Was wissen Sie über Epilepsie

mezeg, München, Friday, 05.07.2013, 21:19 (vor 4790 Tagen) @ kernerin

Hallo,

als Vorschlag die Fragen:
"Ist Epilepsie angeboren oder kann sie erworben werden?"
"Bekannte Epileptiker?" Dostojewski, Paganini, Napoléon, Caesar etc.
Vielleicht eine "gemischte Liste" zum Ankreuzen mit Bekannten, Epileptiker mit Nicht-Epileptikern gemischt.

Und das, was alle fragen:
"Wie soll man sich in so einem Fall verhalten?"
"Festhalten?"
"Etwas in den Mund schieben?"
"Notarzt anrufen?"
"Wird die Intelligenz davon getroffen?"
"Sind Epileptiker für andere gefährlich?"

Hatte vor zwei Tagen wieder eine Sprachblockade, nicht zufällig aber beim Gespräch um eine Einladung im Restaurant, wozu ich die bis jetzt unbekannte Freundin eines Bekannten nicht einladen will, weil die beiden sich hemmungslos vor Unbeteiligten bekriegen. Also die Situation für mich vorbelastet, ein Mißverständnis ließ mich auch noch kurz glauben, daß es nicht möglich sei, bei Regen drinnen zu essen: Mit dem Wort "hier" meinte ich die innere Wirtschaft, die Angestellte verstand den Raum, wo wir uns zur Besprechung befanden.

Stresssituation für mich und dann stockte die Sprache. Ich wußte, daß ich etwas gesagt - oder gestammelt - hatte aber nicht was und habe daher Klarschiff gemacht.

Die Angestellte hatte das Sprachproblem nicht so stark bewertet, weil sie glaubte, es sei französisch. Sie zeigte aber hohes Interesse, stellte mehrere Fragen, z.B. den Name des KKH, wo ich - wie ihr Vater, bei ihm Karzinom - operiert wurde. Ein privates Gespräch.

Und dann sagte sie, daß sie einen GM-Anfall in der Wirtschaft erlebt hatten, der Gast war zum Boden gefallen und von starken Krämpfen geschüttelt, worauf sie den Notarzt angerufen hatten. Er hatte ihnen erklärt, daß man Epileptiker nie festhalten darf, weil sie sich dabei Knochen brechen könnnten. Den Zungenbiß sollte man nie mit einem festem Gegenstand versuchen zu verhindern, aber mit etwas weichem. Wie mit dem Bierfilz, den sie mir entgegenzeigte.

Ihr Verhalten zeigte deutlich: "Es wäre kein Problem, wir wissen, wie wir uns in so einem Fall verhalten sollen." Irgendwie mit Stolz, Nuance: "Wir wissen, was viele ignorieren / nicht wissen wollen"

Wenn ich die - für mich neue - Situation bei gewißen Personen erkläre, wenn ich also annehmen muß, daß es passieren könnte, erlebe ich immer die gleiche Reaktion. Es wird gezielt gefragt, wie kann man es merken, was passiert, wie soll man sich verhalten, usw. Und dann läuft es wieder wie vorher. Etwa wie: "Auf der Radstrecke könnte es einen Platten geben? Wir nehmen einen Ersatzschlauch mit!"

mezeg


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