl sogar von Privater Institution, daher liesse sich auch die geringe Anzahl von 23 Probanten und der kurze Zeitraum von 3 Monaten erklären.
Gruppe A - zusätzliche Gabe von 4000 IU - über 30 % Weniger Anfälle
Gruppe B - Placebos - keine Änderung der Anfallshäufigkeit - nach zusätzlicher Gabe von 8000 IU im 3 ten Monat führte jedoch auch hier zu einer Rduzierung der Anfallshäufigkeit um ca 30 %
sofern es denn der Wahrheit entspricht
ziehe ich, statistisch gesehen, 1oder2 "Ausreisser" aus jeder Gruppe ab, so bleibt immerhin noch eine für mich doch beachtenswerte Besserung. OK, wenn jemand jetzt nur 4 statt bisher 5 Anfälle im Monat hat, nun gut, Anfälle lassen sich halt nicht am Kalender fest machen, daher sind solche Pilot Studien auch nicht aussagekräftig, wünschenswert wäre da natürlich eine Langzeitstudie mit entsprechendem Querschnitt durch die ganze Bandbreite der Anfallsarten sowie entsprechenden Altersgruppen zugeordnet. Das ist bei 23 Probanten natürlich in keinster Weise gegeben und tatsächlich ist auch nirgends ein Hinweis hierdrauf zu finden.
Da Vitamin D eigentlich für was anderes bekannt ist, Knochenaufbau etc, interressiert es auch niemanden ob es nicht auch woanders eine Wirkung erzielen könnte, (ein Nieschendasein ?), was wurde nicht alles schon durch Zufall entdeckt, jedoch bei dem in der Studie angefürhten Erfolg, sofern er denn der Wahrheit entspricht, sollten diese evtl. Möglichkeiten nicht unbeachtet wieder in der Schublade verschwinden.
ich bleib mal noch ein weilchen dran.
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo Zusammen,
ein mangel an Vitaminen ist sowie so nicht so dolle, wenn man Epi. hat. Manche AE sind ja auch bekannte Vitaminfresser.
Gruß
Corinna
Epilepsie und Vitamin D Mangel
Hallo bananamama,
laut meiner letzten Auskunft in Vogtareuth kann sich VitaminD über die Haut nur zwischen März und Oktober (ca.) bilden, und zwar solle man sich möglichst nicht eincremen. Dort halten sie von zusätzlicher Vitamin-D-Gabe nichts, es muss sich über die Haut und die Ernährung bilden - Tabletten helfen nur dem Hersteller.
Winterspaziergänge tun trotzdem gut
, nicht dass jetzt jemand denkt, ich will Euch von der Bewegung im Feien abhalten!
LG
Hannerl