Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

rosaroterzopfgummi, Saturday, 06.07.2013, 20:11 (vor 4789 Tagen)
bearbeitet von rosaroterzopfgummi, Saturday, 06.07.2013, 20:26

Hallo an alle!
1. Mich würde mal interessieren, wie, wenn ihr sie überhaupt habt, sich eure Voranzeichen eines Anfalls äußern! Ich wäre euch dankbar, wenn ihr euch die Zeit nehmen würdet und es hier, unter meinen Thread, schreiben würdet!

2.ICH habe nie Voranzeichen und meine Anfälle (GM) sind auch sehr selten, aber ich habe irgendwie das gefühl, wer weiss ob Wahrheit und meine Negativität dahintersteckt, dass ich in der nächsten Zeit einen Anfall bekomme. Ich fahr bald auf eine Reise, auf die ich mich riesig freue und ich wäre am Boden zerstört, wenn ich davor einen Anfall bekommen würde, ins Krankenhaus müsste und wegen Tablettenumstellung nicht mitfahren könnte!!:-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-(:-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( das ist eine reise, die ich so schnell nicht nochmal machen werde und ich mache mich wegen dem Urlaub total verrückt und denke tag und nacht daran, dass bald ein Anfall kommen könnte. Ich beobachte mich ganz genau und wenn ich einmal im bett muskelzucken oder wie als wenn ich unterzuckert wäre zitter, bekomme ich immer Panik und ich seh das dann immer als ein "Zeichen".
Und angenommen es tritt wirklich der Fall der Fälle ein und ich bekomme einen Anfall - was würde passieren wenn man nicht gleich auf station aufgenommen werden kann und man die gleiche dosis für ein paar wochen weiternimmt. Mir wurde erklärt, dass sich das gehirn (mit einem anfall) entladen muss und dann nicht mehr so schnell ein anfall kommt (bei meiner epilepsie - ich hatte meinen letzten anfall letztes Jahr und hatte insgesamt 7 GM Anfälle in 6 Jahren.) Stimmt das??? Ich mach mich so verrückt und ich kann es nicht abschalten, hilfe!:-( :-( :-( :-( :-( :-( :-(

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

Hape, Saturday, 06.07.2013, 20:35 (vor 4789 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo versuch dich zu entspannen machst du Entspannungsübungen?die helfen mir mich zu beruhigen versuch ganz normal zu sein hast du mit deinem Neuro schon gesprochen vielleicht brauchst du was zur Beruhigung lenk dich ab lies was geh spazieren

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

Musica, Saturday, 06.07.2013, 20:56 (vor 4789 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo rosaroterzopfgummi! Soeben habe ich Ähnliches hinter mir. Vorher und kurz bevor die Reise beendet war. Ich habe mich ebenfalls voll hineingesteigert. 2 Tage vor Schluß bekam ich plötzlich Angst, ich könnte wegen Schlafmangel doch noch einen Anfall bekommen.Quasi wartete ich irgendwie. Und es geschah gar nichts!!!! Paradox,- als der Flieger landete hatte ein Mann in der Reihe vor mir einen Anfall. Beruhige Dich. Nimm Deine Medikamente immer rechtzeitig.Bedenke vielleicht auch eine Zeitverschiebung. Denke einfach, wenn´s passiert ist das auch nicht das Ende. Und für alle Fälle gibt es ja auch ein Notfallmedikament. Alles Gute und genieße die Reise, Musica

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

sandytimmy, Sunday, 07.07.2013, 21:28 (vor 4788 Tagen) @ Musica

Wie die anderen schon sagten, bleib cool. Wegen eines Anfalls kommt man nicht zur medikamentenumstellung ins kh. Außerdem hat man als Patient auch Einfluss auf den Termin. Zumindest kann man sagen dass man einen späteren Termin möchte wenn man zu dem Zeitpunkt auf Reise ist. Mit der späteren Behandlung muss man dann natürlich leben. Es gibt keinen Therapie zwang

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 07.07.2013, 09:20 (vor 4789 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Cool bleiben. Manchmal entstehen "Zeichen" auch erst dann, wenn man sich zu angespannt zu sehr selbst beobachtet.

Und angenommen es tritt wirklich der Fall der Fälle ein und ich bekomme einen Anfall - was würde passieren wenn man nicht gleich auf station aufgenommen werden kann und man die gleiche dosis für ein paar wochen weiternimmt.

Also ich weiß ja nicht wie schwer und lange Deine Anfälle genau sind, aber bei meinen letzten GMs gab's weder Notarzt, noch Krankenhaus danach. Das war für mich einfach lästig bei einem normalen Anfall und hielten meine Ärzte auch nicht für notwendig. War sowieso immer so, dass ich nur kurz in der Notaufnahme beobachtet wurde, Blutwerte bestimmt und die üblichen neurologischen Tests gemacht wurden. Danach wurde ich immer nach Hause geschickt.
Da kann ich mich auch gleich zum Schlafen hinlegen und mich ausruhen. Nur wenn das Ganze zu einer Anfallsserie ausartet, wäre ein Krankenhaus doch angebracht.
Auch muss ja nicht immer zwingend die Dosis oder das Medikament nach einem Anfall verändert werden, z.B. wenn der Auslöser ein einmaliger, schwerwiegender Schock auf Grund eines schweren Erlebnisses oder so war.

Mir wurde erklärt, dass sich das gehirn (mit einem anfall) entladen muss und dann nicht mehr so schnell ein anfall kommt

Ja, erholung braucht das Gehirn schon. Wie viel, das ist bei jedem Unterschiedlich.

Ich beobachte mich ganz genau und wenn ich einmal im bett muskelzucken oder wie als wenn ich unterzuckert wäre zitter, bekomme ich immer Panik und ich seh das dann immer als ein "Zeichen".

Also das Muskelzucken im Bett haben auch eine ganze Reihe von Nichtepileptikern, wenn sie sich richtig entspannen. Und was das Zittern angeht: Kommt das vielleicht auch davon, dass Du Dich zu sehr angespannt selbst beobachtest. Ich mein es gibt ja da den berühmten Effekt mit dem Löffel, den man nicht ruhig halten kann, wenn man sich darauf konzentriert, ihn ruhig zu halten.

Ich mach mich so verrückt und ich kann es nicht abschalten, hilfe!

Schon einmal über eine Psycho- oder vielleicht besser Verhaltenstherapie nachgedacht, um das besser kontrollieren zu können?

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

Pippilangstrumpf, Saarlouis, Sunday, 07.07.2013, 22:48 (vor 4788 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo rosaroterzopfgummi
was deine reise angeht,rede mit deinen Neurologen wegen der Zeitverschiebung Je nach dem wo du hinfahren solltest.Ich habe im September 2009 einen Anfall hinterm Lenkrad bekommen,un bin von einem Lkw ausgebrembst worden! Ich lag eine woche im Krankenhaus und drei tage später flog ich nach Rhodos,mit dem ok von der Klinik.

Ich bestelle mir mit Panik einen Anfall, hilfe.

mezeg, München, Monday, 08.07.2013, 10:30 (vor 4788 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo,

die letzten zwei Jahren (nach der OP) habe ich die notwendige Energie nicht aufgebracht, um wie jedes Jahr bis dann eine Radtour in Frankreich zu organisieren und durchzuführen. Weil ich eben Angst habe, währenddessen Probleme zu bekommen. Ich fahre alleine.

Dieses Jahr mache ich wieder einen Versuch und um mich selber unter Druck zu setzen, habe ich mehreren Leuten erzählt, daß ich im Loire-Tal radeln will. Ich will mich doch nicht blamieren!

Eine Nichte nimmt immer gerne für mich die Fahrkarten mit allerlei Sonderpreisen. Diesen Frühling hatte sie es nicht rechtzeitig unternommen, weil sie mit den Vorbereitungen zur Taufe ihres zweiten Sohnes völlig beschäftigt war. Und ich war... Asche über meinen Haupt :-( :-( - erleichtert.

Für September hat sie nun die Fahrkarten gebucht und ich muß...

Nun habe ich doch die Straßenkarten rausgeholt, überlegt, welche Route und welche Sehenswürdigkeiten, wo ich übernachten sollte...

Dann ging es los! Wo ich am welchen Tag übernachten will, steht schon auf der Liste, nun habe ich drei Übernachtungen für insgesamt 7 Tagen reserviert - sogar mit einer Verlängerung für die 3. - und... ich bin glücklich, freue mich schon darauf.

Sollte ich unterwegs ein Problem bekommen, werde ich es schon hinkriegen. Das größte ist die Mitnahme des Fahrrads im Zug aber ich habe doch ein leistungsfähiges Faltrad und habe es schließlich doch bereits zweimal gemacht. Und wenn ich unterwegs schlapp mache, bin ich nie von einer Bahnlinie entfernt, mit lokalen Zügen und Fahrradmitnahme.

Du hast Dich doch auf diese Reise gefreut. Versuche die eventuellen Schwierigkeiten zu planen, schreibe sie vielleicht auf einer Liste, überlege mögliche Lösungen, informiere Mitreisenden, wenn Du sie kennst. Hast Du die Probleme "in die Augen geschaut", verlieren sie viel an Wichtigkeit.

Wir wollen doch von unserem Leben etwas haben!

Bon voyage!

mezeg