wie geht es weiter u Lamotrigin?

Melusine, Wednesday, 19.06.2013, 23:21 (vor 4806 Tagen)

Entschuldigt bitte, aber ich muss noch einmal fragen: soll ich meinen arbeitgeber denn von der epilepsie berichten bzw sagen, das sie bestätigt wurde oder zum arbeitsamt oder ...?
den antrag auf schwerbehinderung habe ich gestellt heute, muss ich das meinem arbeitgeber sagen oder abwarten? ich bin bis 30.6. krank geschrieben, soll ich mich dann weiter krank schreiben lassen, oder ...? ich soll ja keinen schichtdienst mehr machen, was ich ja als schwester machen muss.
ich hatte eine reha beantragen müssen, jetzt mit der hinzugekommenen diagnose läuft das weiter oder geht nicht mehr, oder ...? bei der rentenversicherung habe ich heute den ganzen tag versucht die nummer 030/700... zu erreichen, andauernd besetzt ... daher weiß ich eben nicht wie ich mich richtig verhalte. und das hat mich total auf die palme gebracht dieses dauernde besetzt. nichts habe ich regeln können,egal wo ich angerufen habe, dann komme ich mir ausgenutzt vor und ich habe diesen monat auch kein geld mehr (nur 500 krankengeld bekommen. konnte nicht einmal meine unkosten dekcne, musste geld leihen undreicht noch nicht wegen unerwarteter rechnung, also heute bin ich nahe an einem nervenzusammenbruch oder hatte sogar einen, weil ich so geschrien habe am telefon, wahnsinn. ich weiß einfach nicht wie es weitergeht. entschuldigt bitte.
wie wäre jetzt der nächste richtige schritt?
entschuldigt bitte, aber ich bin total ratlos. Vielen, vielen dank schon mal im voraus an euch alle.
lg melusine

und ich habe jetzt 0-0-25mg lamotrigin. ab mo soll ich dann 0-0-50 für 14 tage und dann 25-0-50 und so weiter im wochenrhythmus. seit dem ich die 25 mg nehme hatte ich keinen anfall mehr. hat jemand da erfahrung? der arzt sagt, dass diese geringe dosis nicht wiken kann. hat jemand da erfahrung? ich würde gerne so wenig wie möglich nehmen. 1000 DANK!

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pegasus, Thursday, 20.06.2013, 01:26 (vor 4806 Tagen) @ Melusine

Versuche es über die Allgemeine Nummer der Deutschen Rentenversicherung, die verbinden dich durch (war bisher bei mir immer so, dass ich in der ReHa-Abteilung dort niemanden erwischte, aber sobald es über die Zentrale ging, bekam ich doch jemanden ran).

Was deine Geldsorgen angeht, so solltest dich mal über ergänzende Hilfe erkundigen

Krankengeld reicht nicht - diese Zuschüsse können Sie beantragen

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Melusine, Thursday, 20.06.2013, 19:03 (vor 4805 Tagen) @ pegasus

vielen dank!

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 20.06.2013, 09:30 (vor 4806 Tagen) @ Melusine

Du bist dann in der Informationspflicht Deinem Arbeitgeber gegenüber, wenn Du bei Deiner Tätigkeit wegen der Epilepsie Dich oder eine andere Person über das normale Maß gefährden würdest.

Also kommst Du als Krankenschwester vermutlich erst einmal nicht drum rum. Lass Dich dahingehend aber - wie im anderen Thread schon angesprochen - bei einer der Beratungsstellen genau beraten. Und wenn Du so ein Gespräch führst, dann am Besten nicht alleine mit Deiner direkten Vorgesetzten, sondern im Beisein von jemandem vom Personalrat.

Ich denke, Du könntest z.B. Deinen Arbeitgeber darum bitten, eine Untersuchung beim Amtsarzt anzuordnen, um festzustellen, was Du in Deinem Arbeitsumfeld jetzt noch alles machen darfst. Ggf. muss Dein Arbeitgeber Dich dann halt aus dem normalen Schichtdienst rausnehmen und erst einmal so einplanen, dass Du nur tagsüber arbeitest und dabei den Schreibkram übernimmst, der im Krankenhaus so anfällt.

Ich glaub, irgendeine Frau war mal hier, die war Röntgenassistentin oder so ähnlich und die hat das tagsüber noch machen können, oder täusche ich mich da? Einfach mal laut "hier" rufen, wenn die betreffende Person das liest.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Melusine, Thursday, 20.06.2013, 19:04 (vor 4805 Tagen) @ huge88

danke dir!

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Mondenkind, Thursday, 20.06.2013, 12:48 (vor 4805 Tagen) @ Melusine

Hallo Melusine,

wie schon geschrieben, wende dich mal an das Netzwerk Epilepsie und Arbeit.

Was du auf gar keinen Fall machen solltest, ist von dir aus kündigen.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

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Melusine, Thursday, 20.06.2013, 19:04 (vor 4805 Tagen) @ Mondenkind

danke!

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mezeg, München, Thursday, 20.06.2013, 14:52 (vor 4805 Tagen) @ Melusine


und ich habe jetzt 0-0-25mg lamotrigin. ab mo soll ich dann 0-0-50 für 14 tage und dann 25-0-50 und so weiter im wochenrhythmus. seit dem ich die 25 mg nehme hatte ich keinen anfall mehr. hat jemand da erfahrung? der arzt sagt, dass diese geringe dosis nicht wiken kann. hat jemand da erfahrung? ich würde gerne so wenig wie möglich nehmen. 1000 DANK!

Hallo kleine Fee,

der Neurologe hatte mir 200 mgr täglich verschrieben, die Dosis mußte 25mgr-weise jede zweite Woche erfolgen. Um eventuelle Hautprobleme nicht zu riskieren. Für mich war das Hautproblem der trockene Mund, machte mir bei jeder Aufdosierung Schlafprobleme.

Ich wollte genau wie Du so wenig wie möglich nehmen und sagte dem Neurologen, ich würde eine undefinierte Weile auf 100 mgr lieber bleiben. Ich war an dieser Höhe. Begeistert war er nicht, 100 mgr könnte man im Blut nicht nachweisen. Er sagte aber, wenn ich sechs Monate ohne Anfall bliebe, könnte es ausreichend sein. Ich war schon happy... wollte die aufkommenden Auras nicht ernst nehmen, obwohl ich was ahnte. Nach drei Monaten bekam ich einen GM-Anfall Anfang August. Ich versuchte wieder aufzudosieren, gab auf, weil ich mich nicht wohl fühlte und blieb auf 100 mgr. In den Sommerferien war es gefährlich, es ohne Arzt durchzusetzen.

Und dann Anfang Oktober wieder einen GM-Anfall. Dann habe ich mich geschlagen gegeben und auf 200 mgr erhöht. 25mgr jede zweite Woche!

Im Februar letztes Jahres wollte er mich auf 250 mgr erhöhen, weil ich zu oft Auras bekam. Wegen akutes Schlafdefizits, dachte ich auf ein anderes Medikament umgestellt werden zu müssen und nahm an dem Abend nur 100 mgr. Die Nacht war viel besser und ich bin so geblieben, um zu sehen, ob es vielleicht so reicht. Das war es auch! Seit über einem Jahr nehme ich 125 - 0 - 100 und sogar die Rest-Auras sind viel seltener und blasser geworden. Wäre schön, wenn man eines Tages die Dosis noch reduzieren könnte aber mit dem jetzigen Zustand bin ich ganz zufrieden und entspannt, was wahrscheinlich auch erheblich zur Minderung der Noch-Rest-Probleme beigetragen hat. Und der Neurologe sagt: "Es funktioniert? Dann bleibt die Medikation so!" Auch wenn er doch etwas mehr verschrieben hatte. Sich ein Bißchen an die richtige Dosis ranzutasten ist bestimmt günstig. Natürlich nur unter Aufsicht des Neurologen.

Mußt Du wirklich JEDE Woche um 25 mgr erhöhen?

mezeg

wie geht es weiter u Lamotrigin?

mezeg, München, Friday, 21.06.2013, 10:12 (vor 4805 Tagen) @ mezeg

Hallo Melusine,

die Anfrage, die Du mir direkt geschickt hast, gehört hier ins Forum, damit andere ihre Meinung dazu schreiben können.

Ich bin definitiv nicht Fachmann, pardon, Fachfrau, und würde mir nicht anmassen, Anweisungen zu geben, die für andere gefährlich sein könnten. Ich kann nur über meine eigene Erfahrungen berichten.

mezeg