Bevorstehender Schlafentzug

Musica, Monday, 27.05.2013, 16:45 (vor 4829 Tagen)

Ich freue mich schon lange auf eine gemeinsame Reise. Jetzt ist es bald soweit und ich bekomme Herzklopfen und Angst davor. Es handelt sich um eine Rundreise und aus den Unterlagen kann ich jetzt sehen, dass da zu Unzeiten (jedenfalls für Epi´s) abgefahren oder angekommen wird. Auf Kommando kann ich ja nicht schlafen. Jetzt habe ich riesige Angst vor Anfällen wegen Schlafentzug. Muß das denn sein oder rede ich es mir schon jetzt ein? Meine Reisepartner sagen nur, sie hätten mich ja schon vor Buchung darauf hingewiesen. Das stimmt, aber damals war ich in der Vorfreude anders eingestellt. Mir wäre viel lieber, sie würden mich beruhigen und mir die Angst nehmen. Das Gegenteil ist der Fall! Hat jemand einen Rat für mich? Liebe Grüße,Musica

Bevorstehender Schlafentzug

knuddel, Monday, 27.05.2013, 19:48 (vor 4829 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,
hmm, Schlafentzug kann zu Anfällen oder zu vermehrten Anfällen führen, ist ja irgendwie klar. Es ist aber auch durchaus möglich, dass nichts passieren muss und du den Urlaub genießen kannst! ;-)
Bitte mach dir keinen Stress und denk nicht zu viel über das Thema "Anfall im Urlaub" nach. Ich glaube, dies führt eher zu Anfällen.
Außerdem, jeder Schlafentzug muss nicht unmittelbar mit einem Anfall enden.
Vorfreude und Spass für deine Reise ! :-)
LG

Bevorstehender Schlafentzug

Musica, Monday, 27.05.2013, 21:26 (vor 4829 Tagen) @ knuddel

....danke Knuddel! ! ! :-) , Musica

Bevorstehender Schlafentzug

Lerche, Monday, 27.05.2013, 22:31 (vor 4829 Tagen) @ Musica

Mir wäre viel lieber, sie würden mich beruhigen und mir die Angst nehmen.

Liebe Musica, woher soll denn deine Reisegruppe so genau wissen, wie sie dich beruhigen und dir die Angst nehmen könnte?!
Wenn du dich schon so auf die Reise gefreut hast, dann lass dir die Freude doch nicht von dieser blöden Krankheit verderben. Zieh den Trip durch und lass den Gedanken an einen Anfall einfach außen vor. Nimm das Risiko in Kauf, aber denk nicht dauernd daran, ansonsten könntest du gleich zu Hause bleiben. Und dich wieder ärgern, bedauern und grübeln: „Hätt ich nicht doch...?“
Es gibt keine 100%ige Sicherheit, Musica. Bei nix. Nirgends. Das nennt man auch Leben. Und meist passiert sowieso etwas, womit wir am Wenigsten rechnen. Sowohl im negativen wie auch im positiven Sinn.

Programmiere dein Handy so, dass es dich an die pünktliche Tabletteneinnahme erinnert. Die vergisst man schnell mal in fremder Umgebung und anderem Raum-Zeit-Gefüge. Geht mir jedenfalls so. Ansonsten schlaf ich in fremden Betten stets besser als zu Hause...

Zieh’s einfach durch, Musica (und berichte danach)!
VG Uwe

PS: Was sind bei dir „Unzeiten“?

Bevorstehender Schlafentzug

sandytimmy, Monday, 27.05.2013, 22:45 (vor 4829 Tagen) @ Lerche

Genau meine Worte:-)
Lass dich nicht von Risiken im leben eines epileptikers beherrschen.
Lebe dein leben nicht deine Krankheit.
Ich war auch heute vormittags schwimmen und hatte auf dem Rückweg einen Anfall. Soll ich jetzt nicht mehr schwimmen gehen? Ich war den Tag über kaputt, hab einfach alles langsamer angehen lassen.
Einfach strich drunter gemacht und Neustart. Wie reseten beim PC :-P

Bevorstehender Schlafentzug

Musica, Thursday, 30.05.2013, 15:19 (vor 4826 Tagen) @ Lerche

Danke Lerche, ich werde berichten. Unzeit ist für mich z.B.um 4.00 Uhr aufstehen,400 km zum Flughafen, langer Flug, spät morgens ankommen und um 7.00 Uhr früh aufstehen. :-( liebe Grüße,Musica

Bevorstehender Schlafentzug

mezeg, München, Tuesday, 28.05.2013, 09:44 (vor 4829 Tagen) @ Musica

riesige Angst vor Anfällen wegen Schlafentzug.

Hallo Musica,

mich gibt Dein Wort "Schlafentzug" zu denken. Ich sehe eine Assoziation zu der bestimmt sehr unangenehmen Prozedur im Krankenhaus, um einen Anfall eben zu provozieren. Auf einer organisierten Reise kann kein "Schlafentzug" geplant sein, niemand kann ihn lange ertragen. Es handelt sich viel mehr um gelegentliche Schlafunregelmässigkeit. Klar, nicht unbedingt genußvoll aber wenn Du auf der Reise viel erlebst, wirst Du bestimmt müde sein, wenn Schlafzeit angesagt ist. Und so leichter einschlafen und/oder ab und zu dösen, das tut auch gut.

Wenn Du Dich doch auf die Reise freust, dann nur hin! Du fährst nicht alleine aber wohl mit Leuten, die von Deinem Problem wissen. Gib denen die notwendigen Anweisungen für den Fall wo... und denke nicht mehr daran.

In solchen Fällen erinnere mich immer an den Spruch des Neurologen, der mir den Schädel aufgebohrt hatte: "Die Rolle der Lebensqualität darf nicht unterschätzt werden!" Oder die Hausärztin: "Das Leben ist lebensgefährlich". Ich sollte die Badewanne vermeiden? Bin letzten Sommer im Atlantik wie früher sehr weit geschwommen - eigentlich auch für den "Normalen" bereits zu weit. Das Risiko war mir bekannt... aber bei Notfall lieber Langustinen als Würmer... :-D :-D :-D Herrlich war es...

Es gibt auch einen - momentan sehr aktuellen - bretonischen Spruch:
"Wer sich auf die Wettervorhersage verläßt, verbringt sein ganzes Leben in der Kneipe!"

Also eventuelle Risiken möglichst einkalkulieren und vorplanen: Wie Uwe sagt, einen "automatischen Wachhund" um die Einnahme der Tabletten nicht vergessen, Mitreisenden informieren und anweisen, vielleicht ein paar Schlaftabletten (vom Neurologen!) mitnehmen, um notfalls ab und zu durchzuschlafen, Fotoapparat und Sonnencreme nicht vergessen und ab!

Schönen Urlaub

mezeg

Bevorstehender Schlafentzug

Musica, Thursday, 30.05.2013, 15:23 (vor 4826 Tagen) @ mezeg

Hallo mezeg, Deine Atlantiktour hat mich zum Lachen gebracht:-D . Und Deine Tipps nehme ich ernst. Danke auch an die anderen. Liebe Grüße

Bevorstehender Schlafentzug

Marathon, LK Weilheim-Schongau, Sunday, 02.06.2013, 09:12 (vor 4824 Tagen) @ Musica

Hey,

ich kann dich beruhigen. Wenn es nicht zur Regelmäßigkeit wird, ist es kein Problem mal ne Nacht durchzumachen oder später ins Bett zu gehen. Zumindest hab ich die Erfahrung gemacht. Hab vor ner Weile mal ne Nacht am PC durchgezockt, auch noch einen Ego-Shooter (schnelle Bildabläufe, Lichteffekte). Es ist nichts passiert. Ich weiß, das war zwar sehr unvernünftig, aber ich will mir von der Krankheit auch nicht den Spaß am Leben nehmen lassen.

Nimm deine Tabletten (in ausreichender Menge!) mit, deine Notfalltabletten (oder was du da so hast). Wichtig ist natürlich, das jeder weiß woran du leidest und was im Fall des Falles zu tun ist, bzw. nicht zu tun ist.

Kläre deine Mitreisenden auf, wieso du Schlafzeiten einhalten musst und schaffe dir dadurch Verständnis bei ihnen. Dann wird dich wohl auch keiner dazu drängen, noch mit ihnen aufzubleiben.

Schönen Urlaub, genieße ihn.
Marathon.