Radfahren

baerli3333, Wednesday, 26.06.2013, 15:53 (vor 4799 Tagen)

Ich hab da mal ne Frage, die sich aus der Problematik Fahrerlaubnis für Epileptiker ergibt.
Wenn ich als Epi am Öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen will( so ist wohl die rechtliche Umschreibung )
so ist da die Sache mit dem Führerschein, ok anfallsbedingt zeitlicher Ausschluß weil Eignung zur Teilhabe am öffentl. Straßenverkehr usw. usw.
Wo allerdings ist da, ich sag mal, rechtlich gesehen, der Unterschied zum Fahrrad ?
Als Radfahrer nehme ich doch auch am öffentlichen Straßenverkehr teil.
aber vor allem, wie ist es um die Haftungssituation bei einem Anfall bestellt ?
Ich hab mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht. Vielleicht weiss jemand genaues. Bei mir war bisher alles nur ein "Bauchgefühl" das das in Ordnung ist, aber so richtig wissen ist das nicht.

LG
Uwe

Radfahren

mathilda, Wednesday, 26.06.2013, 16:20 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Ich kenne da zwar keine Gesetze, aber mir hat man gesagt, Radfahren darf ich genau so nicht. Als Radfahrer musst du auch auf der Straße fahren und da kannst du genau so umkippen und damit einen Unfall verursachen.
Ich mache es nicht, probiere es auch nicht, ist mir zu riskant. Bleibe Fußgänger und fahre mit Bus und Bahn.

Radfahren

Melusine, Wednesday, 26.06.2013, 16:31 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Hallo,
ich habe vor kurzen die Diagnose Epilepsie bekommen. Mir hat man weder gesagt, dass ich kein Auto noch kein Fahrrad fahren darf. Ich habe diese Informationen hier au dem Forum. Ein Auto habe ich eh nicht, aber Fahrrad fahren tue ich tgl. weiterhin und mit Leidenschaft. Ich bin auch schon im Anfall Fahrrad gefahren. Ich handle eigentlich "normal" im Anfall, kann mich nur an nichts erinnern. Kürzlich habe ich mir einen Pullover übergezogen und habe meine Whg verlassen. Später fand ich mich ohne Schlüssel, Geld und Handy in der Nachbarstr. wiedergefunden .. hatte mich ausgesperrt.... Als ich mit Ersatzschlüssel vom Nachbarn zurück in meine Whg kam, lief noch der Laptop ... Ich weiß von nichts. Will damit sagen, wirklich geschadet habe ich bisher weder mir noch anderen, daher fahre ich weiter. Es ist auch niemand zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass ich es nicht mehr darf!
Gruß

Melusine

Radfahren

Tom vom Berg ⌂, Wednesday, 26.06.2013, 16:45 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Hallo Uwe

Hat der Arzt ein Fahrverbot ausgesprochen darf man auch kein Fahrrad fahren.

Ist die "Probezeit" abgelaufen und man kann wieder Auto fahren darf man auch wieder fitzen (Fahrrad fahren).


LG
Tom

Radfahren

sandytimmy, Wednesday, 26.06.2013, 20:52 (vor 4799 Tagen) @ Tom vom Berg

Schwachsinn.
Das Fahrverbot bezieht sich nur auf Kraftfahrzeuge.
Wenn es die reine Teilnahme am Straßenverkehr wäre dürfte man auch nicht gehen. Man kann ja während eines Anfalls auf die Straße laufen.
Es geht nicht um irgendwelche mini-unfälle sondern um aktive Teilnahme wobei Menschen ums leben kommen können. Die Geschwindigkeit die man mit dem Fahrrad maximal erreicht ist sehr gering.

Behindert euch nicht mehr als ihr es seid.

Radfahren

Tom vom Berg ⌂, Thursday, 27.06.2013, 05:21 (vor 4799 Tagen) @ sandytimmy

Hallo Sandytimmy

Auch mir wurde die Diagnose "Sie haben Epilepsie" an den Kopf geworfen.
Nach dem das Fahrverbot für ein Jahr ausgesprochen wurde sagte ich dem Arzt.
"Na egal fahre ich halt Fahrrad" darauf er "Rein rechtlich gesehen dürfen sie das auch nicht!"

Also ein Fahrrad ist ein Fahrzeug! Und man muß sich an die StVo halten.

Auch mit einem Fahrrad kann man große Unfälle auslösen,
bei dennen du dein und das Leben anderer gefährdest.

Fußgänger haben kein Fahrzeug.
Fußgänger dürfen auch beim laufen telefonieren, Fahrradfahrer nicht.

Außerdem sagte ich in der "Probezeit" aus der bin ich auch schon raus und fahre Fahrrad.

MfG
Tom

PS.: Leider fehlt mir die Zeit die Stelle zu suchen wo das steht,
folge dem Link und suche selber.

Radfahren

sandytimmy, Thursday, 27.06.2013, 15:53 (vor 4798 Tagen) @ Tom vom Berg

Sich dadurch aber grundsätzlich das Fahrrad fahren zu verbieten ist trotzdem über trieben. Selbst als Fußgänger kannste Unfälle verursachen aber die Wahrscheinlichkeit ist bedeutend geringer.

Radfahren

mathilda, Thursday, 27.06.2013, 17:08 (vor 4798 Tagen) @ sandytimmy

Aber als Radfahrer fährst du doch auf der Straße und was ist, wenn du dort umkippst und gerade dann kommt ein Auto, weicht aus vor lauter Schreck und fährt in den Gegenverkehr?
Nur mal ein Beispiel.
Wenn du im Park fährst, okay. Auf der Straße, nicht okay.

Radfahren

sandytimmy, Thursday, 27.06.2013, 21:03 (vor 4798 Tagen) @ mathilda

Wenn man das rad weiter spinnt......
Ich habe ja komplex-fokale Anfälle, setze also begonnene Bewegungen fort.
Was wenn ich zwar auf dem Bürgersteig Laufe dann aber wegen des Anfalls auf eine viel befahrene Straße oder Kreuzung Laufe.......
Dann darf ich jetzt ja auch nicht mehr draußen laufen. Oder?

Und ich hatte schon oft Anfälle wo ich gelaufen bin , weitergelaufen

Radfahren

sandytimmy, Thursday, 27.06.2013, 21:07 (vor 4798 Tagen) @ mathilda

Dazu fällt mir nur eins ein:
Man ist nicht behindert sondern man wird behindert

Oder-wie hier man behindert sich selbst. Lebt mit der Krankheit nicht für die Krankheit. Wer hat sonst wen?
Ihr die Anfälle oder die Anfälle euch.

Radfahren

mezeg, München, Friday, 28.06.2013, 11:34 (vor 4798 Tagen) @ mathilda

Aber als Radfahrer fährst du doch auf der Straße und was ist, wenn du dort umkippst und gerade dann kommt ein Auto, weicht aus vor lauter Schreck und fährt in den Gegenverkehr?
Nur mal ein Beispiel.
Wenn du im Park fährst, okay. Auf der Straße, nicht okay.

War vor kurzem Zeugin eines Unfalls zwischen Auto und Radfahrer:

Der Autofahrer bog zum Parkplatz eines Discounters. Vor dieser offenen Einfahrt parkte ein kleiner Lieferwagen. Der Radweg läuft von einer Allee lichter Bäume von der Straße getrennt.

Ich radle täglich durch diese Stelle, war an dem Tag beim Einkaufen und beugte mich, um nach meiner Tasche zu greifen, als ich den entsetzten Schrei einer Frau hörte.

Der Mercedes-Fahrer hatte den Radweg total ignoriert und den Radler umgeschmissen. Deren Begleiterin fuhr gerade vor ihm und zwar mit einem auffälligen bunten Trikot, also gut sichtbar.

Der Radler stand schnell wieder auf, hatte mit einem Bein Schwierigkeit, das Rad war sichtbar demoliert. Ich riet die Begleiterin den Sanka auf jedem Fall zu rufen und gab ihr die 112-Nummer. Beide etwas geschockt aber äußert vernünftig und ruhig...

Aber wo war doch der Autofahrer???

Immer noch im Auto. Es dauerte eine Weile, bis er endlich raus kam. Alt, zittrig, verwirrt, reaktionsunfähig. Weil der Heck vom Auto noch in der Straße ragte und der Lieferwagen den Rest vom Auto etwas versteckte, sagte ich ihm die Warnblickanlage einzuschalten. Keine Reaktion. Der Radler wiederholte: "Warnlicht einschalten!". Weiterhin keine Reaktion. Ich war nah daran, selber ins Auto zu steigen, um den passenden Knopf zu finden. Und ich hätte ihn gefunden, auch wenn ich den Führerschein nie gemacht habe. Er blieb noch eine Weile desorientiert stehen, dann ging er ins Auto zurück und schaltete... die Lichter!

Wir machten alle drei keinen Versuch mehr. Dann kam der Sanka.

Etwa eine Stunde später fuhr ich auf dem Rad an der Stelle. Ein Polizist fragte den Autofahrer aus, der weiterhin reaktions- teilnahmelos stand.

Definitiv nicht epileptisch aber zu alt - und vielleicht dement - um Auto zu fahren. Ich hatte später als Zeugin die Polizistin am Telefon, die diesen Eindruck bestätigte. Von aller Beteiligten ausgesprochen....

Ein offizielles Fahrverbot gibt es für ältere Leute nicht, egal wie zittrig sie sind. Wird ab einem gewissen Alter diese Angegelenheit überhaupt medizinisch untersucht??? Und Epileptiker auf dem Rad werden pauschal als gemeingefährlich deklariert???

Klar, kam man sie ebenfalls nicht pauschal als fahrrad-fähig bewerten. Hängt doch vom Typ und Intensität der Epilepsie, Sicherheit auf dem Rad (z.B. wenn sie lange nicht geradelt sind), Verkehrslage, Wettersituation etc. Und natürlich das eigene Befinden gerade als man auf dem Rad steigt. Da müssen wir mit uns selbst ehrlich sein. Wenn ich irgendwie nicht soviel Lust habe, bleibt das Rad in der Garage. Passiert selten aber doch manchmal. Dabei hat mir nur meine ältere Tochter das Radfahren verboten (als Rettungssanitäterin weißt sie es doch besser als jeder Neurologen... :-( :-( meint sie). Sollte der Neurologe es auch tun, müßte er es mir genau begründen.

Nichtdestoweniger hatte ich ihn 6 Wochen nach der OP um die Erlaubnis gebeten, wieder Rad zu fahren. Und weil ich es für den Anfang nur in einem Wald ohne Autoverkehr machen wollte, hatte er keine Einwände. Einzelne Freunde hatten mir deren Begleitung angeboten. Ich fahre aber lieber alleine, weil ich mich dann nicht auf jemanden und dessen Gespräch konzentrieren muß.

Meine Meinung zusammengefaßt: Eigene ehrliche Gewissensprüfung, Meinung vom Neurologen einholen, Risiken und Gefahrenstelle möglichst ausweichen und dann nach dem Bauchgefühl entscheiden.

mezeg

P.S. Galileo Galilei etwas angepaßt: "Und ich radle doch"

Radfahren

baerli3333, Thursday, 27.06.2013, 17:49 (vor 4798 Tagen) @ sandytimmy

Ja, und da kommt dann wieder die Sache mit dem Bauchgefühl zum tragen.
ich glaube auch, dass es zumindest moralisch verwerflich und nicht richtig ist, jemand anderem jede Mobilität abzusprechen. Manchesmal beneide ich sogar einen Freigänger im Knast, der kann den ganzen Tag ohne Beeinträchtigungen, Verboten und Einschränkungen zu unterliegen beinahe alles machen was er will, er muss bloß abends wieder zurück sein. und Ich ? nicht mal Radfahren lässt man mich

VLG
Uwe

Radfahren

mezeg, München, Wednesday, 26.06.2013, 17:23 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Hallo,

als die Diagnose Epilepsie klar war, bekam ich vom Neurologen die üblichen Verhaltensregeln, nicht ins Wasser etc. und Autofahrverbot. Habe nie den Führerschein gemacht, hat mich also nicht gestört.

Habe ich gezielt über das Radfahren gefragt. Es hieß: Nur mit Helm und nicht entlang befahrener Straßen. In seinem Bericht an die Hausärztin heißt es:

"Die Patientin hat keinen Führerschein, fährt jedoch gerne Rad."

Oder im KKH:

"Auf Grund des intrakraniellen Eingriffes ist der Patientin das Führen eines KFZ in den nächsten Monaten nicht gestattet."

Später vom Neurologen: "Die Patientin wurde erneut über das Fortbestehende Fahrverbot und die Verhaltensregeln im Alltag aufgeklärt."

Der Neuro-Chirurg sagte, daß das Risiko auf Rad bei mir minimal ist, eine Temporal-Epilepsie meldet sich über den Magen - also mit Warnmeldung, Radfahren ist gesund, die Rolle der Lebensqualität darf nicht unterschätzt werden, ich soll den Wald für ihn grüßen.

Wichtiger Punkt: Er radelt auch wie ich. Nicht rennradmässig, sondern ausdauernd.

Auf dem Fahrrad fühle ich mich frei und leicht. Die "verschwommenen Einnerungen" habe ich schon ein paar Mal auf dem Rad bekommen, aber auf mein Fahrverhalten hatten sie keine Wirkung. Einmal fuhr ich auf einem Radweg direkt entlang der Straße ohne Trennung mit Autoverkehr, als es passierte. Meine Tochter fuhr direkt hinter mir. Hätte ich die kleinste Unsicherheit oder falsche Bewegung gehabt, hätte sie mich sofort angesprochen.

Mit dem Auto könnte man in einer Gruppe rasen. Auf dem Fahrrad wie könnte man bloß Geschwindigkeit und Balance behalten? Man kippt einfach um. Könnte natürlich einen Nachfolge-Unfall verursachen, wenn ein Autofahrer deswegen vollbremst. Aber wenn es Dir zu Fuß in einer Straßenkreuzung passieren würde???

An welcher Art von Epilepsie Du leidest, spielt auch bestimmt eine Rolle.

Wie fühlst Du Dich auf dem Fahrrad? Entspannt oder verkrampft? Auf jedem Fall verkehrsreiche Straßen meiden, sie verlangen zuviel Aufmerksamkeit. Helm auf natürlich.

Idealerweise fragst Du einen Neurologen, der selber radelt. Er weiß dann wovon er spricht!

Vom Fahrrad mußte man mich schon runterschießen. Dieses Jahr wegen langes Winters und schlechtes Wetters wenig geradelt... nur 2.642 km.

mezeg

Radfahren

keki, Wednesday, 26.06.2013, 17:50 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Mir hat -noch- keiner gesagt, dass ich nicht fahren darf... Hab ja auch "nur" Temporallappen-Epilepsie, merke es vorher und bleibe bei Bewusstsein. Ich hatte schon einen Anfall (da wusste ich aber noch nicht, was dieses komische Gefühl ist) beim Fahren auf der Autobahn. Bin dann brav mit 75 hinter einem LKW geblieben. Ich fahre ja auch jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit. Wenn ich das nicht mehr darf,kann ich da nicht mehr arbeiten! Also frage ich vorsichtshalber lieber nicht! Ich halte das Risiko bei mir aber für verschwindend gering; ich hoffe, ich bin nicht zu leichtsinnig.

Radfahren

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 26.06.2013, 21:21 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Also mein Stand ist nach wie vor, dass da noch die klaren gesetzlichen Leitlinien, wie es Sie für die KFZ gibt, fehlen, auch weil da ggf. - verglichen mit einem KFZ - primär eher eine Selbst- als eine Fremdgefährdung vorliegt.
Ich hab zu dem Thema einen alten Artikel rausgekramt, in dem eine Abwägung verschiedener Risikofaktoren empfohlen wird und so eine Art "Faustregel" recht ähnlich den aktuellen Gutachterleitlinien für Führerscheinklasse B aufgeführt ist: http://extranet.medical-tribune.de/...

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Radfahren

podi, Wednesday, 26.06.2013, 22:22 (vor 4799 Tagen) @ huge88

ich fahre fast jeden Tag eine ca. 20km Runde mit dem Mountainbike.
Da hab ich in der Stadt eine fixe Runde halb Radweg, halb Strasse.
Am Freitag bin ich gefahren und plötzlich hab ich nicht mehr gewusst
wo ich bin. Irgendwie hab ich wieder an den Punkt gefunden wo ich
hin wollte. Ich bin praktisch genau einen km gefahren, von dem ich
nichts weis. Irgendwie ist mir aufgefallen das ich irgendwo bin, wo
ich nicht hingehöre Ich habe keine Ahnung wo ich war, wie ich dort
hingekommen bin und wo ich wieder zurück gefunden hab. Der km
fehlt einfach. Das ist schon ernsthaft lebensgefährlich, wenn ich in Trance
auf der Strasse radfahre.

Radfahren

FantaColaSprite64, Thursday, 27.06.2013, 10:10 (vor 4799 Tagen) @ baerli3333

Hallo Uwe

Ich habe derzeit öfters mal komplex-fokale Anfälle, aber sie werden nach und nach immer weniger.
Zusätzlich habe ich Absencen die sich so äußern, dass meine linke Hand verkramt und ich abwesen bin.
Letztes Wochenende habe ich mit meinem Freund trotzdem eine Radtour über 6km gemacht. Ich bin schon lange kein Fahrrad mehr gefahren doch wollte es unbedingt wieder.
Wir sind dann 5min durch die Stadt und dann auf Radwege. Da war zwar auch immer wieder ein bisschen mehr Betrieb doch wenn da was passiert wäre, wäre es nicht so schlimm gewesen.
Ich denke mir halte. Im Straßenverkehr muss nicht sein. Wenn ich Fahrrad fahren will, dann nicht alleine und wo nicht so viele Menschen sind, die ich gefährden könnte. Man gefährdet sich selbst schon sehr stark. Ich fahre z.B. auch nicht direkt neben einem Graben oder einem Abgrund. Doch sonst hat es richtig spaß gemacht.
Dazu muss ich noch sagen das ich Sehbehindert bin. Ich bin auf einem Auge ganz Blind und sehe auf dem einen noch 30%. Hört sich schrecklich an, ist es aber gar nicht so.
Wenn man vorsichtig ist und keine anderen Menschen gefährtet und die Gefahren für sich selber eingrent, finde ich es in Ordnung.

LG

Radfahren

Melusine, Thursday, 27.06.2013, 19:47 (vor 4798 Tagen) @ baerli3333

Ich habe heute im MVZ direkt nachgefragt. Die Ärztin hat mir gesagt, dass Fahrrad fahren erlaubt ist!
Wäre auch schrecklich wenn nicht, denn ich habe mir letztes Jahr ein super Rad gekauft und wenn ich nicht mehr fahren dürfet ... ich wüsste nicht was ich täte.
hruß
m

Radfahren

Dödel, Sunday, 30.06.2013, 23:43 (vor 4795 Tagen) @ baerli3333

Also ich habe seit gut 3 Monaten Epilepsie und war grade dabei den Führerschein zu machen. Das musste ich dann unterbrechen, ist ja logisch.;-)
Dann habe ich meine damalige Neurologin gefragt, wie das denn mit Fahrrad fahre sei. Ich habe sonst so gut wie jeden Tag an die 15 km gefahren um einfach mal abzuschalten, war also für mich persönlich wichtig.
Sie meinte dann, dass ich erstmal nicht mehr alleine fahren sollte. Ich habe dann eine Zeit lang meinen Bruder mitgeschleppt und mich mit den Km immer mehr gesteigert. Jetzt fahre ich manchmal auch wieder alleine, ich achte aber immer darauf wie es mir geht, mehr als vorher. Bei mir ist das irgendwie so, dass ich manchmal "gute" und manchmal "schlechte" Tage habe. Da achte ich also schon sehr drauf, dass ich an einem Tag, an dem es mir sowieso schon komisch geht, kein Fahrrad fahre.
Und nur weil ich jetzt Epilepsie habe, möchte ich nicht auf alles verzichten. Ich finde man muss damit nur vorsichtiger umgehen, dann kommt man auch zurecht. Hinzu wohne ich auf dem Land und bin dann in einer Art und Weise auf mein Rad angewiesen.
Aber dass muss letztendlich jeder für sich entscheiden. ;-)

Liebe Grüße

Radfahren

sandytimmy, Monday, 01.07.2013, 21:55 (vor 4794 Tagen) @ Dödel

Fahr auch ruhig allein. Die Ärzte sagen so was auch nur damit man im falle eines Unfalls nicht sagen kann dass der Arzt ihm das erlaubt hat. Ahnlich wie die Warnungen vor Nebenwirkungen im Beipackzettel . Damit keiner haften muss