Epileptischer Anfall
Hallo, mein Name ist Sylvi und habe einen 16-jährigen Sohn, der am Sonntag (leider am Muttertag) ganz plötzlich in meinem Armen einen epileptischen Anfall bekam. Mein Mann hat ihn noch auffangen können, hab Notruf angerufen und er kam dann ins Krankenhaus, wo er bis gestern geblieben war. Es wurden EEG und MRT gemacht, beides soweit unauffällig bis auf die Absence-Epilepsie, die mein Sohn aber schon von Grundschule an hat. Nur haben wir vor einem Jahr das Medikament abgesetzt gehabt, die er aber jetzt wieder nehmen muss. Meine Angst ist nun, ob dies nochmal wiederholt wird und was passiert, wenn er alleine ist? Ich habe so was noch nie erlebt gehabt. Mir ist immer noch flau im Magen, esse nix seitdem... kann mit der Situation noch net umgehen. Dabei sagten die Ärzte, dass wir ganz normal weiter leben sollen wir bisher auch. Vielleicht finde ich hier jemand, mit der ich bissel Erfahrung austauschen kann. Brauche einfach Unterstützung, da ich echt ziemlich fertig bin und meine bald selbst zusammen zu brechen. Würde mich also über Zuschriften freuen! LG Sylvi
Epileptischer Anfall
Hallo
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Gruss green
Epileptischer Anfall
Hallo Sylvi,
ich bin zwar selber Epileptiker und keine Angehörige, kann aber deine Gefühle wahrscheinlich durch die vielen Gespräche mit meinen Eltern ziemlich gut nachempfinden.
Ich habe Grand mal, d.h. ich kipp um und krampfe. Da ich dabei völlig weggetreten bin krieg ich ihn selber auch eigentlich nie selber mit, sondern nur durch Erzählungen. Meine Verletzungen habe ich eher mit Humor genommen (Nasenbruch, Kniescheibe gebrochen, Schulter ausgekugelt etc.). Für meinen Vater war besonders schlimm, dass er mich nicht beschützen konnte. Er war immer ein ruhiger Typ im Gegensatz zu meiner Mutter, nach jedem Anfall ist sie immer laut und hektisch, zumindest empfinde ich es so, wenn ich "aufwache", was allerdings überhaupt nicht der Fall wäre. Einer von uns hat also eine schlechte Wahrnehmung und ich behaupte einfach mal, dass meine Mutter die Hysterie selber gar nicht selber mitkriegt oder
ich einfach danach hyperempfindlich bin
Ob dein Sohn weitere Anfälle bekommen könnte, kann ich natürlich nicht beantworten, es würde mich allerdings auch nicht wundern. Ich hatte meinen ersten Anfall mit 13 und werde jetzt 34 und habe wahrscheinlich schon ziemlich viele Phasen an Epilepsie mitgemacht, das meiste kam und ging irgendwann wieder, außer leider die GM
.
Da ich meine Anfälle ja selber nicht mitbekomme, konnte ich es auch nie richtig verstehen, warum meine Eltern immer so aus den Häuschen waren. Falls das bei deinen Sohn genauso sein sollte, zeig ihm mal einen Anfall aus dem Internet... mich hat es geschockt, zu sehen, wie ich dabei aussehe.
Der Tipp vom Arzt, genauso weiterzuleben, wie bisher, ist zwar nett gemeint, allerdings nicht wirklich machbar
. Deine Angst wird bleiben und meine Mutter ist jedesmal besorgt, wenn ich alleine bin, oder ausgehe. Verbieten würde ich allerdings nichts, dass macht nur bockig
.
Meine Familie ist etwas beruhigter, wenn ich einige Regeln einhalte, wie z.B. immer ein Handy mitzunehmen ( bei deinem 16-jährigen Sohn wahrscheinlich kein Problem
) und - das fand ich als Jugendliche ätzend - auch ein Freund davon Bescheid wissen sollte, was zu tun wäre. Das beruhigt auch ein bisschen.
Verhindern kannst du den Anfall eh nicht, also wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich damit zu arrangieren, so grausam das auch klinkt.
Ich persönlich bin schon fast "froh" Epileptikerin zu sein, wenn mich schon eine Krankheit erwischen musste und ich nicht an Schläuche gefesselt bin. Vielleicht kannst du es ja ähnlich sehen.
LG und natürlich ganz viel Kraft
Sandra
Epileptischer Anfall
Hallo!
Mir ist es so in etwa wie Ihrem Sohn ergangen :D
Ich habe seit 2000 (7 J.) Absencen und seit August 2008 (15 J.) Gand-mal Anfälle.
Meine Mutter hat sich natürlich auch Sorgen gemacht, aber man sollte nicht
übertreiben. Das ich weder für Sie noch für Ihren Sohn gut. Kinder merken
wenn es ihren Eltern schlecht geht.
Wenn Sie Angst haben ihn alleine zu lassen, dann informieren Sie einfach seine Freunde darüber (wenn er mit ihnen unterwegs ist) was sie zu tun haben
falls es zu einem Anfall kommt.
Meiner Meinung ist es auch nicht gut jedes mal die Rettung zu rufen,
nur bei Verletzungen und wenn die Krämpfe länger wie 2-3 min dauern.
Ich kann mich sicher gut in die Lage Ihres Sohnes versetzen.
Wenn er Fragen hat wie er mit was umzugehen hat, könnt ihr mir gerne antworten
;D
LG Denise